Auszüge aus dem Evangelium von Levi
mit Anmerkungen und Impulsen
von Stefan Ubuntu

 

 

Das komplette Wassermann-Evangelium auch als Audio und als Orginal: http://e.pc.cd/WTgotalK

 

weitere spirituelle Quelle, pdf und Audio-Quellen

 

Die wahre Botschaft von Jesus ist jetzt durch das Thomas-Evangelium verfügbar. Eine Wucht, ein Schatz der Menschheit, die Kirche mag es nicht, deswegen noch sehr unbekannt.  
Das Thomas-Evangelium www.alternative-technologie.de/Thomas-Evangelium.html

als pdf: http://e.pc.cd/rFuotalK  als Audio: http://e.pc.cd/4qjotalK


Das revolutionäre Wassermann-Evangelium.
Die genaueste Darstellung des gesamten Lebens Jesus ohne zeitliche Lücken, direkt aus des Akasha-Chronik ausgelesen. Danke Levi, für diese großartige Arbeit! www.alternative-technologie.de/Wasserman-Evangelium.html  

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Viel mehr über Jesus im Evangelium der Maria Magdalena:
www.alternative-technologie.de/Evangelium-Maria-Magdalena.html

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Christina von Dreien, ein Geschenk des Himmels an die Menschheit! www.alternative-technologie.de/Christina_von_Dreien.xhtml  

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Die Befreiungs-Theologie kurz und knapp: pdf http://e.pc.cd/utBotalK


Der Jakobus-Brief kommentiert: www.alternative-technologie.de/Jakobus-Brief.html  

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Die Engel sind wieder da und warten auf uns: www.alternative-technologie.de/Engel.html ;  

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Reinkarnation, ist da was dran? www.alternative-technologie.de/Reinkarnation.html  

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Das Thomas-Buch: www.alternative-technologie.de/Thomas_Buch.html  

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eigene Texte

Herzens-Implse zu vielen Themen: pdf http://e.pc.cd/0UDotalK   Audio: http://e.pc.cd/LCgotalK  

Inhaltsverzeichnis

Weitere Spirituelle Quellen mit Audio-Quellen

Formelles

Hintergrund

Unterscheidung zwischen Jesus und Christus

„Ich Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“, eine Deutung 6.9.2022

Auszüge aus dem Evangelium

Jesu Heimkehr in die Heimat

Jesus in Ägypten

Barmherzigkeit, Tapferkeit

Vom Beten

Das Herzens-Gebet

Auf der Tafel der Gebote lesen wir

Lasst die Sorgen und sucht denn zuerst das Königreich der Seele

Jesu Heim ist eine Schule.

Jesu Aufforderung zur Hilfsbereitschaft

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Das Gleichnis vom Samen, der auf verschiedenartigen Boden fällt.

Gleichnis vom Unkraut

Die Stimme des Gewissens

Das Gleichnis vom neuen Wein in alten Schläuchen.

Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterland

Jesus sendet die Jünger aus

Gott-Vertrauen in allen Lebenslagen

Das Wichtigste Zusammengefasst

Zur Rolle von Petrus

Träume

Seit das Salz der Erde!

Jesus und die Richter

Dankbarkeit ist bedeutungsvoll

Die Weisheit Gottes gehört dem, der den Willen Gottes tut

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Das Gesetz von Schuld und Sühne, Heilung des B6 Reine Selbstsucht ist es, wenn man sich die heimgekehrte Seele wiederum zurück zur Erde wünscht.linden

Die Heilung des Blinden Vergleich mit dem Johannes-Evangelium, offensichtliche Widersprüche

Gleichnis vom guten Hirten

Jesus motiviert andere zu gleichen Wundern

Der Weg ins wahre Licht

Die Wichtigkeit des unentwegten Betens

Gleichnis von den ungenutzten Talenten

Gleichnis vom Fest und den Auserwählten

Das letzte Abendmahl

Die Vorwürfe die zum Tode von Jesus führten

Jesus spricht zu Weisen aus Persien, die ihn einst bei der Geburt besucht hatten

  1. Formelles 

Dies ist eine Zusammenstellung aus verschiedenen Quellen.

Es entstand aus der Motivation Mit-Menschen spirituelle Impulse zu vermitteln, Herzens-Nahrung.

Der Text ist Copyright-frei und kann und soll frei verwendet werden, außer wenn der Autor vermerkt ist.

Quelle der Gemälde. H.G. Leiendecker (danke für die Genehmigung!)
Bilder: pixabay (Copyright-frei)

Jeder nehme das, was mit ihm in Resonanz geht und das andere ignoriere.

Rückmeldung an Stefan.Ubuntu@mail.ch

  1. Hintergrund 

 1908 erscheint in Amerika ein Werk mit dem Titel »Das Evangelium von Jesus dem Christus«. Als Verfasser wird schlicht »Levi.« genannt. 1844 wurde in Belleville, Ohio, Levi H. Dowling geboren. Er war der Sohn eines Predigers schottisch-walisischer Abstammung und dachte schon früh über die tieferen Zusammenhänge des Lebens nach. Schon mit sechzehn Jahren begann er zu predigen, wurde mit achtzehn Jahren Pastor einer kleinen Kirche und mit zwanzig Kaplan in der amerikanischen Armee. Später studierte er noch Medizin und übte auch einige Jahre den Beruf eines praktischen Arztes aus, bevor er sich ganz dem Studium geistiger Werke widmete.

Schon in jungen Jahren hatte er eine Vision, aus der hervorging, dass er eine weiße Stadt bauen müsse. Diese weiße Stadt bedeutete die Niederschrift einer Chronik des Lebens Jesu. Auf diese Aufgabe bereitete sich Levi Dowling 40 Jahre lang durch Meditation und Gebet vor.

Evangelium wurden diese Aufzeichnungen Levis genannt, weil sie erst kurz vor Beginn des Wassermann-Zeitalters entstanden und im Hinblick darauf von richtungweisender Bedeutung sind.

«Aus der sogenannten Akasha-Chronik empfing Levi im Zustand tiefer innerer Versenkung in den stillen Morgenstunden zwischen zwei und sechs Uhr die Offenbarung eines neuen und vervollständigten Evangeliums. Akasha beinhaltet das universelle Gedächtnis, von dem die Metaphysiker reden. Wenn der Geist des Menschen mit dem kosmischen Geist in vollkommenem Einklang steht, tritt er in bewußtes Erkennen der Akasha-Chronik. Von den hebräischen Meistern wurde' Akasha »das Buch von Gottes Erinnerungen« genannt.

Die philosophische und praktische Grundlage der Religion des Wassermann-Zeitalters und der universalen Kirche, aus der Akasha-Chronik, dem Buch göttlicher Erinnerungen, entnommen und aufgeschrieben von Levi.
Diese Chronik ist der exakte Bericht des Lebens Jesu. Niedergeschrieben wurde sie von Levi, der sich 40 Jahre lang mit Meditation und Gebet auf diese Aufgabe vorbereitete. Wir finden Aufschluss über die Lebensjahre 12 bis 29 des Lebens Jesu.
In diesem Evangelium wird in geradezu erstaunlicher Übereinstimmung mit dem »Leben des heiligen Issa« von dessen indischen Lehrjahren berichtet. Im sechsten und siebenten Teil des Evangeliums berichtet Levi vom Aufenthalt Jesu in Indien. Jesus versetzt auch hier durch seine tiefsinnigen Antworten seine Lehrer in Erstaunen und zieht durch seine offene Kritik den Zorn der Brahmanen auf sich. Im siebten Teil ist beschrieben, das Jesus über den Himalaya nach Tibet reist und in Lhasa Manuskripte alter Weisheit studiert.  

Die Übereinstimmung des Evangeliums mit den von Notovitch gefundenen Texten ist bemerkenswert. Auch mit den Forschungen von Holger Kersten im Buch »Jesus lebte in Indien« niedergeschrieben ist es identisch.
Die Chronik berichtet, dass Jesus mit einer Karawane nach Indien zog, dort von Brahmanen unterrichtet wurde und seinerseits lehrte. Jesus besuchte die Klöster und Tempel Tibets, Persiens, Ägyptens und Griechenlands. Schweren Prüfungen wurde er unterworfen, bevor Jesus der Christus, der Messias wurde.

In Indien hat er die alten Schriften intensiv studiert, die nicht jedermann zugänglich sind. Dazu musste er sich eine Genehmigung einholen. Er predigt und macht pausenlos Reisen, um den Menschen die frohe Botschaft zu bringen. Ist aber unermüdlich, so dass sich seine Freunde Sorgen um ihn machen. Immer wieder erlebt er die Feindschaft von Priestern und Brahmanen, und muss oft flüchten. Er wirft ihnen vor, dass sie die wahre Botschaft Gottes verfälscht wiedergeben.

In dieser Zeit ist Jesus viel in Indien. Um dann mit 24 Jahren in das Zweistromland zu reisen. Er studiert auch dort die Schriften von Zarathustra bevor er zu den Menschen spricht.

Die Aussage »Mein Leben soll ein Beispiel für euch sein, mein Weg, der, der Überwindung des Erden-Selbst, wird einmal euer Weg sein«, zieht sich wie ein roter Faden durch seine, von tiefster Liebe und Mitgefühl durchwobene Botschaft.

Warum der Name Wassermann Evangelium? Weil diese Niederschrift nicht vor dem Beginn des Wassermann-Zeitalters hätte zustande kommen können.

Es wirkt sehr authentisch, denn es ist vom Geist Jesus geprägt und enthält großartige Worte. Auch hier war das Volk vollkommen begeistert, aber die religiös mächtigen nicht und sie fürchteten um ihre Macht. So verfolgte man ihn! Jesus machte ausgedehnte Reisen in den Nahen Osten, Ägypten, das Zweistromland etc. Er beschäftigte sich mit Zarathustra, einem großen Weisheitslehrer und allen war er sehr respektvoll gegenüber.

Für mich schwingt im Evangelium eine tiefe Spiritualität und Weisheit. Es ist ein religiöses Update, aufbauend auf dem alten. Gelebte Weisheit und Lehre. Das ist es, worauf es ankommt. Denn nur wenn wir das Wort leben, kann sich Entwicklung manifestieren. Es ist eine Freude das Wort zu hören. Aber es ist nicht immer leicht, das Wort zu sein.

Hier weitere Auszüge aus dem wunderbaren Evangelium.

  1.  
    Unterscheidung zwischen Jesus und Christus
     

Jesus heißt Erlöser, aber er war mehr als nur Erlöser. Das Wort Christus heißt der Gesalbte. Außerdem ist es ein offizieller Titel und bedeutet „Meister der Liebe“. Wenn wir sagen, Jesus der Christus, dann meinen wir den Mann und sein Amt. Genauso ist es, wenn wir sagen Lincoln der Präsident. Lincoln nicht immer Präsident und Jesus war nicht immer Christus. Jesus errang sein Christus-Bewusstsein durch ein anstrengendes Leben. Jesus wurde zum Christus, eine Meister-Seele. Jeder kann zum Christus werden!

Jesus sagte, ich bin ein Mensch wie ihr, geprüft durch viele überstandene Versuchungen. Ich bin der Tempel für die Christus-Kraft. Schaut nicht auf Jesus! Jesus ist nicht König. Schaut auf Christus, der im Innern lebt und der sich auch in jedem Einzelnen von euch verwirklicht, wie in mir. Wenn ihr das Herz durch eure Glaubenskraft gereinigt habt, dann zieht der König, das Christus-Bewusstsein ein, und ihr werdet Ihn erkennen. Jesus war ein Mensch. Christus ist die Göttliche die Liebe Gottes.

Jesus sagte, mein ganzes Erdenleben gab ich hin, um Einklang zwischen meinem Willen und dem Willen Gottes zu erlangen. Als ich dieses Ziel erreichte, war mein Werk vollbracht. Ihr wisst auch, dass mein ganzes Leben ein dramatisches Geschehen und ein Vorbild für die Menschen war. Ich lebte, um die Möglichkeiten des Menschen aufzuzeigen. Das, was ich tat, können alle Menschen tun, und das, was ich bin, werden alle Menschen sein.

Der Christus geht weit über Jesus, den Nazarener, hinaus. Es ist ein Bewusstseinszustand, den man erreicht, wenn man vollkommen eins geworden ist mit seinem höheren Selbst, und damit auch mit dem ganzen Universum. Es ist ein Zustand der allumfassenden Liebe, des Verbundeinseins mit allem Leben. Man könnte es die Verschmelzung mit Gott nennen. Jesus hat uns vorgelebt, was es heißt, ein „Christus“ zu werden. Er hat bewiesen, dass man dies als verkörperter Mensch erreichen kann, ein jeder von uns. Denn dies ist unsere Bestimmung, unser göttliches Geburtsrecht.
„Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt, ihr seid Götter?" (Joh. 10:34).

Wenn wir dieses Einssein mit Gott erreicht haben, dann fließt Sein Licht und Seine Kraft ungehindert durch unser Wesen und kann durch uns Wunder wirken.
„Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun" (Joh. 14:12).
Jesus hat uns das versprochen aber auch aufgetragen. In der Einheit mit der göttlichen Liebesenergie im Christus-Bewußtsein liegt grenzenlose, unbesiegbare Macht.

 

  1. „Ich Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“, eine Deutung 6.9.2022 

 

Jesus meinte damit nicht sich als Person. Und er meint schon gar nicht, dass nur das Christentum der einzige Weg ist. Das wäre absurd und mit der Liebe und Gerechtigkeit Gottes nicht vereinbar.

Sondern den universellen Christus-Geist, den er für alle Menschen sichtbar verkörpert hatte. Jeder Mensch kann eins mit dem Christus werden, ganz gleich, ob er Christ, Buddhist, Hindu, Jude, Moslem oder was auch immer ist. Nicht derjenige, der Jesus als seinen Erlöser annimmt, wird errettet, sondern, wer sich dem Inneren Christus im eigenen Herzen öffnet.
Sobald wir Gott bewiesen haben, dass wir fortwährend ein moralisches, dem göttlichen Gesetz entsprechendes Leben führen können, wird der Innere Christus aus dem Grab in unserem Herzen auferstehen und uns als ein Kind Gottes beanspruchen. Jesus erlebte diese geistige Wiedergeburt, als er auf dem Berg Tabor meditierte. Noch heute wird jener Hügel deshalb Berg der Verklärung genannt. Dort war zum ersten Mal überhaupt ein physisch inkarnierter Mensch Jesus zu dem Christus geworden, zur dritten Person der Dreifaltigkeit, nämlich der verkörperten Liebe. Dieses Christus-Bewußtsein lebt nun in jedem von uns. Es ist der wahre Erlöser, nicht das hohe Wesen, das sich als Jesus verkörperte! Aber Jesus war der erste Mensch, der dieses kosmische Bewusstsein auf die irdische Ebene herabgezogen hatte, damit der Christus künftig von einem verkörperten Menschen manifestiert werden konnte. Das war seine Mission den individuellen Christus in die Herzen aller Menschen zu bringen durch das Medium der göttlichen Liebe. Auf diese Weise hatte Jesus bewiesen, dass man vollkommen eins mit Gott werden kann, solange man noch in einem physischen Körper lebt. Das war vorher nicht möglich gewesen, sondern erst, nachdem man alle notwendigen Leben auf der Erde zur Reifung abgeschlossen hatte.
Wer eins mit dem Christus geworden ist, kann als nächstes das buddhistische Bewusstsein erringen. Nämlich lernen, so zu denken, wie Gott denkt, und die Erleuchtung erlangen, wie es Buddha Gautama vorgemacht hatte. Dann verfügt er über die Macht Gottes und wird zu einem Mitschöpfer mit Gott. Aus diesem Grund sprach Jesus: „Ich verleihe euch die Vollmacht über euer großes Erbe. Und so bringe ich euch die Macht des Himmels und der Erde. Was ich vermag, das werden alle Menschen tun." (Wassermann-Evangelium 178:10-14). Auf diese Weise manifestiert sich Gott durch uns auf Erden, da wir die lebendige, atmende dritte Person der Heiligen Dreifaltigkeit sind, der Christus.

Üä Neu

  1. Einführung 

 

Unter den vielen Werken, welche Levi der Akasha-Chronik entnahm, befand sich eines, welches den Abstieg der Menschheit in die physische Materie und ihren Wiederaufstieg in die ewige Einheit mit Gott so plastisch wiedergibt, dass es seinen Platz in dieser Einführung verdient.

 

Ewig ist der Mensch. Gottes ewige Gedankenwelt ist unbeschreiblich groß. Kein endliches Gehirn kann das Unendliche erfassen. Alle Dinge endlicher Natur sind stetem Wechsel unterworfen. Der wahre Mensch ist nicht sein Leib sondern Geist und daher Teil von Gott. Der Schöpfer der Welten hauchte diesem Menschengeist die Seele ein, damit er in der Seelensphäre wirken kann. Und gab ihm einen Leib, damit er in der Sphäre der Erde tätig sei.

Anmerkung: Das physische wirken in dieser Welt ist auch ein Auftrag.
Hört ihr Welten, Reiche, Mächte, Throne! Hört ihr Cherubim und Seraphim, ihr Engel und ihr Menschen! Höre Proto-Plasma, höre Erde, hört ihr Pflanzen und ihr Tiere! Hört ihr kriechendes Gewürm, ihr Fische, die ihr schwimmt, ihr Vögel, die ihr fliegt, ihr Winde, die ihr weht, ihr Blitz und Donner in den Lüften. Hört ihr Feuer-, Erde-, Luft- und Wassergeister! Hört ihr alle, die ihr wart und seid und werdet, denn die Weisheit redet aus den höchsten Geistessphären.

 

Anmerkung: Hier merkt man, das alles belebt ist und den Geist Gottes aufnehmen kann! Es gibt Feuer, Erde, Luft und Wassergeister, die Jesus adressiert hat und wir können das auch!

 

»Der Mensch ist ein Gedanke Gottes. Alle Gedanken Gottes sind unendlich, ewig, nicht zu messen mit dem Maß der Zeit. Die Dinge, die mit dem Begriff der Zeit zusammenhängen, kommen und vergehen. Die Gedanken Gottes weilen in der immerwährenden Vergangenheit und in der Zukunft, die kein Ende nimmt. So ist der Menschengeist unsterblich. Der Mensch, wie jeder Gedanke Gottes, gleicht dem Samenkorn, das alle Eigenschaften Gottes in sich trägt, so wie das Samenkorn die ganze Pflanze tief in seinem Innern birgt. Im Menschengeist, dem Samen Gottes, schlummern alle Möglichkeiten seines Schöpfers. Das Kind im Mutterschoß ist so vollkommen wie die Mutter. Tief muss sich der Menschensame in die Erde senken, um sich zu entfalten wie die Knospe, die zur Blüte wird. Der Mensch kommt aus Gottes Herzen und ist ausersehen ein guter Verwalter in der Seelenwelt, und in der Spähre der Erden zu sein. So hat Gott, der Schöpfer aller Dinge, Seine Menschensamen in die Welt der Seelen gesät. Dort wuchs der Same lange Zeit, bekam sein Seelenkleid und bekam Verantwortungen.
Hört nun, alle Kreatur! Im Grenzbereich des Geistes sank die Schwingung, und die Seelenebene entstand. Im neuen Rhythmus dieser Sphäre trat das Leben in Erscheinung. Duft und Glanz, Empfindungen und Liebe formten sich zum Leib der Schönheit. Eine Vielzahl von Lektionen muss der Mensch in dieser Seelensphäre lernen. Lange Zeitepochen weilt er hier, bis seine Seele reif ist für die nächste Stufe.


Anmerkungen:
Das sich immer wiederholende Leben hier auf der Erde ist eine Schule. Bis wir die Abschlussprüfung bestanden haben. Dann geht es in die nächste Dimension des Lebens.

 

Duft und Glanz, Empfindungen und Liebe wurden in den Leib gekleidet. Auch der Mensch erhielt sein Erden-Kleid.

Anmerkung: Damit wir es auch wahrnehmen und leben.


Wer die Vollkommenheit erstrebt, der muss durch alle Lebenswege gehen. Ohne Feinde kennen die Soldaten ihre Stärke nicht. Dasselbe gilt für die Gedankenkraft. Sie muss durch unermüdliche Betätigung erstarken.

Anmerkung: Das Gehirn ist scheinbar wie ein Muskel und braucht beständig Training.


Des Menschen irdische Natur ward ihm zum Feind, den er bekämpfen mu
ss, um sich zur Gott-Natur empor zu ringen.

Anmerkung: Die Sinne leben ohne den Leidenschaften und Trieben zu verfallen. Der Geist und nicht die Triebe sollten regieren!


Hört ihr lebenden Geschöpfe, hört!
Sein Herrscherrecht hat der Mensch verwirkt, indem er seinen Leidenschaften folgte. Dieses Herrscherrecht, sein Erbe, wird er neu zurückgewinnen. Dabei muss jeder Einzelne eine Vielzahl von Versuchungen und Prüfungen erdulden.
Aber wissen soll der Mensch, dass hohe Geister Gottes, die Engel, der Heilige Geist, seine Führer und Beschützer sind und ihm zum Sieg verhelfen.

 

Endlich ist der Mensch erlöst von allem Leid im Erden- und im Seelenreich, errettet und vollkommen. Wenn das Irdische bezwungen ist, dann hat der Erden-Körper seinen Dienst erfüllt und ist nicht mehr.

 

Anmerkung: Es geht scheinbar darum vollkommen zu werden.

 

Nun steht er unerschüttert auf der Seelenebene, wo er den Sieg vollenden muss. Hier trifft er ungezählte Feinde, die er einen nach dem anderen zu überwinden hat. Das Licht der Hoffnung scheint ihm ungetrübt. Da Gott des Menschen Seele leitet, gibt es keinen Fehlschlag, und der Sieg ist sicher.

 

Anmerkung: Gibt es nochmal eine andere Ebene, wo die Seele geprüft wird? Oder ist das hier auf Erden? Wie auch immer, die Feinde sind unsere Helfer, um uns zu bewähren und unseren Charakter und Seele zu entwickeln. Wir sollten uns bei ihnen bedanken, denn sie opfern sich dafür! Jesus sagte deswegen, liebe deine Feinde!

 

Nimmer stirbt der Mensch. Sein Geist ist eins mit Gott, und Gott lebt ewig. So kann auch der Mensch nicht sterben.

 

Anmerkung: Damit sind alle unsterblich, ausnahmslos alle!

 

Hat er alle seine Feinde auf der Seelenebene bezwungen, ist der Same aufgegangen und im Heiligen Odem voll erblüht. Das Seelenkleid hat seinen Dienst erfüllt, vergeht und ist nicht mehr. Dann wird der Mensch den Segen der Vollkommenheit erreichen und wird Eins mit Gott.

 

Anmerkung: Dies ist das finale Stadium, wenn wir ganz vollkommen sind. Der Buddhismus sagt Nirwana dazu.

  1. Auszüge aus dem Evangelium 

 

Kapitel 1

 

6 Joachim sagt: »Der Herr hat diesen Reichtum mir beschert, Verwalter bin ich und in Seiner Gnade. Gäbe ich den Ärmsten nichts, mein Reichtum würde mir zum Fluch.«

 

Kapitel 2

Vers 8 Wer den Gesetzen folgt, bewahrt sein Gleichgewicht in allen Dingen. Gleichgewicht ist Harmonie, und Harmonie Gesundheit. Missklang führt zu Krankheit. Was im Menschen Harmonie bewirkt, ist Medizin und sichert ihm Gesundheit.

20 Elisabeth und Zacharias wird ein Sohn geboren. Auf seinen Sohn Johannes schauend, sagt er: Du wirst dem Volke Israel die Kenntnis über die Erlösung nahebringen und das Evangelium der Buße und Vergebung aller Sünden predigen.

 

Kapitel 4

8 Eine Witwe, vierundachtzig Jahre alt, kniet betend Tag und Nacht im Tempel. Kaum hat sie das Kind erblickt, da ruft sie voller Freude aus: »Es ist Immanuel, ich sehe auf seiner Stirn das Kreuzeszeichen des Messias.« Und niederkniend betet sie ihn an, Immanuel, als >Gott mit uns<.
Doch seht, ein Meister, weiß gekleidet, steht vor ihr und spricht: »Halt ein, o gute Frau, besinn dich, was du tust. Knie nicht vor Menschen hin, um Menschen anzubeten. Treibe keinen Götzendienst. Ein Mensch ist
dieses Kind, ein Menschensohn, und wert, dass man ihn achte. Keinen sonst sollst du verehren, keinem andern sollst du dienen und zu keinem andern sollst du beten, als zu Gott.«

23 Da neigt die Frau in Dankbarkeit ihr Haupt, steht auf und lobt den Herrn.

 

Anmerkung: Wir sollen nicht irgendjemand oder irgendetwas anbeten. Sondern nur Gott in uns und außerhalb von uns!

 

Kapitel 6

16 Zacharias sagt: »Ich kann nicht mehr als sterben um der Wahrheit willen, Gott wird meine Seele retten, wenn Herodes mörderisch mein Blut vergießt.«

 

Kapitel 7

6 Maria und Elisabeth sind immer wieder voll des Lobes über ihre wunderbare Rettung. Elihu hingegen sagt: »Es ist nicht allzu sehr verwunderlich, denn Zufall gibt es nicht, und alles, was geschieht, wird ausgelöst durch göttliches Gesetz. Von alters her war es beschlossen worden, dass ihr beide zu uns kommen sollt, um an diesem Ort geschult zu werden. «

 

Anmerkung: Es gibt eine göttliche Ordnung. Alles kommt, wie es kommen muss, alles ist so, wie sein muss. Wir können uns diesen geistlichen Strom hingeben und uns führen lassen. Dass wir die Frucht hervorbringen, die für uns geplant ist.

 

13 Ein Jahrtausend ist vergangen, und das nächste öffnet seine Tore durch den Fingerdruck der Zeit.  Es ist die Vorbereitungszeit der Seele, ist das Königreich Immanuel, ist Gott im Menschen.

Anmerkung: Man sagt ja, dass das Fische-Zeitalter nun vorbei ist, und das Wassermann-Zeitalter beginnt, das ein mehr spirituelles Zeitalter sein soll. Aber es gibt offensichtlich Start-Schwierigkeiten! Das dunkle kämpft verzweifelt, und die Menschen guten Willens?
Diese Zeit auf Erden ist die Schulung der Seele, mit Gott, dem reinen Licht, dem höheren Selbst im Herzen!

 

14 Diese eure Söhne sind die ersten, welche diese gute Nachricht künden und das Evangelium des Guten Willens predigen, dass Friede sei auf Erden. Auf sie wartet ein großes Werk.

Anmerkung: Dies gilt auch für die Leser. Auch wir können Licht und gelebte Botschaft Gottes sein.

15 Der Mensch verschmäht das Licht. Er liebt die Dunkelheit, und wenn das Licht im Dunkeln scheint, kann er es nicht begreifen. Wir nennen eure Söhne die
Enthüller des Lichtes. Doch sie müssen erst das Licht in sich selbst erkennen und schauen, eh sie es enthüllen können.

Anmerkung: Wir müssen Frieden in uns haben, um Frieden zu schaffen. Ebenso ist es mit dem Licht. Gebet und Meditation können dabei helfen.

 

17 Ihr sollt eure Söhne unterrichten, sollt in ihren Herzen Liebe säen und in ihren Seelen heiligen Eifer zünden. Überzeugen sollt ihr sie von ihrer heiligen Mission an allen Menschensöhnen.

Anmerkung: Überzeugen heißt nicht überreden! Das muss immer in Liebe erfolgen und nur wenn der andere dazu bereit und willens ist.

18 Unterrichtet sie, dass Gott und Menschheit einstmals eine Einheit waren, dass der Mensch durch seine irdischen Gedanken, bösen Worte und durch seine üblen Werke sich von seinem Gott entfernte und erniedrigte.

 

Anmerkung: Dies ist eine wichtige Botschaft! Wir waren einst bei Gott und sind nun auf Geschäftsreise, bevor wir wieder zur Quelle zurückkehren.

 

19 Belehrt sie, dass der Heilige Geist Gott und Mensch erneut zusammenführt und Harmonie und Friede wieder herstellt.

 

Anmerkung: Der heilige Geist ist der stille Begleiter, an den wir uns immer wenden können.

 

20 Lehrt sie, dass es Liebe ist, die dieses Wunder wirkt, und dass die Gottheit so den Menschen liebt, dass sie ihren Sohn schickt, damit die Welt verstehen möge. Liebe ist die Rettung dieser Welt, und Jesus, Sohn Marias, ist erwählt, den Menschensöhnen diese Liebe vorzuleben.

 

Anmerkung: Die Liebe ist das wichtigste. Ohne sie ist alles nichts. Begegnet den Tyrannen mal mit Liebe und bedenkt, es ist die stärkste Kraft.

 

22 Sinnvoll aber ist dies erst, wenn alle Wege hierfür vorbereitet sind. Und nichts kann so die Wege ebnen, Felsen sprengen, Hügel niederreißen, Schluchten überbrücken als die Reinheit. Doch des Lebens Reinheit kann der Mensch noch nicht verstehen. Daher muss die Reinheit kommen in Gestalt. Gesegnet seist du Elisabeth, denn sieh, Johannes ist die Reinheit in Gestalt, und Reinheit ist es, welche für die Liebe alle Wege ebnet.

 

Anmerkung: Ich verstehe Reinheit als ein Leben und Vollkommenheit und Liebe so wie es uns Jesus vorgelebt hat.  Vollkommenheit heißt aber nicht alles zu akzeptieren und nicht zu reagieren. Reagieren unbedingt, aber in Liebe! Z.B. demjenigen der einen ärgert etwas schenken.

 

26 Wenn dann die Welt bereit ist für das große Werk, dann wird die Gottheit einen Boten senden, der die Fähigkeit besitzt, das große heilige Buch zu öffnen und aus ihm die ganze Botschaft von der Liebe und der Reinheit zu entziffern. Dann wird jeder Mensch das Licht erkennen und im Lichte wandeln und wird selber Licht sein. Wieder Eins sein wird der Mensch mit Gott.

 

Anmerkung: Auch derzeit sind wieder sehr viel Erleuchtet Menschen unter uns wie Robin Kaiser, Christina von Dreien etc.

 

Kapitel 8

 

2 Kein Mensch auf dieser Erde kann für sich allein und ohne alle anderen Geschöpfe leben, denn er ist mit allen Wesen und mit aller Kreatur durch Schwingungsfäden feinster Art verknüpft.

 

Anmerkung: Diese nennt man morphische Felder und es gibt ein paar einfache Versuche, um sie nachzuweisen. Wer hat nicht schon mal an jemand gedacht und dann kann ein Telefon-Anruf?

 

3 Gesegnet sind, die reinen Herzens sind, denn ohne das sie Gegenliebe fordern, lieben sie.

 

Anmerkung: Die bedingungslose Liebe ist die höchste Form des Menschseins.

 

4 Sie würden Menschen niemals etwas tun, was sie nicht wünschten, dass man ihnen täte.

 

Anmerkung: Eine sehr einfache Methode, die auch von nicht religiösen Menschen genutzt werden kann.

5 Es gibt zwei Selbst. Ein höheres und auch ein niederes. Das höhere, das Hohe Selbst, ist Menschengeist, in eine Seele eingekleidet und in Gottes Ebenbild gestaltet.

7 Anders ist das niedere, das Erden-Selbst, der Träger aller Wünsche, welches nur das Spiegelbild des Hohen-Selbst ist, doch verzerrt durch irdische Gelüste aller Art. Das Erden-Selbst ist Illusion und wird vergehen. Doch das Hohe-Selbst ist Gott im Menschen und wird nicht vergehen.

9 Das Hohe-Selbst ist Wahrheit in Gestalt. Das Erden-Selbst ist Wahrheit, umgekehrt ins Gegenteil, und somit ist es Irrtum in Gestalt.

 

Anmerkung: So können wir frei entscheiden, was wir mehr leben.

11 Das Hohe-Selbst ist Liebe, Gnade und Gerechtigkeit und Recht. Das Erden-Selbst ist alles das, was nicht das Hohe-Selbst ist:  Hass, Verleumdung, Mord und Diebstahl, und was sonst alles noch dem Nächsten Leid bedeutet. Mutter aller Tugenden und Harmonie des Lebens ist das Hohe-Selbst.

12 Das Erden-Selbst ist reich an allen möglichen Versprechungen und arm an Friede und an Segnungen. Es bietet Freude und Vergnügen und zufriedenstellenden Gewinn. Doch Unrast, Unglück, Leid und Tod sind sein Gefolge.

13 Wie ein fauler Apfel ist es, angenehm im Duft und lieblich für das Auge, doch sein Kern ist voller Bitternis und Galle.

14 Würdet ihr mich fragen, was ihr lernen solltet, sagen würde ich: >Erkenne dich selbst!< Und würdet ihr dann später nochmals fragen, gäbe ich zur Antwort wiederum: >Erkenne dich selbst!<

 

Anmerkung: Komme zu deiner Quelle, zu deiner Essenz. Werde, der du bist. Werde immer mehr du Selbst, mache dich zur besten Version deines Selbst, werde vollkommen.

 

17 Erlösung sucht der Mensch von seinem übel und er glaubt, dies Übel sei ein Dämon aus der Unterwelt. Denn viele Götter hat der Mensch und jeder ist als Dämon gut getarnt. Und kaufen muss man ihre Gunst durch reiche Opfergaben, Früchte, Vögel, Tiere, ja selbst Menschen werden nicht verschont. Diese Götter keine Augen, um zu sehen, keine Ohren, um zu hören, keine Herzen, die in Mitleid fühlen, und vor allem keine Macht zu retten, zu erlösen.

21 Von einem Dämon muss der Mensch sich lösen. Dieser ist sein Selbst, sein Erden-Selbst. Wer seinen Teufel finden will, der muss nach innen schauen. Wer erlöst sein will, muss den Erlöser in sich selber finden. Wenn der Teufel Selbst entthront ist, dann kann der Erlöser Liebe auf den Thron der Macht gelangen.

 

Anmerkung: Des Teufels Selbst könnte Besitz und Geld sein.

Überwinde dich selbst, dann gehört dir die Welt. Vielleicht ist dies hier angedeutet?

