Das Evangelium nach Maria Magdalena
Maria Magdalena von Engeln umgeben, darüber der auferstandene Christus.
Hier zeigt sich etwas die innere Größe der Maria Magdalena.
Altar der Kirche La Madeleine, Paris
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Das Evangelium der Maria (manchmal auch: Evangelium der Maria Magdalena) gehört zu den
Apokryphen des Neuen Testaments.Es handelt sich um eine gnostische Schrift, die auf etwa
160 n. Chr. datiert wird. Bei der Maria, die dem Evangelium den Namen gegeben hat, handelt es sich möglicherweise um Maria Magdalena. Das Evangelium besteht im ersten Teil aus Dialogen zwischen dem auferstandenen Jesus und seinen Jüngern und Jüngerinnen. Es enthält außerdem im zweiten Teil eine Vision Maria Magdalenas.
Das Evangelium ist nicht vollständig erhalten, sondern nur als Fragment. Die Seiten 1–6 und
11–14 der insgesamt 18 Seiten umfassenden Schrift sind verloren.
Laut anderen Quellen:
Maria Magdalena ist die Frau, die heute wieder auf der Erde lebt und sich Anastasia nennt. Viele kennen sie und sie hat
Es geht um die innere Kraft der Liebe, die nicht berechnet und die unser wahres Wesen ist. Die göttliche Liebe ist ein unerschöpfliches Fließen. Wenn Du jemanden wirklich liebst, nimmst Du ihn unmittelbar mit Deinem Herzen in seiner Ganzheit auf, die mehrdimensional ist.
Der Meister Jesus, versuchte den Weg zur Erleuchtung zu lehren. Er wollte zeigen, dass es den Tod nicht gäbe. Und zwar nicht nur für ihn nicht, sondern für niemanden. Und das wir alle unsterbliche Seelen sind mit einem physischen Körper. Diesen benutzen wir als Werkzeug, ohne damit aber identisch zu sein.
Vers 1
Petrus fragte Jesus „Wird Materie nun zerstört oder nicht?“
Jesus sprach: „Alles Natürliche, jede Form, sämtliche Kreaturen existieren in- und miteinander, und sie lösen sich wieder in das auf, aus dem sie entstanden sind. Denn die Natur der Materie kann sich nur wieder in ihre eigenen Wurzeln auflösen. Jener, der zwei Ohren besitzt, der höre.
Es wird ein Modell vorgeschlagen, dass „alles mit allem“ verknüpft ist, Materie sowie Kreatur. Dies lässt sich nur begreifen, wenn man erlebt hat, dass auf dem Weg zu Gott zwei Bewusstseinsstufen zu erklimmen sind, die das eigene Erleben und Begreifen komplett verändern.
Hier wird auf grundsätzliche physikalische Fragen eingegangen wie kaum anderswo in den Evangelien. Alles hängt mit allem zusammen. Es ist eine ewige Wiederkehr von Leben in neuen Formen und in diesem Sinne existiert kein sterben, sondern nur eine Transformation.
Das sieht hoffnungsvolle Worte und wir erleben dies in der Natur vor den eigenen Augen. Das Vergehen des einen sichert das Leben der Anderen. Unser Leben sichert weiteres Leben und erleben. Unsere Existenz ist bedeutsam für alles was uns umgibt. Unser Leben vergeht nicht, sondern löst sich in die Quelle auf, aus der es ursprünglich kam, bis wir wieder zurückkehren zur ursprünglichen Quelle. Ihr werdet es nicht verstehen, aber im Herzen werdet ihr es begreifen.
Vers 2 des Evangeliums der Maria Magdalena
Petrus sprach zu Jesus: „Nachdem du uns alles erklärt hast, erzähle uns auch dies: Was ist die Weltsünde.“ Jesus erwiderte: „Es gibt keine Sünde. Ihr erschafft Sünde mit den Dingen, die ihr tut, dies ist z.B. die Natur des Ehebruchs, die Sünde genannt werden kann. Das ist der Grund, wieso das Gute in eure Mitte trat, als Essenz einer jeden Natur, um sie wieder zu Seinen Wurzeln zurückzuführen.“ Dann fuhr Er fort und sprach: „Dies ist der Grund, wieso ihr krank werdet und sterbt. Jener der verstehen kann, der verstehe. Die Materie gebar eine Leidenschaft (Leid?), der keiner ebenbürtig ist und aus etwas der Natur Gegensätzlichem entstand. Denn darauf folgt eine Störung des ganzen Körpers. Dies ist auch der Grund, wieso ich sagte:
‚Seid guten Mutes!’, wenn ihr entmutigt seid, seid mutig in der Gegenwart der verschiedenen Formen der Natur. Jener der Ohren hat, der höre.“
Interessant, dass Jesus hier nicht von der Ursünde spricht.
