Alkohol-Probleme überwinden, Süchte heilen

 

Es hat keinen Sinn, Sorgen in Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer. Robert Musil
 

Inhaltsverzeichnis

​ Aspekte

​ Medizinische Wege

​ Geistige Methoden. Meditation hilft wirksam gegen Alkoholismus!

​ Soziale Methoden

​ Spirituelle Methoden

​ 12 Schritte, um mich von Abhängigkeiten zu befreien und mein Potential zu leben

​ Quellen

​ Beste Apps, um Alkohol zu trinken zu stoppen

​ Suchtberatungsstellen

​ Bedürfnis-Pyramide

​ Molekulargenetische Untersuchung

 

Alkoholismus ist leider ein sehr verbreitetes Leiden. Was kann man tun?

Sucht hat etwas mit suchen zu tun. Und dies hat etwas mit Mangel zu tun. Es hat auch etwas mit Sehnsucht zu tun, die nicht befriedigt ist. Ich suche im Außen was ich im Inneren finden könnte. Aber es ist nicht jedem gegeben ein spiritueller Mensch zu werden. Ebenso wenig wie nicht jeder sich auf Befehl verlieben kann. Es gehören ja auch zwei Seiten dazu. Dennoch sind unten ein paar Hinweise dazu.
Allerdings bietet die Meditation den gleichen Weg nach innen an, ohne dass ich ein spiritueller Mensch sein muss. Es funktioniert dennoch nachweislich. Aber es hat auch etwas mit geistiger Disziplin zu tun. Nachfolgend ein paar Hinweise. Es gibt ein gutes
Video zum Thema (1).

Hier eine Antwort von einem Freund, der Alkohol-Probleme hatte.

Es kommt sehr darauf an, ob das Opfer das Problem selbst erkannt bzw. anerkannt hat und es angehen will. Oder ob er meint bzw. seiner Familie sagt, dass er eigentlich gar kein Problem hat.
Wichtig ist, dass sowohl dem Betroffenen als auch der Familie klar ist, dass es sich um eine ernste und komplexe Krankheit handelt, der mit Willensanstrengung allein kaum beizukommen ist.

Wie dem auch sei, professionelle Hilfe ist dringend angesagt. Die kann erst mal niederschwellig sein, d.h. kompetente Beratung, die vertraulich bleibt. So etwas wird nicht nur für Betroffene angeboten, sondern auch für die Familie. D.h. auch wenn der Betroffene keinen Handlungsbedarf
sieht, kann die Familie sich Hilfe suchen.
Das gilt auch für Selbsthilfegruppen, welche die "Profis" gut ergänzen. Im Anhang eine Liste von relevanten Stellen.


  1. Aspekte
     

 

  1. Medizinische Wege 
  1. Geistige Methoden. Meditation hilft wirksam gegen Alkoholismus!  

  1. Dies wurde in Studien nachgewiesen (1). Zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit setzt man zunehmend auf Methoden der Achtsamkeit. Sie können helfen, Automatismen zu übersteuern.  

  2. Zusammenfassung von 12 Studien an 4.000 Personen: Meditation wirkt, selbst dann, wenn sonst nichts mehr hilft. ‚
    Meditation ist 2- bis 10fach effektiver als die anderen Methoden, vor allem bei schwerem Alkoholismus.
    Je länger die Opfer Meditation ausüben, desto weniger trinken die Menschen.
     

  3. Soziale Methoden 

Vielleicht mal irgendwo in einer guten Gemeinschaft mitleben, wo kein Zugriff auf Alkohol möglich ist. Sollte es Entzugserscheinungen geben so kann man ja mit traditionellen Heilmitteln gegensteuern.

  1. Spirituelle Methoden 

Viele sind durch den Glauben vom Alkohol weggekommen und haben ein völlig neues Leben begonnen.

Vielleicht gibt es bei den Anonymen Alkoholikern auch Gruppen, die im religiösen Bereich arbeiten?

Gute Religiöse Botschaften gibt es einige (2)

Vielleicht ein Besuch in einer sehr lebendigen religiösen Gemeinde. damit sich das Feuer entzündet, das nie mehr erlischt? Denn die innere Leere ist eine der Haupt-Ursachen. Dies ist auch nachgewiesen worden. Religiöse Menschen neigen signifikant weniger zu Alkoholismus.