 

Kapitel 9


2 Auf den Lebenswegen aber sollten Mann und Frau gemeinsam gehen. Jeder Teil für sich ist nur die Hälfte. Dennoch tut ein jeder seine eigene Verrichtung.

 

Anmerkung: Jeder hat seine eigene Welt, aber es gibt auch die gemeinsame Welt und die gemeinsame Richtung.

3 Alle Werke aber zählen. Jedes Werk hat seine Zeit und seinen Rhythmus.

 

Anmerkung: Das Werk des Menschen ist bedeutsam, nicht nur die Worte der Theorie.

 

Mond und Sonne haben ihre eigenen Lektionen für den Menschen. Jeder dieser Himmelskörper lehrt zu seiner Stunde.

 

Anmerkung: Auch die Natur und Himmelskörper können uns Weisheits-Lehrer sein.

 

4 Die Lektion der Sonne sinkt ins Menschenherz wie welkes Laub ins Wasser, wenn sie in die Zeit des Mondes fällt, und so ergeht es der Lektion von Mond und Sternen.

5 Heute mögt ihr traurig sein, betrübt und deprimiert, und morgen schon seid ihr erfüllt mit Freude.

6 Heute scheint der Himmel voller Hoffnung, voll des Segens, morgen ist die Hoffnung flüchtig, und vereitelt werden alle Pläne.

7 Heute möchte man das Fundament, auf dem man steht, verfluchen, morgen ist man voller Dankbarkeit und Liebe.

9 Tausendmal fragt sich der Mensch, warum in seinem Leben dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief besteht. Der Frohsinn und die Schwermut finden sich in jedem Menschenleben.  

 

Anmerkung: Alles gehört zum Leben, Freude und Leiden, Heiterkeit und große Herausforderungen, schwere Tage und Tage großer Zufriedenheit.

 

Die Menschen wissen nicht, dass viele gottgesandte Lehrer da sind, um die Wahrheit unaufhörlich in des Menschen Herzen einzuflößen.

 

Anmerkung: die Gott gesandten Lehrer erlebt man oft in großer Heiterkeit.

 

11 Aber dies steht fest, dass jede Seele die Lektion erhält, die sie benötigt.


Anmerkung: Dies ist ein großartiges Wort, denn es besagt ganz viel. Dass wir hier sind, um wie in einer Schule zu lernen. Das alles, was sich ereignet genau so sein muss, damit wir die sprechenden Themen lernen und üben. Das heißt ich muss mir keine Sorgen machen um das was kommt. Es ist mir alles zum Besten, um eine bestmögliche Ausbildung zu erhalten. Leider geht dies nicht immer ohne Schmerzen.

 

15 Wer sein Erden-Selbst genügend kennt, der kennt die Illusionen dieser Welt, der kennt die Dinge, die vergehen. Wer sein Hohes-Selbst genügend kennt, kennt Gott und Dinge, welche nie vergehen.

 

21 In dem Reich der Mitte und in alten Zeiten nannte man des Universums Geist Tao. In den alten Büchern jenes Landes lesen wir: Gestaltlos ist das Große Tao. Dennoch schuf es alle Himmel und die Erde.

 

Anmerkung: Hier wird Chinas Glaubenssystem betrachtet und Ähnlichkeiten erkannt.

 

25 Am Anfang war das Große Tao eins. Aus eins ward zwei. Aus zweien wurden drei. Aus dreien wurden sie-ben. Diese sieben Geister schufen alle Wesen aller Welten.

26 Allem, was erschaffen wurde, hat das Große Tao Gut und Böse einverleibt. Und auch die Blumenpracht, den Sonnenschein, den Regen und den Tau erschuf Es. Von der Fülle Seiner Gaben werden alle satt.

27 Im selben alten Buche lesen wir: Der Mensch hat einen Geist, der mit dem Großen Tao eng verknüpft ist. Der Mensch hat eine Seele, welche innerhalb der sieben Geister des Taos lebt. Der Mensch hat einen Körper, dessen Wünsche mit dem Irdischen verwurzelt sind.

28 Der Geist liebt Reinheit, Güte, Wahrheit, und der Körper mit den vielen Wünschen stellt sein selbst-süchtiges Selbst zur Schau. Die Seele wird zum Kampfplatz zwischen Geist und Körper.

29 Segen liegt auf jenem Menschen, dessen Geist den Kampf gewinnt. Sein Erden-Selbst hat sich gewandelt. Derart rein ist seine Seele, daß sie zum Beratungsort für Taos Engelwesen werden kann.«

So endet die Lektion von Salome.

 

30 Die Wahrheit ist wie Hefe in den Händen Gottes. Sie verändert alles Leben, bis es selbst zur Wahrheit wird. Und wenn das Leben Wahrheit ist, dann ist es auch der Mensch.

 

Anmerkung: Die Wahrheit ist eine Macht, die vieles verändern kann! Auch im Politischen.

 

Kapitel 10

 

15 Zu Anbeginn der Welten waren alle Dinge eins, sie waren Geist und Odem.
17 Friedlich war das Volk der Perser, und Gerechtigkeit regierte.
20 Doch Zarathustra, eine hohe Seele, ward zur rechten Stunde inkarniert.

22 Als Zarathustra sprach da horchte Persien auf. Und als er sagte: >Ein Gott, ein Volk, ein Schrein< da zerfielen die Altäre falscher Götter Persien war erlöst.

27 Zarathustras Lehren und Gesetze sind uns erhalten, die ihr lesen, die ihr euch zu eigen machen könnt.

 

Anmerkungen: Auch die großen Weisheitslehrer des Nahen Ostens finden hier Platz!

28 Doch wissen sollt ihr, dass die Worte nichts bedeuten, ehe sie lebendig werden, ehe seine Lehren Teil von Herz und Haupt geworden sind.

29: Niemand kennt die Wahrheit ganz, bis er zur Wahrheit selbst geworden ist. Wenn das Leben Wahrheit ist, dann ist es auch der Mensch.

 

Anmerkung: Es geht um das gelebte Wort!

Kapitel 11


1 Elihu spricht : »Bestechlich wurden Indiens Priester, und vergessen war Gott Brahma in den Straßen. In den Staub getreten war das Recht des Volkes.

 

Anmerkung: Es gibt immer wieder Zeiten des Niedergangs einer Kultur. Dann kommen große Meister, um den Menschen die Fülle des Lebens zu bringen.

 

2 Einer kam, ein großer Meister und ein Buddha der Erleuchtung, der von Reichtum, Gold und Ehren Abschied nahm, und in der Einsamkeit die Stille seiner Seele fand. Der Segen Gottes lag auf ihm. Er predigte das Evangelium des hohen Lebens und belehrte Menschen, wie man Menschen achtet.

 

Anmerkung: Das Evangelium von Levi hat sehr großen Respekt auch vor anderen Religions-Stiftern. Auch sie sind von Gott gesendet!

4 Keine Glaubenssätze über Götter lehrte er. Doch große Menschenkenntnis war ihm eigen. Deshalb war Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Liebe sein Bekenntnis.

5 Aus den Weisheits-Sprüchen Buddhas greife ich einige heraus:

6 Ein böses Wort ist Hass. Wenn dich ein Mitmensch hasst, beachte nicht den Hass. Mit Leichtigkeit verwandelst du den Hass in Liebe und Verzeihung, wenn du guten Willens bist. Und die Verzeihung ist so groß und weit wie alle Himmel.

 

Anmerkung: Dies entspricht den Worten Jesus, liebe deine Feinde!

 

7 Gutes ist genug für alle da. Mit Gutem sollst du schlechtes überwinden. Gib mit voller Hand, und schamrot wird der Geiz.

Mit Wahrheit macht die krummen Wege grade, die der Irrtum geht, denn Irrtum ist nichts anderes als Wahrheit in die Irre gegangen und verzerrt.

 

Anmerkung: Auch Sünde ist eigentlich von der Wortbedeutung her, auf dem falschen Weg!

 

8 Wenn einer übel handelt oder übel redet, folgt der Schmerz ihm auf dem Fuß so sicher, wie das Wagenrad dem Lenker.

 

Anmnerkung: Das ist das Karma-Gesetz, das Grundgesetz des Kosmos. Du erntest, was du säst!

 

9 Wer sein Selbst besiegt, ist größer als der Held, der tausend Männer auf dem Schlachtfeld tötet.

 

Anmerkung: Wer sich selbst besiegt, der kann sehr viel erreichen.

 

10 Edel ist nur jener Mensch, der selber ist, was er von anderen als selbstverständlich annimmt.

 

Anmerkung: Seien wir selbst das Wort, das wir sprechen. Ein Spruch sagt so schön, wir können uns so sehr in der Kindererziehung bemühen, die Kinder machen uns doch alles nach. Das gilt auch für die Mitmenschen. Konstruktive Lebensweise macht Schule!

 

11 Wenn einer dir ein Unrecht tut, dann gib ihm deine reinste Liebe, und er unterlässt es, schlecht zu sein, denn reine Liebe reinigt Herzen, die geliebt sind, wie auch Herzen, welche lieben.

 

Anmerkung: die Liebe ist die stärkste Kraft und überwindet das Böse.

 

12 In den heiligen Büchern Indiens sind die Worte der Weisheit Buddhas aufgezeichnet. Lest darin, denn sie sind Teil des Heiligen Geistes.

 

Anmerkung: Wir werden ermuntert auch andere Religionen ernst zu nehmen und den Schatz der Vielfalt zu erkennen. Wir können voneinander lernen!

 

13 Ägypten ist das Land geheimer Dinge. In seinen Tempeln, seinen Schreinen sind Mysterien aus alter Zeit verborgen und verwahrt.

 

Kapitel 12

2 Durch Sonne, Mond und Sterne redet Gott zu allen Menschen. Und Er spricht zu uns durch Seine Blumen, Seine Sträucher, Seine Bäume, Seine Täler, Seine Hügel und durch Seiner Berge Pracht.

Gott gibt sich kund durch Vogelstimmen, Harfenklänge und durch den Gesang aus Menschenmund. In Regen, Wind und Donner redet Seine Stimme. Sollten wir nicht niederknien und andachtsvoll zu Seinen Füßen beten?

 

5 Auch zu jeder Seele redet Gott, und jede Seele soll sich deshalb zu Ihm wenden. Dies heißt beten.

Gebet ist doch der heiße Wunsch, dass jeder Lebensweg ein Weg zum Licht ist. Dass jede Tat zum Besten werde, und dass jedes lebende Geschöpf durch unseren Dienst gedeihen möge.

Edle Taten, wie auch Worte, welche helfen können, sind Gebete. Das ist wirksames und andachtsvolles Beten.

11 Des Gebetes wahre Quelle liegt im Herzen. Durch Gedanken, nicht durch Worte wird das Herz zu Gott erhoben, und der Segen strömt auf euch herab. So lasst uns denn vereint sein im Gebet.

Sie beteten kein Wort ward laut. In dieser heiligen Stille ist ein jedes Herz gesegnet.

 

14 In euren Händen liegt ein großes Werk. Ihr sollt den Willen eurer Söhne, welche das Geschick der Erde lenken werden, formen.

15 Auserwählt sind sie, den Menschengeist zu rechtem Denken, rechtem Reden, rechtem Handeln hinzu-führen. Ihm der Sünden üble Folgen klarzumachen, ihn von seinem Erden-Selbst und seinen Illusionen wegzuführen, hin zu seinem Hohen-Selbst, das fähig ist, mit Christi Geist in Gott zu leben.

 

Anmerkung: Das heißt vielleicht von Egoismus und Materialismus wegzukommen und den höheren Geist wahrzunehmen.

 

17 Manche dornenreiche Wege müssen eure Söhne gehen, als Vorbereitung für ihr großes Werk.

18 Mancherlei Versuchungen und Prüfungen, wie alle Menschen sie erleiden, bleiben ihnen nicht erspart. Nicht leicht sind ihre Bürden, deren Last sie oftmals schwach und mutlos macht. Durst und Hunger bringen ihnen Schmerz, und grundlos wird man sie verhöhnen, peinigen und i

n den Kerker werfen.

Viele Länder sehen sie und vielen Meistern sitzen sie zu Füßen. Lernen müssen sie wie alle Menschen.

 

Anmerkung: Wir sind das Werkzeug des Schöpfers und sehr wichtig! Wir werden trainiert, um wertvolle Dienste zu leisten. Von vielen Meistern können wir lernen. Auch Jesus hat anderen zugehört und ist viel gereist.

 

Kapitel 13

13  Matheno sagt, der Gott des Himmels und der Erde braucht ein solches Opfer nicht. Das alte, mitleidslose Ritual des Opferns von Tieren stammt von den Götzendienern fremder Länder.

 

  1. Vergebung 

 

15 Wer von Sünde frei sein will, muss seine Schritte wenden, um der Bosheit und Verlockung zu entrinnen.

Wer sich ändert und sein Herz durch Liebe und Gerechtigkeit zu reinigen vermag, dem kann vergeben werden.

19 Und Matheno sagt: »Vergebung ist Begleichung aller Schulden. Wenn ein Mensch den Bruder schädigt, kann ihm nur vergeben werden, wenn er diesen Schaden wiedergutmacht. In den Veden findet man die Worte: >Niemand kann ein Unrecht tilgen als nur der, der es verschuldet hat.<

21 Johannes sagt: »Wenn dem so ist, wo hat dann die Vergebung Platz, es sei denn ihre Macht erstreckt sich auf den Übeltäter. Kann ein Mensch sich selbst vergeben?«

22 Mathenos Antwort ist: »Die Tore der Vergebung stehen weit geöffnet, wenn der Mensch zum Recht zurückgefunden hat.«

 

Anmerkung: Ich kann jemand anders schon von Herzen vergeben und Frieden finden, auch wenn der andere das nicht bestätigt. Gott kann uns vergeben, aber zu den Menschen müssen wir schon selbst hingehen, das kann uns Gott nicht abnehmen.

 

Kapitel 14

3 Matheno sagt: Die heiligen Geister Gottes lenken alles so, dass jedes Ding zu seiner vorbestimmten Stunde kommt und geht.

 

Anmerkung: Wir müssen uns keine Sorgen machen, alles kommt, wie es kommen muss!

 

7 So viele Dinge sind im Leben eines Volkes, wie im - Leben eines Menschen, die zu ihrer Zeit nicht gut geheißen werden. Doch am Ende des Geschehens kann man klar erkennen. Alles was geschah, geschah zum Besten aller.

 

Anmerkung: So ein Satz kann in schweren Zeiten helfen. Alles hat einen Sinn!


8 Die Menschen sind erschaffen worden für ein edles Ziel. Jedoch als freie Menschen. Die aber zugleich die Macht, die Wahrheit und die Weisheit in sich tragen.

9 Hätte man sie eingezäunt, in vorgeschriebene Geleise eingeengt, sie wären Puppen, die an Fäden tanzen.  Deshalb gaben ihnen Gottes Schöpfergeister einen Willen und die Macht zur freien Wahl.

So kann ein Mensch zur höchsten Höhe steigen, aber auch zur tiefsten Tiefe fallen. Was auch immer er er-reichen will, er kann es erringen.

12 Strebt er Macht und Herrschaft an, hat er die Kraft, sie zu erringen. Seine Ziele aber kann er nur erlangen, wenn er alle Widerstände überwindet. Macht wird nie im Müßiggang gewonnen.

13 Somit wird der Mensch vom Strudel vielerlei Konflikte jäh erfasst und muss sich aus eigener Kraft befreien. Durch jeden einzelnen Konflikt gewinnt der Mensch an Stärke. Jede Überwindung bringt ihn höher. Jeder neue Tag bringt neue Pflichten.

15 Keine Hilfe wird er erhalten, seine Feinde zu besiegen. Niemand leitet ihn mit Sicherheit an Abgrund-tiefer Schlucht vorbei. Er selber ist sein Heer, sein Schwert und Schild. Der Feldherr seiner Truppen ist allein er selbst.


Anmerkung: Wir müssen selbst unser Schicksal in die Hand nehmen, im Vertrauen, das wir nicht alleine sind. Aus der Opferrolle raus, und rein in die Verantwortung.

 

16 Der Weg jedoch ist hell. Der Mensch entbehrte nie das Licht der Führung. Immer hielt er eine Fackel in den Händen, welche ihm die turbulenten Ströme, abgrundtiefen Schlünde und gefährlich steilen Felsen hell beleuchtete.

18 Die Schöpfergeister haben daher längst vorausgesehen, dass, wann immer auch die Menschheit neues Licht benötigt, eine Meisterseele auf die Erde kommen muss, um dieses Licht zu bringen.

19 Schon in alten Zeiten gab es heilige Bücher, die den Weg erhellten. Als die Menschen nun vermehrte Füh-rung brauchten, wurden die Avesta, und die Veden und das Buch Tao-te-King geschrieben, um die Wege heller zu beleuchten.

 

Anmerkung: Auch heute haben wir viel erleuchtete Menschen. Das heißt, es ist eine bedeutsame Zeit.

 

21 der Mensch von heute braucht erneut vermehrtes Licht. Und jetzt beginnt der Tagesstern des Herrn zu leuchten. Jesus ist der inkarnierte Bote Gottes, welcher dieses Licht den Menschen bringen soll.

 

Anmerkung: Hier wird auch von Inkarnation gesprochen. Damals war es üblich, dass die Menschen an Reinkarnation glaubten, einige Bibel-Stellen belegen das. Aber es wurde später entfernt. Jesus war der Avatar, uns die Botschaft Gottes durch sein Leben vorzuleben.

 

23 Und du mein Schüler, du bist auserwählt, die Wege ihm zu ebnen. Wichtig hierfür ist, dass du die

Reinheit deines Herzens, die du jetzt noch hast, bewahren kannst.


Anmerkung: Dies gilt für alle! Wer ein reines Herz hat, bekommt höhere Aufgaben.

 

24 So musst du deine Lampe denn am Feuer des Altars der heiligen Schöpfergeister selbst entzünden. Deine Lampe wird dann umgewandelt in ein grenzenloses Feuer, und du selber wirst zur Fackel, deren Licht weit in die Runde scheint, wo immer Menschen wohnen.

 

Anmerkung: Geht es darum, die guten Mächte im Herz zu tragen und den eigenen Willen den Willen des Schöpfers zu unterstellen, ohne dabei seinen Verstand auszuschalten? Denn auch böse Mächte können Besitz vom Menschen ergreifen, und sie merken es oft nicht.  

 

Es werden Lichter kommen, die noch heller leuchten. Dann, dann endlich wird die mächtigste der Meisterseelen auf die Erde kommen, um den Weg zu weisen, der zum Throne des vollkommenen, erwachten Menschen führt.

 

Anmerkung: Damit ist Jesus gemeint unser großer Meister und Schatz.

  1. Tod und Sterben 

 

5 Johannes hat das zwölfte Jahr erreicht, da stirbt Elisabeth, die treue Mutter. Johannes weint, sein Herz ist tief betrübt. Matheno tröstet ihn und sagt: »...Der Tod ist nicht des Menschen Feind. Er ist sein Freund, und wenn das Lebenswerk getan ist, schneidet er die Silberschnur entzwei, damit des Menschen Boot sich von der Erde lösen kann, um dann in sanften Meeren angenehm zu segeln. Keine Sprache kann den Wert der

Mutter nennen. Deiner Mutter Wert ist wahrhaft groß. Sie wurde nicht gerufen, eh ihr Werk vollendet war.

Der Ruf zum Tod erfolgt zum Besten aller, denn wir können unsere Probleme gleichermaßen lösen hier wie dort. Man weiß es selbst, wo dies am besten zu geschehen hat«.

 

Anmerkung: Das wirft eine ganz neue Perspektive auf den Tod! Es tröstet! Das Band der Liebe kann über den Tod hinaus bestehen bleiben, aber man sollte sich nicht zu sehr an die Toten klammern. Das ist für beide Seiten nicht gut.

 

30.9.

üä Kapitel 15

 

6 Reine Selbstsucht ist es, wenn man sich die heimgekehrte Seele wiederum zurück zur Erde wünscht.

 

Anmerkung: Man sollte sich nicht zu sehr an die Verstorbenen hängen! Trauerarbeit ist sehr wichtig. Aber auch die Fähigkeit loszulassen, sonst macht man es der anderen Seele schwer.

 

11 Nur ein reines Herz erkennt den König. Wer die Menschen Reinheit lehren will, muss selbst im Herzen rein sein, rein in Worten und in Taten.

 

Anmerkung: Man sollte als gutes Beispiel vorangehen. Ein gutes Leben lohnt sich allemal.

 

Vers 14 Was die Menschen brauchen, ist ein Vorbild für ihr Leben. Folgen wollen sie, nicht führen. Wer am Kreuzweg steht, die Richtung weist und diesen Weg nicht selber geht, der ist ein Richtungsweiser, weiter nichts. Ein Holzblock kann dasselbe tun.

Der Meister geht den Weg. Auf jedem Wegstück sieht man deutlich seine Spur, und alle wissen, dass der Meister diesen Weg gegangen ist. Der Mensch erkennt sein Innenleben durch sein Tun und Lassen. Form und Zeremonie helfen ihm auf seinem Weg zu Gott.

 

19 Mit Wasser wasche jene, die von Sünde frei sein wollen und nach Lebensreinheit streben. Sagen sollst du: >Hört ihr Menschen, wandelt euch und reinigt euch. Ihr werdet so zu Söhnen wahrer Reinheit und erlangt Vergebung.< Diese Reinigung ist ein Symbol für Seelenreinheit durch ein reines Leben. Diese Kirche reinen Lebens ist die Kirche in des Menschen Herzen.

 

Anmerkung: Wasser hat eine große symbolische Bedeutung, auch das Weihwasser.

 

21 Hört ihr Menschen, wandelt euch und reinigt euch. Ihr werdet so zu Söhnen wahrer Reinheit und erlangt Vergebung. Diese Reinigung ist ein Symbol für Seelenreinheit durch ein reines Leben. Diese Kirche reinen Lebens steht symbolisch für das Königreich der Seele, welches nicht in äußerlichem Glanz erscheint. Es ist vielmehr die Kirche in des Menschen Herzen.

 

Anmerkung: Im Herzen ist das Himmelreich! Es braucht nicht das äußere Gebäude. Aber es hilft, um mit Gläubigen Gott zu ehren. Vielleicht sind die Tempel und Kirchen auch zur Ehre Gottes errichtet. Um die Größe Gottes zu symbolisieren?

 

23 Du wirst nie die Richtung zeigen können, nie der Menge sagen können, was sie tun soll, ohne dass du selber dies zuvor getan hast. Gehe stets voran und weise ihr den Weg. Da du Reinheit predigst, musst du selber rein sein, als Symbol für deine reine Seele.

 

Anmerkung: Gehe mit gutem Beispiel voran. Das bewirkt am meisten.

 

Kapitel 16

5 Jesus steht vor ihnen und erzählt: »Ich hatte einen Traum. In diesem Traum stand ich am Meeresstrand.

Von oben gab mir jemand einen Zauberstab. Mit ihm berührte ich den Sand und siehe, jedes Sandkorn ward verwandelt in ein Lebewesen, und der ganze Strand war Schönheit und Gesang. Mit meinem Zauberstab berührte ich die Wogen, und verwandelt ward das Meer in Bäume, Blumen, Gras und Vogelsang und alle priesen Gott. 9 Und einer sprach zu mir >Den Tod, den gibt es nicht.<

11 Stürmisch ist das Meer des Lebens, wild die Leidenschaft. Die Menschenmassen aber harren träge, müßig, haltlos, wankelmütig und verzagt, wie toter Sand am Meer.

12 Dein Zauberstab ist die Wahrheit, und mit dieser Wahrheit änderst du die ganze Menschheit. Jeder Mensch wird so zum lichten Boten heiligen Lebens.

14 Den Tod, den gibt es nicht. Dein Zauberstab der Wahrheit wandelt Totes in Lebendiges und Sumpfgebiet in Blumenfelder. Missklang wandelt er in Harmonie und Lob.

15 Joachim sagt zu seinem Enkel Jesus: »Heute überschreitest du den siebten Meilenstein auf deinem Lebensweg. Du bist nun sieben Jahre alt, und zur Erinnerung an diesen Tag darfst du dir etwas wünschen, das dir Freude macht.«

16 »Ich möchte kein Geschenk«, sagt Jesus, »denn ich bin zufrieden. Wenn ich aber eine Menge Kinder heute glücklich machen könnte, wäre es für mich die größte Freude. Viele solcher Kinder gibt es hier in Nazareth, die immer hungrig sind. Sie würden gern die Mahlzeit und die Freude dieses Tages mit uns teilen.

18 Deshalb wäre meine schönste Gabe euer Einverständnis, all die Hungrigen zu suchen und hierher zu bringen, um mit uns zu speisen. »Gut denn«, sagt Joachim, »lauf und bring die Kinder her, wir wollen für die Mahlzeit sorgen.« Jesus eilt. Er geht in jede kleinste Hütte und in jedes Heim. Mit wenig Worten lädt er sie zum Fest. Nach einer kleinen Weile folgt ihm eine frohgelaunte, arg zerlumpte Kinderschar zum Marmionweg, wohl 160 an der Zahl. Die Gäste machen Platz. Die Halle ist zum Bersten voll, und Jesus und Maria helfen beim Bedienen. Nahrung ist genügend da, aus aller Augen strahlt das Glück. So wurde der Geburtstagswunsch zur Krone der Gerechtigkeit.

 

Kapitel 17

5. Wenn man voller Liebe ist, dann preist man nur noch Gott, denn Gott ist Liebe. Wenn man voller Liebe ist, kann man nicht töten, kann nicht falsches Zeugnis reden, kann nicht fremdes Gut begehren und will weiter nichts, als Gott und Menschen ehren. Wenn man voller Liebe ist, dann braucht es keinerlei Gebote.

 

10 Wenn wir unsere Seelenfenster öffnen, strömt die Wahrheit ein und bleibt in uns.

 

15 Gott ist doch gerecht, wie könnte Er dem Volk der Juden vor den anderen den Vorzug geben?

 

Kapitel 18

6 Hat König David nicht gesagt, dass Gott kein Sühneopfer wolle, dass es vielmehr Sünde sei, verbrannte Opfergaben vor Sein Angesicht zu bringen? Sagte nicht Jesaja ganz genau dasselbe ?«


15 Es muss doch einen Gott der Liebe geben,
komm, wir wollen Hand in Hand Ihn suchen gehen.
16 Jesus sagt: »Wohin denn gehen, ist Er denn nicht überall? Oh, könnten wir das Herz von Grausamkeit und allem schlechten Denken reinigen, so dass in ihm ein Tempel sei, darin der Gott der Liebe wohnen kann!«

19 Hillel sucht die Eltern Jesu auf und fragt sie, ob der Knabe bei ihm bleiben könne, um die Regeln des Gesetzes und den Tempel-dienst der Priester zu erlernen. Die Eltern geben die Erlaubnis. Jesus bleibt im Tempel zu Jerusalem, und Hillel unterrichtet ihn.

21 Der Meister lernt von Jesus vieles aus der Welt des höheren Bewusstseins. Für die Dauer eines Jahres bleibt der Knabe in Jerusalem und kehrt dann heim nach Nazareth, wo er mit Joseph werkt als Zimmermann.


Kapitel 19

13 Kann denn das Erschaffene von seinem Schöpfer sagen: >Er ist nicht, ich schuf mich selber ?<  
14 Oder kann der Topf zum Töpfer sagen: >Du hast kein Talent und keine Kenntnis ?<

 

Anmerkung: Was für eine Weisheit! Der Mensch lebt oft zwischen Hybris und Wehleidigkeit. Beides ist nicht gesund!

 

25 Opferriten sind ein Gräuel vor dem Herrn.

 

Anmerkung: Tiere haben auch eine Seele. Wie kann der Herr eine Opferung gutheißen?

 

28 Ein Gesetz des Rechtes herrscht in allen Welten. Wer es bricht, muss leiden. Gott ist die Gerechtigkeit.

 

Anmerkung: Gott liebt die Gerechtigkeit und wir Menschen sind in Verantwortung, dafür zu kämpfen. Das ist auch Gottesdienst!

 

33 Dann wird einer kommen, hoch geehrt von Gott. Er wird den Menschen reinen Herzens eine wahre Freude sein.

 

Die Eltern von Jesus suchen verzweifelt ihren Sohn Jesus. Dann finden sie ihn endlich.

 

Kapitel 20

9 »Oh Mutter, weißt du nicht, dass ich hier her gekommen bin, um meines Vaters Werk zu tun ?«

 

Anmerkung: Jesus hat einen höheren Auftrag, der wichtiger ist als alles andere.

 

12 Als Jesus eines Tages seine Handwerkzeuge sammelt, sagt er: »Dieses Werkzeug mahnt mich an Geräte, die man in der Geisteswerkstatt braucht, wo Formen aus Gedankenkraft geschaffen und wo Charaktere ausgebildet werden.

 

Anmerkung: Vor Gott geht es um die Formung des Charakters. Ein Mensch mit schlechten Charakter macht im Paradies alles kaputt.

14 Das Winkelmaß verwenden wir, um Ziele anzustreben und die Krümmungen des Weges auszugleichen. Unsere Verhaltensweise wird dann maßgerecht im Winkel stehen.

15 Den Zirkel brauchen wir, um Leidenschaften und Begehren zu kontrollieren, dass sie in den Grenzen ethischen Verhaltens bleiben.

i6 Die Axt gebrauchen wir, um krüppelhafte, hässliche und unerwünschte Teile wegzuschlagen, so dass der Charakter Symmetrie und Harmonie erhält.

17 Der Hammer wird gebraucht, um Wahrheit einzuhämmern, bis sie Teil von jedem Teilchen ist.

18 Den Hobel brauchen wir, um Flächen, Kanten, Rillen des Gebälks und der Fliesen glatt zu hobeln, die zum Bau des Tempels dienen, der die Wahrheit birgt.

20 Und die Leiter mit den Stufen Glaube, Liebe, Hoffnung, führt uns aufwärts in den Dom der Lebensreinheit.

21 Dann gelangen wir auf der Zwölf-Stufenleiter zu dem wahren Ziel. Es gilt, den Tempel des vollkommenen, erwachten Menschen zu errichten.

 

Anmerkung: Vollkommenheit und Weisheit ist das Ziel, ein beständiger Prozess!

 

Kapitel 21

3 Wie Jesus vor der Priesterschaft im Tempel aus den Schriften liest und diese deutet, ist Ravanna auch dabei. Er hört den Knaben reden und ist höchst erstaunt. Er wendet sich dem Oberpriester zu und fragt, woher der Knabe komme, wer er sei und Hillel sagt: »Wir nennen ihn den >Tagesstern des Höchsten<, denn er ist gesandt, den Menschen Licht, das Licht des Lebens nahezubringen, um die dunklen Wege zu erhellen und um Israel, sein Volk von seinen Sünden zu erlösen. «

 

  1. Leben und Wirken Jesu in Indien         

 

Kapitel 22

Lamaas Bramas fragt seinen Freund Jesus: »Mein junger Meister, was ist Wahrheit?« Jesus gibt zur Antwort: »Wahrheit ist das einzige, das sich niemals ändert. Alles in der Welt kann man in Wahrheit und in Irrtum unterteilen.
4 Wahrheit ist und Irrtum scheint zu sein.

5 Wahrheit das ist alles. Sie ist Ursache von allen Dingen.

6 Irrtum das ist nichts, es ist die Erscheinungsform von allem.

7 Alles was entsteht, vergeht auch wieder. Was beginnt, das muss auch wieder enden.

8 Alle Dinge, welche sichtbar sind, sind nur Erscheinungsformen, nur Gestalt, und daher nichts, und müssen drum vergehen. Die Dinge, die wir sehen, sind nur Spiegelbilder, und wir sehen sie, weil sie im Sichtbereich des Menschen schwingen. Ändert sich ihr Schwingungszustand, dann verschwinden sie.

 

Anmerkung: Natürlich können die Menschen seiner Zeit das noch nicht nachvollziehen, aber wir wissen Gegenstände und Personen können auch aus dem sichtbaren Bereich verschwinden. Christiana von Dreien hat z.B. diese Fähigkeit und andere auch.

 

12 Und Jesus spricht: »Der Mensch ist Wahrheit, wie auch Irrtum, seltsam eng vermischt.

13 Der Mensch ist Gottes Geist zu Fleisch geworden. So sind Wahrheit wie auch Irrtum fest in ihm verankert. Beide kämpfen miteinander. Der Irrtum weicht und der Mensch als Wahrheit bleibt.«

 

14. Und wiederum fragt Lamaas Bramas: »Freund, was sagst du von der Macht ?«

15 Und Jesus gibt zur Antwort: »Macht ist nur ein Spiegelbild, ist Widerschein von Kraft. Sie ist ein Nichts, ist Illusion und weiter nichts. Doch Macht verändert sich, wenn sich die Schwingung ändert.

 

Anmerkung: Die Macht ist sehr vergänglich, und nach dem Tod, wenn sich die Schwingung ändert, ist sie verdampft.

16 Kraft ist Willensausdruck Gottes und allmächtig. Die Kraft ist unveränderlich.
Kraft ist
Gott gelenkter Wille in Erscheinung.

 

18 Schwingungen im Äther rufen diese guten Mächte auf den Plan, und Menschen, Engel, Geister und andere begabte Wesenheiten lenken durch Gedankenkräfte deren Stärke. Ist die Arbeit dann getan, dann ist die Macht wieder verschwunden.«

 

Anmerkung: Wenn wir uns im Gebet oder Bewusstsein den Engeln und guten Mächten zuwenden, dann wird uns für unsere Aufgabe geholfen, durch Gedanken und anderes. Aber diese Kraft und Macht kann auch wieder verschwinden.