Aus den reinen „Leidenschaften“ – heute würde man wohl Trieben sagen – entstehen im menschlichen Miteinander Verletzungen. Jesus wählt hier als Beispiel den Ehebruch oft durch den Sexualtrieb bedingt. Die Verletzungen der Seele aber stören die innere Ordnung und Krankheiten können damit in Zusammenhang stehen.
Das Gute, das Licht, trat also vor allem deswegen in die Welt um diesen Prozess umzukehren. Um sowohl den Geist als auch den Körper zu heilen. Dieser Weg ist nicht ohne Anstrengung und Gefahr.
So kann man die Aufmunterung Jesu verstehen, seid guten Mutes. Mut ist eine wichtige Eigenschaft um die Botschaft Jesus zu leben. Denn es kommt nicht überall gut an. Und der spirituell lebende ist eine Herausforderung auch für andere. Denn er zeigt ihnen, das man anders leben kann und sollte.
Aber die Freude im Herzen durch den Geist Gottes übersteigt das Leiden durch die Anfeindungen um Dimensionen. Gerade heutzutage braucht es sehr viel Mut, um für unsere Werte einzusetzen. Viel Leiden entsteht durch Gehorsam. Aber Gehorsam ist fragwürdig, wenn es gegen das Gewissen oder die Werte steht.
Wir sehen oft in anderen unsere eigenen Schattenseiten, das wo wir etwas ändern sollten. Und bekämpfen diese dann im anderen, was eine Thema-Verfehlung ist. Wir können nur uns selber ändern!
Was nicht in mir ist, stört mich auch nicht beim anderen. Oder was hat das mit mir zu tun, was mich am anderen stört? Wenn man sich dies zu Herzen nimmt, steht der eigenen Entwicklung nichts mehr im Wege.
Oft hilft es mir zu fragen, „wie würde Jesus in dieser Situation handeln“? Deswegen beschäftigte ich mich mit dem Leben und Wesen von Jesus, um diese Frage gut beantworten zu können.
Vers 3 des Evangeliums der Maria Magdalena
Als der Gesegnete Jesus dies sagte, grüßte Er sie alle und sprach: „Friede sei mit euch.
Empfangt meinen Frieden in euch. Achtet darauf, dass euch niemand in die Irre führt,
indem er sagt: ‚Seht hier, seht dort…’, denn der Sohn Gottes ist in euch. Folgt Ihm!
Jene, die Ihn suchen, werden Ihn auch finden.
Geht hin und predigt das Evangelium des Königreichs.
Legt nicht sämtliche Regeln beiseite, die ich euch mitteilte.
Und gebt kein Gesetz auf, so wie es die Gesetzesgeber tun und euch somit beschränken.“
Jesus spricht immer wieder vom Frieden und vor allem mit dem Frieden in uns. Das heißt, der Frieden im Außen fängt mit dem Frieden im Inneren an. Dazu hilft mir z.B. die Meditation oder ein Spaziergang in der Natur.
Auch hier wird klar, dass die Göttlichkeit im Inneren lebt und von dort gespeist wird. Es wird unmissverständlich klar gemacht, dass im Außen das Paradies nicht zu finden ist, sondern nur im Inneren. Dies auch die Kern-Aussage des Thomas-Evangeliums und die wirklich frohe Botschaft, denn damit ist es wirklich für jeden möglich das Paradies in sich zu finden. Dies erlebt man oft in den Slums, wo die Menschen trotz widriger Umstände oft sehr fröhlich sind, vor allem die Kinder.
"Denn der Sohn Gottes ist in euch. Folgt Ihm!"