  1. 12 Schritte, um mich von Abhängigkeiten zu befreien und mein Potential zu leben 
  1.  
     
  2.  


  3. Diese Methode ist für viele Menschen sehr wertvoll und wirksam, um Süchte zu überwinden und das wahre Leben, das Leben in Fülle, zu erfahren.  

  4. Die Schritte sind inspiriert vom blauen Buch der Anonymen Alkoholiker. Danke!   

  5.  

  6. 1. Ich erkenne an, dass ich der Sucht hilflos ausgeliefert bin. 

  7.  

  8. Ich erkenne an, dass meine Vorsätze und Strategien, so gut sie auch gemeint sein mögen, mich nicht vom Suchtprozess mit all seinen Mechanismen, die tief in meinem Gehirn, meinen Emotionen und meinem Verhalten verwurzelt sind, befreit haben. 

  9. Ich lasse Selbstfindung zur konkreten Realität werden, Scham zur Verantwortung, Ohnmacht zur Stärke. Ich bin bereit, die Fehler meines Charakters durch meine Kraft und mit Hilfe höherer guter Mächte verschwinden zu lassen.  

  10.  

  11. 2. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass eine Macht, die größer ist als ich, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann. 

  12.  

  13. Das kann, muss aber nicht den Glauben an eine Gottheit bedeuten. Es bedeutet, einer höheren Wahrheit mehr Beachtung zu schenken als den unmittelbaren Begierden oder dem Terror des Egos. 

  14.  

  15. 3. Ich treffe die Entscheidung, meinen Willen und mein Leben der Fürsorge Gottes oder meines Schöpfers, wie ich ihn verstehe, anzuvertrauen. 

  16.  

  17. Gott kann auch Vertrauen bedeuten oder universelle Wahrheiten um höhere Werte, die im spirituellen Kern des Menschen liegen, den jeder Mensch hat. Aber oft tief vergraben. Oft gefürchtet und verdrängt durch das gierige, ängstliche, vorkonditionierte Ego. Oder blockiert durch negative Erfahrungen mit der Kirche. Aber persönlicher Glaube und Kirche sind verschieden und unabhängig voneinander. Kirche kann helfen, muss aber nicht!  

  18.  

  19. 4. Ich habe eine gründliche und furchtlose Bestandsaufnahme in mir gemacht. 

  20.  

  21. Dabei geht es nicht um Selbstverurteilung, sondern um die Vorbereitung auf ein konstruktives Leben in Enthaltsamkeit. Ich erforsche mein Gewissen, um herauszufinden, wo und wie ich mich selbst oder andere verraten habe, um mich von einer Last zu befreien und mir zu helfen, meinen Weg in eine gute Zukunft zu finden. 

  22.  

  23. 5. Ich entscheide mich für einen Weg mit meinem neuen treuen Freund und Heiler, so wie ich mich für eine Ehe entschieden habe, im Vertrauen darauf, dass es gut sein wird.  

  24. Ich gestehe meine Fehler ehrlich Gott, mir selbst und anderen Menschen gegenüber. 

  25.  

  26. Ich erkenne, dass meine Schwächen oder Fehler nicht mein wahres Selbst, nicht das sind, was ich wirklich bin. Ich entscheide mich, diese negativen Neigungen aufzugeben. Eine tägliche kurze Reflexion (20 Minuten?), Meditation oder Gebet können dabei helfen. Auf diese Weise erhalte ich Inspiration und Unterstützung von einer wie auch immer zu interpretierenden höheren Macht. Dadurch minimiere ich Fehler oder Fehlentscheidungen in der Zukunft. 

  27.  

  28. 6. Ich bin bereit, an diesen Charakterfehlern zu arbeiten, auch mit Hilfe höherer guter Mächte.  

  29.  

  30. 7. Dabei nehme ich mich liebevoll so an, wie ich bin, als gewolltes und geliebtes Wesen. Es ist ein Prozess zur Vollkommenheit, der Zeit braucht.  

  31.  