 

19 Und wieder fragt der Priester: »Sprich, was hast du über Verständnis und Mitgefühl zu sagen?«

2o Jesu Antwort ist: »Sie ist der Fels, auf dem die Menschheit sich entwickeln kann. Sie ist das Erkennen von des Menschen Natur, das Einfühlungsvermögen in die Kräfte, die im andern wirken.«

 

22 Weiter fragt der Priester: »Was ist Weisheit ?«

23 Jesus sagt: »Die Weisheit ist Bewusstsein von des Menschen Würde und höheren Potenzials. Der weise Mensch ist vollkommen und eins mit Gott. Er weiß, dass es das Nichts nicht gibt, dass Macht nur Illusion ist, und dass Erde, Himmel, Hölle weder oben, ringsherum noch unten, sondern im Menschen sind. Im Lichte der vollkommenen Gewahr Seins zerrinnen sie zu nichts, denn Gott ist alles, umfasst alles, alle Dimensionen.«

 

Anmerkung: Wow, hier ist ja fast alles drin! Das zeichnet die wahren Meister aus, mit wenigen Worten viel zu sagen. Konnten die Menschen das damals nachvollziehen? Heute entspricht es mehr der Erkenntnis.

Es ist nicht Nichts, sondern überall im Kosmos ist Leben! Nur wir können es nicht sehen, weil es auf einer anderen Schwingung ist. Manche Menschen können zumindest die Engel sehen.

 

Die Hölle ist im Menschen, wir machen und schaffen sie! Und wenn wir es nicht schaffen sie zu transformieren, dann leben wir sie im Außen und machen anderen das Leben zur Hölle, wie z.B. durch Kriege.

Burkard Heim hat von den vielen Dimensionen des Kosmos gesprochen, Robin Kaiser sagt, die 13.
Dimension ist die göttliche, die alle anderen Dimensionen umfassen. Wir belegen die untersten Dimensionen. Unter bestimmten Voraussetzungen können manchen Astral-Reisen machen, und die nächsten Dimensionen besuchen, wie im Traum. Wo sind wir da eigentlich?
Wiederhole ich mich? Dann verzeih es mir! Ich bin noch nicht vollkommen!

 

25 Nun fragt Lamaas Bramas: »Was ist Glaube ?«

26 Jesus spricht: »Der Glaube ist das absolute Wissen um die Allmacht Gottes und des Menschen, ist die sichere Gewissheit, dass die Menschen Göttlichkeit erlangen werden. Erlösung ist die Jakobsleiter, welche von des Menschen Herzen bis zum Herzen Gottes reicht.«

 

Anmerkung: Hier geht es auch um die Allmacht des Menschen. Das heißt nicht Größenwahnsinn. Sondern dass im Menschen ein sehr großes Potenzial steckt, was er sich mit zunehmender spiritueller und Tugendhafter Entwicklung erschließen kann. Neue Fähigkeiten wie geistiges Heilen können dazukommen.

 

28 Drei Stufen hat die Leiter. Meinung heißt die erste Stufe. Meinung ist, was man für Wahrheit hält.

29 Der Glaube folgt. Im Glauben weiß der Mensch, was Wahrheit ist.

3o Erfüllung ist die dritte Stufe, und das ist der Mensch, zur Wahrheit selbst geworden.

31 Die Meinung geht im Glauben unter, Glaube löst sich auf in der Erfüllung. Ist die Göttlichkeit erreicht, dann ist der Mensch erlöst, und Gott und Mensch sind eins.«

 

Anmerkung: Jesus sagt an anderer Stelle, wer den Willen meines tut, der ist dem Himmelreich nahe. Denn Willen kann man erkennen, wenn man in Stille in sich hinein horcht oder es im Gebet vor Gott bringt.

 

Kapitel 23

4 Udraka belehrt Jesus über den Gebrauch von Wässern, Kräutern, Erden, Wärme, Kälte, Licht und Dunkel.

»Die Naturgesetze sind dieselben, wie die Regeln der Gesundheit. Wer nach diesen beiden lebt, wird niemals krank. Wer diese Regeln übertritt, versündigt sich, und wer sich so versündigt, der wird krank.

7 Wer den Gesetzen folgt, bewahrt sein Gleichgewicht in allen Dingen. Gleichgewicht ist Harmonie, und Harmonie Gesundheit. Missklang führt zu Krankheit.

 

Anmerkung: Ein gesunder Lebenswandel, eine gesunde Ernährung, Bewegung, alles in Balance das heißt die Emotionen, der Verstand, das geistige, das geistliche, die sozialen Beziehungen, die Beziehung zur Natur, der kreative Ausdruck in Kunst und Kultur, alles soll im Gleichgewicht sein. Dies ist der Weg zu Heilung.

Sollte man dennoch krank werden, so ist scheinbar mit der Naturheilkunde vieles möglich. Der Schöpfer hat für alles eine Pflanze wachsen lassen.

 

üä Kapitel 25

Vers 24 Alle Menschheit wird sich in der Bruderschaft der Menschen üben.
26 Lebt so, wie ihr euch wünscht, daß alle leben sollen.

Und seid euch stets bewusst, dass jener Mensch, der seinem Bruder in Gedanken, Worten oder Taten übel will, dem Schöpfer unrecht tut.

 

Kapitel 26

Vers 7: Der Treffpunkt zwischen Gott und Mensch ist nur im Herzen jedes Einzelnen zu finden. Denn mit leiser Stimme redet Gott zu ihm, und wer Ihn hören will, muss stille sein.

Jesus sagt: »Gott könnt ihr nicht mit Menschenaugen schauen, auch die Wesenheiten nicht, die den Erhabenen umgeben.

Doch in Seinem Bildnis ward der Mensch erschaffen. Wer in seines Bruders Antlitz schaut, erblickt das Bild des Einen, der im Herzen redet. Wenn einer seinen Bruder ehrt, dann ehrt er Gott, und was der Mensch dem Menschen tut, das tut er Gott.

Und seid euch stets bewusst, dass jener Mensch, der seinem Bruder in Gedanken, Worten oder Taten übelwill, dem Schöpfer unrecht tut.

Wer seinem Schöpfer dienen will,der diene seinem Nächsten. Aber auch dem Nachbarn diene er, sowie dem Fremdling, der am Tore steht, und auch dem Feinde, der ihm übel will.

So helft den Armen und den Schwachen. Begehrt nicht nach fremdem Gut. Tut niemandem ein Leid.

Alsdann wird Gott durch eure Zungen reden, wird durch eure Tränen lächeln, wird aus eurem Antlitz strahlen und vor allem wird er euer Herz mit Frieden füllen.

Wer Gott ein Opfer bringen will, der tue dies, indem er Speise und Trank den Armen gibt.

Reißt Idole nieder, denn Idole haben taube Ohren. Und dann macht die Herzen der Menschen zu Altären, und verbrennt die Gaben eures Geistes mit dem Feuer eurer Liebe.

Hell begeistert ist das Volk. Als Gott verehren möchte es den Jüngling. Jesus aber spricht:

Ich bin ja nur der Bruder, der gekommen ist, den Weg zu Gott zu weisen. Nicht den Menschen sollt ihr ehren, sondern Gott allein — den Allerhöchsten.


Kapitel 27

32 Jesus spricht über die Einheit allen Lebens

Vers 7: Jesus sagt: »Ein Meister schont sich nicht des Ruhmes und der Geltung wegen.

Ohne Wert sind Ruhm und Geltung wie die momentane Gunst. Sie wogen auf und ab, wie leere Flaschen in bewegtem Wasser. Illusionen sind sie, die verschwinden, eh man es gewahr wird.

Gott jedoch bewertet einen Menschen nur nach seinem eigentlichen Wert.

 

Kapitel 27 Vers 12. Jesus sagt: Den Gott, von dem ich künde, findet man im ganzen Universum. Niemand kann Ihn hinter Mauern sperren. Nirgends lässt Er sich durch Grenzen irgendwelcher Art in Schranken halten.

Alle beten nur zu einem Gott, doch jeder sieht Ihn anders in Gestalt und Form. Dieser eine Gott ist Weisheit, Willenskraft und Liebe.

Nicht jeder Mensch erkennt im Schöpfer diese drei Aspekte. Einer schaut Ihn als den Gott der Macht, ein zweiter als den Gott der Weisheit und ein dritter als den Gott der Liebe.

Des Menschen Ideal ist Gott. Und wie der Menschheit Idealbild sich verändert und entwickelt, so entfaltet sich ihr Gottesbild. Der Gott von heute ist ein anderer als der von morgen. Jeder hat ein anderen Bild. Die Völker dieser Erde sehen Gott aus den verschiedenartigsten Aspekten. Darum scheint Er stets ein anderer zu sein.

Der Einzelne begreift nur einen Teil der Gottheit, und für ihn ist dieser Teil der ganze Gott. Und jedes Volk erkennt nur einen Teil der Gottheit und gibt diesem einen Namen.

Überall jedoch ist Er die wurzellose Wurzel und die Ursache von allem.

 

16 Die Sünde liegt im Verlangen. Wer reinen Herzens ist, der klagt nicht an und verurteilt nicht.

24 Wer Zeit hat, anderen ihr Unkraut auszureißen, findet keine Zeit, in seinem Garten Unkraut zu entdecken. So erstickt man seine schönste Blumenpracht, und nichts als Nesseln bleiben.«
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Kapitel 28

Vers 3: Es ist mir eine Ehre, dass ich von der Großen Bruderschaft berichten darf.

Vers 12 Sieht er Gott als Vater und ist eins mit Ihm, dann braucht er keinen Priester, keinen Mittelsmann, der für ihn betet. Dann geht er geradewegs zu Ihm und sagt: Mein Vater-Gott! Dann legt er seine Hand in Gottes Hand, und es ist gut.

Das ist der wahre Gott. Ihr alle seid ja Priester, jeder für sich selbst. Ein solcher Gott will keinen Opferschrein und auch kein Blut.

25 In freudiger Bereitschaft gebe jeder Mensch sein Leben an das Allumfassende, das große Leben hin, und das ist wahrer Gottesdienst.«

 

Kapitel 29

Vers 19: Jesus sagt: Der himmlische König ist nah, doch Menschenaugen können es nicht sehen, denn es ist im Herzen jedes Menschen.

Der himmlische König ist nicht zu Land, zu Wasser oder in der Luft. Er ist überall. Er ist der Christus Gottes und die all-umfassende Liebe.

Er ist überall. Er ist der Christus Gottes und All-Liebe. Das Tor zu seinem Reich ist nicht sehr hoch, und wer durch gelangen will, der muss auf seine Knie niedergehen, denn das Tor ist auch nicht breit.
Ihr selber seid der König, in euch ist das Himmelreich zu finden!
Wer schwere Erden-Koffer schleppt, kommt nicht hindurch. Ihr selber seid der König. Tretet durch die Pforte ein! Legt ab das priesterliche Kleid, dient nicht mehr Gott für eitles Gold. Setzt vielmehr euer Leben ein und alles, was ihr habt, und dient dem Bruder.
26 Jesus schweigt und weiter sagt er nichts. Der Priester geht, und wenn er auch die große Wahrheit nicht versteht, so sieht er doch — was er zuvor noch nie erkannt,  ein neues Reich des Glaubens, das sich vor ihm öffnet.
Kleine Samenkörner brüderlicher Liebe finden Eingang in sein Herz.

Und wie er so nach Hause geht, ist ihm, als würde er schlafend durch die dunkelste der Nächte wandern. Als er aufwacht, scheint die Sonne der Gerechtigkeit in seiner Brust.


Kapitel 30

Vers 7: Jesus über dem Tod seines Vaters Josef: Sein Werk in diesem Leben ist getan, und es ist gut getan. Nunmehr geht er gut geschult von dieser Erde und Welt, um die Probleme in der Seelenwelt zu lösen.

Vers 14: Dein Werk sei Liebesdienst. Nach Liebe sehnt sich doch die ganze Welt.

Oh lass doch vergangenes vergangen sein. Erhebe dich und stehe über deinen Sorgen. Gib dein Leben ganz den Lebenden.

Vers 15: Und solltest du im Liebesdienst dein Leben lassen, wiederfinden wirst du es im Morgensonnenglanz, im Abendtau, im Glanz der Sterne, im Gessang der Vögel und in der Pracht der Blumen.

Eine kleine Weile noch, und die Probleme deines Wirkens auf der Erde lösen sich. Sind alle deine Taten ausgeglichen, wird es eine unaussprechlich große Freude für dich sein, weit höhere  Ebenen zu betreten, um die höheren Probleme in der Seelenwelt zu meistern.

Lass deswegen Zufriedenheit in deine Seele strömen. Denn du weißt, der Lohn ist groß eines Lebens in Liebe und Dienst am Nächsten.

 

Kapitel 31

Vers 4+6: Er sagt, dass Opferriten überflüssig seien. Er lehrt, dass Tiere schlachten Sünde sei.

 

Kapitel 32

Vers 4: Mir scheint, im Kosmos ist der Mensch ein reines Wunder, denn er ist ein Teil von allem, und auf allen Lebensebenen hat er sein Dasein.
6: Durch das kosmische Gesetz wird alles Leben aufwärts zur Vollkommenheit gebracht. Das Protoplasma wird zum Wurm, der Wurm wird zum Reptil, zum Vogel, und so geht es aufwärts durch das ganze Tierreich bis zum Menschen.
Anmerkung: welch eine Freude und Ehre, schon in dieser Stufe angekommen zu sein! Kurz vor dem Ziel!
7: Der Mensch jedoch ist wesentlich Geist, und dieser soll durch immer wiederkehrende Erfahrung zur Vollkommenheit gelangen. Meistens kleidet sich der Geist in jene Form, die seinem momentanen Wachstum förderlich erscheint.

8: Es kommt einmal die Zeit, da alles Leben sich empor entwickelt hat. Dies ist der Status der Vollkommenheit.
12: Der Mensch wird aber durch Überlieferungen alleine niemals weise.

14: Erinnerst du dich, lieber Freund, dass du ein Wurm, ein Affe oder Vogel warst?
Anmerkung: Hier wird auf die Reinkarnation eingegangen und als Tatsache kommuniziert.  Aber wir können uns daran nicht erinnern.
16: So lass uns auf dem Pfad des Geistes, wo Erinnerungen wach sind, in das Land des reinen Geistes dringen.
Anmerkung: hier geht es vielleicht um das geistige Wachsen.

42: Wir stehen heute an der Wende einer neuen Zeit. Sechs Zeiten sind es her, dass eine Meisterseele auf die Erde kam, den Menschen Licht zu bringen. Jetzt steht hier mitten unter uns ein großer Meister.


Kapitel 33

Vers 5 Das Herz des jungen Meisters ist von Mitleid für die Ärmsten dieser Armen tief bewegt. Er sagt zu allen, die es hören: »Arbeit sollte keinen Menschen traurig stimmen. Arbeit soll im Gegenteil des Menschen Glück bedeuten. Ist der Arbeitstag mit Liebe und mit Hoffnung angefüllt, dann ist das Leben Glück und Friede. Dieses ist der Himmel. Wisst ihr nicht, dass ihr solch einen Himmel erleben könnt?«

7 Da sagt der Mann: »Vom Himmel haben wir gehört. Doch der ist weit von hier, und viele Leben müssen noch vergehen, ehe wir dorthin gelangen. «
Anmerkung: Auch hier ist angedeutet, dass den Menschen bewusst war, dass es Reinkarnation geben muss.

8 Jesus sagt: »Mein Bruder, falsch ist dein Gedankengang. Der Himmel ist nicht weit entfernt. Er ist kein Ort mit festen Grenzen, ist kein Land, in das man reist. Er ist vielmehr ein Zustand deiner Seele. Gott hat deinen Himmel, deine Hölle nicht erschaffen. Du allein bist Schöpfer deines Himmels, deiner Hölle.

10 Oh, öffnet weit die Fenster eures Herzens, und das Glück des Himmels strömt wie die Fülle hellen Lichtes in euch ein und bringt euch grenzenlose Freude. Arbeit ist dann keine Last mehr sondern Freude.

Die Menschen rings umher sind sehr erstaunt und drängen sich heran, um mehr zu hören.

12 Sie bestürmen ihn, dass er noch mehr von jenem Himmel, den man sich auf Erden schaffen kann, und von der grenzenlosen Freude und dem Glück berichten möge.

22 Ein Meister kommt und redet von versteckten Schätzen, und dass unterhalb der harten Scholle irdischer Belange unzählbare Edelsteine eingeschlossen sind.

23 Im Herzen aber sind die schönsten dieser Steine, und wer willens ist, geht hin und findet sie.

 

Kapitel 34

Vers 3: Er spricht vom Vater-Mutter-Gott und redet von der Bruderschaft des Lebens.

Volk und Priester, die ihn hören, sind erstaunt und fragen sich: Ist dies nicht Buddha inkarniert? Kein anderer vermöchte außer ihm mit solcher Einfachheit und Kraft zu reden.

Anmerkung: In der Tat sind das wunderbar Bilder, aber Jesus verneint die Frage.

Hier sprechen die Menschen wie selbstverständlich von Reinkarnation.

Kapitel 35

5  Gott wünscht sich von uns, dass wir aus freiem Willen unser Leben für den Nächsten geben.

Wenn der Mensch dereinst vollkommen ist, dann braucht er weder Formen, Riten, noch die Opferung von Fleisch.

Menschen aller Religionen sind Brüder und Schwester, vereint in der Dienerschaft Gottes. Die Vielfalt ist ein Schatz der Menschheitsfamilie.

21 Alle Menschen sind doch gleichermaßen Diener Gottes. Sie sind Könige und Priester.

Anmerkung: Menschen aller Religionen sind Brüder und Schwester, vereint in der Dienerschaft Gottes.

 

Kapitel 36

13 Deine schlichte Religion wird nur von denen recht verstanden, die dir folgen. Bis ihr Glanz selbst den Prunk der Priester und Brahmanen übersteigt. Es ist dies ein Problem, das nur

der Mensch von sich aus lösen kann.

Anmerkung: Wie in der Liebe, so braucht es eine Entscheidung. Ab dann ist alles anders, und die Welt erstrahlt in hellem Glanze.

Hier geht Jesus auf Menschen ein, die spirituell erscheinen. Aber selbst der Glauben eines einfachen Menschen kann dies überstrahlen! Dies zu erkennen und nach dem wahren Geist zu suchen, ist eine Aufgabe der Menschen.

 

15 Wenn jeder Mensch ein Priester ist, dann hat die Zeit der Vollkommenheit begonnen.

 

Anmerkung: Wir haben alles das Potenzial Leuchtturm zu sein für andere. Die Priester können gut Gemeinschaft der Gläubigen, Rituale und Traditionen leben. Im Herzen aber da ist jeder selbst sein eigener Herr und kann die Beziehung direkt, unabhängig vom Priester zu Gott aufbauen.

 

 

22 Jesus lehrte die Menschen, wie man Kranke heilt und seine Schwächen überwindet. Und er lehrt, wie jeder Einzelne sich auf der Erde eine Welt der Freude schaffen kann.

 

Anmerkung: Jesus lehrt, dass wir uns nicht abhängig von den Priestern und Brahmanen machen müssen.

 

33 Mit dem großen Reichtum Seiner grenzenlosen Liebe hat Er mich zu euch gesandt, damit ich das Wasser und das Brot des Lebens in Fülle allen Menschen bringen kann.

34 In meines Vaters Haus ist Raum für alle. Dort bereite ich für euch den Platz, der euch gebührt.

 

Anmerkung: Es braucht alle Menschen! Jeder tanzt vielleicht einen anderen Tanz, aber es Platz für alle. Vielleicht auch für diejenigen die uns als Sünder erscheinen. Vielleicht brauchen Sie noch etwas länger auf dieser Reise des Erden-Daseins.

 

Kapitel 37

8: Er zeigt ihm auch, wie man die Feuer-, Wasser-, Luft- und Geister der Erde sich gefügig macht.

Er unterweist ihn in der großen Botschaft der Vergebung und der Befreiung von der Sünde.

 

Anmerkung: Vielleicht können wir mehr Einfluss auf die Natur ausüben als wir denken? Es wird mehrfach darüber berichtet, dass Menschen auch das Wetter beeinflussen können durch ihre geistige Haltung. Das Agnihotra-Ritual aus Indien ist ein weiteres Beispiel.

 

Die Vergebung ist das größte Geschenk, was Jesus uns hinterlassen hat und wir können es reichhaltig nutzen. Wenn ich über meinen Schatten springen und auf andere Menschen zugehen und ihnen vergebe, so ist mein Anteil getan und ich bekomme Frieden. Was der andere daraus macht, das ist nicht mehr mein Problem. Er kann auch weiterhin sauer auf mich sein, darauf habe ich keinen Einfluss, aber ich kann meine inneren Frieden finden. Was will ich mehr? Und es besteht das Potenzial dass ich die Beziehung wieder in Liebe wandelt. Auch das Gebet für den anderen, mit dem ich in Streit bin, zeigt die Vergebung.

Das frei kommen von Schuld und Sünde ist sicherlich kein Freischein um munter weiter zu sündigen und darauf zu hoffen, dass Jesus alles löscht. Jesus sagte immer, sündige ab jetzt nicht mehr, wandle dich. Mach das wieder gut, was du an Leiden verursacht hast. Dann ist alles vergessen.

14  Diese lieben Künstler hier beherrschten schon vor zehnmal tausend Jahren das Gesetz von Harmonie und Klang. Bereits in alter Zeit betraten sie den Weg des Lebens, fingen sich der Vögel zarte Melodien ein und spielten auf vollendet schönen Harfen. Wieder sind sie hier auf Erden, um noch mehr Melodien von dem großen Notenpult des Lebens zu erlauschen. Diese Wandermusikanten sind ein Teil des großen Weltorchesters, und im Lande der Vollendung horchen Engelscharen voll Entzücken ihrem Spiel und ihrem Singen.

 

Anmerkung: Hier deutet Jesus wieder an dass diese Seelen schon mehrfach auf dieser Erde machen um zu lernen. Um ihre Kunst immer wunderbarer den Menschen zu schenken. Jesus hatte scheinbar einen wachen Sinn für Musik.


17 Jesus lehrt das Volk der Stadt Lahore, heilt die Kranken und erklärt, wie man durch Hilfsbereitschaft alle Dinge besser machen kann.


Wer das makellose Leben leben will, der muss sein Leben für den Nächsten geben.«

 

Anmerkung: Hier kommt die Bedeutung, die es hat, Mitgefühl mit anderen Menschen zu haben und das Leid zu reduzieren sehr deutlich zum Ausdruck.

 

Vers 18 Man wird nicht reich an dem, was man erwirbt. Nur Dinge, die man gibt, kann man behalten.

Anmerkung: Ist damit nicht alles gesagt? Auch Wissen scheint nicht entscheidend zu sein. Sondern vielleicht Weisheit und Liebe. Das, was wir in unserem Herzen tragen, nehmen wir mit. Wissen ist vergänglich!

 

 

Kapitel 38

15 Jesus befasst sich mit der Lehre Zarathustras bevor er mit den Menschen im Zweistromland in Kontakt tritt.

Er sagt zu den Menschen im Zweistromland: Meine Brüder, meine Schwestern, wir sind alle Kinder Gottes. Gesegnet seid ihr unter allen Völkern dieser Zeit, denn eure Auffassung von Gott und Mensch ist gut und richtig. Die Reinheit eures Dienstes im Tempel und die Reinheit eures Lebens sind Gott wohlgefällig. Lob gebührt dem Meister Zarathustra.


Anmerkung: Es berührt mich, mit wie viel Respekt und Achtsamkeit Jesus mit anderen Glaubenssystemen umgeht. Vielleicht sagt er damit indirekt, es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt? Jeder wird von Gott auf seine spezifische Art und Weise angesprochen und das ist gut so. Die Vielfalt der Religionen sind ein großer Schatz der Menschheit! Überall gibt es Licht und Schatten! Wo Leben und das Miteinander bedroht und zerstört wird, ist das Schatten! Leben ist das wertvollste was wir haben! Und es ist sehr fragil! Kinder sprechen von einem Berg wo jeder von einer anderen Seite bis zum Gipfel läuft. Und jeder hat dabei eine andere Wahrnehmung. Aber an der Spitze treffen wir uns und sind geeint und glücklich. Sie hat jeder Mensch seinen spezifischen Lebensweg, und wohl dem, der es schafft nicht darüber zu urteilen. Auch ich tue mich da manchmal recht schwer.

 

Kapitel 39
Das gute und das Böse

7 In den heiligen Büchern lesen wir, dass zwei von diesen Geistern überragend große Macht besitzen. Einer schuf das Gute und der andere das Böse. Meister, wie denn kann aus Gutem Böses kommen?
Alles, was erschaffen ist, hat seine Farbe, Form und seinen Klang. Gewisse Töne, welche einzeln angeschlagen rein und klar erklingen, werden, wenn man sie vermischt, zur Dissonanz. Gewisse Dinge, welche einzeln gut und edel sind, ergeben, wenn man sie vermischt, ein disharmonisches Gefüge, wenn nicht Gift. Man nennt sie böse Dinge.

14 Böses ist daher nichts anderes als eine unharmonische Verbindung guter Dinge. Teufel und Dämonen sind des Menschen Werk und niemand anders als der Mensch alleine kann das Feuer löschen und das negative reduzieren, durch das Licht, dass die Dunkelheit erleuchtet.

 

Anmerkung: Zum einen höre ich, das auch im Bösen durchaus etwas Gutes stecken kann. Zumindest fordert es die positiven Kräfte heraus, nicht zu schlafen. Im zweiten Teil höre ich heraus, dass wir nicht alles Gott überlassen sollten. Sondern dass wir Menschen auch verantwortlich sind für das, was auf diesem Planeten passiert. Gutes oder Schlechtes, es liegt in unserer Hand wie groß der jeweilige Anteil ist. Allerdings werden wir das Schlechte nie ganz beseitigen können, denn es ist auch Teil des Systems der Dualität.


Kapitel 40

3: Jesus sagte, einen Ort der Stille gibt es, wo die Seele ihrem Gott begegnen kann. Der Quell der Weisheit ist an jenem Ort zu finden. Und wer dorthin geht, der ist in Licht gebadet, ist erfüllt mit Weisheit, Macht und Liebe.

4 Der Magier bittet: »Wollt ihr mir ein wenig mehr von jener Stille, jenem Licht berichten. Gerne ginge ich und würde dort verweilen. «

5 Jesus aber sagt: »Die Stille ist kein Ort, den man beschreiben kann, kein Felsental, in das man geht, kein Haus, das man betritt und auch kein Platz, vom Schwert der Wächter streng bewacht.

6 Im Menschen tief verborgen ist der Ort, wo er zu jeder Stunde seinem Gott begegnen kann.

7 Wo auch immer sich der Mensch befindet, sei es auf dem Berg oder im tiefen Tal, beim Lärm der Märkte oder in der Ruhe seines Heimes, jederzeit kann er die Tore öffnen und die Stille finden, denn sie ist die Wohnung Gottes in der Seele des Menschen.

8 Ist jedoch der Lärm der Städte, das Geschwätz der Menschen und der Wirrwarr der Gedanken allzu groß, dann ist es besser, in die Einsamkeit der Berge, in den Wald, in die Natur zu gehen.

9 Wenn die Last des Lebens auf die Seele drückt, dann ist es um so wichtiger, sich an den Ort der Stille zu begeben, um zu meditieren und zu beten.

10 Die Stille ist das unsichtbare Königreich der Seele. Oft aber erscheinen in der Stille dunkle Gestalten. Doch sie sind dem Willen untertan. Die Seele spricht und sie müssen weichen.

12 Willst du deine Stille in der Seele finden, musst du selbst den Weg vorbereiten und gehen. Wer reinen Herzens ist, der findet schneller Eingang in die Stille des Herzens.

13 Du solltest auch alle Spannung des Gemütes meiden, jeden Zweifel, jede Furcht und alle sorgenden Gedanken an Geschäft und Arbeit niederlegen.

14 Dein Menschenwille muss vom Willen Gottes aufgenommen werden, dann erlangst du göttliches Bewusstsein.

19 Dann öffnet sich der Vorhang, und du bist im Innersten des Heiligtums. Wo du die Herrlichkeit der Gottheit schaust.

Anmerkung: Sind das nicht wunderschöne Worte? Jesus zeigt, dass dieser Ort in uns ist, ganz nahe, in der Stille erreichbar. Ein reines Herz kommt leichter hin. Das ist der Lohn für einen aufrichtigen Lebenswandel. Und er sagt, dass die Seele Gott gehört. Das heißt, dass sie von dort kommt. In der Stille können wir zur Quelle kommen. Haben wir nicht eine königliche Würde?

 

Kapitel 41

Jesus bei einer Heilquelle

9 Glaube ist die Heilkraft eines jeden Wassertropfens aus der Quelle. Wer mit seinem ganzen Herzen glaubt, dass er gesund wird, wenn er sich in diesem Wasser wäscht, der wird geheilt.
Atme tief die Heilkraft dieses Balsams ein und glaube an die Wirkung. So wirst du gesund.

Anmerkung: Entscheidend ist der Glaube und nicht das Heilwasser!

 

Jesus bewundert auch andere und sagt ergriffen: »Wahrlich, eine Meisterseele, die zur Erde kam, auf dass sie ihren Menschenbrüdern zeigen kann, wie stark die Macht des Glaubens ist.«

 

Kapitel 43

Vers 7: Doch die Vergeltung naht, denn was der Mensch dem Menschen tut, das wird durch richtende Gerechtigkeit ihm selbst einst widerfahren.

Vers 16: Nun verbringen Jesus und Ash-bina sieben Tage in der Nähe Shi-nars, wo sie lange meditieren, was der Menschheit nützlich sei und wie die Weisen dieser Welt der Neuen Zeit am besten dienen könnten.

  1. Jesu Heimkehr in die Heimat  

Vers 17: Nach vielen Tagen erreicht Jesus sein Heim in Nazareth. Seiner Mutter Herz ist voller Freude. Alle Freunde und Verwandte lädt sie ein zum großen Fest der Wiederkehr.

19 Die Brüder Jesu aber sind nicht sehr erfreut, dass Jesus solche Ehre bekommt, den sie einen Abenteurer nennen. Sie lachen und verspotten ihren Bruder, sagen, er sei voller Ehrgeiz, falsch und nutzlos. Er sei einer, der nach Glück, nach Ruhm und Ehre jagt und dann nach vielen Jahren ohne

Gold und Reichtum zu der Mutter heimkehrt.

Jesus aber achtet ihres Spottes nicht. Maria, seine Mutter, wie auch deren Schwester Mirjam, diesen beiden nur berichtet er von seiner Reise nach dem Osten.

 

Anmerkung: Jesus erlebt selbst hier das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dessen Botschaft war, dass es zuweilen wichtig ist, aus der gewohnten Umgebung heraus zu gehen um sich entwickeln zu können.


Kapitel 44

Vers 9: Ihr wisst, dass es bestimmte Stellen gibt auf Erden, wo der Pulsschlag des Planeten machtvoll aus dem Innern dringt, und Ätherwellen aufwärts schickt, die sich mit Ätherwellen aus dem Kosmos treffen.

Anmerkungen: Noch immer gibt es verschiedene heilige Orte auf dieser Erde.

 

14 Dein Menschenwille muss vom Willen Gottes aufgenommen werden. Dann erlangst Du göttliches Bewusstsein.

 

25 Aber alle eure Werke sind nur Stufen, welche aufwärts führen in ein Reich, das jenseits dieser Welt der Sinne liegt. Es sind nur Schatten, welche auf der Wand der Zeit vorüberhuschen.

Sprechen möchte ich zu euch von einer Welt, die jenseits und in eurem Innern liegt, und sprechen möchte ich vom wahren Leben, welches niemals endet.

Weder in den Wissenschaften noch in Kunst, Philosophie und Poesie liegt eine Kraft, die so gewaltig wäre, dass der Mensch sich selbst erkennen oder mit Gott reden könnte.

18 Ferne sei es mir, die Welle eurer flutenden Gedanken aufzuhalten. Doch ich möchte sie in eine Richtung lenken, die der Seele dient.

19 Der Intellekt kann nur jene Dinge und Probleme lösen, die dem Auge sichtbar sind die andern nicht. Des Menschen Sinne sind erschaffen worden, um die Bilder aus der Umwelt dem Bewusstsein nahe zu bringen. Diese Sinne können wahre Wirklichkeiten nicht erfassen und begreifen nicht das ewige Gesetz.

21 Der Mensch jedoch besitzt in seiner Seele etwas, das den Schleier hebt, so dass er in die Welt der wahren Dinge schauen kann.

22 Wir nennen es das geistige Bewusstsein, das in jeder Menschenseele schlummert und nicht eher wach wird, bis der Geist Gottes ein erwünschter Gast geworden ist.

23 Der Heilige Geist klopft an jeder Seele, an jedem Herzen. Doch nur der Wille des Menschen kann die Türe öffnen.

24 Der Intellekt jedoch hat nicht die Möglichkeit den Schlüssel umzudrehen. Philosophie und Wissenschaften haben sich vergebens darum bemüht.

25 Öffnen lässt sich diese Türe nur durch Reinheit in der Lebensführung, heilige Gedanken und Gebet.

Dann wird geistiges Bewusstsein nicht mehr schlafen. Wissen wird der Mensch, und Gott wird mit ihm sein.

 

Kapitel 46

Jesus nach einem dramatischen Unglück, bei dem sehr viele Menschen gestorben sind. Die einen haben gebetet und geopfert, die anderen, auch Jesus, hat geholfen.

11 Unsichtbare Himmelsmächte leihen ihre Hilfe nicht, bevor der Mensch nicht sein Bestes hergegeben hat. Sie schreiten dann erst ein, wenn Menschenkraft allein nicht mehr genügt.

12 Mit eurem feigen Beten habt ihr Männer sterben lassen, die ihr hättet retten können.

13 Seht, der Gott, der rettet, wohnt in jeder Seele, und durch eurer Glieder Muskelkraft, durch eurer Hände Tätigkeit tut Er sich kund.

14 Im Müßiggang und der Passivität liegt keine Stärke. Kraft kommt niemals, wenn ihr wartet, bis ein anderer die Lasten trägt und eure Arbeit tut.

15 Doch wenn ihr euer Bestes gebt, die Lasten aufnehmt und die Arbeit selber tut, dann bietet ihr ein Opfer an, das eurem Vater wohlgefällig ist. Dann bläst der Heilige Geist mächtig das Feuer an, denn er erkennt euren Willen auch etwas zu opfern, bis die Flamme hell auflodert und eure Seelen ganz mit Hilfsbereitschaft, Kraft und Licht erfüllt.