Unmissverständlicher kann man es eigentlich nicht ausdrücken. Hört auf eure innere Stimme im Herzen, aber nicht auf die Launen und Triebe. Hört auf euer Gewissen und handelt danach mit Mut.
Natürlich ist der Glaube keine reine Willensentscheidung, sondern Gnade. Aber er setzt eine Offenheit voraus. Ebenso ist es mit der Liebe. Auch ich sie kann nicht planen oder wollen, sondern sie ereilt mich, wenn eine Offenheit da ist.
Der Glaube und die Liebe sind sich sehr ähnlich von ihrem Erlebnis her. Wir dafür offen ist, wird es auch finden. Ist das nicht eine großartige ermutigende Aussage?
Aber Jesus sagt uns wir sollten langfristig nicht passiv bleiben, sondern die Freude der frohen Botschaft, dass das Paradies in uns ist, auch andere Menschen spüren lassen. Dabei geht natürlich nicht nur um Worte, sondern auch um tätige Nächstenliebe. Denn die bewirkt am meisten. Aber da hat jeder einen anderen Auftrag.
Jesus macht auch klar, um ein konstruktives Zusammenleben zu erreichen braucht es auch bestimmte Regeln des Miteinanders, die jeder beachten sollte.
Der Sohn Gottes, Christus, ist in uns zu finden, und nirgends sonst. Jesus meint sich da übrigens nicht selbst, er ist ja Jesus aus Nazareth und nicht Christus, der Sohn Gottes. Das war den Zuhörern damals auch völlig klar, denn diese Gleichsetzung fand ja erst viel später im Laufe der Entstehung der „Christlichen Religion“ statt!
Petrus sagte zu Maria: „Schwester, wir wissen, dass der Retter dich mehr liebte als alle anderen Frauen. Berichte uns von den Worten des Retters, die du erinnerst – die du kennst und wir nicht oder von denen wir noch nie gehört haben.“
Maria antwortete und sagte:
„Was dir verborgen, werde ich dir kundtun.“ Und sie sprach zu ihnen die Worte: „Ich…“, sprach sie, „Ich sah Christus in einer Vision und ich sprach zu ihm: ’ Christus, ich sah dich heute in einer Vision.’
Er antwortete darauf und meinte: ’ Sei gesegnet dafür, dass du nicht gezaudert hast, als du mich erblicktest. Denn dort, wo der Geist ist, da ist der Ort.’
Ich sprach zu ihm: ’ Christus, wie sieht Er in einer Vision, die durch die Seele oder durch den Geist
gesehen wird?’
Da antwortete der Retter und sprach: Er sieht weder durch die Seele noch den Geist, sondern durch den Verstand, welcher zwischen diesen beiden steht – das ist es, wie man eine Vision sieht.
Dieser erste Teil von Marias Rede mutet wie eine innere Zwiesprache mit Christus über ihren
Bruder Jesus an, denn sie fragt IHN nach der Art wie „Er“ denn eine Vision sieht. Christus
„erklärt“ ihr dies mit den Worten: „Er sieht weder durch die Seele noch den Geist, sondern
durch den Verstand“ wobei man zum besseren Verständnis anstelle der Worte „Seele und Geist“
wohl „Traum und Eingebung“ setzen sollte, denn diese Art „Visionen“ dürften Jesus weitgehend
fremd gewesen sein. Der Verstand aber ist es der Jesus durch sein Leben leitete! Seine Person
brauchte keine Visionen, wenn man mal von seiner Berufung absieht, er lebte „in Vollmacht“,
durchdachte mit seinem Verstand die Schöpfung und entschied nach freiem Willen.