  32. Ich erkenne, dass ich hinter meinem wahren Potential zurückbleibe oder es sogar aus den Augen verloren habe. Durch den Verzicht auf die kurzfristigen Belohnungen des Suchtverhaltens, das eine Schwäche darstellt, entscheide ich mich, mit Hilfe meines neuen Freundes und Begleiters stärker als meine Sucht zu werden, erlebe eine Veränderung in meinem Leben und eine umfassende Bereicherung dessen, wer ich wirklich bin. Ich erkenne und lebe mehr und mehr mein Potential und meine Seelenaufgabe, warum ich hier bin.  

  33.  

  34. 8. Ich habe eine Liste von Menschen gemacht, die ich verletzt habe. 

  35.  

  36. Ich bin bereit, die Verantwortung für alles zu übernehmen, was ich in meinem Leben getan oder nicht getan habe.  

  37.  

  38. 9. Ich versuche, es wieder gut zu machen, aus Liebe und um Frieden zu finden. 

  39.  

  40. Wenn mich mein Gewissen plagt, weil ich etwas Negatives getan habe, dann tue ich ab jetzt genau das Gegenteil, um es wieder gut zu machen. Habe ich zum Beispiel in den Medien gelogen, so sage ich jetzt die Wahrheit, auch wenn das zunächst Ärger bringt, aber das tun viele!  

  41. Bei einigen, die ich verletzt habe, werde ich Reue zeigen. Andere muss ich vielleicht respektvoll in Ruhe lassen. Wiedergutmachung kann auch einseitig sein! Der andere muss nicht zustimmen! Auch mit der Familie, das ist besonders wichtig.  

  42. Ich mache das aus Hingabe an mein eigenes Wachstum und für meinen Seelenfrieden. 

  43.  

  44. 10. Ich führe die Analyse bei mir selbst fort, und wenn ich mich geirrt habe oder mich habe täuschen lassen oder mein Potential nicht gelebt habe, stehe ich mutig dazu und ziehe die Konsequenzen.  

  45.  

  46. Als Menschen sind die meisten von uns, mich eingeschlossen, weit davon entfernt, in allem, was wir tun, vollkommene Heilige zu sein. Es ist ein Prozess, ein Weg. Und schon jetzt bin ich geliebt und angenommen, auch mit manchen Fehlern. Wie wunderbar ist das zu spüren.  

  47. Werde der, der du bist! Ist das nicht eine lebenslange, spannende und erfüllende Aufgabe? 

  48. Jeden Tag ein bisschen mehr die beste Version meiner selbst zu werden, meine Talente und Potenziale zu leben, ist das nicht eine große Freude? Umgekehrt geht die Heilige Schrift sehr hart mit denen ins Gericht, die das nicht tun! Bedeutet das, dass es wichtiger ist, meine Potentiale und Talente zu leben, als makellos zu sein?  

  49.  

  50. 11. Ich suche durch Gebet und Meditation die bewusste Verbindung zu meinem höheren Selbst, zu Jesus oder Gott, wie ich Ihn verstehe, zu finden und zu vertiefen.  

  51.  

  52. Ich bitte ihn, dass er mir seinen Willen kundtut und mir die Kraft gibt, ihn auszuführen. Das ist keine Bitte um Unterwerfung, sondern um Freiheit von meinen Abhängigkeiten.  

  53. Das menschliche Leben ruht auf vier Säulen: körperliche Gesundheit, emotionale Integration, Achtsamkeit und spirituelle Praxis.  

  54. Ich habe für mich festgestellt, dass spirituelle Lektüre, Audio- oder Filmaufnahmen, innere Einkehr und Meditation Türen zu meiner Seele öffnen. Auch Gebete helfen, wenn sie nicht für selbstsüchtige Belohnungen und Vorteile missbraucht werden. Sondern um Weisung und Kraft zu erhalten, dorthin zu gehen, wohin mich mein höheres Selbst, die guten Mächte führen. Entscheidend ist dabei immer die Liebe. Missionieren ohne Liebe und Offenheit kann das Gegenteil bewirken.  

  55.  

  56. 12. Nachdem ich durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erfahren hatte, versuchte ich auch anderen zu helfen und sie zu begleiten und mein tägliches Leben nach diesen Prinzipien auszurichten. Es geht um Umkehr und Bekehrung in der Praxis, nicht nur im Wort. 