17 Die wirkungsvollste Art des Betens ist die Hilfsbereitschaft des Menschen dort, wo Hilfe nötig ist. Denn was ihr andern tut, das tut Gott euch. Auf solche Art hilft Gott den Menschen.

 

23 Ein übles Kriegsgeschick hat Griechenland geknechtet, denn es hatte nur auf seine Muskelkraft und seinen Intellekt vertraut, und es vergaß die Kraft des Geistes, die ein Volk an seine Quelle bindet.

 

Anmerkung: Sind das nicht großartige Worte die klar umreißen, dass es auf das wachsame anpacken und das Gebet gleichermaßen ankommt. Auf das Gebet und das Vertrauen, dass das Engagement nicht ins Leere geht. Aber auch die innere Gebundenheit an die Quelle der Kraft und Energie. Jesus selber war ja auch sehr aktiv und hat gewirkt durch seine Reisen und Worte.

Im letzten Vers sieht man dass Aktivität ohne spirituelle Anbindung auch keine Früchte bringt. So gesehen ist eine gute Balance zwischen beiden notwendig, Kontemplation und Engagement.

 

  1. Jesus in Ägypten
     

Kapitel 47

2 Freude herrscht bei seiner Ankunft. Lange ist es her, seitdem Marias Sohn als Kind zum letzten Mal die heilige Grotte sah.

3 Erwachsen ist er nun, gereift durch Schicksalsschläge mancher Art, ein Lehrer, der die Völker vieler Länder in Bewegung brachte.

Elihu und Salome vernehmen mit der größten Anteilnahme seine spannende Erzählung, und zum Himmel blickend sagen sie: O Vater Gott, lass Deine Magd und Deinen Knecht nunmehr in Frieden ziehen, denn sie haben jetzt die Herrlichkeit des Herrn gesehen. Und mit ihm, dem Boten, der die Liebe und den Frieden und den guten Willen bringt, gesprochen. Gottes Segen leuchtet durch ihn auf alle Völker dieser Erde.

Einer ruft erstaunt: Rabbiner was führt euch zu unserem Orden? Eure Weisheit ist die Weisheit aller Götter! Weshalb sucht ihr diese Weisheit bei den Menschen? Jesus gibt zur Antwort: »Alle Wege dieses Erdenlebens möchte ich betreten. Alle Schulen möchte ich besuchen und in ihren heiligen Tempeln hören, was mein Herz berührt. Jede Höhe, die ein Mensch erreicht hat, möchte ich erreichen. Was auch immer Menschen leiden müssen, will ich leiden. Und verstehen möchte ich die Schmerzen, die Enttäuschungen und die Versuchungen der Menschenbrüder, dass ich alle, die nach Trost verlangen, trösten kann. Ich bitte euch, ihr Brüder, lasst mich in die tiefsten Grüfte steigen, denn ich will die schwersten Prüfungen bestehen.

Ein gereifter Mensch spricht daraufhin zu Jesus: Die höchste Höhe kann nur der erreichen, der die tiefste Tiefe kennt. Niemand kann ins Licht gelangen, eh er nicht sich selbst gefunden hat. So geht und sucht, und wenn ihr eure Seele kennt, dann kehrt zu mir zurück.«

 

Anmerkungen: Auch Jesus hat so manche negative und positive Erfahrungen im Leben gemacht, die ihn gereift hat. Er ermutigt uns damit, nicht ängstlich zu sein, sondern Erfahrungen zu sammeln, auch wenn sie von negativer Qualität sind. Aber nur dadurch hatte die Seele die Chance sich zu entwickeln und aufzusteigen. Jesus will bewusst auch das Leiden auf sich nehmen, in der Weisheit, dass dies auch Verständnis für Menschen weckt, die dasselbe erleiden.


Kapitel 48

2 Der Kreis, sagt Jesus, ist das Symbol für den vollkommenen, erwachten Menschen. Seine Zahl ist Sieben.

Man mahnt Jesus zur Ruhe.
23 Ruhe brauch' ich keine, und die Arbeit meines Vaters drängt. Ich möchte vorwärtskommen, die Lektionen lernen und die Prüfungen bestehen. Jedesmal, wenn ich mich selbst überwunden habe, spüre ich eine größere Kraft.

 

Jesus macht Prüfungen durch, und jemand kommt und warnt ihn vor bösen Menschen.

Aber Jesus sagt, wer Verrat übt, ist ein Feind. Wer andere verraten hat, dem kann man nicht mehr trauen.


Kapitel 49

Jesus wird auf die Probe gestellt, und jemand erzählt ihm, er sei betrogen worden...
17 Wie könnte ich an mir und jenen Priestern zum Verräter werden und ein Urteil fällen nur auf eure leeren Worte hin?

18 Für mich kann keiner Richter sein, und müsste ich selber richten, ehe alle Zeugen vernommen worden sind, ich könnte mich irren.

20 In mir herrscht mein Gewissen. Die Entscheidung treffe ich erst, wenn die Beweise da sind. Ihr könnt mich nicht richten und ich nicht euch.

21 Wenn hier auch keine Sonne scheint so ist in meiner Seele doch ein Licht, das heller leuchtet als die Sonne und der Mond.

 

Anmerkungen: Jesus ist kein Freund von Verrätern, die über andere schlecht reden. Er möchte sich selbst davon überzeugen, wie es um die Menschen steht.

Die anderen nicht zu beurteilen und zu verurteilen, ist ein wichtiger Schritt auf dem spirituellen Weg. Richtet nicht so werdet ihr nicht gerichtet, und immer wieder wiederholt.

Jesus spricht hier auch von seinem Feuer im Herzen, das heller leuchtet als jede Sonne.

 

 

Kapitel 50

13  In seinem Herzen tobt der Kampf, denn König Ehrgeiz ist ein böser Feind und Gegner.

14 Vierzehn Tage ringt das Hohe-Selbst mit seinem Erden-Selbst. Dann endlich ist der Sieg errungen.

18 Was wir für unser selbstsüchtiges Ego tun, ist wertlos für die geistige Entwicklung unsrer Seele.

Doch das Gute, das ein Mensch für seinen Nächsten tut, wird ihm zur Leiter im Aufstieg der Seele. Seine Seele steigt auf ihr zu Gottes Reichtum, Macht und Ehre, die niemals vergehen welche.

20 Gebt mir der Menschen Armut, und das Bewusstsein, meine Pflicht in Liebe gut getan zu haben. Dann will ich zufrieden sein.

21 Und Jesus schaut zum Himmel auf und sagte, mein Vater-Gott, ich danke Dir für diese Stunde. Ich will niemals Deine Herrlichkeit begehren. Lieber möchte ich meinen Brüdern dienen.

 

Kapitel 51

16 »Wie kann ich glücklich sein, wenn Menschen leiden? Wie könnt ihr denken, dass ich mich der guten Dinge, die das Leben gibt, erfreue, während Kinder hungrig sind und während Menschen hier bei euch vergeblich Sympathie und Liebe suchen.

17 Nie und nimmer will ich solches Unrecht dulden, denn wir sind doch allesamt verschwistert und ein Teil des großen Ganzen. Ich bin ein Teil von jenem Man, den ihr so herzlos an die Wand gedrückt habt, ein Teil von jener Frau, die euch um Liebe bat und sich verändern wollte und die ihr grausam in ihren Lastern überlassen habt, und ein Teil des Kindes, das ihr lieblos in den kalten Wind der Nacht gelassen habt.

21 Ich sage euch, ihr Männer, was ihr diesen, meinen Nächsten zugefügt das habt ihr mir getan.

Jesus wird in Ägypten auf verschieden art und Weise auf die Probe gestellt. .
Dabei geht es um die verschiedenen Tugenden

 

  1. Barmherzigkeit, Tapferkeit  

 

Kapitel 52 In den Gärten Ägyptens

1 Jesus liebt es, hier zu wandeln und zu meditieren. Vierzig Tage unterhält er sich mit der Natur.

 

Anmerkung: Jesus hat auch viel meditiert, und auch dies ist für ihn eine Art von Gebet und Weg auf die innere Stimme zu hören!

8: Die Ketten, die den Menschen an die Erde binden, sind aus Luft und in der Glut der Illusion geschweißt. Wenn der Mensch seine Macht des Willens einsetzt, alle Ketten würden von ihm fallen wie zerfetzte Lumpen.  Denn der Wille und der Glaube sind weit stärker als die stärkste Kette, die uns an die Erde bindet, wie Gier, Materialismus, Süchte und Gebundenheit an etwas.

10 Aufrecht steht der junge Meister unter all den wilden Tieren, Geiern und Reptilien. Was ist diese Finsternis, die mich umhüllt? Sie ist nur dort zu finden, wo kein Licht ist. Was ist Licht? Es ist der Geist Gottes, der im Rhythmus höherer Gedanken schwingt.

15 »Warum sich fürchten, sagte er. Furcht ist das Gefährt, in welchen wir zu Grabe fahren.

 

Anmerkung; Fürchtet euch nicht hat Jesus immer wieder gesagt. Dies ist ein Merkmal von Gottvertrauen. Er wird uns beschützen und alle Herausforderungen dienen dem Wachstum der Seele. So kann auch eine Krankheit oder scheinbare Niederlage dazu dienen, zu wachsen und zu reifen. Ein Leben ohne Störung ist der größte Feind von Entwicklung und Reifung.


Kapitel 52

17 Eines Tages hat der Menschen oder die Menschheit alles, was sie lernen soll, erlernt. Dann wird sie aus dem Kerker steigen, um im Licht zu wandeln.

19 Mein Vater hat mich doch gesandt, damit ich dieser Welt die Macht der Liebe Gottes demonstriere. Liebe, welche alles, was lebendig ist, umfasst.

 

Anmerkung: Die Liebe ist die größte Kraft im Universum und mit ihr können wir alles wandeln. Durch die Meditation und das Gebet und die Beziehung zu unserem Herzen und Selbst können wir von der ursprünglichen Liebe schöpfen. Ganz so wie es die Kinder tun, die da noch ganz nah dran sind.


Jesus wird der Versuchung der Liebe und Anmut ausgesetzt.
24 Zum dritten Mal erscheint das schöne Mädchen, um ihm ihr Herz und ihre Hand zu schenken.

25 Edle Jungfrau, sagte Jesus, deine Gegenwart erfüllt mich mit Entzücken. Deine Stimme ist wie Balsam für mein Herz. Mein ganzes Sein fliegt dir entgegen, und in deiner Liebe fände ich Zufriedenheit und Glück.

26 Doch schau, die Welt verlangt nach einer Liebe, welche zu verwirklichen ich hergekommen bin.

27 So bitte ich dich denn zu gehen. Sicher werden wir uns wiedersehen, unsre Lebenswege trennen sich nicht ganz.

28 Ich sehe dich im hastenden Gedränge dieser Erde als den Engel reiner Liebe, und ich höre deine Stimme im Gesang. Der Menschen Herzen werden höher schlagen.«

29 In Schmerzen und mit Tränen in den Augen geht die Frau und Jesus ist erneut allein.


Anmerkung: Sind das nicht wunderschöne Worte, die Jesus verwendet, um die Liebe zu beschreiben? Aber er spricht auch in einer Klarheit wo er steht. Er spricht auch von der großen Mission, weswegen er hier auf Erden ist. Seine Liebe allen Menschen zu schenken.

 

Kapitel 54
6
Du weinst, weil er gestorben ist, doch Tod ist ein Begriff, der in die Irre führt. Dein Sohn kann nimmer sterben.

Anmerkung

Hier ist eine Andeutung, dass unsere Seele unsterblich ist und dass der Tod nur ein Übergang in eine andere Form des Lebens ist. Dies ist scheinbar unabhängig von der Personen. Sind das nicht hoffnungsvolle Worte?

 

7 Ein bestimmtes Werk im Körper, dem ihm auf der Erde geschenkt wurde, hatte er zu tun. Er kam, er tat das Werk und legte dann den Körper wieder ab. Er braucht ihn jetzt nicht mehr.

8 Verborgen deinem Blick verrichtet er nun eine neue Tätigkeit und tut sie gut. Dann schreitet er zu weiteren Verpflichtungen, um nach und nach die Krone eines Lebens in Vollkommenheit zu tragen.

9 Was dein Sohn getan hat und noch tut, das tun wir alle.

 

Anmerkungen

In diesen wenigen Worten ist ganz viel gesagt über unsere Bestimmungen in diesem Sein auf dieser Erde. Und welche Bedeutung der irdische Körper hat. Eine Arbeitskleidung vergleichbar, um in dieser Realität wirken zu können und Frucht zu bringen.

 

10 Wenn du nur deinen Kummer pflegst und deiner Seele Qualen Ausdruck gibst, dann wachsen beide Tag um Tag. Dann wird dein ganzes Lebe von Leiden überwuchert und von Tränen überschwemmt. Statt deinem gestorbenen Sohn zu helfen, treibst du ihn in Schmerz und Leid durch deinen hemmungslosen Kummer. Trost sucht er auch jetzt bei dir zu finden. Froh ist er, wenn du dich freust, und traurig, wenn du trauerst.

 

Anmerkungen

Dies habe ich schon auch aus anderen Quellen gehört, dass man den Verstorbenen nicht zu sehr durch Trauer an sich binden sollte. Aber die Liebe überdauert den Tod. Und sie ist eine andere Gefühls-Qualität.

 

12 Geh, vergrabe deinen Schmerz und lächle über deinen Kummer. Vergiss dich selbst, indem du anderen die Tränen trocknest.

13 Ein vollbrachtes Werk bringt Glück und Freude. Dann herrscht Fröhlichkeit im Herzen derer, die dahingegangen sind.

 

Anmerkungen

Das vollbrachte Werk scheint sehr essenziell zu sein. Dies relativiert vielleicht zu manchen Schmerz und manches leiden. Denn es ist zuweilen notwendig um das Werk zu vollbringen. Aber dann generiert es Freude, wenn das Ziel erreicht ist. Wie in der Schule, wenn das Ergebnis passt.

 

Kapitel 54
14 Da wendet sich die Witwe von der Bahre, geht und findet Glück in Hilfsbereitschaft. Tief vergräbt sie ihren Schmerz in Liebestätigkeit.

15 Dann bringt man eine Mutter in die Totenhalle. Ihre kleine Tochter folgt der Mutter auf der Bahre.

16 Wie sich nun der Trauerzug der Pforte nähert, sieht das Mädchen einen wunden Vogel, der, vom Pfeile eines Jägers in die Brust getroffen, und mühsam flattert.

17 Da verlässt sie ihre tote Mutter, um dem lebenden Geschöpf zu helfen. Liebevoll und zart birgt sie das Tier an ihrer Brust und eilt der Bahre nach.

19 Und Jesus fragt das Kind: »Warum bist du von deiner Mutter Bahre weggeeilt und drückst den wunden Vogel an dein Herz?«

20 Das Mädchen sagt: Für einen toten Körper kann ich nichts mehr tun, doch helfen kann ich, wo noch Leben ist, wo das warme Herz noch schlägt. Die Mutter hat mich dies gelehrt.

21 Sie sagte stets, dass Trauer, Eigenliebe, Furcht und Hoffnung nichts als Spiegelbilder aus dem Erden-Selbst des Menschen sind. Nur kleine Wellen sind es auf der großen Lebenswoge. Flüchtig und vergänglich. Ich sehne mich nach jenem Tag, an dem ich wandeln kann im Licht und Tränen nicht mehr sind.

25 Die Mutter lehrte mich, dass alle Leidenschaften nichts als Gischt sind, welcher von des Menschen Liebe, Furcht und Hoffnung sprüht. Sie meinte, nur wer seine Leidenschaften überwunden hat, gelangt ins Glück. Da neigt sich die Weisheit ehrerbietig vor dem Kind das Haupt und sagt: Seit Tagen, Monaten und Jahren habe ich die allerhöchste Wahrheit zu verstehen mich bemüht, und nun hat dieses kleine Kind die ganze Wahrheit in der Kürze eines Atemzuges ausgesprochen.

28 Nicht verwunderlich, dass König David sagte: Herr, o Herr, wie herrlich ist Dein Name. Singen will ich Dir ein Lob aus Kindermund.

3o Und nun legt Jesus seine Hände auf das Haupt des kleinen Mädchens. Liebevoll sagt er zu ihr: »Der Segen meines Vaters ruht auf dir, mein Kind, für alle Zeiten.«

 

Kapitel 55

9 So ziehe deiner Wege, denn du sollst das Evangelium des guten Willens und dass Friede sei auf Erden, predigen. Du sollst Gefängnistore öffnen und Gefangene in Freiheit setzen.

 

Kapitel 56

1 Am Anfang einer jeden Zeitepoche leben sieben Weise auf der Erde. Den Entwicklungsstand der einzelnen Nationen zu betrachten, kommen sie zusammen. Sie notieren sich, wie weit die Menschheit in Bezug auf Liebe, Rechtsempfinden und Gerechtigkeit vorangeschritten ist.

Gemeinsam formulieren sie dann die religiösen Postulate, die Gesetzesparagraphen und Regierungsformen, welche für die neue Zeit am ehesten geeignet scheinen.

5 Ein Jahrtausend ist vergangen, und ein anderes beginnt. Die Weisen müssen nun erneut beraten.

24

Lasst uns neue Kleider für Gerechtigkeit, für Gnade, für die Wahrheit und die Liebe machen, um die Nacktheit zu verbergen, wenn das Licht des neuen Tages dämmert.

 

Anmerkungen

Trifft dies auch für unsere heutige Zeit zu? Zumindest sind sehr erleuchtete Menschen unter uns, die uns einen Weg in die neue Zeit weisen können z.b. Christina von Dreien.

 

Kapitel 57

Leicht macht man aus Gedanken Götter, und als Götter betet man sie an.

 

14 Wo das Licht herrscht, gibt es kein Geheimnis, und die Sonne bringt versteckte Wahrheit an den Tag. Wo Gott ist, gibt es das Geheimnis nicht.

Der niedere Verstand verwarf Vollkommenheit und Heiligkeit.

 

 

Kapitel 58

6 Noch ist der Mensch nicht reif genug, dass er allein im Glauben leben könnte. Die Dinge, die er nicht mit Augen sieht, begreift er nicht.

Noch ist der Mensch ein Kind und braucht Belehrung durch Symbole, Bilder, Riten und Modelle.

Er benötigt einen Gott, der Menschenzüge trägt. Im reinen Glauben kann er Ihn nicht schauen.

Auch regieren kann er sich nicht selbst. Die übernächste Zeitepoche ist die Zeit des wahren Menschen und des wahren Glaubens.

Ohne seine Fleisches-Augen wird der Mensch in jener segensreichen Zeitepoche schauen, ohne Ohren hören können, und erkennen wird er Gott als Geist.

Die nächste Zeit ist eine Vorbereitungszeit, und Schulung, Bildung, Rituale müssen einfach sein.

Noch ist der Mensch nicht schöpferisch.

Alle Dinge sind Gedanken. Alles Leben ist Gedankenkraft in Tätigkeit, und alle Wesen sind verschiedenartigste Erscheinungsformen des ursprünglichen Gedankens.

 

Der Ur-Gedanke Gottes bildet eine Einheit. Daraus wird das Kind geboren. Dieses Kind ist Liebe. So entstellt die Dreiheit. Vater-Mutter-Kind.

Der Mensch ist ein Gedanke Gottes..., in die Substanz der Seelenwelt gekleidet. Stark im Wünschen trachtet er auf allen Ebenen des Lebens seine Fähigkeiten anzuwenden.

Sein Geburtsrecht büßt er ein bei diesem Abstieg. Er verliert die Harmonie mit Gott, und Dissonanz in den Akkorden allen Lebens ist die Folge.

31 Der Mensch für die Unsterblichkeit geschaffen, doch das Licht der hohen Sphären Gottes war zu hell für ihn.

Der Mensch wächst wie eine Pflanze, um, wenn seine Zeit gekommen ist, Vollendung zu erreichen.

Reinheit ist die Eigenschaft der Seele, welche es dem Menschen möglich macht, in Gottes Sphären aufzusteigen.

Anmerkung: Es geht um das Streben nach Vollendung, Vollkommenheit, ohne es zu sehr zu fokussieren.

 

Kapitel 59

Vers 2-5: Die Menschenseele wird zum Licht emporgezogen von vier weißen Pferden. Diese heißen: Wille, Glaube, Hilfsbereitschaft, Liebe.

Wer etwas will, hat auch die Kraft, es durchzuführen. Hinter dieser Kraft steht Glaube.  Wenn der Glaube tätig wird, beginnt die Seele ihren Höhenflug.

 

Der selbstsüchtige Glaube bringt die Seele nicht zum Licht. Ein Pilger, welcher zum Licht strebt, ist niemals einsam.

Nur wer anderen zum Licht verhilft, gelangt ins Licht.

 

8 »Die reine, selbstlos-große Liebe, über die Apollo sprach, entstammt der Weisheit und dem Willen Gottes. Gott hat diese Liebe in die Welt ge-sandt, damit die Menschheit wissend werde.

9 Die allumfassend große Liebe, die wir meinen, ist der Christus.

 

Das größte der Mysterien aller Zeiten ist, daß Christus in des Menschen Herzen lebt.

Er kann nicht wohnen in den engen Höhlen weltlicher Gedanken.

 

Anmerkung
Im Herzen ist das Paradies zu finden und dies war auch eine der Hauptbotschaften von Jesus.

 

Kämpfe müssen ausgefochten und errungen werden, ehe Ängste, selbstsüchtige Wünsche und Gefühle, Emotionen, Hass und niedere Gedanken überwunden sind. Ist dies erreicht, dann wird der Christus in der Seele herrschen, und vollendet ist das Werk, denn Mensch und Gott sind eins. Ein Mensch in der Vollkommenheit!

15 Die Vereinigung von Gott und Menschen ist die höchste Offenbarung der Mysterien des Lebens.

16 Wenn der Wesenskern der Seele Gott zurückgegeben wird, dann ist der Mensch zum Gott geworden, und das Schöpfungsdrama ist zu Ende. Das ist alles.

 

Alle Wesen sind verschiedenartigste Erscheinungsformen des ursprünglichen Gedankens. Gott ist der alles umfassende Gedanke.

25 »Der Mensch ist ein Gedanke Gottes, und in die Substanz der Seelenwelt gekleidet.

26 Stark im Wünschen, trachtet er auf allen Ebenen des Lebens seine Fähigkeiten anzuwenden.

27 Bei dem Abstieg auf eine andere Seinsebene verliert er die Harmonie mit Gott.

30 Ein Same kann im Licht nicht keimen, deshalb braucht er dunkles Erdreich, um zu wachsen und sich vor dem Licht zu schützen.

31 Gleich dem Samen ist der Mensch für die Unsterblichkeit geschaffen, doch das Licht der hohen Sphären Gottes war zu hell für ihn.

32 So fand er in der Dunkelheit der Sphäre der Erde seinen Platz. Hier schlägt er Wurzel und gedeiht.

35 Er wächst wie eine Pflanze, um, wenn seine Zeit gekommen ist, Vollendung zu erreichen.

Reinheit ist die Eigenschaft der Seele, welche es dem Menschen möglich macht, in Gottes Sphären aufzusteigen.

 

Anmerkung:
Ein rechtschaffenes Leben bringt uns Gott näher.


Kapitel 60

5 Meinen Willen habe ich dem Willen Gottes unterstellt. So gehe ich denn meinen Weg. Ich rede und ich handle, wie der Heilige Geist mir zu reden und zu handeln eingibt.

5 Ich rede und ich handle, wie der Heilige Geist mir zu reden und zu handeln eingibt. Die Worte, die ich spreche, sind nicht meine Worte, sondern Gottes Worte, dessen Werke ich verrichte.

7 Die Menschheit ist noch nicht genügend vorbereitet, die von allen anerkannte Kirche zu begreifen. Deshalb ist die Gründung dieser Kirche nicht der Auftrag, den der Vater mir gegeben hat.

8 Ich bin Erbauer des Modells der Neuen Kirche. Gott hat mich gesandt, ein Muster dieser Kirche anzufertigen, ein Muster, das dem Menschen dieser Zeit verständlich ist.

Anmerkungen
Es sind schöne Worte, wenn Jesus sagt, Gott oder der Heilige Geist lebt durch mich, die Botschaft Gottes wird in mir lebendig. Es bin nicht ich der redet und handelt, sondern es ist der heilige Geist. Dennoch möchte ich bei allem, was ich tue nicht den Verstand ausschalten, der eine wichtige Kontrollinstanz ist, ob ich Leben schaffe oder Leiden.


Sicher waren die Urchristen ein Abbild dieser Vision einer heiligen Gemeinschaft Gottes ist auf dieser Erde. Es gab auch später Gemeinschaften, die dies gelebt haben, allerdings bekämpft wurden.

In meiner Jugend hat es mich sehr verstört, dass die Amtskirche gegen die Basisgemeinden in Südamerika
gekämpft hat. Diese Gemeinden haben sich sehr für die Ärmsten eingesetzt. Wie kann man so etwas bekämpfen?

 

13 Die Wahrheit aber kann der Mensch nicht töten. Wenn sie auch verbannt ist, machtvoll wird sie wiederkehren. Unterwerfen wird sie sich die Welt.

15 Wenn das schon erwähnte bessere Jahrtausend kommt, dann wird die Kirche Christi nach dem reif gewordenen Modell erbaut und auf den sieben Postulaten aufgerichtet werden.

 

Anmerkung

Ist diese Zeit nun angebrochen? Das Negative ist noch mal ganz besonders aktiv, vielleicht ein Zeichen für eine finale Phase?

Kapitel 61

21 Die Armen betteln in den Straßen, und du achtest ihrer nicht. Wer ist dein Nächster?
23 Gott verehrst du nur noch mit den Lippen, nicht mehr mit dem Herzen.

 

Kapitel 62

18 Auch Armut ist keine Garantie für Reinheit, Herrlichkeit und Güte.

27 »Der Wein erfreut des Menschen Herz, doch traurig stimmt er seine Seele. Er ertränkt des Menschen Geist in Bitternis und Galle.

 

Kapitel 63

14 Ein Baum, der keine guten Früchte trägt, wird mit der Axt gefällt, die Wurzeln werden ausgegraben und verbrannt.
16 »Seid hilfreich gegen alle«, sagt Johannes, »denkt nicht einzig und allein an euer selbstsüchtiges Selbst.

17 Wer zwei Gewänder hat, der schenke eines dem, der kein Gewand besitzt. Gebt einen Teil der Nahrung eurem Nächsten, der in Not ist.

21 Hütet euch, die Waffen zu missbrauchen. Tut kein Unrecht.

 

Kapitel 64

3 Er ist der Bote, welchen Gott gesandt hat, um den Weg zu ebnen.

6 Da entgegnete ihm Johannes: »Du brauchst keine Reinigung, denn du bist rein in Worten, Taten und Gedanken. Ich dagegen bin nicht würdig, diesen Ritus zu vollziehen.«

7 Jesus aber sagt: »Ich bin gesandt als Vorbild für den Menschen, und was ich von ihm erbitte — muß ich selber tun. Die ganze Menschheit muss gewaschen werden, als Symbol der Reinigung der Seele.

11 Hierauf führt Johannes Jesus in den Fluss und tauft ihn nun im heiligen Namen dessen, der ihn ausgesandt, den Christus-Geist in jedem Menschenkind zu offenbaren.


Anmerkung

Es ging Jesus darum, den Geist Christus im jedem Herzen eines Menschen zu wecken. So wie es bei ihm selber auch der Fall war.

 

Kapitel 65

1 Der Logos, das Wort und die Wahrheit sind bekannt geworden als die inkarnierte Liebe

2 Um allein zu sein mit Gott, um in sein Innerstes zu schauen und um Kraft und Wert des Herzens zu erproben geht Jesus in die Wüste.

3 Jesus redet zu sich selbst und sagt: Noch bin ich mit vielen Banden an das Irdische gebunden.

4 Habe ich die Kraft, es zu überwinden und mein Leben willig für die Menschheit hinzugeben?

Anmerkung
In der Stille und im Alleinsein kann ich das Licht, das Feuer im Inneren meines Herzens entdecken, so wie Jesus in der Wüste.

Auch für Jesus war es ist nicht leicht, sich von den irdischen materiellen Gebundenheiten zu lösen.


16 Während vierzig Tagen kämpft der Geist mit dem Erden-Selbst, dann hat sein Hohes Selbst den Sieg
errungen. Nunmehr meldet sich der Hunger. Seine Freunde finden ihren Meister in der Wüste, pflegen ihn und kehren dann mit ihm zurück.

 

Kapitel 66

Vers 19 Wer mir folgen will, muss alle materiellen Wünsche überwinden und sein Leben wagen, um das Leben anderer zu retten. Ich bin gekommen, um die Menschheit zu erlösen, und erlöst ist jeder, der befreit ist von sich selbst.

20 Ich bin gekommen, um die Menschheit zu erlösen, und erlöst ist jeder, der befreit ist von sich selbst. Der Mensch jedoch begreift nur langsam Christi Lehre.

 

Anmerkung
Leidenschaften, Gefühle und Triebe können uns kontrollieren. Davon befreit, heißt nicht, sie nicht mehr zu haben, sondern sie Wahrzunehmen als wichtige Körpersignal. Aber damit kann sich ein neuer Horizont öffnen der Erkenntnis und des inneren Reichtums.

 

22  Du Herr hast das Wort der Wahrheit und du kommst von Gott. Wenn wir in deinen Spuren wandeln, irren wir uns nicht.

 

Anmerkung
Dies haben die Menschen gespürt, die Jesus kannten. Leider hat man inzwischen nicht mehr das Original der Botschaft Jesus. Machtstrukturen haben inhaltlich dafür gesorgt, dass das revolutionäre nicht mehr da ist. Werdet Kämpfer des Lichtes kann man es zusammenfassen.

 

Kapitel 67

6 Schaut, der Wächter kommt und ruft: »Wer will, der trete ein. Befreien aber muss er sich zuvor von seinem üblen Denken.

 

Anmerkung: Damit steht das Paradies jedem offen, der die Voraussetzungen dafür schafft. Der Lohn eines mehr oder weniger vollkommenen Leben.  

 

Kapitel 67

7 Lösen muss er sich vom Wunsche, seinem Erden-Selbst zu frönen, das heißt nur Materialistisch zu leben, und er muss sein Leben geben, die Verlorenen zu retten.

8 Je mehr man sich dem Eingangstor des Königreiches nähert, desto kleiner das Gedränge, denn die Massen sind verschwunden.

9 »Wenn der Mensch mit seinen irdischen Gedanken, seinen Leidenschaften und Begierden in das Königreich (Paradies) gelangen wollte niemals hätten alle Raum.

10 Doch da der Einzelne mit diesen üblen Eigenschaften nicht durch Gottes enge Pforte kommen kann, dreht er sich um und geht zurück. Nur wenige gelangen durch das Tor und sehen ihren König.

 

15 Selig sind, die reinen Herzens sind sie werden ihren König schauen.

 

Anmerkung: Was bin ich bereit dafür zu opfern, was mich an die Welt bindet?

 

Kapitel 68

6 Doch wenn unser Vater-Gott Sein Seelenreich in dieser Welt errichtet, schüttet Er die Fülle Seines Segens aus, wie Regen, der vom Himmel auf die Erde fällt.

7 Gott stürzt die Welt nicht um. Sein Schwert ist gegen Ungerechtigkeit, Verbrechen und Gewalt gerichtet.

8 Wenn die Kaiser Roms gerecht regieren würden, Gnade übten und in Demut mit den Göttern wandelten, der Segen Gottes würde nicht von ihnen weichen, und sie müssten keinen Abgesandten Gottes fürchten.

 

Anmerkung

Hier spricht Jesus mal über die Römer, was im Kanon komplett entfernt wurde. Er macht hier klare Aussagen, die im Gegensatz zum Römer-Brief stehen. Dort heißt es diese Mächtigen, die die Menschen unterdrücken, wären von Gott eingesetzt.

Kapitel 68

12 Ich, Jesus, bin ein Mensch wie ihr, geprüft durch viele überstandene Versuchungen. Ich bin der Tempel für die Christuskraft, das Christus-Bewusstsein, das göttliche Bewusstsein im Herzen.

13 So hört ihr Menschen, schaut nicht auf Jesus! Jesus ist nicht König! Schaut auf Christus, der im Innern lebt und der sich ebenfalls in jedem Einzelnen von euch verwirklicht, wie in mir.

14 Wenn ihr das Herz durch Glaubenskraft gereinigt habt, dann zieht der König ein, und schauen werdet ihr sein Angesicht.

15 Was müssen wir beginnen, fragt das Volk, um unseren Leib als Tempel für den König herzurichten? Jesus sagt: Was immer rein ist an Gedanken, Wort und Taten, reinigt euren Körper.

17 Eine allgemeine Regel gibt es nicht. Der Mensch ist Fachmann in der Unvollkommenheit, und jeder Einzelne hat seine ganz persönlich ausgeprägte Sünde.

18 Jeder muss mit sich zu Rate gehen und erforschen, wie er seinen Hang zur bösen Tat in Liebe und Gerechtigkeit verwandeln kann. Solange noch der Mensch in Selbstsucht und Egoismus weilt und das geistige Potenzial, was in jedem steckt, nicht erreicht hat, gilt die Regel:

20 Tu dem Nächsten das, was du dir wünschest, dass er dir tut.

21 Nach diesen Worten sagen viele aus dem Volk: »Wir wissen jetzt, dass Jesus jener Christus ist, der König, welcher uns verheißen war. Gesegnet sei sein Name. «

 

Anmerkung: Hier ist eigentlich alles gesagt! Wir können das Licht in uns finden, im Herzen. Es geht um uns und nicht nur um Jesus. Von diesem Licht trennen uns unsere Fehler.

 

Kapitel 69

11 »Ein Weiser und Prophet gilt nichts in seinem Vaterland.

 

Kapitel 70

Vers 3: Keine Bindung ist so heilig wie die Ehe. Jene Kette, die zwei Seelen in getreuer Liebe bindet, ist im Himmelreich geschmiedet, und kein Mensch kann sie zerreißen.