Der steile Aufstieg zum Licht und zur Erleuchtung
Vers 5 des Evangeliums der Maria Magdalena der Aufstieg zur Erleuchtung
’Ich sah nicht, wie du herabstiegst, aber jetzt sehe ich, wie du aufsteigst. Wieso lügst du
also, weil du zu mir gehörst?’ Die Seele antwortete und sprach: ’ Ich sah dich. Und du hast mich weder gesehen noch erkannt. Ich diente dir als Gewand und du hast mich nicht erkannt!’ Als sie das ausgesprochen hatte, verschwand sie fröhlich. Danach kam es auf die dritte Macht an, die Ignoranz. Sie befragte die Seele: ’ Wohin gehst du? In Boshaftigkeit wirst du gebannt, urteile nie!’ Und die Seele sagte: ’ Wieso verurteilst du mich, obwohl ich dich nicht verurteilt habe? Ich war gebunden, doch habe nie gebunden. Ich bin nicht erkannt worden. Aber ich habe erkannt, dass sich die Ganzheit auflösen wird, sowohl die irdischen Dinge als auch die Himmlischen.’ Als die Seele die dritte Macht besiegt hatte, stieg sie weiter auf und erkannte die vierte Macht, die sieben Formen besaß. Die erste Form war die Dunkelheit, die zweite das Verlangen, die dritte die Ignoranz, die vierte die Furcht vor dem Tode, die fünfte das Leben nach dem Fleisch, die sechste die närrische Weisheit des Fleisches und die siebte die zornige Weisheit. Diese sind die sieben Mächte des Zorns.’ Sie (die Mächte) befragen die Seele: ’ Woher kommst du, Menschenmörder, oder wohin gehst du, Eroberer der Welten?“ Die Seele antwortete und sprach: „Was mich einst gebunden ist nun befreit, und was mich umgab, ist nun überwunden worden, und die Ignoranz ist besiegt.
In der Welt wurde ich von der Welt befreit. In einer Art himmlische Gestalt. Sowie von den Fesseln der Vergessenheit, die vergänglich ist. Von jetzt an werde ich für den Rest der Zeit, der Jahreszeiten, der Äonen, in Stille beabsichtigen.’
Hier geht es um den Aufstieg einer Seele aus den Abhängkeiten und negativen Wesenszügen, Leben nach den Trieben, Ignoranz, Zorn, das beständige Urteilen etc. Dies ist ein Prozess, der in der inneren Freude und Stille landet. Im inneren Licht, was in die Welt abstrahlt.
In diesem Textteil beschreibt Maria ihr subjektives psychisches Erleben während ihres Aufstiegs
zur Reinheit. Damals waren Zusammenhänge der Psychologie nicht bekannt und hilfreiche Literatur gab es überhaupt nicht. Also wählte Maria eine Bildliche Sprache, mit der sie diesen inneren Verwandlungs-Prozess ihren Zuhörern begreiflich machen konnte. Interessant dabei ist sowohl das „Stufenkonzept“ als auch die „sieben Formen der vierten Macht“ die sie als Modell wählt um ihre Erlebnisse zu beschreiben. In den kanonischen Evangelien wird erwähnt, dass Maria Magdalena von 7 Dämonen heimgesucht war, was auf schwerste Zerstörungen ihrer Psyche durch entsprechende Erlebnisse hinweist. All diesen „Dämonen“ aber begegnet sie auf ihrer Reise erneut, muss ihnen widerstehen und sie überwinden. Sie dürfte damals einen sehr harten Weg gehabt haben und dennoch hat sie sich von allen Fesseln befreien können, wurde innerhalb dieser Welt von dieser Welt befreit und hat die „Stille“ gefunden. Dieser Text ist wahrlich ein großartiges Zeugnis vom Weg zur Erleuchtung. Da ihn damals wohl nur sie und ihr Bruder geschafft haben, dürfte sich es bei dieser Schilderung um einen authentischen Bericht von Maria Magdalena handeln!
Bild von Caravaggio
Maria Magdalena tief versunken….