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  58. Es bedeutet, die Prinzipien der Integrität, der Wahrheit, der Enthaltsamkeit und des Mitgefühls in meinem Leben sichtbar werden zu lassen. Es bedeutet nicht, andere bekehren zu wollen, nicht viel reden zu müssen oder andere ungefragt mit Ratschlägen zu überhäufen. Wer ein offenes Ohr hat, wird hören. 

  59. Quellen 

(1) Meditieren gegen Alkoholsucht. Zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit setzt man zunehmend auf Methoden der Achtsamkeit. Sie können helfen, Automatismen zu übersteuern.

https://magazin.nzz.ch/wissen/meditieren-gegen-alkoholsucht-ld.1658540

Buch Meditation gegen Abhängigkeit Broschiert von Mutka Kaur Khalsa

Meditation gegen Alkohol: So lässt sich Trunksucht DAUERHAFT besiegen

https://www.emanuellcharis.de/meditation-gegen-alkohol  

Zusammenfassung von 12 Studien an 4.000 Personen: Meditation wirkt, selbst dann, wenn sonst nichts mehr hilft. ‚
Meditation ist 2- bis 10fach effektiver als die anderen Methoden, vor allem bei schwerem Alkoholismus.
Je länger die Opfer Meditation ausüben, desto weniger trinken die Menschen.
https://meditation.de/alkoholismus

  1.  Beste Apps, um Alkohol zu trinken zu stoppen 

Ziel der „Brein de baas“-App (frei übersetzt: „Das Gehirn ist der Boss“-App) ist es, unbewusste Prozesse einer Alkoholsucht zu durchbrechen.

Der Uni zufolge hat sich gezeigt, dass ein einjähriges Online-Training in der Suchtklinik Rückfälle um 20 Prozent reduziert.

AlcoDroid Alkohol Tracker Android: Kostenlos AlcoDroid ist eine App, die den Alkoholkonsum aufzeichnet und als Trinktagebuch und Rechner zur Bestimmung des Blutalkoholgehalts verwendet werden kann. AlcoDroid ermöglicht es Ihnen, Ihren Alkoholkonsum zu übernehmen und Ihre Trinkgewohnheiten zu ändern.

https://demedbook.com/beste-apps-um-alkohol-zu-trinken-zu-stoppen

  1. Suchtberatungsstellen 

https://www.anonyme-alkoholiker.de/

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/sucht/adressen-suchtberatung
(Begriff Suchtberatung eingeben)

https://www.blaues-kreuz.de/de/sucht-und-abhaengigkeit/

 

Selbsthilfegruppen für Angehörige

https://al-anon.de/


(2) Religiöse Quellen

Radio Horeb: https://www.horeb.org

radio horeb ist über DAB+ mit digitalen Radiogeräten empfangbar, sowie über Kabel und Satellit deutschlandweit. https://www.horeb.org/empfang/

https://www.bibel-kanal.de

https://radio.dwgradio.net/de/

Weitere Quellen

(1) Jede Sucht ist eine Suche. Ob süchtig nach TV, Computer, Drogen, Zigaretten, Alkohol oder was auch immer - dieses Video soll dir helfen, die Sucht besser zu verstehen, hinter die Kulisse zu blicken und die Ursache zu erkennen. So sind Veränderungen möglich. https://youtu.be/4b9mIcLPD7E
Weitere Infos findest du unter
www.theki.eu

 

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  1. Bedürfnis-Pyramide 

Disharmonien machen anfälliger für Süchte.

  1. Molekulargenetische Untersuchung 

 

Als molekulargenetische Untersuchung bezeichnet man in der Genetik Untersuchungen, die das Ziel haben, Veränderungen der DNA  (des Erbguts) festzustellen bzw. auszuschließen.

Eine weiteres Einsatzgebiet von molekulargenetischen Untersuchungen ist der Nachweis von Krankheitserregern. Auch eine Disposition zu Alkoholismus kann damit festgestellt werden.

 

https://flexikon.doccheck.com/de/Molekulargenetische_Untersuchung

 

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