Haben sich die zwei jedoch in Leidenschaft gefunden, kann ein Bund entstehen, als vermischte Wasser sich mit Öl. Wenn nun ein Priester diese Bindung segnet ist es keine echte Ehe, sondern eine Fälschung.

8 Maria findet ihn ein wenig später in Gedanken tief versunken. »Sohn«, sagt sie zu ihm, der Wein ist aus was ist zu tun?«

9 »Bedenke«, sagt er, »Wein ist Wasser mit dem Duft der Traube.

Was sind Trauben? Göttliche Gedanken eingekleidet in Materie.

 

Anmerkung

Ein sehr schönes Bild, was das Wunder erklärt!

 

Kapitel 71

Jesus sagt: »Den König kann ich euch nicht zeigen. Nur mit Seelenaugen könnt ihr ihn erblicken, denn des Königs Königreich liegt in der Seele.

5 Jede Seele ist ein Königreich, und jeder Mensch hat seinen König.

6 Dieser König ist die Liebe. Wenn die Liebe zu der größten Macht im Leben wird, ersteht der Christus und ist König.

7 Wohnen kann der Christus auch in jeder Menschenseele, so wie er in meiner Seele wohnt.

8 Der Körper ist der Tempel für den König, und so darf ein Heiliger als König gelten.

9 Wer den Körper und die Seele reinigt, so dass Liebe und Gerechtigkeit beisammen in ihm wohnen können der ist König.

Die Könige der Erde sitzen steif in Prunkgewändern, dass man ehrfurchtsvoll vor ihnen stehe.

11 Doch die wahren Könige erkennt man nicht so leicht. Sie mögen im Gewand des Fischers oder Händlers leben, mögen Äcker pflügen, Ähren lesen oder Sklavenketten tragen, mögen als Verbrecher vor dem Richter stehen, im Gefängnis schmachten und den Tod am Kreuz erleiden.

13 Der Mensch sieht selten, was der Nächste wirklich ist. Des Menschen Sinne können nur das Äußere begreifen. Das, was scheint, und das, was wahr ist, können grundverschieden voneinander sein.

14 Der Mensch erblickt die äußere Erscheinung, welche nur des Königs Tempel ist, und kniet an seinem Schrein.

15 Der Gott-(spirituelle) Mensch reinen Herzens sieht den König, weil er ihn mit Augen der Seele schaut.

16 Ist er zum Christus Bewußtsein aufgestiegen, weiß er, dass er selber König ist. Dann ist er Liebe, Gottes Sohn und selber Christus.


Können Gut und Böse beieinander wohnen, wo man beten soll? Ich sage, nein !«


22 Ihr Menschen, hört zu, was ich euch sage. Dieser Mensch ist mehr als Mensch. Besinnt euch, was ihr tut. Ich selber hörte Jesus reden und die Winde wurden still.

23 Ich selber habe ihn gesehen, wie er Kranke durch Berührung heilte. Er ist weiser als die Weisesten der Welt.

24 Ihr werdet seinen Stern erstrahlen sehen, bis er eine Sonne der Gerechtigkeit geworden ist.

25 Seid klug, ihr Männer, wartet ab und die Beweise seiner Gottessendung werdet ihr erhalten.«

Jesus sagt: Bereite dich den König zu empfangen! Diesen König aber siehst du nicht, solange du der Sklave deiner Sünden bleibst. Dein König ist Gott. Wer reinen Herzens ist, wird Gottes Antlitz sehen und wird leben.

 

31 Ich bin wie eine Kerze, die den Weg erhellt. Ihr habt das Licht! So geht im Licht!«

 

Anmerkung: Hier ist alles drin! Mit wenigen Worten!

 

Kapitel 72

3 Jesus spricht ein Gleichnis: »Viele Ländereien hatte einst ein König. Seine Untertanen lebten friedlich miteinander.

4 Dann, nach langer Zeit, sagt er zu seinem Volk: Das Land und alle meine Güter sollt ihr haben. Mehrt ihren Wert, regiert auch selbst und lebt in Frieden.

5 Darauf gründen seine Untertanen ihre Staaten, wählen die Regenten und ernennen ihre Könige.

6 Doch Ehrgeiz, Selbstsucht, Stolz und Undank nehmen überhand. Die Könige verfügen: Macht ist Recht und führen Kriege miteinander.

7 Bald besiegt der Stärkere den Schwächeren, und Chaos herrscht in allen Landen.

Der König schaut sich seine Ländereien an und sieht sein Volk in kriegerische Tätigkeit verwickelt, sieht die Menschen krank, im Elend und im Leid. Den Starken sieht er, wie er sich den Schwächeren zum Sklaven macht.

9 Da sagt er zu sich selbst: >Was soll ich tun, Inn diesem übel zu begegnen? Soll ich eine Seuche schicken, die mein Volk vernichtet?<

10 Doch sein Herz ist voller Mitleid, und er sagt bei sich: >Ich werde keine Seuche schicken, sondern meinen Sohn, den Erben meines Thrones. Liebe, Friede und Gerechtigkeit soll er die Menschen lehren.<

11 Und er sendet seinen Sohn. Die Menschen aber spotten seiner, quälen ihn und schlagen ihn ans Kreuz. Sie legen ihn ins Grab. Der Tod jedoch ist viel zu schwach, den Prinzen festzuhalten.

 

19 Ein Mensch mag einen Quell aus hartem Felsen locken, einen Sturm entfesseln, Wind und Wogen glätten, Kranke heilen, Tote auferwecken aber dennoch nicht von Gott gesandt sein.

 

2o Die Naturbereiche sind dem Menschen untertan, und Böse wie auch Gute haben Macht, die Elemente zu beherrschen.

21 Intellekt allein ist kein Beweis für die Messiassendung eines Menschen, denn er gibt ihm keine Kenntnis über Gott, noch bringt er ihn dazu, im Licht zu wandeln.

22 Nicht im Kopf wohnt der Messias, sondern in des Menschen Herzen Sitz der Gnade und der Liebe.

23 Niemals trachtet ein Messias nach dem Lohn der Welt und irdischem Gewinn. Erhaben steht er über jedem Erden-Selbst, und seine Worte, seine Taten dienen ausschließlich dem Gu-ten.

 

Kapitel 73  

28 Gib Cäsar, was des Cäsars ist und Gott den Schatz aus deinem Herzen.«

 

Anmerkung: Gib Cäsar was ihm gehört und er verdient. Aber leider wollen sie oft mehr als ihnen zusteht! Das erkannte auch Jesus.

 

Kapitel 74

5 Krankheit ist das Resultat von Dissonanz im Menschenleib und Dissonanz entsteht auf mannigfache Art. Des Menschen Körper ist wie eine Harfe. Manchmal sind die Saiten allzu locker, und das Spiel wird disharmonisch. Manchmal sind sie allzu straff gespannt, und eine andere Struktur von Dissonanz entsteht.

 

23 Wenn die Menschheit ihre wahre Heimat wiederfinden will, muss sie die Bruderschaft des Lebens anerkennen.

Anmerkung: wir sind alle Brüder und Schwestern. Eine Menschheitsfamilie!

 

24 Wer nicht freundlich ist und liebevoll zu jeder Form des Lebens, egal ob ein Mensch, ein Tier, ein Vogel oder nur ein kleiner Wurm, kann nicht mit Gottes segensreicher Gnade rechnen. So, wie wir dem Bruder geben und mit ihm umgehen, so gibt Gott uns.«

 

Kapitel 75

7 Die Hirten auf den Hügeln hören, daß der Christus, den sie ihren König nennen, in der Nähe sei. Von nah und ferne eilen sie herbei, mit ihm zu reden.

8 Jesus sagt zu ihnen: »Diese Tauben sind Symbol des Friedens, und ihr weißes Kleid ist Sinnbild für die Tugend und die Reinheit.

 

24 Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus über die geistige Neugeburt. Ihm fehlt der Mut, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen.


Kapitel 76

4 Jesus sagt zu ihm: »Gesegnet sind, die reinen Herzens sind.

5 Gesegnet zwiefach sind die Mutigen, die reinen Herzens sind.

6 Gesegnet dreifach sind die Mutigen, die reinen Herzens sind und ihren Glauben öffentlich bekennen.

Keiner wird die Worte, die ich rede, voll verstehen können, keiner wird den König schauen, ohne dass er wiederum geboren wird. Es geht um eine geistige Geburt. Ohne dass ein Mensch durch Wasser und den Heiligen Geist neu geboren wird, gelangt er nicht ins Königreich des Vaters.

Was vom Heilgen Geist stammt ist Kind der Gottheit.

13 Winde wehen, wie sie wollen, und die Menschen spüren ihre Wirkung, hören ihre Stimme, aber wissen nicht, woher sie kommen, noch wohin sie gehen. So verhält es sich mit jeder Seele, welche durch den Heiligen Geist neu geboren wird. Sie ist verändert, spürbar, aber wir wissen nicht wieso.

15 »Das Königreich des Vaters ist ein Reich der Seele. Menschen können es nicht mit dem Verstand begreifen. Man erkennt es nur im höheren Bewusstsein. Es ist ein Reich des Glaubens und der Liebe. Reine Liebe aber kann der Mensch nicht sehen. Deshalb hat der Vater seinen Sohn, die Liebe, in ein irdisches Gewand gekleidet.

 

16 Man erkennt es nur im höheren Bewußtsein. Es ist ein Reich des Glaubens und der Liebe. König ist die Liebe. Reine Liebe aber kann der Mensch nicht sehen. Deshalb hat der Vater seinen Sohn, die Liebe, in ein irdisches Gewand gekleidet. Damit die Welt die reine Liebe sehen und begreifen und leben kann. Auf dass die Welt die Liebe Gottes schauen kann.

24 Der Vater sandte nicht den Sohn, die Welt zu richten, sondern sie zu retten und die Menschheit in das Licht zu führen.

26 Der Wahrheitsliebende gelangt ins Licht und fürchtet nicht, dass seine Werke offenkundig werden.«

27 Nikodemus geht. In seiner Seele ist es licht geworden. Er versteht nun den Sinn der Neugeburt im Heiligen Geist, und er fühlt die Gegenwart des Höchsten.

 

Kapitel 76

Vers 19 Wieder ist ein Friedensfürst gekommen. In Weiß ist er gekleidet, Wahrheit heißt sein Schwert und Glaube heißt sein Schild. Sein Helm heißt Unschuld. Liebe ist sein Atem, Friede seine Losung.

Dieser Kampf wird nicht mit Waffen ausgefochten, ist kein Ringen Krieger gegen Krieger, sondern ist der Kampf des Rechten gegen Unrecht. Krieger wie auch Waffen sind nichts anderes als Liebe und die Liebe wird den Kampf gewinnen. Friede, Friede allen Menschen, welche guten Willens sind!

 

Kapitel 77

8 Mein Ehemann mag zornig sein und meinen Körper töten, doch die Seele trifft er nicht. In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen, und dort wird sich gewiß ein Plätzchen für mich finden.«

13  Unduldsamkeit entspringt aus Ignoranz. Aber sas Licht kommt eines Tages auch zu ihm. Dann wird er für das Herzeleid, für Schmerz und Tränen zahlen müssen.

 

Anmerkung
Hier wird das Kharma-Gesetz umschrieben.

 

17 Lange wird es dauern, bis das Licht den Panzer der Vorurteile durchdringen kann. Geduld ist die Lektion, die jeder zu lernen hat. Aber steter Tropfen höhlt das härteste Gestein.

 

Jesus spricht zu einer Frau, die darunter leidet, dass der Ehemann sie nicht auf dem spirituellen Weg begleitet.

 

20 Warte eine kleine Weile, gehe dann zurück zu deinem Mann mit Sympathie und Liebe, rede nicht von Christus noch vom Königreich des Vaters. Lebe voll bewusst ein gutes Leben, meide jedes harte Wort, und du wirst deinen Gatten bald ins Licht geleiten. Und so geschieht es.

 

Kapitel 78

7 Doch nur wer reinen Herzens ist, kann in das Königreich gelangen. Alle Menschen werden aufgefordert, sich vom Bösen abzuwenden, um des Herzens Reinheit zu erlangen.

8 Der Entschluss, den Weg des Christus zu gehen, durch das Tor des Christus zu schreiten, um ins Königreich zu kommen, dieser ehrenhafte Entschluss macht euch zu Jüngern Christi. Jeder Jünger muss dies öffentlich bekunden.

Die Taufe gilt als Pfad der Jüngerschaft.

Von jetzt an bis zur nächsten Zeitenwende soll dies Pfand zum religiösen Ritus werden. Dieses Ritual soll >Taufe< heißen. Siegel Gottes ist sie und Erkennungszeichen für die Jüngerschaft des Menschen.

Anmerkung

Nach wie vor wird diese Erwachsenen-Taufe von vielen praktiziert, als Zeichen der Umkehr.

 

Kapitel 79

8 Christus ist der König der Gerechtigkeit. Er ist die Liebe Gottes. Er ist ein Teil der göttlichen Dreieinigkeit. Christus lebt in jedem reinen Herzen.

Auch Jesus, ist den schwersten Prüfungen des Lebens unterworfen worden. Er hat alle Leidenschaften, alle Regungen des Erden-Daseins bezwungen.

Er wurde rein und heilig und fähig, Christi Gegenwart auf Erden zu verwirklichen.

12 Die Liebe Gottes, der Christus, wohnt in ihm, und so ist er Vorbild für die ganze Menschheit.

Jeder Mensch kann in ihm erkennen, was ihn erwartet, wenn er alle Leidenschaften seines selbstsüchtigen Selbst bezwungen hat.

Christus tauft für alle Zeiten mit dem Lebenswasser Heiligen  Geistes. Deshalb bringt der Christus allen Menschen Rettung. Seine Liebe ist die Erlösung von der Welt, wenn die Vollkommenheit erreicht ist.

Alle, welche Christus im Herzen tragen und Vertrauen schenken können ins Licht der Ewigkeit gelangen.

 

Kapitel 80

Vers 7: Johannes sagt zu Lamaas, ein Jugend-Freund Jesus, dieser Jesus ist die sichtbare Erscheinungsform der Liebe Gottes.
Die Menschen leben in der Sinnenwelt von Habsucht, Gier und Egoismus. Jeder nimmt das Schwert und kämpft für seine eigene Person. In jedem Land versklavt der Stärkere den Schwachen, und die Königreiche wachsen durch das Schwert. Es dominiert die Macht.

Dieser Jesus ist gekommen, um die Liebe auf den Thron zu heben. Jesus fürchtet keinen Menschen. Mutig predigt er auf allen öffentlichen Plätzen und verkündet, dass ein Sieg, durch die Gewalt des Schwertes ausgefochten, ein Verbrechen sei. Und das jedes hohe Ziel erreichbar ist durch Sanftmut und durch Liebe.

Ihr mögt fragen, wo sind seine Tempel, seine Schreine, und ich sage: Sein Altar ist nicht von Menschenhand errichtet, und sein Tempel ist das reine Herz, das sich vorbereitet hat, den König (Gott) zu empfangen. Die Natur ist seine Synagoge, und sein Forum ist die Welt.

Priester, die in bunten Roben schreiten, um Bewunderung zu ernten, braucht er nicht. Denn jeder Menschensohn kann Priester in der Liebe Gottes werden. Hat der Mensch ein reines Herz,

dann braucht er keinen Mittelsmann. Wer Gott nahe steht, braucht keine Furcht vor ihm zu haben. Jeder Mensch ist Priester, wie auch Opfer. Niemand muss den Christus suchen. Wenn das Herz

gereinigt ist, dann kommt er und wird ewig bleiben.

 

Kapitel 81

6 Jesus sagt zu ihr: »Die Juden und die Samariter sind doch Kinder eines und desselben Gottes — unser aller Vater. Deshalb sind sie unter sich verwandt.

7 Nur Vorurteile, aus dem niederen Verstand geboren, sind es, welche Hass und Feindschaft züchten. Ich achte die Bruderschaft des Lebens. Samariter habe ich genauso lieb wie Griechen oder Juden.

 

Anmerkung

wir sind alle Gottes Kinder, Brüder und Schwestern! Deswegen lasst uns in Frieden miteinander leben! Und den Menschen helfen die Unfrieden stiften, zu erkennen, dass sie sich selber damit schaden und Leid zufügen! Eine große Aufgabe!


22 Jesus sagt zur Frau am Brunnen, das Wasser, welches ich dir bieten kann, kommt nicht aus diesem Brunnen, denn es fließt aus Quellen, welche nie versiegen. Jene aber, welchen ich zu trinken gebe werden nie mehr dürsten. Selber werden sie zur Quelle, denn aus ihrem Innersten quillt Leben spendendes Wasser empor hoch zu Gott.

 

25 Die Frau entgegnet: »Meister, gerne möchte ich von eurem reichen Quell des Lebens trinken. Gebt mir von dem Wasser, dass ich nie mehr durstig bin.

 

26 Gekommen ist die Zeit und Stunde, da die Menschen Gott im Tempel ihres Herzens ehren sollen. Gott ist weder in Jerusalem noch auf den heiligen Hügeln, er lebt im Herzen aller Menschen.

 

Anmerkung

Dies ist eine fundamentale Botschaft und Wahrheit! In unserem Herzen können wir Gott, das Licht und das Paradies finden. Dazu müssen allerdings zuweilen dunkle Schichten durchdrungen werden.

 

27 Gott ist Geist. Wer Ihn verehren will soll Ihn im Geist und in der Wahrheit ehren.

 

Kapitel 82

11 Nimm von diesem Brot, ich denke du musst hungrig sein. Doch Jesus gibt zur Antwort: »Hungrig bin ich nicht, denn meine Nahrung stammt aus einer Quelle, welche du nicht kennst.«

13 Sie wissen nicht, dass er die Macht hat, unsichtbaren Äther durch Gedankenkraft in Nahrung umzuwandeln.
15 Gott, mein Vater, der mich in das Feld der Ernte des Lebens sandte, wird mich nimmer hungern lassen. Wen auch immer Er zum Dienen ruft, dem gibt Er Kleidung, Nahrung und ein Dach über dem Kopf.

 

Anmerkung
Jesus fastete 40 Tage und er lernte, von einer Nahrung und Energie zu leben, die jenseits des stofflichen ist. Heutzutage gibt es über 15.000 Menschen weltweit, die ebenso von dieser Quelle leben. Sie nennen es oft Prana-Nahrung, Licht-Nahrung. Auch ich habe über 20 Tage gefastet und das Körpergewicht wurde irgendwann nicht mehr weniger. Der Körper hatte umgestellt. Dazu muss man ihn vielleicht am Anfang konditionieren, denn solange es stoffliche Nahrung gibt, wird er diese bevorzugen.

16 Ich bin mit euch und allen Menschen Eins. Der Christus, welcher war und ist und immer sein wird, wirkt in mir und Christus ist für alle da.

18 Der Vater spendet Seinen Segen, und Er liebt den einen wie den anderen.

Dieselben Sterne strahlen über alle Länder, und dieselbe Sonne scheint auf Blumen hier wie dort.

20 Der Vater ist nicht ungerecht, alle sind Ihm alle gleichermaßen lieb,

 

22 Was die Menschen voneinander trennt ist nichts als Spreu. Ein Hauch von Liebe bläst sie weg.

 

Anmerkung
Dazu ist das kraftvollste Geschenk das Verzeihen und die Vergebung. Jesus fordert zur Zusammenarbeit auf.


Kapitel 83

Jesus spricht zu dem Bösen, dass in einen gefahren ist.

6 Es geht nicht an, dass du die Last deiner Sünden auf die Schultern eines anderen Geschöpfes abladen willst. Durch deine bösen Taten, deine finsteren Gedanken hast du dir die vielen Übel und das Leiden selber auferlegt. Die eigenen Probleme musst du selber lösen!

Dadurch, dass du einen Menschen dafür missbrauchst, ist deine Lage doppelt traurig. Ziehe dich zurück in deine eigene Domäne. Lass es, andere zu quälen. Nach und nach wirst du dann selber heil und frei. Nach diesem Wort entflieht der böse Geist. Der Mann schaut auf in großer Dankbarkeit und sagt: »Gelobt sei Gott!«

 

24 Einigkeit ist Notwendig in dieser Stunde der Konflikte. Um die Bruderschaft der Menschen zu erlangen, müssen Hass, Neid, Gewalt und Zwietracht überwunden werden.

Anmerkung

Jesus spricht hier von der Bruderschaft der Menschen, von einer Weltgemeinschaft, einer Weltfamilie, was sehr aktuell ist. Wir sind vielleicht jetzt in den Geburtswehen dieser Bruderschaft?


Kapitel 83

24 Um die Bruderschaft der Menschen zu erlangen, müssen Hass und Neid, Gewalt und Zwietracht zwischen den Menschen und Völkern überwunden werden. Geeint gewinnen wir den Kampf des Rechtes, die Trennung aber führt zum Fall und alle nehmen Schaden.


Kapitel 84

7 Gott ist Geist und Weisheit, Kraft und Liebe wohnen allezeit in ihm. Diese Eigenschaften schlummern in jedem Menschen und entfalten sich zur rechten Zeit. Dann ist das Werk vollbracht. So erst begreift der Mensch, was diese Einheit wirklich ist.

9 Ihr Priester, ihr seid ehrenwerte Diener Gottes, und man schaut auf euch, um Führung zu erhalten.

10 Vorbild ist ein synonymes Wort für Priester. Ihr sollt sein, was ihr von andern fordert.

11 Durch ein gottgeweihtes Leben kann man Tausende für Reinheit und Gerechtigkeit gewinnen.«

 

Anmerkung
Was für eine Weisheit! In diesem Satz steckt alles drin! Lebt das Wort, werdet reale Diener Gottes und nicht nur verbale, dem Worte nach. Dann kann man viele Menschen erreichen und wandeln.


14 Auch Jesus betet immer wieder. Während er in stiller Andacht weilt, hört er im Herzen eine Stimme, die zu seiner Seele hilfesuchend fleht. Er sieht im Geist eine Sterbende auf ihrem Lager.

Anmerkung
Auch dies zeigt, dass Jesus mit ganz besonderen Fähigkeiten ausgestattet war. Aber er sagte auch, macht Größeres wie ich. Wenn die Seele eine Meister-Seele geworden ist, geht das vielleicht?

 

21: Die Menge sagte, ein Mensch hat nicht die Macht des Heilens durch Gedanken-Kraft.

22: Jesus sagt: Die größte Macht im Himmel und auf Erden ,ist Gedankenkraft. Gott schuf das Universum durch Gedankenkraft. Warum erscheint es euch befremdlich, dass ich einer Kranken heilende Gedanken sende, um die Schwingungen von Tod und Krankheit in die Schwingungen von Leben und Gesundheit umzuwandeln?

 

26: Nach diesen Worten verschwindet er, und niemand sieht ihn gehen.

Anmerkung
Diese Fähigkeit hat auch Christina von Dreien und es zeigt, dass wieder Meister-Seelen unter uns sind. Gott würde diese Seelen und Licht-Wesen nicht schicken, wenn es nicht Hoffnung gäbe.


Kapitel 85

13 Als die Jünger fragen, weshalb Gott die Kerkerhaft des Täufers zulässt, sagt der Meister:

14 »Seht den Strohhalm. Wenn die Ähre reif ist, hat er ausgedient. Er fällt und wird der Scholle gleich, von der er kam. Johannes ist wie dieser Strohhalm. Reichste Ernte brachte er hervor, doch seine Arbeit ist getan.
17 Israels Herrscher werden mit mir einst das dasselbe tun und mehr. All dies ist Teil von Gottes Plan!

 

Anmerkung
Jesus wusste, was er zu erleiden hatte und er kam trotzdem auf diese Erde. Das zeigt die große Liebe zu uns Menschen und Menschheit.

 

Kapitel 86

3 Ich soll das Evangelium den Armen und Bedrängten bringen, blinde Augen öffnen und Gefangene befreien. Unterdrückte soll ich trösten, Kranke heilen und verkünden, dass die Zeit der Freude angebrochen ist.

 

Kapitel 87

1 Jesus aber sagt zu ihnen: »Ein Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande, und Propheten werden nicht zu jedermann gesandt.

4 Ich bin der Weinstock und ihr die Reben. Geht, verrichtet euer Tagewerk und horcht auf eure Berufung.

Kapitel 88
6 Sein Licht durchbricht die Finsternis, der Lebensweg liegt klar vor ihnen, und sie gehen ihn.

 

Kapitel 89

11 Wie Schafe sende ich euch unter Wölfe, doch das Wort ist euer Schild und euer Harnisch.«

14 Die Leute sagen: »Dieser Mensch lehrt nicht, wie es die Schriftgelehrten und die Pharisäer tun. Er lehrt wie einer, welcher alles weiß und die Be-fugnis hat zu reden.«

20  Jesus zum geheilten, wenn du es fertig bringst, dich nur mit Gutem zu beschäftigen, so finden jene bösen Geister keinen Zutritt mehr zu dir. Sie können nur in leeren Herzen wohnen. Gehe hin und sündige nicht mehr.«

 

Kapitel 91

Vers 11 Jesus sagt, Gott ist gerecht, denn er behandelt alle gleich.

Jedes seiner Kinder hat den gleichen Anspruch auf Genesung durch des Himmels Kraft. Die wahre Quelle der Gesundheit liegt in deiner Seele. Eine Türe, fest verschlossen, führt zu ihr. Der Schlüssel ist dein Glaube. Jeder Mensch kann sich den Schlüssel holen, kann die Türe öffnen und kann in der Quelle Gottes baden, um gesund zu werden.

 

Kapitel 91
36 Jesus sagt: »Wir Menschen sind doch alle Kinder Gottes. Wer ein rechtes Leben führt, ist eng mit Gott verbunden.

36 Solch ein Mensch versteht die Werke Gottes, und in Seinem heiligen Namen kann er selber diese Werke tun. Gewitter, Sturm und Regen, wie auch Sonnenschein und Tau, sind Boten Gottes. Jeder treue Sohn kann alle Himmelskräfte nutzen.

 

Anmerkung

Es wird von einigen berichtet, die den Regen beeinflussen konnten.

 

39 Auf der Erde soll der Mensch den Willen Gottes tun. So kann er Tote auferwecken, Kranke heilen und den Geistern der Natur gebieten. Daß ich diese Dinge tue, ist nicht allzu sehr verwunderlich, und ihr könnt doch dasselbe tun. Zuvor jedoch müsst ihr die Leidenschaften eures Erden-Egos überwinden. Wer den Willen hat, der überwindet.

 

Anmerkung

Der Mensch kann unglaubliches leisten, wenn er an sich arbeitet und mehr und mehr in die Vollkommenheit kommt.

 

41 Mensch, du bist ein Gott auf Erden, und wer Gott verehrt, soll auch den Menschen achten. Mensch und Gott sind eins, wie Sohn und Vater.

 

Anmerkung

Hier werden wir nochmal daran erinnert, dass wir eine göttliche Würde haben. Kinder Gottes sind! Wir sollten uns dieser Ehre und Auftrag bewusst sein.

 

42 Ich sage euch, die Stunde ist gekommen, da die Toten durch des Menschen Stimme leben werden, denn der Menschensohn ist Gottessohn.

 

Anmerkung

Jesus konnte selbst die Toten wieder zum Leben erwecken!


43 Oh hört, ihr Männer Israels, ihr seid wie tot. Glaubenslosigkeit und Ignoranz sind schlimmer als der Tod. Doch eines Tages werden alle leben, denn sie werden Gottes Stimme durch des Menschen Stimme hören.

Wissen werdet ihr, dass ihr die Söhne Gottes seid und durch das Machtwort Seine Werke tut.


Anmerkung

Jesus bezieht dies auf sich selbst! Er hat Gottes Willen gelebt und wir müssen nur uns bewusst machen, wie er gelebt hat.


46 Seid ihr erwacht zum Leben und es ist euch voll bewusst geworden, dass ihr Seine Kinder seid, dann werdet ihr auf neuen Welten neues Leben schauen.

 

Anmerkung

Im Glauben sehen wir die Welt mit neuen Augen. Dazu braucht es aber auch die Glaubens-Entscheidung. Danach war bei etwas spürbar verändert, ich konnte aber nicht sagen was. Das war für mich der Beweis, dass etwas dran ist, dass es nicht nur Einbildung ist.

 

47 Menschen, die ein Leben voller Sünde vorgezogen haben, werden bei der Auferstehung vor den Richter kommen. Er wird das Urteil sprechen, und ihr müsst bezahlen, was ihr euch und eurem Nächsten schuldet.

48 Wie auch immer ihr gefehlt, versucht immer wieder erneut den Fehler zu überwinden, bis die Stufe der Vollkommenheit erreicht ist. Kommen wird die Zeit, da wird auch der Geringste sich erheben und im Lichte wandeln.

 

Anmerkung

Hier werden wir wieder an das Kharma-Gesetz des Kosmos erinnert. Das, was wir tun, fällt auf uns zurück. Aber es geht darum, dass wir lernen alle Fehler und Charakterschwächen zu überwinden. Damit wir wieder dorthin kommen, wo wir mal herkamen, vom aus dem Licht, von der Quelle,  von Gott. Und jeder kehrt dorthin wieder zurück! Allerdings braucht es bei manchen länger.

 

Kapitel 92

10 Der Mensch soll nicht der Flamme Sklave sein, das Feuer soll dem Menschen dienen.

 

 

Wenn der Mensch sich selbst gefunden hat und weiß, daß er ein Gott ist, weil die Kräfte Gottes in ihm wirken, ist er eine Meisterseele. Alle Geister der Natur vernehmen seinen Ruf und werden freudig seinen Willen tun.

12 Des Menschen Wille wird von störrischen, wilden Eseln, Furcht und Zweifel hin und her gezerrt. Sind sie gezähmt, dann kennt sein Wille keine Grenzen mehr. Ein Wort von ihm es ist getan.


Anmerkung

Dies kann man auch auf die Leidenschaften beziehen. Es gilt, diese zu überwinden. Dann eröffnen sich neue Freiheiten und Dimensionen. Selbst die Kräfte der Natur können dann gehorchen. Fasten kann ein gutes Training der Selbst-Konditionierung sein, mit einem hohen Lohn. Oder eine Zeitlang mal auf den Konsum zu verzichten, konzentriert sich mal auf eine Sache fokussieren etc.

 

 

Kapitel 92

19 Die Not ist groß. Und Jesus sagt: Mein Freund, da gibt es viel zu tun für dich. So greife denn zu und zeige den Leuten hier, was Hilfsbereitschaft ist. Sie werden dir mit allen Kräften helfen.

 

Anmerkung

Es gehr darum, das man realer gläubiger Mensch wird der anpackt, und nicht nur verbaler. Denn die Not ist groß, die Arbeit umfangreich! Es braucht Diener des Wortes, die ihr

 

Kapitel 93


  1. Vom Beten
     

2 Das Beten ist der Seele innerstes Gespräch mit Gott. Geht ins innerste Gemach der Seele und verschließt nach außen alle Tore. Nunmehr betet in der Heiligkeit der Stille. Redet wenig. Sprecht einfach:

7 Unser Vater Gott, der Du im Himmel bist. Geheiligt sei Dein Name.
Kommen wird Dein Reich. Dein Wille soll geschehen, auf der Erde wie im Himmel.

Gib uns heute unser täglich Brot.

Und hilf uns zu vergessen, was die anderen uns schuldig sind, so dass auch unsere Schuld vergeben werde.

Schütze uns vor der Versuchung, wenn wir ihr nicht widerstehen können.

Der Mensch ist Gottes Sohn und untersteht dem ewigen Gesetz des Rechtes. Gott wünscht in erster Linie Gnade. Gnade überragt die menschlichen Gesetze. Mit der Gnade wandle demutsvoll das Recht.

 

Anmerkung

Die Gnade und Menschlichkeit ist auch über dem Gesetz. Denn es geht wesentlich um den Menschen und sein Wohl ergehen.

 

Kapitel 93

 

22 Möchtest du befreit sein von den Schulden gegen Gott und Mensch, die du verursacht hast durch Übertretung des Gesetzes,

Dann vergib dem Nächsten seine Schuld. Wie du mit anderen verfährst, wird Gott mit dir verfahren.

Wenn du fasten willst, behalte es für dich. Wahres Fasten ist die Tat der Seele. Gott weiß immer, wenn du fastest oder betest. In der Stille waltet Er. Sein Segen ruht auf jeglichem Bemühen deiner Seele.

Anmerkung
Das Bemühen ist entscheidend! Das ist gerecht, denn dem einen ist mehr gegeben, dem anderen weniger.

 

18 Scheine nie, was du nicht bist. Die andern täuschen ist nur Heuchelei. Das Mäntelchen der Frömmigkeit sollst du nicht um dich hängen.

Gibst du Geld, Bedürftigen zu helfen, schweige. So lass die linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.

 

Vers 39 Der treue Sohn kann alle Himmelskräfte nutzen. Auf der Erde soll der Mensch den Willen Gottes tun. So kann er Tote auferwecken, Kranke heilen und den Geistern der Natur gebieten. Dass ich diese Dinge tue, ist nicht allzu sehr verwunderlich, und ihr könnt doch dasselbe tun. Zuvor jedoch müsst ihr die Leidenschaften eures Erden-Egos überwinden. Wer den Willen hat, der überwindet.
Mensch, du bist ein Gott auf Erden, und wer Gott verehrt, soll auch den Menschen achten. Mensch und Gott sind eins, wie Sohn und Vater.

 

Kapitel 94

Vers 2 Das Beten ist der Seele innerstes Gespräch mit Gott. Betet in der Heiligkeit der Stille. Redet wenig.
Möchtest du befreit sein von den Schulden gegen Gott und Mensch, die du verursacht hast, dann vergib dem Nächsten seine Schuld. Wie du mit anderen verfährst, wird Gott mit dir verfahren.

Wenn du fasten willst, behalte es für dich. Wahres Fasten ist die Tat der Seele.

Scheine nie, was du nicht bist. Die andern täuschen ist nur Heuchelei.

Gibst du Geld, Bedürftigen zu helfen dann schweige darüber.

Geht in Liebe und in Hilfsbereitschaft. Führt die Menschen auf den Weg des Rechtes und des Lichtes.
Geht hin und sagt: Das Königreich ist schon da, denn es ist in euch zu finden.