Vers 6 des Evangeliums der Maria Magdalena
Als Maria dies gesprochen hatte, fiel sie in Stille, denn das war der Moment, als der
Retter mit ihr gesprochen hatte. Doch Andreas antwortete und sagte zu den Jüngern:
„Sprecht, was sagt ihr darüber, was sie eben erzählt hat? Ich bin der letzte der glaubt,
dass dies der Erlöser gesagt hat. Diese Lehre ist sicherlich eine befremdliche Vorstellung.“ Petrus antwortete und sprach die gleichen Dinge betreffend. Er befragte sie nach dem Retter:
„Sprach Er wirklich ohne unser Wissen mit einer Frau und das nicht öffentlich? Sollen
wir uns ihr nun zuwenden und ihr künftig zuhören? Hat er sie uns vorgezogen?“
Dann weinte Maria und sagte zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, was denkst du denn? Denkst du, dass ich mir all dies in meinem Herzen ausgedacht habe oder dass ich über unseren Retter Lügen erzähle?“ Levi (Matthäus) antwortete und sagte zu Petrus: „Petrus, du warst schon immer temperamentvoll. Nun sehe ich, wie du dich gegen diese Frau aufbäumst als wäre sie dein Gegner. Denn wenn der Retter sie als wertvoll erachtete, wieso möchtest du sie dann ablehnen? Der Retter kennt sie sicherlich sehr gut. Das ist der Grund, wieso er sie mehr liebte als uns. Wir sollten uns besser schämen und lieber dafür sorgen, den perfekten Menschen in uns und für uns zu leben, so wie Er es uns aufgetragen hat. Lasst uns das Evangelium predigen und nicht Gesetze aufstellen, die jenseits dessen stehen, die uns der Retter mitgeteilt hat.“ Danach begonnen sie zu verkünden und zu predigen… (Ende)
Anmerkungen
Deutlicher kann es kaum überliefert werden, dass die Jünger keinen blassen Schimmer hatten
was Maria da eigentlich erzählte. Diese Szene dürfte kurz nach „Pfingsten“ stattgefunden haben.
Habe sie diesen Pfad zur Weisheit wirklich begriffen? Andreas und Petrus lassen erkennen, dass eine Wesensänderung in ihnen noch nicht richtig stattgefunden hat und lediglich Levi ergreift Position für Maria. So zogen die Jünger aus und begannen das zu predigen, was sie verstanden hatten, aber das war eben nur ein Teil seiner Erkenntnisse. Sie konnten mit diesem Erkenntnisstand aber nicht wissen, dass ihre Worte nicht „fälschungssicher“ waren und sie bald stark verändert werden würden.
„Wenn der Retter sie (diese Frau) als wertvoll erachtete, wieso möchtest du sie dann ablehnen?“
Ich spüre hier keine Vorwürfe, sondern ein wohlwollendes erinnern und fragen. Davon kann ich lernen!
Wir sollten uns besser schämen und lieber dafür sorgen, den perfekten Menschen in uns und für uns zu leben
Hier sehe ich eine Aufforderung bei uns selbst zu sein und sich bewusst zu machen, dass wir nur uns selber ändern können. Und deswegen andere zu kritisieren nicht unbedingt ein konstruktiver Weg ist. Scheinbar hat Petrus sich sehr gegen eine Frau erzürnt, vielleicht ohne zu verstehen, wieso sie so gehandelt hat. Maria erinnert Petrus an die Botschaft und das Leben Jesus. Seid real-Christen und nicht Verbal-Christen, zeigt das Wort durch euer Leben.
Hier wird deutlich wie Jesus alle Menschen gleichermaßen angenommen hat! Und auch die Frauen wahrgenommen und geehrt hat. Dies war in seiner Zeit revolutionär! Angeblich waren auf seinen Reisen auch Frauen dabei, wieso auch nicht? Hätte diese Haltung der Wertschätzung und Integration für alle die Kirche nur ernster genommen dann würden wir jetzt nicht da stehen wo wir sind. Das heißt aber auch, die Schriften unserer religiösen Institutionen müssen ausgewertet werden, um zu verstehen, warum und wie sie zu einem grundlegenden Bestandteil jeder Zivilisation wurden, die auch sehr viel destruktives hat. Denn es ist klar, dass es der Zusammenprall verschiedener religiöser Überzeugungen ist, die für Bigotterie, Hass, Terrorismus und die Ermordung von Millionen unschuldiger Menschen weltweit verantwortlich sind.
Eine Unterweisung in Moral ist für das Wohlergehen ihrer Nation und ihrer Bürger unerlässlich ist. Indem den Menschen ein weitergehendes Verständnis für die Natur des Menschen vermittelt wird, kann es die politischen und religiösen Führer dazu anregen, die Liebe zwischen den Völkern aller Nationen zu erhöhen und in der Lage zu sein, Besucher aus dem Weltall willkommen zu heißen
(Teilweise auch aus dem Text: Alles hat einen Anfang, sogar das Universum).