 

 

 

Bild: Jesus und die Bergpredigt

Selig sind die geistig Starken, ihrer ist das Himmelreich.

Selig sind die Demütigen, ihnen wird das Land gehören.

Selig sind, die Durst und Hunger leiden nach Gerechtigkeit, sie sollen satt und glücklich werden.

Selig sind die Barmherzigen, denn ihrer ist die Gnade.

Selig sind die Selbstbeherrschten, ihrer ist das Tor zur Macht.

Selig sind, die reinen Herzens sind sie werden ihren König schauen.

Selig sind, die Unrecht und Verfolgung leiden, um des Rechtes willen, sie werden die Verfolger segnen.

Selig ist das treue Kind des Glaubens, sitzen wird es auf dem Thron der Macht.

Seid nicht entmutigt, wenn die Welt euch zürnt, verfolgt und eurer spottet, sondern freut euch. Denn die Seher, die Propheten und die Guten dieser Welt sind immer angefeindet worden.

Seid ihr es wert, des Lebens Krone zu besitzen, nehmt es hin, daß euch die Welt verflucht, verleumdet und beschimpft.

Seid aber jenen gnädig, die euch übel wollen. Denn sie sind wie Kinder, die nicht wissen, was sie tun.

Freut euch nicht über die besiegten Feinde. Helft denen, welche tief in Sünde fielen. Gott wird euch zu lichter Höhe führen.

Vers 24 Wehe denen, welche stolz sind, denn sie stehen dicht beim Abgrund.

Wehe dem, der seiner Habsucht frönt denn was er hat, ist nicht sein Eigen.  

Wehe dem, der mitleidlos und grausam ist, er wird das Opfer seiner Tat.

Das Böse, das er seinem Bruder tut, fällt auf ihn zurück.

Wehe, wenn die Welt euch rühmt denn Schein und Illusion verherrlichen sie. Und nicht den Menschen, der in Gottes Segen wandelt.

Ihr, die ihr in Gottes Segen lebt, ihr seid das Salz der Erde. Achtet eurer Tugend! Sonst seid ihr nur noch Staub.

Doch ihr seid zum Licht berufen, um der Welt zu leuchten. Ihr Apostel seid die Lampen Gottes. In den Schatten trügerischer Illusionen sollt ihr euch nicht stellen, sondern offen auf des Lebens Bühne.

37 Der Himmel und die Erde wandeln sich und sind vergänglich Gottes Worte aber bleiben. Diese können nicht vergehen, ehe sie das Werk vollendet haben, dessentwillen sie entstanden sind.

38 Wer die Gesetze Gottes ignoriert und andere zu gleichem Tun verleitet, macht sich schuldig.

39 Wer auf Gottes Stimme hört, des Vaters Willen tut und die Gesetze achtet, wird mit Christus herrschen. Schriftgelehrte, Pharisäer und Doktoren sehen nur den Wortlaut der Gesetze und verstehen nicht den Sinn.

 

Anmerkung: Die meisten Gesetze sind ja auch durchaus sinnvoll! Auch die Worte der Propheten sind voller Weisheiten. Es geht darum die Gesetze der Liebe im Herzen zu haben, und nicht nur im Mund und darüber zu diskutieren.

 

42 Nicht des Menschen Taten geben ihm das Recht, die Himmelspforte zu durchschreiten. Sein Charakter ist das Passwort.

 

Anmerkung: Also nicht nur Jesus als den Herrn annehmen! Sondern den Charakter entwickeln ist sehr bedeutsam. Dies erfolgt meist durch Erfahrung, sich ins Leben stürzen uns sich herausfordern.

 

Die Wünsche sind es, welche den Charakter formen.

 

Anmerkung: Es geht scheinbar darum, diese unter Kontrolle zu haben.


Gott gab den Menschen zehn Gebote. Auf des Berges Höhe schaute Moses Gottes Wort und schnitt es in Granit für alle Zeiten. Jene zehn Gebote zeigen den Gerechtigkeitsaspekt des Vaters. Heute kommt der Aspekt der Gnade dazu.

Keinen andern Gott als Mich sollst du verehren.
Wer vor Schatten niederkniet, ist selbst ein Schatten. Denn der Mensch ist stets, was er erstrebt.

Der Mensch, der ein begrenztes Wesen ist, kann Unbegrenztes nicht ermessen. Er ist nicht imstande, sich ein Bild zu machen von der grenzenlosen Macht der Gottheit.

Wenn der Mensch ein Bildnis Gottes formt, aus Stein, aus Bronze oder Ton, so ist es nur ein Schatten. Betet er zu solchem Bildnis, wird er selbst zum Schatten.

Nur jene Höhen kann der Mensch erreichen, welche seinem Ideal entsprechen.

Gott ist Geist. Im Geiste soll der Mensch den Schöpfer ehren, um ein wahres Gottes-Bewußtsein zu erlangen.

 

Kapitel 95

30 Ihr, die ihr in Gottes Odem lebt, ihr seid das Salz der Erde. Achtet eurer Tugend! Habt ihr sie verloren, seid ihr nicht mehr Salz der Erde nur noch Staub. 31 Doch ihr seid Licht und berufen, um der Welt zu leuchten.

Anmerkung: Das Salz verändert den Geschmack, so sollt auch ihr den Geschmack der Welt verändern, damit mehr Licht, Gerechtigkeit und Liebe herrscht, jedem nach seinen Talenten.


Kapitel 95

32 Eine Stadt auf einem Hügel lässt sich nicht verbergen. Ihre Lichter scheinen weit ins Land. Alle Menschen sehen euer Licht. Sie ahmen eure Werke nach und loben Gott.
34 Ihr seid die Lampen Gottes. In den Schatten trügerischer Illusionen sollt ihr euch nicht stellen, sondern offen auf des Lebens Bühne.

 

35 Ich bin nicht gekommen, um Gesetze umzustoßen oder aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen.

 

43 Das Gesetz befasst sich mit des Menschen Taten, Gottes Gesetz, das Gesetzes des Geistes jedoch befasst sich mit des Menschen Wünschen und Motiven.

Anmerkung: Geht es nur um meinen Egoismus, oder auch um andere?

 

Kapitel 96

10 Gott möchte doch, dass Seine Kinder Ihn verehren. Gnade ist es, wenn Er fordert ehre keinen andern Gott als Mich.

 

Anmerkung: Hier kann man verstehen dass Jesus immer von seinem Vater redete. Wir sind alle Kinder Gottes, Brüder und Schwestern, eine Menschheitsfamilie.

 

Der Mensch, der ein begrenztes Wesen ist, kann Unbegrenztes nicht ermessen. Er ist nicht imstande, sich ein Bild zu machen von der grenzenlosen Macht der Gottheit.

 

Anmerkung: Wir haben Grenzen der Erkenntnis!

 

Wenn der Mensch ein Bildnis Gottes formt, aus Stein, aus Bronze oder Ton, so ist es nur ein Schatten. Betet er zu solchem Bildnis, wird er selbst zum Schatten.

Gnade ist es, wenn Gott fordert mache dir kein Götzenbild von Mir.
15 Gott ist Geist. Im Geiste soll der Mensch den Schöpfer ehren, um ein wahres Gottbewußtsein zu erlangen.

Anmerkung: Wir sollen nicht tote Steine anbeten, denn wir haben die Herrlichkeit Gottes im Herzens, tief in uns! Dazu müssen aber erst gewisse Schichten durchdrungen werden, vor denen sich viele scheuen. Vielleicht ist die Mediation ein Weg um da weiterzukommen?

 

17 Sprechen soll der Mensch den Namen Gottes nicht mit seinem Munde. Nur im Geist des Heiligen Geistes soll er ihn erwähnen. Wer den Namen Gottes, wie die Welt ihn kennt, gedankenlos im Munde führt, ist schuldig, denn ein weiteres Gebot besagt: Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.

 

Anmerkung: Dies ist sehr bedeutsam! Der Name Gottes ist heilig! Auch das Judentum vermeidet es diesen Namen auszusprechen. Ich verwende sagt oft „Schöpfer“.

 

23 Sieben ist die heilige Zahl. Auch die Zeiten sind im Siebenmaß geteilt!

24 Nach der Schöpfung Seiner Welten ruhte Gott am siebten Tag, und deshalb ist der siebte Tag der Tag der Ruhe. Es ist der Tag des Herrn, sprach Gott. Besinne dich. Du sollst ihn heilig halten. Nütze ihn für Werke, die man für den Nächsten tut und nicht für sich.

26 Sechs Tage in der Woche dürft ihr Werke tun für euch am 7. Tag aber sollt ihr dienen. Dieser Tag ist Gott geweiht. Der Mensch dient Gott, wenn er dem Bruder dient.

 

Anmerkung: Nützt den heiligen Tag um das innere Feuer zu nähren. Und um für sich selbst, für Freunde und für Hilfsbedürftige da zu sein.

 

Kapitel 97

Gott ist nicht nur Kraft. Mit Seiner Kraft geht Weisheit Hand in Hand. Weisheit ist die Mutter aller Menschen, die Kraft ist der Vater. Wer die Allmacht und die Weisheit Gottes ehrt, ist reich gesegnet.

 

Anmerkung: Dazu kann das Herzens-Gebet dienen!

  1. Das Herzens-Gebet 

🙏Das Herzensgebet war schon bei den Wüstenvätern in den ersten Jahrhunderten n.Chr. entwickelt worden und war eine Möglichkeit, immerwährend zu beten, also sich auf Gott zu konzentrieren, mit ihm Zeit zu verbringen. Das wiederholte Rezitieren eines Wortes, eines sehr kurzen Gebetes, z.B. des Namen Jesu, der Bitte nach Begleitung oder Erbarmen dient einerseits dazu, sich mit der göttlichen Atmosphäre zu verbinden, zu sich selber und zu Gott zu kommen. Andererseits hilft das Herzensgebet in der Meditationspraxis zur Achtsamkeit und Öffnung des eigenen Herzens. Nebenbei führt es oft dazu, innerlich und äußerlich ruhiger zu werden, Grübelgedanken zu durchbrechen, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und den Stress abzubauen.
Das Herzensgebet wird z.B. in der Meditation wiederholt, vielleicht auch anfangs halblaut.

Die Worte finden Dich – sagt man – Du spürst, ob sie passend sind oder nicht. Du kannst mit einem Satz beginnen, vielleicht ändert dieser Satz sich. Es wird empfohlen, den Satz, falls nötig, mit Bedacht zu ändern.

Beispielworte für das Herzensgebet
Jesus, meine Freude!
Jeshua, meine Freude!
Meine Liebe gehört dir, oh mein Gott, oh Jesus.
Jesus (Christus)
L
icht, Liebe, Amen
Oh Jeshua (aramäisch für Jesus)
Schalom
Gott, Du in mir und ich in Dir
Herr Jesus Christus, Sohn Gottes
Herr, sei du bei mir!
Licht umgibt mich
Du bist da

 

 

 

 

 

  1. Auf der Tafel der Gebote lesen wir 

 

4 Den Vater und die Mutter sollst du ehren, dass du lange lebst in dem Lande, das der Herr, Dein Gott, dir gibt.

 

Anmerkung: Dies ist nicht bedingungslos! Wenn Vater und Mutter die nächste Generation tyrannisieren, dann folge den Weisungen Gottes!

 

5 Du sollst nicht töten, lautet das Gebot. Des Gebotes wahrer Sinn jedoch ist dies: Vor Gott sind alle jene schuldig, die den Wunsch zum Töten hegen, Rache üben wollen und sich grundlos über einen Bruder ärgern. Vor Gott sind alle jene schuldig, die den Wunsch zum Töten hegen, Rache üben wollen und sich grundlos über einen Bruder ärgern.

Anmerkung: dies ist auf Menschen, auf sich selbst und auf Tiere ebenso bezogen. Denn auch sie sind Seelenwesen!

 

Kapitel 97

8 Wer den Bruder einen seelenlosen Lumpen nennt, muss vor den Richterstuhl. Wer seinen Bruder einen Esel oder Dummkopf schimpft, entfacht in seinem eigenen Gemüt das Höllenfeuer.

 

Anmerkung: Der Bruder ist jeder Mensch! Wir sollten es auf jeden Fall vermeiden, schlecht über andere Menschen zu reden und sie zu verurteilen. Tut man es dennoch, dann gibt es eine Lösung!

9 Wenn durch deine Schuld der Bruder gegen dich verbittert ist, versöhne dich mit ihm, bevor du deine Opfergaben in den Tempel trägst. Es ist nicht gut, wenn über Schuld und Zorn der Tag zur Neige geht. 12 Hast du jedoch das Deinige getan und zur Versöhnung alles getan, doch der Bruder bleibt verstockt, so bist du frei von Schuld im Angesicht Gottes. Dann geh hin und überbringe deine Opfergaben.

 

Anmerkung: Es ist sehr wichtig mit allen Menschen versöhnt zu sein, denn die Verstimmung bleibt bis über den Tod hinaus. Und wir wissen ja nicht wann unser Tod uns ereilt. Aber es reicht wenn wir unseren Anteil von Herzen leisten. Gerade mit der eigenen Familien ist es besonders wichtig, denn die seelischen Beziehungen sind besonders eng.

 

23 Solltest du dem Bruder etwas schuldig sein und kannst es nicht begleichen, oder fordert dieser eine Summe, größer als ihm zusteht, diskutiere nicht mit ihm. Denn Disput und Widerstand sind Ursprung allen Ärgers, und der Zorn kennt weder Gnade noch Verstand.

25 Ich sage euch, bei weitem besser wäre es, ihr nähmt Verlust in Kauf, als dass ihr Menschen richten lasset über Recht und Unrecht.

 

Anmerkung: Nehmt die Beziehung wichtiger wie das Geld oder Recht zu behalten. Geht nicht wegen  allen vor Gericht!

 

16 Das Gesetz der Menschen lautet bisher: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das heißt: Wenn dir ein Unrecht widerfährt, dann wehre dich. Doch das ist nicht göttliches Gesetz! Der Heilige Geist  fordert: Widersetze dich nicht, wenn dir ein Unrecht widerfährt. Wenn einer dir gewaltsam deinen Rock vom Leibe reißt, so ist er doch dein Bruder. Leiste keinen Widerstand, und du gewinnst sein Herz. Lass ihm den Rock und gib noch weiteres hinzu. Allmählich wächst er über sich hinaus, und du hast ihn von seinem bösen Trieb befreit.

 

Anmerkung: Nicht jeder kann das, aber es ist die höchste Stufe der spirituellen Entwicklung, die bedingungslose Liebe. Den, der dich schädigt auch noch zu belohnen. Denn er opfert sich, damit wir bedingungslose Liebe üben können. Wir haben damit spirituell viel erreicht, der andere das Gegenteil. Dann kann man verstehen, wieso man sich beim anderen bedanken soll.

 

Kapitel 97

2o Wenn einer dich um Hilfe bittet hilf ihm. Wer von dir zu borgen wünscht, dem gib es.

 

27 Das heilige göttliche Gesetz fordert: Widersetze dich nicht, wenn dir ein Unrecht widerfährt.
28 Wenn einer dir gewaltsam deinen Rock vom Leibe reißt, so ist er doch dein Bruder. Leiste keinen Widerstand, und du gewinnst sein Herz. Lass ihm den Rock und gib noch weiteres hinzu. Allmählich wächst er über sich hinaus, und du hast ihn von seinem bösen Trieb befreit.

2o Wenn einer dich um Hilfe bittet hilf ihm. Wer von dir zu borgen wünscht dem gib.

21 Wenn einer dich im Ärger schlägt, dann schlage nicht zurück.

23 Ich sage euch, dass jener, welcher angegriffen und geschlagen wird und nicht zurückschlägt, angefeindet wird und schweigt, weit größer ist als einer, der zurückschlägt und sich wehrt.

25 Ich sage euch, Vergebt euren Feinden. Segnet die, die euch verfluchen. Tut jenen Gutes, die euch hassen. Betet für den Bruder, welcher euer Recht mit Füßen tritt.

Nach den göttlichen Gesetzen wird gefordert: Wenn durch deine Schuld der Bruder gegen dich verbittert ist, versöhne dich mit ihm, bevor du deine Opfergaben in den Tempel trägst. Es ist nicht gut, wenn über Schuld und Zorn der Tag zur Neige geht. Hast du jedoch das Deinige getan und zur Versöhnung alles aufgeboten, doch der Bruder bleibt verstockt, so bist du frei von Schuld im Angesicht Gottes.

26 Ihr wisst doch, dass ihr Kinder jenes Gottes seid, der Seine Sonne scheinen lässt auf Gute wie auf Böse und es regnen lässt auf Ungerechte und Gerechte.

 

29 Tut dem Nächsten das, was ihr von ihm erhofft. Wenn ihr nur jenen Gutes tut, die euch dasselbe tun, so tut ihr das, was alle tun. Die Zöllner tun das auch.

31 Wenn ihr nur eure Freunde grüßt und eure Feinde nicht, so tut ihr das, was alle tun.

Deshalb seid vollkommen, wie es euer Vater in den Himmeln ist.

 

Kapitel 98

9 Liebe ist die Gabe Gottes, die zwei Seelen eint, und keine Macht auf Erden kann ein solches Bündnis lösen.

Die Gewalt des Todes oder Menschenmacht mag ihre Körper trennen, aber nur für kurze Zeit. Sie finden sich erneut. Ein solcher Gottesbund ist wahre Ehe.

 

Anmerkung: Wir können uns wieder finden im Jenseits, sollten den anderen aber auch nicht zu  sehr binden indem wir zu sehr an dem Verstorbenen hängen. Das ist für beide Seiten schlecht.

18 Ich aber sage euch, daß in den Augen Gottes jener schon ein Dieb ist, welcher sich im Herzen etwas wünscht, das einem anderen gehört.
19 Die unsichtbaren Dinge aber gelten mehr als die, die man mit Augen sieht.

Der gute Name eines Menschen wiegt weit mehr als tausend Minen Gold. Wer durch ein unbedachtes Wort, durch eine unbedachte Tat den guten Namen schändet, ist ein Dieb.

21 Begehre nicht, was dir nicht zusteht. Die Begierde ist der brennend heiße Wunsch nach etwas, das dir nicht gehört. Ein solcher Wunsch macht dich zum Dieb vor Gott.


Kapitel 99

3: Lügen und betrügen kann ein Mensch durch einen Blick, durch eine Tat, ja auch indem er schweigt.

5: Schwört niemals, weder auf das Haupt, noch auf das Herz, auch nicht auf Sonne, Mond und Sterne.

8: Ein Mensch, der glaubt, er müsse seinem Wort durch einen Eid besonderes Gewicht verleihen, hat bei Gott und Menschen jegliches Vertrauen eingebüßt.

11: Ein Mensch, der viele Worte braucht, macht Rauch, um eine Lüge zu verbergen. Er versucht zu täuschen.

12 Viele Menschen haben nicht nur ein Herz, sondern deren zwei in ihrer Brust, sie dienen einmal diesem, einmal jenem Herrn. Sie geben vor, am Sonntag Gott zu dienen, und an allen anderen Tagen halten sie es mit dem Teufel oder seinem Mammon.

Ein Mensch, der vorgibt, gleichermaßen Gott und dem Mammon zu dienen, narrt den Schöpfer, spielt den Frommen und ist überdies ein Fluch der Menschheit. Niemand kann denselben Schatz im Himmel und auf Erden haben.


Vers 17 Fürwahr, ich sage euch, erhebt die Augen zu den himmlischen Gewölben. Dort allein könnt ihr die Schätze sicher bergen. Dort, wo weder Rost noch Motten schaden können und wo keine Diebe sind.  Auf Erden gibt es solche sicheren Gewölbe nicht. Alle Schätze dieser Welt sind Illusionen, sind Dinge, die vergehen. Täuscht euch nicht, denn eure Schätze sind der Ankerplatz der Seele, und wo eure Schätze sind, da ist auch euer Herz.

So bindet eure Herzen nicht an irdischen Besitz. Seid auch nicht ängstlich, was ihr essen oder trinken sollt, und bangt nicht um der Kleidung willen.

 

  1. Lasst die Sorgen und  sucht denn zuerst das Königreich der Seele 

 

23 Gottes Sorge gilt all jenen, welche Ihm vertrauen und der Menschheit dienen.

24 Seht die Vögel, hört ihr Singen. Schöner wird die Welt durch ihren Freudenchor, und Gott, der Vater aller, birgt sie in der Obhut Seiner Hände.
26 Seht die Blumen auf der Erde, wie sie wachsen, ganz auf Gott vertrauend. Ihre Schönheit und ihr Duft verherrlichen die Welt.

27 Seht die Lilien auf dem Feld. Kein Mensch, und auch nicht Salomon in seiner ganzen Pracht, war je gekleidet so wie sie.

28 Auf Gott vertrauen sie und nähren sich aus Seiner Hand. Sie beugen ihre Häupter, um an Seiner Brust zu ruhen.

29 Da Gott die Vögel und die Blumen solchermaßen nährt und kleidet, wie viel mehr wird Er dann Seine Kinder nähren und bekleiden, so sie Ihm Vertrauen schenken?

3o Sucht denn zuerst das Königreich der Seele, die Gerechtigkeit des Himmels und das Gute in des Bruders Herzen. Gott wird euch ernähren, kleiden und beschützen.

 

 

Vers 3 Solange ihr als Menschen unter Menschen wandelt, verurteilt nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet. Denn wie ihr die andern verurteilt, so wird Gott euch verurteilen, so wird euch geschehen.
Wie ihr freudig gebt, wird Gott euch geben.

Kapitel 100

5 Wer Gnade und Barmherzigkeit übt, dem wird auch Gnade und Barmherzigkeit widerfahren.
Wer andere liebt und viel Liebe und Herzenswärme verschenkt, der wird geliebt.
So wird der Weise dieser Erde tun, was er von anderen erhofft, dass sie ihm tun.
8 Der Mensch ist wie ein Ackerboden. Seine Taten sind die Samen, die im Erdreich keimen. Was er anderen getan hat, fällt auf ihn zurück. Die Ernte ist gewiß.
Wer bösen Samen sät, wie Hass, Verbrechen, Diebstahl, triebhafte Begierde, dessen Ernte bleibt nicht aus und kann sich hundertfach vermehren.
Eine Ernte, die aus Liebe, Frieden, Ehrlichkeit und Glück besteht, stammt nicht von bösem Samen. Wie der Same, so die Frucht.
12 Wer säen will, der säe guten Samen der Liebe, um das Guten zu schaffen und nicht wie Händler nur für Gewinn.

Vers 13 Den Menschen die sehr dem materialistischen und Begierden verhaftet sind, stört das geistige Gesetz, denn es schränkt ihm seine Freiheit ein, seine Begierden zu leben.

15 Auch euch wird man verfolgen und mit falschem Zeugnis ins Gefängnis werfen. Eure Henker glauben ernstlich, dass sie Gottes Willen tun, weil man sie so manipuliert. Daher verurteilt nicht und richtet keinen, der euch übel will.
Ein jeder hat Probleme, die er selber lösen muss.
19 In Gottes Augen wiegt eine kleine Sünde eines Menschen, der im Lichte wandelt, schwerer, als die große Sünde dessen, der den Pfad nicht kennt.

20 Wie gerne seht ihr doch den Splitter in des Bruders Auge und vergeßt den Balken, der in eurem Auge liegt. Daher entfernt zuerst aus eurem Auge diesen Balken, ehe ihr versucht, den Splitter aus dem Auge eures Bruders auszuziehen.
24 Wer ein Führer sein will auf dem Weg zu Gott, der muss ein klares Auge haben und ein reines Herz.

Kapitel 101

Vers 1: Die Frucht des Lebensbaumes ist zu fein, als dass er Seelen, die noch zu wenig geistig orientiert sind, ernähren könnte. Wirft man einem Hund, der hungert, Diamanten hin, fletscht er die Zähne oder läuft davon. Ein weiser Meister zeigt dem Schüler nur gerade das, was dieser fassen und begreifen kann.
Anmerkung: Das heißt sehr überlegt und wohl dosiert mit der Wahrheit umgehen.

5 Bittet und ihr werdet sie erhalten was ihr braucht. Sucht, und ihr werdet finden.
Anmerkung: unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir, sagte Augustinus. In uns ist eine Sehnsucht, die nur Gott zu stillen vermag. Temporär auch eine Liebes-Beziehung. Wer diese Sehnsucht oder innere Leere spürt und sucht, der wird auch finden, auch Gott in seinem Herzen.

6 Klopft an und es wird euch aufgetan.
Anmerkung: Auch unsere Engel warten nur auf Anweisungen, sonst können sie nichts tun.

8 Bittet man euch um das Brot des Himmels, dann gebt nicht das Brot der Erde.

Anmerkung: Wir brauchen nicht nur körperliche Nahrung, sondern auch spirituelle.

10 Was ihr euch von Gott ersehnt, das gebt den Menschen. Euer Dienen ist der Maßstab eures spirituellen Niveaus.  

Das Leben in Vollkommenheit ist ein Weg, der nur von wenigen begangen wird. Es ist ein schmaler Pfad. Er führt vorbei an schroffen Felsen und an tiefen Schluchten. Gefahrlos ist er nur für den, der nicht zur Seite weicht.
Anmerkung: Gerade jetzt in einer finalen Phase merken wir, wie schmal der Pfad ist, und nur die mutigen und Aufrichtigen kommen am Ziel an.

Kapitel 101
23 Es gibt auch einen breiten Weg, den viele gehen. Seid auf der Hut! Viele glauben, dass sie auf dem Pfad des Lebens sind, aber sie täuschen sich. Es gibt viele Propheten falscher Art. Sie sind Wölfe, die im Schafspelz gehen. Aber an ihren Früchten wird man sie erkennen. Jede Frucht ist Tochter ihres Baumes. Wie die Eltern, so die Kinder. Jeder Baum, der schlechte Früchte trägt, wird mit den Wurzeln ausgerissen und verbrannt.

19 Wer laut und lange betet, ist deswegen nicht unbedingt heilig. Nicht alle Beter sind im Königreich der Seele. Dort sind jene anzutreffen, die ein reines Leben führen und die Gottes Willen tun. Ein guter Mensch strahlt Segen und Frieden aus für die ganze Welt aus seinem Herzen.

23 Aus der Fülle seines Herzens redet, denkt und handelt jeder Mensch.

Viele werden sagen, haben wir denn nicht im Namen Gottes manches gute Werk getan? Wir haben prophezeit, geheilt und böse Geister ausgetrieben. Doch der Richter spricht: „Ich kenne euch nicht. Mit euren Lippen habt ihr Gott gedient, im Herzen wart ihr Satan treu“. Auch der Böse kann erstaunlich große Werke tun, wenn ihr ihm eure Lebenskräfte gebt. Hinweg ihr Übeltäter, fort mit euch!

Anmerkung: Immer wieder wird betont wie wichtig es ist, nicht ein Heiliger nur mit Worten zu sein, sondern ein realer Heiliger. Das heißt die Botschaft zu leben und nicht nur über sie zu reden und zu diskutieren.

29 Ein Mensch, der meine Worte hört und nicht im Herzen lebt, gleicht einem, der sein Haus auf Sand errichtet hat. Es kommt die Flut, die Mauern stürzen ein, und alles ist verloren. Anders der, der meine Worte hört und sie in seinem Herzen birgt, sie heiligt und ein reines Leben lebt.

Er gleicht dem Menschen, der sein Haus auf festem Felsen baut. Die Flut mag kommen und der Sturm mag an den Mauern rütteln, fest fundiert erbebt es nicht. So geht denn und errichtet euer Leben auf dem festen Felsengrund der Wahrheit.

Kaptitel 103

  1. Jesu Heim ist eine Schule. 

2 Früh am Morgen spricht der Meister zu den Jüngern und den Priestern aus der Fremde über Gott und die Geheimnisse des Lebens. Zu des Meisters Füßen sitzen sie, um seine Weisheit zu vernehmen, denn sie sollen später die frohe Botschaft des heiligen Lebens bringen.

Anmerkung: Jesus war nicht grundsätzlich gegen die Priester. Sondern nur kritisch gegen diejenigen, die die Menschen ausbeuteten und die Botschaft falsch vermittelten im Sinne der Macht.

4 Jesus lehrt sie, wie man lehren soll. Er redet von den Prüfungen des Lebens, und wie diese Prüfungen dem Fortschritt dienen. Ferner lehrt er, wie der Tod bezwungen werden kann durch Führung eines heiligen Lebens.

Anmerkung: Auch das lehren will gelernt sein. Man darf das Gegenüber nicht die Botschaft aufzwingen und muss immer beachten, wie er reagiert. Auch die schweren Zeiten haben ihren Sinn zur Entwicklung und zur Reifung. Der letzte Satz stimmt auch mit Untersuchungen überein, dass religiöse Menschen älter werden.

Weiter lehrt er, was am Ende aller Erdenleben sein wird, wenn die Einheit zwischen Gott und Mensch in das Bewusstsein aller eingedrungen ist.

Kapitel 104

3 Ihre Augen sind vom Glanz des Erden-Selbst geblendet. Deshalb können sie den König nicht erblicken. Licht umgibt sie, doch sie tasten in der Dunkelheit umher, die finster wie die Nacht des Todes ist.
5 Jesus blickt zum Himmel auf und sagt: Erhabener des Himmels und der Erde Dank sie Dir! Dein Licht, das den Mächtigen und Großen dieser Welt verborgen ist, den Kindern wird es offenbar.«

Anmerkung: Viele sind zu sehr an das stoffliche, das Materielle gebunden, deswegen erkennen sie nicht die Herrlichkeit Gottes im Herzen, im Nächsten, bei den Kindern und in der Natur.

Kapitel 104

8 Die Weisheit und die Gnade, welche ich euch bringe, sind von oben, denn es ist die Weisheit und die Gnade des Allmächtigen, den wir verehren. Hört! Die Worte, die ich spreche, stammen nicht von mir. Ich gebe euch, was ich erhalte.
10 Kommt herbei, die ihr beladen seid mit schwerer Last. Ich nehme sie euch ab.
12 Gemeinsam wollen wir des Lebens Lasten tragen leicht und frohgemut.

Anmerkung: was für schöne Worte! Das Leben ist nicht leicht, aber gemeinsam trägt es sich leichter, weil wir viel Erfahrung und Trost teilen können.

20 Sünde, sagt der Meister, ist, wenn man das Schlechte sich bis ins Ungeheure steigert. Sie mag klein sein, sie mag groß sein, sie mag eine Tat sein oder das Versäumnis einer Tat.

Anmerkung: auch das Versäumnis einer Tat wird als Sünde gewertet, zum Beispiel wenn man nicht sagt, wo man jemand hätte verteidigen oder helfen können etc.

Kapitel 105

11»Steht nicht geschrieben«, sagt er, dass der Vater seinen Engeln Auftrag gibt, für mich zu sorgen?

Hat Er sie nicht angewiesen, mich in ihren Schutz zu nehmen, dass mir nichts geschehe? Seine Boten bringen mir das Brot des Lebens.

Anmerkung: Jeder Mensch hat seine Engel uns sie warten nur darauf angesprochen und beauftragt zu werden! Eine gute Botschaft!

15 In der Spanne eines Menschenlebens kommt die Flut nur einmal. Heute ist die Menge für die Wahrheit aufgeschlossen. Jetzt ist die Gelegenheit für sie und uns. So lasst uns wirken, eh die Flut verebbt. Es könnte sein, dass sie die Wahrheit später nicht mehr hören wollen, und wer trüge dann die Schuld?

Anmerkung: Nütze die Gelegenheiten, verschiebe nichts auf später! Denn manche Gelegenheiten kommen nicht wieder! Der Mensch ist nur zu bestimmten Zeiten offen für mehr Wahrheit.

20 Die Menge ist geteilter Meinung über Jesu Lehre. Jeder denkt auf seine Art, Freund oder Feind. Andere versuchen, sich der momentanen Meinung anzupassen, wie die Tiere, welche ihre Farbe wechseln. Einmal sind sie Freunde, einmal Feinde, wie der Vorteil es erheischt.  

Anmerkung: Jesus hat Freunde und Feind! Manchen richten sich nach dem, was die Mehrheit sagt.

26 Wenn ihr das reife Korn nicht erntet, geht es euch verloren. Wer dem Nachbarn zu gefallen einmal so und einmal anders denkt, der ist ein Feigling. Ihr betrügt euch selber, denn die Regung eures Herzens könnt ihr nicht verbergen.

Anmerkung: Hört auf euer Herz und nicht aus das, was die anderen denken oder sagen! Sonst geht eine reife Ernte verloren! Es braucht Mut, sich auf die Wahrheit einzulassen! Aber es geht um sehr viel, um die Seele! Das wertvollste was wir haben.

32 Wenn du dich versündigst, wird man dir verzeihen, so du deine Schuld durch Freundlichkeit und Liebestaten tilgst.

Anmerkung: Die Vergebung ist nicht bedingungslos, sondern wir sollen dann das Gegenteil tun,

33 Doch wenn du dich zum Schuldner machst bei ihm, beim Heiligen Geist, dadurch, dass du ihn missachtest, wo er dir die Lebenstore öffnen möchte, du jedoch die Seelenfenster schließest, wo er doch dein Herz mit Gottes Feuer läutern wollte und mit Liebeslicht erfüllen möchte, wird dir diese schwere Sünde nicht vergeben nicht in diesem, noch im nächsten Leben. Die Gelegenheit, die du versäumt hast, kommt nicht wieder du musst lange warten, bis sich eine neue bietet.

Anmerkung: Das sind harte Worte! Auch hier wird von verschiedenen Leben gesprochen. Es gibt im Leben immer Kreuzungen wo ein erkennen einer höheren Realität möglich ist und eine klare Entscheidung dafür durch das Herz und den Verstand. Danach hat sich bei mir etwas spürbar verändert! Und ich konnte nicht sagen, wieso! Aber es war meine Gottes-Beweis.

40 Betrachtet euren Lebensbaum! Ist er nicht Illusion? Es wuchern Frucht und Blätter. Seine Früchte gleichen euren Taten, seine Blätter euren Worten. Seht, wenn man die Früchte eures Lebensbaumes erntet, sind sie bitter und vom Wurm befallen. Schaut den Feigenbaum, der dort am Wege steht, mit seinen vielen Blättern und mit karger Frucht.
44 Und Jesus spricht ein Wort, das nur die Geister der Natur verstehen. Da geschieht es, jener Feigenbaum steht da verdorrt mit welken Blättern.

Anmerkung: Jesus spricht auch die Sprache der Natur, aber auch andere können zumindest die Sprache der Natur verstehen.

45 »So lasst euch dieses eine Warnung sein. Geht hin und ruft den Gärtner, ehe es zu spät ist. Schneiden möge er den Blätterwald der Illusion, damit das Sonnenlicht nach innen dringen kann. Die Sonne ist das Leben, sie verwandelt eure Nichtigkeit in Wert und Würde. Euer Lebensbaum ist gut, doch ihr habt ihn mit eurer Selbstsucht und mit eurem materiellen Denken groß gezogen, bis das Sonnenlicht verdunkelt ward.
49 Ich sage euch, ihr Männer, Gott verlangt von euch genaue Rechenschaft für jedes eitle Wort, das über eure Lippen kommt, und jede üble Tat, die ihr begeht.

Anmerkung: Das Wort Gottes kann als die Sonne des Lebens gesehen werden. Ursprünglich, als Kind, waren wir das Original. Diesen Kern haben wir noch in uns. Wir werden uns für alles zu verantworten haben. Das, was wir tun fällt, auf uns zurück, das Positive und Negative.

Kapitel 106

17 Auf Erden gibt es Vater, Mutter, Brüder, Schwestern. Wenn jedoch der Schleier fällt, der Mensch im Reich der Seele lebt, dann lösen sich die Liebesbande der Verwandtschaft auf, die Liebe füreinander bleibt bestehen. Jeder Einzelne erkennt in jeder Seele Vater, Mutter, Schwester oder Bruder. Irdische Familienbande lösen sich und gehen auf im großen Reich der Verbundenheit mit allen.
21 Der Meister wendet sich zur Menge: Wer ein gutes Leben lebt und Gottes Willen tut, ist Gottes Kind und ist mein Vater, meine Mutter, meine Schwester und mein Freund.

Anmerkung: Deswegen sprechen viele auch ihre Mitmenschen mit diesen Namen an.

25 Das Erkennen zweier verwandter Seelen ist spontan.

26 Jesus sagt, oh seht, Gott schickt uns eine Kraft, die Menschen nicht verstehen, eine Kraft der Liebe und der Reinheit, die die Bürden dieser Stunde tragen hilft und Balsam ist für wunde Seelen.

Anmerkung: Das sind tröstende Worte, in schweren Zeiten, die jeder Mensch erlebt. Und viele können das bestätigen, auch ich.

Kapitel 107

20 Das Licht scheint in der Finsternis der Nacht - der Mensch jedoch begreift es nicht.
Gekommen ist die Zeit des Lichtes, doch ihr seht es nicht.
24 Ihr Glaube machte sie zur Fackel, welche ganz Arabien hell erleuchtete.
27 Vierzig Tage wird es dauern, dann wird Ninive ein Raub der Flammen werden, und sein Glanz und Ruhm vergehen. Die Menschen glaubten ihm und wandelten ihr Tun und Denken. Siehe da die Stadt ward nicht zerstört, ward nicht ein Raub der Flammen.

Anmerkung: Dies zeigt Prophezeiungen müssen sich nicht erfüllen, sondern sind eher als Warnung zu verstehen!

30 Jeder Einzelne von euch trägt Gottes heilige Glut in sich, die kaum noch glimmt. 33 Allein der Geist Gottes kann die Feuer Gottes lodern lassen. Nur in reinen, liebevollen Herzen kann der Geist Gottes eure Glut in helles Licht verwandeln. Hört, ihr Männer, reinigt eure Herzen, dass der Heilige Geist euren Leib mit Licht erfülle. So wie eine Stadt, auf einem Berg erbaut, ihr Licht rings in die Runde strahlt, so möge euer Licht die Wege anderer erhellen.
Jesus tadelt die Selbstsucht. Die Menschenmenge stößt und drängt, und keiner achtet auf das Recht des anderen.

Anmerkung: Egoismus ist das was uns vom Licht entfernt! Ein Leben im Sinne des Schöpfers führt zu einer Freude und Licht im Herzen, das auf andere abstrahlen kann, ganze Gebiete (Beispiel Arabien) erleuchten kann! Die wenigen Jünger haben in der Tat sehr viel erreicht!

Kapitel 108

4 Laßt euch sagen, Männer, alles, was ihr euch zum Eigennutz erringt, ist nur ein Trugbild in der Morgendämmerung und schwindet. Unersättlich ist die Seele, die der Selbstsucht frönt. Sie leidet Hunger und kann nicht gedeihen. Immer wieder braucht sie neue Nahrung. Seht, ein fremder Geist wird durch das Gotteswort aus einem selbstsüchtigen Menschen ausgetrieben.

Anmerkung: Augustinus sagt dazu, „unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir“. Die Selbstsucht kann wie ein fremder Geist sein, der durch das Wort Gottes verschwinden kann.

13 Jesus sagt, viel Segen fällt auf jene, die das Gotteswort vernehmen, in sich wirken lassen und vor allem danach leben.

26 Wahrlich, Gott hat euch erneut Apostel, Seher und Propheten liebevoll gesandt, doch ihr verfolgt sie. Wehe euch, ihr Rechtsgelehrten! Ihr entreißt dem Volk den Schlüssel zu des Wissens Pforte. Selber wollt ihr nicht durch diese Pforte gehen, und den anderen verwehrt ihr ebenso den Eintritt. Diese Worte ärgern mehr und mehr die Pharisäer, Schriftgelehrten und Doktoren.

Anmerkung: Jesus war ja nicht der einzige Prophet. Der Weg zum Schöpfer und zum Licht wird den Menschen nicht kommuniziert. Hier wird klar, wer letztendlich Jesus weg haben wollte.

Kapitel 109

2 Nach dem Gebet sagt Jesus, seid auf eurer Hut, seit wachsam. Der Pharisäer Hefe ist in reichlich gutem Maß dem Teig des Lebens beigemengt…

Anmerkung: Auch das negative ist mitten unter uns, auch die Verräter!

5 Gedanken, meinen sie, sind gut verborgen und geheim. Sie wissen nicht, dass Wünsche und Gedanken festgehalten und im großen Buche der Erinnerungen aufgespeichert sind (Akasha-Chronik?), um jederzeit, wenn es der Meister will, hervorgeholt zu werden.

7 Was in tiefster Nacht gewünscht, gedacht und ausgesonnen wurde, wird dereinst im hellsten Tageslicht erscheinen.

Anmerkung: Achtet auch auf die Gedanken, denn auch sie sind nicht verborgen.

9 Am Tage des Gerichtes, wenn die großen Bücher offen liegen, werden alle Menschenseelen nicht nach Wort und Tat gerichtet, sondern nach dem Maße, wie sie die Gedanken Gottes und die Schwingungen der Liebe allen dienstbar werden ließen. Denn der Mensch kann diese Schwingung seinem Willen unterordnen oder Gottes Willen dienstbar machen.

Anmerkung: Wir sind frei in unserem Tun. Scheinbar ist die Liebe bei allem sehr entscheidend.  Und es scheint wichtig zu sein, wie wir unsere tätige Liebe für andere verwendet haben, in welcher Form auch immer.

12 Böse Menschen können wohl den Körper töten, doch was macht es? Er ist ohnehin vergänglich, denn Naturgesetze regeln seinen Lauf. 13 Ihr Eingriff kürzt die Zeit ein wenig ab, doch mit dem Tod des Körpers haben sie das Ende ihrer Macht erreicht. Die Seele können sie nicht töten.

Anmerkung: Dies kann uns die Angst vor dem Sterben nehmen.

15 Kommt die große Ernte, wird der Lebensbaum der Seele vor den Richterstuhl gebracht. Ein Baum, der keine guten Früchte trägt, wird ausgerottet und verbrannt. Sagt, wem gebührt nun Preis und Ehre? Niemals jenen, die den Körper töten.

Anmerkung: Dazu zählt sich er auch Selbstmord. Auch das töten von Tieren?

18 Neigt euch vor Gott, der Macht hat, Leib und Seele in den Flammen seiner Feuer aufzulösen.

Doch der Mensch ist König über sich, wenn er sein Denken, seine Liebe und sein Leben richtig lenkt und so den Preis der Ewigkeit erringt.

20 In eurem Kampf, des Lebens Krone zu erwerben, seid ihr nicht allein, denn euer Vater lebt, und ihr sollt leben. Gott behütet alle Kreatur, und Sonne, Mond und Sterne sind gezählt. So auch die Engel, Menschen, Tiere und die Pflanzen, bis hinab zum kleinsten Lebewesen. Alle sind in Seinem großen Buche der Erinnerungen eingetragen. Auch die Blütenblätter einer jeden Rose ordnet Er nach Zahl und Name. Jedes Haar auf eurem Haupt und jeder Tropfen Blut in euren Adern ist Ihm durch die Schwingungszahl bekannt. Er hört den Vogelruf, das Zirpen der Zikaden, hört die leise Melodie des Glühwurms, und kein Sperling fällt vom Dach und er wüsste es nicht.

26 Ein Sperling ist nur wenig wert. Fünf Stück bekommt man für zwei Groschen. Gott sorgt sich Gott um jeden einzelnen. Um wie viel mehr bemüht Er sich um dich, der du Sein Bild in deiner Seele trägst?

Anmerkung: Mit sehr schönen Worten erfahren wir, wie heilig alles ist! Und das wir uns keine Sorgen machen brauchen, es wird schon für uns gesorgt! Das ist eine gute Botschaft, gerade in schweren Zeiten.

28 So fürchtet euch denn nicht, euch zu dem Christus zu bekennen vor der Welt. Dann wird in Gegenwart der Engel euer Vater euch als Sohn, als Tochter anerkennen.

Anmerkung: Habt Mut zu euren Überzeugungen und Bekenntnis zu stehen, auch wenn es unpopulär ist. Aber wir wissen, wichtiger als das Wort ist das gelebte Wort, also die Taten der Liebe.

Kapitel 110

5 Der Sonnenglanz der Wahrheit überflutet hell den Himmel und die Erde. Wie der Tau sich auflöst in der Morgensonne, fliehen die Dämonen, fliehen Finsternis und Tod und Unheil.
7 Gott ist unsre Stärke, Hoffnung und Erlösung, und wir werden Ihm ein neues Haus erbauen.
8 Säubern wollen wir die Kammern unserer Herzen, dass der
Heilige Geist dort Wohnung finde.
10 Wir suchen nicht das heilige Land, und nicht die Stadt Jerusalem. Wir selber sind das Zelt des höchsten Gottes, und wir selber sind sein Tempel, ohne Axt erbaut.
14. »Erkennt den Weg«, sagt Jesus.

Anmerkung: Wenn wir die Wahrheit annehmen, so kann dadurch viel dunkles gereinigt werden.
Wenn wir das dunkle und uns aktiv beseitigt haben durch einen entsprechenden Lebenswandel, kann der Geist Gottes einziehen und lä
sst uns strahlen. Wir müssen dazu nicht in die Ferne gehen!

17 Nie jedoch hat Gottes Stimme aufgehört, von Seinem schönen Land der Liebe und der Freiheit zu erzählen. Sein Wort hat Er euch gesandt, die Wege zu erhellen.

Anmerkung: Sein Wort hat er uns gesandt, und jemand der das Wort lebt. Wir brauchen uns nur noch zu fragen, „wie würde Jesus handeln“.

Kapitel 111

6 Jeder Mensch besitzt ein Rechts-empfinden, viele aber leben nicht danach.

Anmerkung: Die Menschen hören nicht auf das Gewissen.

11 Doch der Sauerteig der Wahrheit wird den Schlamm in festen Fels verwandeln, und der Fuß des Menschen findet einen Pfad, der ihn hinauf zur Höhe führt. Ihr könnt des Menschen Aufstieg nicht beschleunigen. Den Sauerteig jedoch könnt ihr mit freier Hand verteilen.

Anmerkung: Die Wahrheit bringt uns weiter, auch aus schwierigen Situationen. Mit dieser Wahrheit, hier mit Sauerteig verglichen, können wir den Menschen helfen.

23 Trägt der Mensch die Krone der Gerechtigkeit auf seinem Haupt, dann wird er sich beeilen, jedem das zu geben, was ihm zukommt.

Anmerkung: Wir sollen nicht spirituellen Egoismus leben, sondern den Menschen das geben, was sie brauchen.

14 Jesus wendet sich erneut zum Volk und sagt, nehmt euch in acht, begehrt nicht nach Hab und Gut der Erde. Euer eigentlicher Wert ist nicht, was ihr zu haben wähnt an Land, an Silber und an Gold, denn das sind nur geborgte Güter. Niemand kann die Gaben Gottes horten. Alle Schätze der Natur gehören Gott. Was Gottes ist, steht allen Menschen gleichermaßen zu. Die wahren Werte eurer Seele liegen in der Reinheit eures Lebens und auch in der Weisheit, die vom Himmel stammt. Angehäuftes Gut verdirbt die Seele. Gott gab Seinen Reichtum nicht, damit der einzelne ihn horten und verschließen kann. Der große Reichtum Gottes ist dem Menschen zur Verwaltung übergeben worden. Nützen soll er ihn zum Wohl der Allgemeinheit.

Anmerkung: Wir sollen uns nicht zu sehr an den Besitz klammern, sondern auch für materielle Gerechtigkeit sorgen. Die Schätze des Himmels sind von Bedeutung und dazu gehört die Reinheit des Lebens, das heißt ein Leben in Vollkommenheit.

Kapitel 112
3 Herrscher ist im Hause Gottes, wer dem Allerhöchsten dient. Nur der dient seinem Schöpfer, der dem Menschenbruder dient.

4 Ein Diener Gottes kann nicht auch im Haus des Reichtums dienen, noch im Haus der Sinne.
5 Wer an Land und weltlichen Besitz gebunden ist, dessen Herz ist tief im Irdischen verstrickt, denn wo sein Schatz liegt, da ist auch sein Herz. Verkauft den weltlichen Besitz, verteilt ihn an die Armen und vertraut auf Gott, dann werdet ihr und eure Lieben nicht mehr Mangel leiden.

Anmerkung: Man kann nicht gleichzeitig dem Gott Mammon dienen und unserem Schöpfer! Auch die Triebe sollten wir unter Kontrolle habe. Aber Reichtum ist nicht verwerflich, wenn wir verantwortlich damit umgehen und auch für Bedürftige verwenden.

16 Meine Jünger, diese Zeit erfordert Wachsamkeit von jedem einzelnen, denn keiner kennt die Stunde noch den Tag, an dem der Mensch sein Inneres nicht mehr verbergen kann. Wer immer will, der gürte sich und rüste seine Lampe.
Ihr Jünger jedoch, als Kinder meines Lichtes, ihr versteht die Sprache Gottes, ihr seid Pioniere, die den Menschen ihre Wege weisen.

25 Lange Zeiten kann es dauern, bis der Knecht geläutert ist und Gnade findet vor dem Herrn.
26 Der Diener, der von Licht umgeben ist, den Willen seines Meisters kennt und nicht befolgt, ... wird die Peitsche der Gerechtigkeit durch viele Zeiten-Läufe spüren.

Anmerkung: Zeiten-Läufe meint wahrscheinlich Wiedergeburten. Es braucht einige Leben, bis wir Vollkommen sind.

31 Fürwahr, ich sage euch, wem viel gegeben ward, von dem wird viel verlangt. Wer wenig hat, muss wenig geben.

Kapitel 113
8 Korrupt sind die Nationen. Träg und müde schlafen die Menschen im Arm des Todes. Ehe es zu spät ist, müssen sie zum Leben aufgerüttelt werden. Leben ist, wo Gegensätze herrschen. Gott hat mich gesandt, das Meer des Lebens aufzuwühlen.

Anmerkung
Nichts Neues unter dieser Sonne! Die Menschen sind so sehr die Unfreiheit gewöhnt, dass sie es gar nicht mehr bemerken! Jesus ist bewusst in welche wirtschaftlichen geistigen Unfreiheit die Menschen leben, wie
viel mehr Lebensfreude möglich ist, und will die Menschen deswegen aufwecken, wir Schicksal in die Hand zu nehmen.  

2o Naht die Zeit des Zorns, lasst Weisheit walten. Sträubt euch nicht, denn Widerstand stärkt nur die Wut des Bösen. Selbst im Übelsten der Menschensöhne glimmt ein Funke von Gerechtigkeit und Gnade.  
Anmerkung:
Was für weise Worte! Gebt euch nicht den Emotionen hin, sondern reagiert mit Weisheit und Liebe. Kämpft nicht gegen das Böse, sondern überwindet es durch Klugheit, List, Weisheit und Liebe. Fördert das Positive im anderen, appelliert an das Gewissen, lobt das wenige gute, der Heilige Geist hilft euch dabei!

22 Fördern könnt ihr diese Regung, wenn ihr durch den Heiligen Geist euer Tun und Sprechen weise lenken lasst.  So wandelt ihr den Zorn der Menschen in ein Dankgebet.

Anmerkung: Vielleicht weil wir dann eine andere Perspektive entwickeln? Das, was sich ereignet hat, soll vielleicht unserer Entwicklung und unserem Aufstieg dienen?

Kapitel 114

  1. Jesu Aufforderung zur Hilfsbereitschaft 

3 Die Jünger sagen, »Viele Fischerboote sind gesunken gestern Nacht, als wir den Sturm erlebten. Dutzende von Männern fanden ihren Tod, und ihre Hinterbliebenen befinden sich in Not. Was läßt sich tun? Wie können wir am besten helfen?«
Jesus sagt: Die Toten kann man nicht mehr retten, doch wir können jenen helfen, die sonst leiden müssen. Nun kommt eure Stunde, ihr Verwalter, die ihr Gottes Reichtum hütet. Öffnet eure Truhen. Bringt das Gold, das ihr verwahrt, und gebt es hin mit hilfsbereiter Hand. Für einen Tag wie diesen wurde es gespart. Solange es von niemandem benötigt wurde, war es gut verwahrt in euren Händen. Nun gehört es denen, die in Not geraten sind, und nicht mehr euch. Verweigert ihr es, bringt ihr Gottes Zorn auf euer Haupt. Glaubt nicht, es sei Barmherzigkeit, wenn ihr dem Armen gebt, was ihm gebührt. Das ist nur selbstverständlich und gerecht.«

Dann wendet Jesus sich zu Judas, der das Geld verwaltet: »Bringe deinen Beutel, Judas, denn das Gold gehört nun nicht mehr uns. Gib auch die kleinste Münze her.« Doch Judas will nicht alles geben. Heimlich spricht er mit Johannes, Petrus und Jakobus. Petrus sagt entrüstet: »Judas, Mann, wo denkst du hin? Wie wagst du es, was recht ist zu missachten? Recht hat unser Meister, wenn er sagt, daß angesichts der Not das Geld jetzt nicht mehr uns gehört. Und Diebstahl wäre es, die kleinste Münze zu behalten. Keine Angst, wir kommen nicht zu kurz.
Da öffnet Judas seinen Beutel und gibt alles her. Es ist genug, um Nahrung und Bekleidung für die Opfer zu besorgen.

Anmerkung
Eine sehr schöne Geschichte die klar und deutlich sagt, dass wir durchaus über Reichtum verfügen dürfen solange andere nicht die Not sind. Sollte dies der Fall sein so müssen wir teilen, alles andere wäre gegen Gottes Gebote gehandelt.

  1. Das Gesetz von Ursache und Wirkung 

25 Warum geschah das Unglück? Waren diese Männer denn so schlecht, dass sie für ihre bösen Taten die gerechte Strafe leiden mussten?«

26 Jesus sagt: »Man soll nicht richten, wenn man nur die eine kurze Spanne Leben kennt.

Es gibt ein göttliches Gesetz, das alle Menschen kennen sollten das Gesetz von Ursache und Wirkung. Der Mensch ist ja kein Staubkorn, das in einem kurzen Erdenleben grundlos hin und her fliegt, um dann zu vergehen. Seht, ein Teil des Ewig-Ganzen ist er. Viele Male zwischen Erden-reich und Jenseits kommt und geht er, um das Göttliche in seinem Innern zu entfalten.

Anmerkung: Hier ist fast alles gesagt! Wir Inkarnieren sehr oft, damit die Seele reifen kann. Und um das Göttliche im Inneren zu entdecken und zu entwickeln.

3o Irgendeine Tat, verübt in diesem Leben, wirkt sich vielleicht erst im nächsten Leben aus. Die Ursache zu eurem heutigen Geschick und Schicksal ist kaum in meiner Spanne Zeit, in diesem Erdenleben zu finden. So ist auch die Ursache zu meiner heutigen Mission wohl kaum in eurer Zeit zu suchen.
32 Vor der Saat kann ich nicht ernten, und ich kann nur das gewinnen, was ich säte. Diese Gesetze der Ewigkeit sind den Meistern wohl bekannt. Was immer auch der Mensch dem Menschen tut, fällt auf ihn zurück.
Der Richter und Lenker allen Lebens handeln nur nach Menschenrecht.

Anmerkung: Kurz gesagt, das, was ich tue, fällt auf mich zurück, in diesem oder einem anderen Leben. Das ist das geniale Grundgesetz des Kosmos, denn es macht die Menschen gut! Weil sie selber über ihr Glück und Unglück entscheiden. Gott ist gerecht! Jeder bekommt das, was er sät.

35 Die Handhabung dieser ewigen Gesetze erkennt man unter den Menschen nicht. Man sieht den Schwachen, der geschmäht, geknebelt und geschlagen wird von dem, den man den Starken nennt. Man sieht den Hohlkopf auf dem höchsten Throne sitzen. Könige und Richter, Senatoren und Prälaten sind darunter. Während Männer mit gescheiten Köpfen in den Straßen Lumpen sammeln. Frauen, mittelmäßig an Verstand und ohne jede Tugend, sieht man aufgeputzt wie Königinnen. Nur der Schönheit wegen werden sie am Königshof empfangen, während Gottes wahre Töchter ihre Dienerinnen sind und Sklavenarbeit tun.
Kein Wunder, wenn der Mensch, der nur die eine Spanne Leben vor sich sieht, verzweifelt ist.


43 Wer das Leben ganz begreifen will, der müsste sich erheben über Raum und Zeit, wo er die Taten und Gedanken aller Menschen weit in die Vergangenheit verfolgen könnte.
Der Mensch ist nicht aus Lehm gemacht, um wieder Lehm zu werden, sondern ist ein Teil des Ewig-Ganzen. Niemals war er nicht, und niemals kommt die Zeit, da seine Existenz erlischt.
46 Und nun erkennen wir: Wer heute Sklave ist, war einst Tyrann. Wer heute ein Tyrann ist war in alter Zeit ein Sklave. Wer heute leiden muss, ergötzte sich am Leid, das er den anderen einst zugefügt.

Anmerkung: Viele verzweifeln an der Welt, weil sie nicht die größeren Zusammenhänge sehen. Dennoch sind wir aufgerufen, das Leiden anderer Menschen zu reduzieren, im Rahmen unserer Möglichkeiten. Denn dies bringt uns auch näher zum Licht.

48 Es sind so viele krank und lahm und blind und taub, weil sie vor langer Zeit das göttliche Gesetz verletzten. Jedes göttliche Gesetz muss ausgeglichen werden und erfüllt sein.

Anmerkung: Kann man daraus etwas Positives ableiten? In dem Bewusst-Sein, hier wird eine Schuld abgetragen, steht dem Aufstiegsprozess nichts im Weg, den die seelische Heilung vollzieht sich. Ich erlebe Menschen mit Einschränkungen in der Regel auch sehr fröhlich und dankbar! Wer noch in der Sünde steht, entfernt sich weiter von der Quelle und ist damit schlechter dran.
Wie stehe ich zum Leiden der anderen? Auch Jesus hat sehr gelitten, obwohl er vollkommen war. Mitgefühl ist die Botschaft der
Bibel, menschlicher Beistand, denn wir verstehen nicht, was hinter dem Leiden steckt. Es gibt offensichtlich auch unverschuldetes Leiden. Und gerade die Menschen mit hohen Schwingungen müssen sehr leiden. Weil auch das Test ist, wie stark die Seele ist und wie standhaft? Ich sehe es als Trainings-Möglichkeit für das innere Wachstum. Nur in Spannungen und in herausfordernden Situationen kann ich trainieren. Und dafür bin ich dankbar.

49 Während seines Erdenlebens mag ein Mensch der Strafe für verübte Missetat entgehen. Jede Tat und jedes Wort und jeder einzelne Gedanke aber ist der Ausgangspunkt zu weiterem Geschehen und verursacht eine Wirkung.

Wer ein Unrecht tut, muss es in Ordnung bringen.

Anmerkung: Die Vergebung gibt es, aber sie gibt es nicht umsonst! Hier ist die Schlüssel zur Vergebung.

51 Ist das Unrecht in der Welt gesühnt und ausgeglichen, wird die Menschheit eins mit Gott.

Anmerkung: die Sünde entfernt uns vom Licht, von der Quelle, Gott und umgekehrt. Das motiviert ein vollkommenes Leben anzustreben. Der Lohn ist groß!

  1. Das Gleichnis vom Samen, der auf verschiedenartigen Boden fällt.   

Kapitel 115
2 Ein Sämann greift nach seinem Sack voll Samen und begibt sich auf den Acker, um zu säen.

3 Seine Körner wirft er schwungvoll aus. Ein Teil derselben fällt auf harten Boden. Menschenfüße achten ihrer nicht, und Vögel tragen die zerquetschten Körner fort.
5 Ein zweiter Teil des Samens fällt auf Felsengrund, bedeckt mit wenig Erde. Dort ist nicht viel Nahrung für den Samen. Er geht auf, und grüne Halme täuschen eine reiche Ernte vor. Der Mittagssonne Glut jedoch verdorrt die Halme, und sie sterben ab.
7 Ein dritter Teil des Samens, welcher unter Disteln fällt, erstickt und ist verloren.
8 Jene Samen aber, die in satten, weichen Ackerboden fallen, gehen herrlich auf und der Ertrag ist dreißigfach, sechzig-fach oder hundert
fach.
9 Wer Ohren hat zu hören, höre. Wer ein Herz hat, das verstehen kann, verstehe.
14 Ein jeder nehme das, was er begreifen kann.

Anmerkung: Es geht darum, die Worte mit dem Herzen wahrzunehmen und zu verinnerlichen, und nicht nur mit dem Verstand aufzunehmen.
Jeder hat eine andere Biografie und Erfahrungen.
Botschaften, die der eine aufnehmen kann, sind für den anderen jetzt noch unverständlich. Aber irgendwann vielleicht nicht mehr? So erinnert man sich vielleicht daran?

18 Andere, die meine Worte hören, nehmen sie begierig auf und scheinen auch die Wahrheit zu verstehen. Doch Sorgen kommen schnell. Die Menschen sind entmutigt, und es mangelt ihnen an Gedankentiefe. Alle guten Absichten verdorren allzu rasch und sterben. Dieses sind die Körner, die auf Felsengrund mit wenig Erde fallen.

21 Wieder andere sind da, die hören meine Worte und verstehen ihren Sinn. Doch Geltungsdrang, Genusssucht, Ruhm-Gier und Reichtum füllen all ihr Denken aus, dass meine Worte keinen Eingang finden und verloren gehen. Dieses sind die Samen, die unter Disteln fallen.

23 Andere vernehmen meine Worte, und die Worte sinken tief in ihre Seelen. Hiernach leben sie das heilige Leben, und gesegnet ist die Welt. Dreißig-fach, sechzig-fach, oder hundert-fach ist die Ernte. Ihr Menschen, achtet gut, wie ihr die Felder eurer Seelen kultiviert.

Anmerkung: Großes können die Menschen in der Welt bewirken, die das Wort Gottes mit dem Herzen aufnehmen und danach leben! Sie werden zum Segen für die Welt. Denn sie bringen Licht und Liebe in alles, was sie umgibt, Natur, Pflanzen, Tiere und die Menschen. Damit verwandeln sie die Realität.

25 Wenn ihr das jetzt Gebotene im Leichtsinn von euch werft, dann könnte es geschehen, dass der Sämann nicht mehr kommt, nicht jetzt und auch nicht später.

Anmerkung: Es sind immer Kreuzungen im Leben, wo wir abbiegen können. Dies kann eine Begegnung mit der Botschaft Gottes sein. Und dann sind wir auf einer anderen Straße, und können nicht mehr zurück.


  1. Gleichnis vom Unkraut
     

27 Jesus spricht zur Menge wiederum in Bildern.
Das Gottesreich gleicht einem Acker. In die Furchen sät der Sämann allerbesten Samen. Während seines Schlafes schleicht sich ein Bösewicht heran und sät Unkraut in dieselben Furchen. Beide Samen gehen auf im guten Erdreich. Korn und Unkraut sprießen durcheinander. Die fragen den Herrn, sollen wir das Unkraut samt den Wurzeln aus dem Boden reißen und verbrennen? Nein, entgegnet jener, Korn und Unkraut wachsen viel zu dicht beisammen. Mit dem Unkraut ginge auch das Korn verloren. Bis zur Ernte sollen Korn und Unkraut miteinander wachsen. Wenn die Schnitter kommen, will ich ihnen sagen. Geht hin, entfernt das Unkraut und verbrennt es. Dann könnt ihr den Weizen in die Scheune bringen.

Anmerkung: Ein sehr schönes Bild, das besagt, kämpfe nicht gegen das Unkraut sondern fördere das Gute, bewässere die Pflanzen, achte auf ihren Wuchs und Bedarf und ignoriere das Unkraut, solange es die guten Pflanzen nicht angreift.
Ist das Unkraut unsere Schattenseiten? Das, was an uns schwierig ist. Wir
werden vielleicht nicht alles Schattenseiten los? Aber das Himmelreich ist so wertvoll, dass es sich schon lohnt, einiges anzugehen. Und wir werden dann auch beliebter bei den Menschen. Also, doppelter Gewinn!

Kapitel 116

2 Betrachtet man das Gottesreich aus Menschensicht, besteht es aus den Seelen, die im Geist und Schutz Christi stehen. Viele drängen sich aus den verschiedensten Motiven zu der äußeren Gestalt des Gottesreiches. Seine innere Gestaltung ist der Wohnort aller Seelen reinen Herzens.

Anmerkung: Die einen leben im Geist Gottes. Die anderen reinigen auch ihre Herzen, arbeiten an sich und ihren Traumata, und dringen tiefer in das Geheimnis Gottes ein.

8 Am Tage des Gerichtes werden alle Schlechten weggeworfen, nur die Guten bleiben. ...
12 Die guten Menschen werden dann im Reich der Seelenwelt als Sonnen leuchten.
Da fragt Philippus,
müssen denn die Seelen in den Flammen leiden, weil sie nicht den rechten Weg gefunden haben? Jesus sagte, das Feuer läutert stets. Der Handwerker schmilzt das Erz im Feuer. Was keinen Wert hat, scheidet aus. Das Gold allein bleibt übrig. Keinen Menschen gibt es, der nicht reines Gold in seinem Herzen hätte. Alles Schlechte wird verbrannt, das Gute überlebt.

Anmerkung: In jedem ist Licht und Schatten! Dies negative wird durch Leiden geläutet, bis nur noch Gold übrig bleibt. Ist das nicht phantastisch? Das Leiden macht uns noch edler! Und den Grad des Leidens, können wir selbst einstellen. Welch eine phantastische Freiheit hast du uns gegeben, du gerechter Gott!

24 Und fürs letzte möchte ich das Reich der Seele mit dem Schatz vergleichen, der in einem Feld verborgen liegt. Ein Mensch erfährt davon, veräußert alles, was er hat, und kauft das Feld.

Als Jesus seine Gleichnisse beendet hat, geht er in die Einsamkeit und betet.

35 Wo ist euer Glaube hin? Auch ihr könnt zu den Wind- und Wellengeistern reden so wie ich, und Wind und Wellen werden euch gehorchen.

Anmerkung: Macht Größeres wie ich, sagte Jesus. Mit der rechten Lebensweise in Vollkommenheit und dem rechten Glauben und Vertrauen geht das laut Jesus.

 

Kapitel 117

4 Die Pharisäer sagten, welche Schande, dieser Mensch behauptet doch, er sei von Gott gesandt, und lässt sich ein mit Zöllnern, Dirnen und gemeinem Volk.
Jesus aber weiß, was jene denken und sagt: Die Gesunden brauchen keine Heilung, reine Menschen brauchen keine Rettung. 6 Wer gesund ist, der braucht keinen Arzt. Der Reine ist erlöst.
Wer recht tut und gerecht ist, braucht die Buße nicht. Zu jenen ward ich nicht geschickt, doch zu den Sündern wurde ich gesandt.

  1. Die Stimme des Gewissens 


19 Wenn ein Mensch die Stimme des Gewissens nicht beachtet, ist sein Herz in Trauer: Seine Leistung sinkt, und das ist Sünde.
20 Das Gewissen ist persönlicher Natur. Was mein Gewissen mir erlaubt, mag dein Gewissen dir verwehren. Schlecht ist eine Tat für mich, doch gut ist sie vielleicht für dich. Die Stufe, die du auf dem Lebensweg errungen hast, bestimmt, was Seele ist.
22 Es gibt kein starres, unbewegliches Gesetz von Gut und Böse. Gott beurteilt Gut und Böse nach dem Maße einer Weisheit. Aus ernster Überzeugung fastet einer, und der Segen Gottes liegt auf ihm. Ein anderer, der ohne Glauben fastet, ist gerichtet.

Anmerkung: Das Gewissen ist die Referenz und das Navigations-System. Aber es ist individuell und spricht zu jedem Menschen anders. Denn jeder hat eine andere Aufgabe. Damit dürfen wir den Weg anderer Menschen respektieren und müssen ihn nicht kommentieren, denn Gott hat anders zu ihnen gesprochen.

Eines schickt sich nicht für alle, und wer das gefunden hat, was seiner Eigenart entspricht, hat gut getan.

Anmerkung: Auch hier wieder ein Satz in dem so viel gesagt ist! Dies ist ein Zeichen von wahrer geistigen Größe!
Die individuelle Stimme des Gewissens im inneren wahrzunehmen, ist eine
wichtige Aufgabe. Dazu braucht es Ruhe.

Wer Ohren hat zu hören, höre. Wer ein fühlend Herz besitzt, erfasse es.«
Anmerkung: Ein fühlendes Herz ist ein Geschenk Gottes und mein Ziel.

  1. Das Gleichnis vom neuen Wein in alten Schläuchen.  

3 Jesus sagt, Reform tut not. Die Richter dürften gütiger und gnadenvoller sein, die Kundigen des Rechts gerechter, und dem Volke sollte man die schweren Lasten nehmen.
Nikodemus erwidert, könnte man nicht alles dies erreichen, ohne dass der altbewährte Gottesdienst in Brüche ginge?

5 Wäre es nicht gut, ihr könntet euer Wirken, eure Macht, in Einklang bringen mit den Satzungen der Schriftgelehrten und der Pharisäer? Könnte nicht das Priestertum der Juden eurer göttlichen Philosophie zum Wohl gereichen?
6 Jesus sagt darauf zu Nikodemus, neue Weine soll man nicht in alte Schläuche füllen. Gärt der neue Wein, dann platzt der alte Schlauch, und beides ist dahin. Ein altes, fadenscheiniges Gewand kann nicht mit neuem Linnen ausgebessert werden, denn der alte Stoff ist nichts mehr wert. Ein neuer Wein braucht einen neuen
Schlauch. Die Wahrheit, die ich bringe, ist für diese Menschheit neu, und würde man sie in die alten Schläuche jüdischer Gesetze füllen, wäre sie verfälscht. Sie ist zu stark, sie dehnt sich aus, das Alte hält nicht stand.

Anmerkung: manche Menschen sind nicht fähig ihr Glaubens-Leben neu auszurichten, und verschwendet nicht die Energie darauf!

Fürwahr, das Königreich des Christus ist so alt wie Gott und dennoch neu wie Morgenröte. Es allein enthält die ganze Wahrheit.

Anmerkung: Die Wahrheit war schon immer gleich, aber die Menschen haben es nicht erkannt. Oder es wurde, um die Macht zu bewahren, verfälscht.

Kapitel 120

  1. Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterland 

Anmerkung: Diese traurige Erfahrung machen viele. Vielleicht ist deswegen Jesus auch viel gereist. Auch Eckart Tolle ist aus Deutschland weg. Und dann wurde er berühmt.

Kapitel 121

6 Der Sabbath naht, und Jesus geht zur Synagoge. Dort nimmt er das Buch der Psalmen, schlägt es auf und liest: Gesegnet ist der Mensch, der Gott vertraut, der nicht vor Stolz und Hochmut noch vor Heuchlern seine Knie beugt.
8 Herr, mein Gott - die Werke, die Du schufst, sind wunderbar, und ungezählt sind die Gedanken, die Du für uns hegst.
9 Du willst nicht Opferblut noch Brandgeruch als Sühne für die Sünde. Wahrlich, Deinen Willen und Dein Gesetz zu vollbringen bin ich da. Dein Gesetz, o Herr, brennt tief in meinem Herzen.
22 Deine Worte der Gerechtigkeit und Dein Gebot des Friedens habe ich dem Volk gepredigt, habe Deinen Rat in seiner ganzen Fülle kundgetan.
22 Deine Weisheit und Gerechtigkeit hielt ich in meinem Herzen nicht geheim, und Deine Huld und Gnade habe ich verheißen. Ich habe Deine Güte, Deine Wahrheit stets gepriesen und den Menschen immer wieder neu verkündet.
Herr, laß meine Stimme laut ertönen, denn ich will Dich preisen. Weder Opfer von verbranntem Fleisch noch Blut
opfere ich für Sünden. Die Opfer, die ich Dir, mein Gott, bringe, sind des Lebens Reinheit, ein Geist des Glaubens und der Liebe und ein reuevolles Herz, denn diese Gaben nimmst Du an.

Anmerkung: Hier ist sehr schön gesagt, worauf es im Leben ankommt. Es geht wesentlich um den Charakter und Lebenswandel.

16 Nachdem er diese Stelle aus den Psalmen vorgelesen hat, sagt der Meister, unser Volk hat seine Opferriten übertrieben. Gnade, Menschenrechte und Gerechtigkeit hat es vergessen.
19 Hört, ihr Priester, Pharisäer und Schriftgelehrten, euer Gott ist überschwemmt mit Blut, und euer dürftiges Gestammel hört Er nicht. Ihr steht vor euren rauchenden Altären, doch ihr steht vergebens. Haltet euch an die Gesetze, führt Reformen ein und wendet euch zu Gott, dann seid ihr wahre Priester. Schändet die Altäre nicht mehr durch den Opferrauch der Unschuld. Bietet lieber euer reuevolles Herz als Opfergabe dar. 23 Entlastet euer Volk von allen
Bürden, welche ihr ihm aufgezwungen habt. Sonst ruft ihr Gottes Zorn auf euch.

Anmerkung: Jesus spricht hier in sehr klaren und mutigen Worten. Er will damit diesen Menschen helfen, weiter im Leben zu kommen.

Jesus tritt beiseite. Überaus verwundert ist das Volk und fragt: Woher hat dieser Mensch die Kenntnis und die Macht? Von wo stammt seine Weisheit? Ist er nicht der Sohn Marias, die am Marmionwege wohnt? Sind nicht seine Brüder ehrenwerte Bürger dieser Stadt? Und sind nicht seine Schwestern unter uns?
29 Und alle fühlen sich verletzt durch Jesu Worte. Ein Prophet gilt nichts in seinem Vaterland, sagt
Jesus, und den Seinen ist er nicht willkommen. In der Heimat hat er seine Feinde.  So begibt es sich, dass er in Nazareth nur wenig Wunder wirkt. Er bleibt nicht lange, denn das Volk glaubt nicht an ihn.

Anmerkung: Jesus war klar um zu helfen, kranke Strukturen und Menschen zu helfen, sich weiter zu entwickeln.

 

  1. Jesus sendet die Jünger aus 

Kapitel 122
2 Die Menschen
laufen durcheinander wie verstörte Schafe ohne Stall. Sie brauchen einen Hirten, welcher sie mit liebevoller Hand zum Licht geleitet.
Das Korn ist reif, die Ernte reichlich, doch der Schnitter sind nur wenige.

Anmerkung: die Menschen haben den Kompass verloren. Es gibt viel zu tun, aber nur wenige sind fähig dazu, aber können es werden.

5 Es ist nun an der Zeit, dass meine Jünger ohne mich durch Galiläas Städte ziehen. Lehrt und heilt das Volk. Dann haucht er jeden seiner Jünger an und sagt, der Heilige Geist sei in dir. Er flüstert jedem Jünger Gottes Wort der Macht ins Ohr. Mit diesem Wort, sagt er, kannst du die Kranken heilen, böse Geister aus Besessenen vertreiben und die Toten auferwecken.

Anmerkung: Menschen mit sehr hohem Bewusst-Sein werden mit diesen Gaben beschenkt. Bruno Gröning, der nach dem Krieg in Deutschland lebte, war so einer. Es gibt sie immer wieder! Ein rechtschaffenes Leben lohnt sich!

9 Das Reich des Christus ist gekommen, sollt ihr sagen.
Reichlich habe ich gegeben, reichlich sollt auch ihr verschenken. Gebt den Armen alles Gold und Silber, das ihr habt. Behaltet nur das Nötigste. Nur ein Gewand und auch nur ein Paar Schuhe sollt ihr tragen. Gott wird für euch sorgen, denn ihr seid doch Seine Diener.
Doch ihr müsst im vollen Glauben stehen. Stützt euch nicht auf Krücken.

Anmerkung: Ihr seid jetzt aus dem Geist geboren, so hat das materielle keine Bedeutung mehr. Kraftvolle und klar Worte!

14 Wo ihr bleiben wollt, da sucht euch einen Mann des Glaubens, bis ihr weiterziehen müsst.
15 Ihr geht an meiner Stelle und ihr wirkt in meinem Namen. Alle jene, welche euch willkommen heißen, heißen mich willkommen. Und wer euch die Türe weist, der weist sie mir.
17 So ihr in einer Stadt nicht freundlich aufgenommen werdet, seid nicht traurig und hegt keinen Groll und Ärger in eurer Brust. Ein übelwollender Gedanke schadet euch und mindert eure Kraft. Wenn man nicht freundlich zu euch ist, dann geht, denn viele sind es, die nach Licht verlangen.

Anmerkung: Achte auf die Gedanken, konditioniert die Gedanken, dass sie sich nicht zu sehr dem negativen hingeben, sondern dem Licht, dem Positiven.

20 Nun sende ich euch in die Welt, wie Schafe, die man Wölfen überlässt. Darum seid klug wie Schlangen, doch sanft wie Tauben.

Anmerkung: In der Welt gibt es Licht und Schatten! Seid wachsam, nutzt die Weisheit, Wahrheit und Liebe! Da seid ihr überlegen. Mancher präsentiert sich als Verbündeter, aber wie ist es wirklich? Spürt man nicht was für Energien wirken?

24 Steht ihr vor Gericht, habt keine Angst und seid auch unbekümmert, was ihr tun und was ihr sagen sollt. In jener Stunde werden euch die Worte, die ihr sprechen sollt, vom Heiligen Geist eingegeben. Seid vertrauensvoll.

27 Eure Botschaft bringt den Frieden nicht ins Land. Im Gegenteil, sie peitscht die Menge auf in Zorn und Widerspruch. Der Mensch verlangt die Wahrheit nicht zu hören, sondern zieht es vor, die zarte Pflanze des Gewissens zu ersticken, ehe sie zur Blüte kommt.

Anmerkung: die Menschen der Wahrheit sind nicht immer beliebt, weil sie die Täuschungen aufdecken.

 

34 Und wenn ihr einem allzu starken Feind begegnet, wisset, daß der Menschensohn euch nahe ist. Er spricht das Wort, und ungezählte Engel-Wesen eilen euch zu Hilfe.

Anmerkung: Wir sind nicht allein! Der Geist Gottes, aber auch Engel begleiten uns. Wir müssen sie nur adressieren.

38 Schert euch nicht um das, was euch die Menschen tun, sie üben keine Macht aus über eure Seele. Euren Körper mögen sie missbrauchen und zerstören das ist alles. Sie kennen nicht den höchsten Gott, der das Geschick der Seele lenkt und über Wohl und Weh gebietet.

41 Wer nicht Christus über alles liebt, der doch die Liebe Gottes ist, der wird das geistige Bewusstsein nie erlangen. Wer die Eltern oder seine Kinder mehr liebt als den Christus, ist kein Christ.
43 Und wer sein Leben mehr liebt, als er Christus liebt, ist Gott nicht wohlgefällig. Wer am Leben hängt, wird es verlieren. Wer für ihn sein Leben wagt, der wird gerettet.«

Anmerkung: Gemeint ist die Liebe Gottes im Herzen. Dies ist ja auch das erste Gebot im alten Testament.

Kapitel 123

3 Mein Vater, unser Gott, ist eins, ist Geist, ist Wahrheit. Jede Menschenseele ist Ihm teuer.
5 Würde Gott das Brot des Lebens nur dem einen Volke spenden und den andern Völkern nicht, die gleichfalls zum lebendigen Bewusstsein aufgewacht und dieses Brotes würdig sind, Er wäre ungerecht, und wanken wahrlich würde Gottes Thro6 So hat Er euch gerufen den
Geist Seiner Weisheit, Seiner Macht in eure Seelen eingehaucht und sendet euch nun aus in alle Welt, als Fackelträger Seines Lichtes und Apostel fremder Völker. Geht nun eures Weges und verkündet allen Christi Evangelium.
35 Nach geraumer Weile kommen auch die zwölf Apostel und erzählen ihrem Meister alles über ihre Tätigkeit in Galiläa. Sie berichten von den Wundern, die sie durch die Kraft des Wortes wirken konnten.

Anmerkung: Es geht um die tiefen Wurzeln des Glaubens in Hingabe, Gebet oder Mediation. Und daraus wächst das Engagement in vielfältiger weise. Über das Wort reden ist eine von vielen Aufgaben. Und den Menschen wurden auch Gaben des Heilens mitgegeben.

Kapitel 124

1 Die zwölf Apostel sind zur Ebene des geistigen Bewusstseins aufgestiegen, und der Meister ist nun in der Lage, ihnen seinen Auftrag und die tiefere Bedeutung ihrer Mission zu offenbaren.

Anmerkung: Jesus spricht hier schon von  Bewusstseins-Ebenen und ist damit seiner Zeit weit voraus. Diese Entwicklungsstufen sind nun von David R. Hawkins  beschrieben und ich habe sie kurz zusammengefasst: http://e.pc.cd/5n1otalK

  1. Gott-Vertrauen in allen Lebenslagen 

4 Die Boote mit den Jüngern nähern sich Kapemaum, als jäh ein fürchterlicher Sturm aufkommt. Gnadenlos sind sie den Wogen ausgeliefert. Große Angst befällt die Jünger. Da erblicken sie im Zwielicht eine menschenähnliche Gestalt, die auf den Wogen schreitet. Einer ruft: »Es ist ein Geist, ein böses Omen!« Doch Johannes, welcher die Gestalt erkennt, sagt freudevoll: »Es ist der Herr.« Der Wind läßt nach, und Petrus, welcher in des Bootes Mitte steht, ruft aus: »Herr, wenn du es wirklich bist, dann laß mich auf den Wellen zu dir kommen!« Da streckt Jesus seine Hände aus und sagt: »So komm.« Und Simon Petrus tritt hinaus. Die Wellen sind so hart wie Fels. Er wandert auf den Wogen. Weitergehend denkt er plötzlich was geschieht, wenn jetzt die Woge unter meinen Füßen nachgibt? 33 Kaum gedacht, beginnt er schon zu sinken, und in großer Angst ruft er: »0 rette mich, mein Meister, sonst bin ich verloren !« 34 Da nimmt Jesus seine Hand und sagt: »0 Freund, wie klein ist doch dein Glaube, daß du zweifelst.« Und der Herr führt ihn zurück zum Boot.

Anmerkung: Eine sehr schönes Beispiel, dass wir keine Angst haben sollen, sondern Vertrauen. Die Angst bedroht die Begleitung durch gute Mächte.

Gestern wurden Tausende gesättigt. Heute kommen sie erneut und wollen mehr. Was sie erhalten haben, ist des Leibes Speise. Diese aber ist vergänglich.

Kapitel 125
8 Ihr
Menschen, müht euch nicht um Nahrung, die vergeht. Doch seid bemüht um Nahrung für die Seele. Seht, ich bringe euch des Himmels Speise. Der Fische Fleisch habt ihr gegessen und seid satt geworden. Nunmehr bringe ich das Fleisch des Christus, dass ihr ewig lebt.
22 Doch wahrlich, Christus kam. Er ist das Brot des Lebens, welches Gott der Menschheit gab. Wer immer Christi Fleisch und Blut genießt, wird niemals sterben. Nie mehr wird er hungern, nie mehr dürsten. Wer immer Christi Brot des Himmels isst und Wasser aus dem Quell des Lebens trinkt, ist nicht verloren. Diese sind der Seele Nahrung und des Lebens Reinigung.
25 Gott sprach: Hat sich der Mensch geläutert, will Ich ihn zum Thron der Macht erheben.

Anmerkung: Hier handelt es sich sicher nicht um echtes Brot und Blut, sondern um Brot des Himmels. Wer auf dem Weg in der Nachfolge Christi lebt, also sich nach seinem Vorbild orientiert, dessen Sehnsucht ist gestillt und Frieden kehrt im Herzen ein. Es ist hier nicht die Rede davon, dass man deswegen gerettet wird. „Des Lebens Reinigung“ könnte bedeuten, dass das Leben gereinigt werden soll, von alle dunklen und schlechten. Das kann uns der Schöpfer nicht abnehmen. Die Läuterung des Menschen, die geänderte Lebensweise ist bedeutsam um aufzusteigen.

Manche sagten aber,
18 »Der Mann ist nicht bei Sinnen, denn wir hörten, wie er sprach: Ich bin das Brot des Lebens, das vom Himmel kommt. Jesus aber weiß, was in den Köpfen dieser Männer vor sich geht, und sagt zu ihnen: »Weshalb schimpft und murrt ihr?
20 Der Christus ist das Leben, und er kommt von Gott. Des Himmels Schlüssel hält er in der Hand, und niemand schreitet durch die Pforte, ohne dass der Christus in ihm lebt.
21 Ich bin im Fleisch gekommen, um des Vaters Willen kundzutun und wahrlich, dieses Fleisch und dieses Blut sind ganz von Christus-
Kraft durchdrungen. So bin ich das Brot des Lebens, das vom Himmel kommt. Und wenn ihr dieses Fleisch und dieses Blut genießt, dann lebt ihr ewig, und wer will, kann selbst zum Brot des Lebens werden.

Anmerkung: Hieraus geht hervor, dass Jesus Christus in sich hatte, und dass dies jeder haben kann. Dass der Christus in ihm lebt ist sogar Voraussetzung, um in höhere Ebenen aufzusteigen.

26 Das Gleichnis, das er sprach, ist vielen unverständlich und einige wenden sich von ihm ab.

27 Jesus sagte, ihr strauchelt vor der Wahrheit und begreift sie nicht. Was werdet ihr erst sagen, wenn ihr dieses Fleisch und dieses Blut in Höheres verwandelt seht?

3o Das Fleisch ist nichts. Es ist die Kraft des Geistes, die lebendig macht. Die Worte, die ihr hört, sind Geist, sind Leben.

32 Wie nun Jesus diese vielen Menschen sieht, die an ihn glaubten, jetzt sich aber von ihm wenden, sagt er zu den Jüngern: »Wollt auch ihr mich nun verlassen?« Petrus aber sagt: »Wohin, Herr, sollten wir uns wenden? Du allein hast Worte, die ins Leben führen, und wir wissen, dass der Vater dich gesandt hat.«

Kapitel 126

 4 Diese Leute ehren mich mit leeren Worten, denn ihr Herz ist nicht dabei. Vergeblich beten sie mich an. Ihr Gottesdienst ist Menschenwerk.

22 Pflanzliche und tierische Substanz ist keine Seelennahrung. Gott speist Geist und Seele aus dem Himmel, denn das Brot des Lebens kommt von dort. Durchdrungen ist die Atemluft vom Heiligen Geist, und wer will, der nehme Gottes Geist in sich auf. 14 Die Seele hat die Kraft der Unterscheidung. Soll das Leben Christi euer werden, nehmt den Geist Gottes in euch auf, und es geschehe euch nach eurem Glauben.
25 Ihr seid nicht der Körper selbst, der weiter nichts als eure Wohnung ist.
16 Die
Sphäre um die Erde baut den Körper auf und hält ihn auch in Ordnung. Doch die Himmelswelt sorgt für des Geistes-Nahrung. Aus dem Schlamm des Sumpfes blüht die schönste Lilie
18 Das Gesetz der Erde fordert, dass der Körper rein erhalten werde. Das Gesetz des Geistes ruft nach Reinheit von Gedanke, Wort und Tat.

Kapitel 127

  1. Das Wichtigste Zusammengefasst 

5 Fürwahr, ich lehrte euch, dass einer, der nicht willens ist, sein Leben für die Rettung seines Bruders hinzugeben, auch nicht wert ist, in das Große Leben einzugehen.

Anmerkung: Mit Bruder ist nicht nur der leibliche Bruder gemeint, sondern auch der, dem man sich verbunden fühlt. Der Mitmensch ist offensichtlich extrem wichtig!

6 Ich kam als Vorbild für die Menschen in die Welt und habe mich der Hilfsbereitschaft nie entzogen.
Anmerkung: Jesus hat nicht nur gepredigt, sondern immer wieder konkret geholfen. Viel durch Heilung. Er könnte unsere Referenz sein.

7 Als ich in Heliopolis die sieben Prüfungen bestanden hatte, weihte ich mein Leben, um die Welt zu retten.

Anmerkungen: Auch Jesus wurde hart geprüft, und musste viel leiden, obwohl er ohne Sünde war. Das heißt, Leiden ist auch ein Zeichen dafür, dass man ausgewählt ist, aufzusteigen. Welch eine Ehre!

8 In der Wildnis von Judäa überwand ich ihn, des Menschen größten Feind, und weihte mich erneut dem Dienst am Bruder.

Anmerkung: Er meinte wahrscheinlich die eigenen Leidenschaften und dunklen Seiten in uns.

9 Niemals scheute ich vor Hindernissen und vor Prüfungen zurück und schwieg, wenn falsche Klage gegen mich erhoben wurde.

Anmerkung: Wir sollten mutig sein und tun und sagen, was zu sagen ist.  

10 Gott gab mir das Wort, mit dem ich Kranke heile, Tote auf erwecke und Besessene von ihrer Pein befreien kann. Ich zeigte euch, wie man das Wort gebraucht und habe euch das Wort gegeben.

Anmerkung: Auch wir kennen gute Heilmethoden, mit denen man anderen helfen kann. Je mehr wir aufsteigen, desto mehr Kompetenzen bekommen wir anscheinend.

11 Ich bin gekommen, um die Welt zu retten, und ich habe eure Namen vor den höchsten Himmelsrat gebracht. Als Welterlöser seid auch ihr bestätigt worden. Keiner eurer Namen wird entehrt, nur jener Jünger wird entwürdigt, welcher seinen Herrn verrät.

Anmerkung: Jesus setzt sich besonders für seine Freunde ein! Aber Verrat kann er gar nicht leiden!

18 Ich gehe meines Weges, und obgleich mein Leib gekreuzigt wird, ist meine Seele immerfort bei euch, um euch zu führen und zu segnen.

Anmerkung: Dies ist die frohe Botschaft! Jesus, der Christus kann in uns weiterleben. Manche sagen dazu Christus-Bewusstsein.

20 Schwer ist eure Last, verzweifelt deshalb nicht. In der Erkenntnis, eure Pflicht getan zu haben, wird der Friede Gottes eure schwere Bürde oder Last von euch nehmen, eure Schmerzen lindern und den Weg erhellen.

Anmerkung: Das sind wirklich tröstende Worte, denn in der Tat, der Lebensweg ist oft nicht einfach.

21 Dort, wo keine Henker hingelangen, werden wir uns wiedersehen. Dort in jenen lichten Sphären werden wir all denen dienen können, welche uns in ihrem Unverstand und ihrer Ignoranz zu Tode quälen.

Anmerkung: Eine frohe Botschaft! Und wir werden in Freude auch denen dienen und ihnen verzeihen, die uns einst quälten. Das mag absurd klingen, aber wir werden sehen!

23 Wir sind Meister über Zeit und Ort. Gebieten könnten wir, und Tausende von Feuer-, Wasser-, Luft-und Erden-Geistern eilten uns zu Hilfe. Ein Befehl genügte, und Legionen Engeln würden unsre Feinde überwältigen.

Anmerkung: Wenn wir den Willen Gottes tun, sind alle guten Mächte hinter uns! Wir sind nicht allein!

26 Wie ich für euch ein Vorbild bin, so seid auch ihr ein Vorbild für die Menschen. Durch Verzicht auf äußere Gewalt beweisen wir, dass man sein Leben für den Nächsten opfern kann.

Anmerkung: Jesus propagiert friedliche Lösungen! Und wir sollten niemals vergessen, auch ein Vorbild für andere zu sein, denn wir sind Kinder Gottes, des Allerhöchsten.

28 Drei Tage wird mein Leib in jenem Grabe ruhen, während meine Seele in harmonischer Vereinigung mit Vater-Mutter-Gott und Christus weilt.

Anmerkung: Jesus spricht von Vater-Mutter-Gott, weil Gott alles ist! Vater und Mutter zugleich! Vielleicht steht Maria für die weibliche Seite Gottes?
„Meine Seele in Vereinigung Christus weilt“, heißt das nicht, Jesus ist nicht Christus sondern er wurde zum Christus, weil er Gott in sein Herzen aufgenommen hat und danach lebte? So können wir alle
das Christus-Bewusstsein in uns aufnehmen!

29 Danach wird dieser Leib symbolisch für die Seele, welche in ein höheres Bewusstsein aufsteigt, nicht mehr sichtbar sein. Er transmutiert in eine geistige Gestalt. Und später werde ich in eurer Gegenwart zu meinem Vater-Gott emporgehoben.

Anmerkung: Hier ist der Prozess im Jenseits ganz gut beschrieben. Die Seele ist dann rein fein-stofflich. Vielleicht so wie wir es im Traum erleben?

Kapitel 128

16 Hier verweilen sie für viele Tage, und der Herr spricht zu den Jüngern vom Licht im Inneren des Herzens, welches immerfort erstrahlt, vom Königreich des Christus in der Seele, von der Macht und Kraft des Glaubens, vom Mysterium der Auferstehung, über die Unsterblichkeit und wie die Lebenden den Toten helfen können.

Anmerkung: Hier ist nochmal das wichtigste in wenigen Worten Zusammengefasst. Die Lebenden können den Toten durchaus helfen durch Gebet und Fürbitte etc.

 

  1. Gibt es eine Wiedergeburt? 

22 Wie sie plaudernd weitergehen, sagt der Meister: »Was erzählt sich eigentlich das Volk vom Menschensohn? Was denkt es, wer ich sei?« Matthäus sagt: »Die einen denken, du seist David, der zurückgekommen ist. Die andern meinen, du seist Enoch oder Salomon.« Andreas fügt hinzu: »Ich hörte einen Oberpriester sagen, dieser Mann ist Jeremias, denn er spricht, wie Jeremias schrieb.« Nathanael erklärt: »Die fremden Meister, welche eine Zeitlang mit uns zogen, meinten, Jesus ist vermutlich der zurückgekehrte Buddha.« Und Jakobus sagt: »Ich denke, dass die meisten Männer unsrer Obrigkeit in dir Elias sehen, welcher wiederum auf Erden weilt.« Johannes sagt: »Ich hörte einen Seher in Jerusalem bemerken, dieser Jesus sei Melchisedek, der Friedenskönig, welcher vor zweitausend Jahren lebte und der damals prophezeite, daß er wiederkommen werde.« Thomas fügt hinzu: »Herodes glaubt, daß du Johannes bist, der Täufer, welcher von den Toten auferstanden sei. Doch sein Gewissen plagt ihn, und in seinen Träumen sieht er den Ermordeten wie ein Gespenst der Nacht, das ihn verfolgt. «
Und Jesus fragt die Jünger: »Was meint ihr denn, wer ich bin?« Und Petrus sagt: »Du bist der Christus, bist die Liebe Gottes, die den Menschen sichtbar wurde.« Jesus sagt zu ihm: »Gesegnet seist du Simon, Jonas Sohn, denn du hast jene Wahrheit kundgetan, die Gott dir gab.

Anmerkung: Hier geht es eindeutig um die Reinkarnation, und für die Menschen ist dies selbstverständlich. Allerdings scheint Jesus diesem Zyklus nicht zu unterliegen.

  1. Zur Rolle von Petrus 

33 Du Petrus bist der Fels und wirst dereinst im Tempel Gottes eine Säule werden. Dieses dein Bekenntnis ist der Eckstein unsres Glaubens, ist ein Fels der Kraft. Auf diesem Felsen wird die Kirche Christi stehen. Alle Todeskräfte halten nicht dagegen stand. Fürwahr, ich gebe dir die Schlüssel, um die Tore der Geborgenheit den Menschen aufzutun.

Anmerkung: Scheinbar beeindruckte Jesus die richtige Haltung von Petrus, die vom Herzen kam. Auf so eine Haltung kann man die Gemeinschaft der Christen aufbauen. Aber Petrus hatte von Jesus nicht die Vollmacht zum Bau einer Kirche erhalten. Nachdem Jesus seinen Jünger Simon als Fels" gelobt hatte, versprach er ihm gleich anschließend: „Ich werde dir die Schlüssel zum Himmelreich geben" (Mat. 16:19). Wo, bitteschön, spricht Jesus hier von einer Kirche? Und was genau ist das Himmelreich"? Ganz sicher keine Kirchenstruktur im Äußeren, denn sagte Jesus an anderer Stelle nicht das Königreich Gottes ist in euch" (Luk 17.21)?

Jesus wollte die Seelen der Menschen befreien. Sein Versprechen gegenüber Petrus ist denn auch so einleuchtend wie unprätentiös: Weil du, Petrus, den Christus in mir erkannt hast und an die Macht dieses Menschensohnes glaubst, kann ich auf dich bauen. Dieser Glaube an die dem Menschen innewohnende Göttlichkeit wird dich frei machen. Er wird dich mit deinem eigenen Christus im Innern vereinen. Und keine Macht der Welt wird das verhindern können. Dies ist der Schlüssel zum Himmel. Wenn du die Menschen dies lehrst, wirst du ihnen damit ebenfalls den Schlüssel zum Königreich Gottes in ihrem Innern geben.

Petrus hatte eine frauenfeindliche Haltung, unter der vor allem Maria Magdalena zu leiden hatte. Immer wieder hatte Petrus sie nach der Kreuzigung Jesu aus Eifersucht verbal attackiert, da sie ihm vor dem Licht" stand. Am liebsten hätte er sie gar vom Kreis der Apostel ausgeschlossen, „denn Frauen sind des Lebens nicht wert" (Thom 114). Doch die anderen Apostel wiesen ihn scharf zurecht: „Petrus, du bist schon immer aufbrausend gewesen."

Wenn Maria Magdalena als Frau sogar zu den Aposteln zählte, warum sollten heute Frauen nicht auch das Priesteramt ausüben dürfen? Petrus war deshalb eifersüchtig, weil Maria Magdalena jene Begleiterin war, die Jesus auf eine Art geliebt hatte, wie niemanden sonst. Das Thomas-Evangelium und das ebenfalls in Nag Hammadi gefundene Evangelium nach Philippus bezeichnen sie nämlich als Jesu Partnerin und Gemahlin.

Zu Petrus Hitzköpfigkeit gesellte sich auch die Feigheit. Er ist der einzige Jünger und Apostel, von dem sogar in der Bibel steht, dass er Jesus verleugnet hatte. Noch beim letzten Abendmahl hatte Jesus ihn gewarnt, er, Petrus, werde ihn noch in derselben Nacht und vor dem ersten Hahnenschrei dreimal verleugnen. Petrus aber beteuerte, dass er lieber sterben würde, als einen solchen Verrat zu begehen (Mat. 26:34-35). Leider kam es genauso, wie Jesus es vorhergesehen hatte (Mat. 26:69-75). Warum ist dies von Belang? Weil Jesus ganz deutlich erklärte: „Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater" (Mat. 10:33).

Quellen dazu: http://e.pc.cd/nmPotalK

Kapitel 129

2 Jesus sagt zu ihnen: »Mich zu sehen kommt ihr her, jedoch das hilft euch wenig. Wer den Segen Christi haben will, der nehme unverzagt sein Kreuz auf sich und folge mir.
3 Wenn ihr das Leben für das selbstsüchtige Selbst vergeudet, dann verliert ihr es. Wenn ihr das Leben ganz dem Dienst am Nächsten weiht, gewinnt ihr es.

Anmerkung: Es gibt auch spirituellen Egoismus, wo es nur um die Beziehung zu Gott und zu Jesus geht. Die war nicht die Botschaft von Jesus! Es geht auch um den Dienst am anderen, wie es im Kreuz symbolisiert wird. Eine Horizontale und eine Vertikale Ausrichtung.  

5 Das Leben währt nur eine kurze Spanne Zeit, das Schauspiel eines Tages. Doch es gibt ein Leben, welches niemals endet. Was hättet ihr davon, wenn ihr die Welt gewinnen würdet, doch die Seele euch verlorenginge? Welche Summe Geldes ist euch eure Seele wert?

Anmerkung: Hier wird angedeutet, dass die Seele unsterblich ist. Und dazu ist das irdische sehr kurz aber bedeutend! Bedeutungsvoll für das was nach dem Tod folgt! Wie die Ausbildung die ganze Berufslaufbahn beeinflusst!

7 Wenn ihr das wahre Leben sucht, ein Leben eins mit Gott, müßt ihr den engen Pfad betreten, durch die enge Pforte gehen.

Anmerkung: Es ist nicht leicht, den Willen Gottes und des Gewissens zu tun! Aber wir sind nicht allein!

8 Christus ist der Pfad und Christus ist die Pforte. Geht den Christusweg, denn niemand kann zu Gott gelangen denn durch Christus.

Anmerkung: Der Weg des Christus meint nicht, in Jesus oder Gott verliebt zu sein. Sondern wie Jesus Gott und das Licht im Herzen zu finden. Jesus wurde zum Christus, weil er dies vollzogen hat.

9 Kommen wird das Königreich des Christus. Wahrlich, einige von denen, die mich hören, werden jenes Reich in seiner Macht erleben, eh sie durch die Todespforte schreiten.

Anmerkung: Auch in dieser Zeit, in diesem irdischen Leben können wir teil am Paradies haben, wenn wir Gott von ganzen Herzen lieben und seinen Willen tun. Dann hebt sich unser Bewusst-Seins-Niveau und wir kommen der beständigen Heiterkeit immer näher, auch wenn die Welt in den Geburtswehen ist.

10 Sieben Tage bleiben Jesus und die Zwölf in Cäsarea Philippi. Hierauf geht der Meister mit Jakobus, Petrus und Johannes auf den Gipfel eines Berges um zu beten. Da erscheint ein helles Licht um die Gestalt des Meisters, welches wie ein Edelstein erstrahlt. Sein Antlitz leuchtet wie die Sonne, sein Gewand ist weiß wie Schnee. Der Menschensöhn ist Gottessohn geworden. Jesus ward verklärt und das vollzog sich, um zu zeigen, was dem Menschen möglich ist.

Anmerkung: Jesus wurde zum Christus, und damit zu Gottessohn. Dies ist für jeden Menschen möglich! Ist das nicht eine großartige Aussage, größer als wir begreifen können?

 

15 Die Jünger schliefen, als sich diese Transfiguration ereignete. Ein Meister rührt an ihre Augen und befiehlt: »Erwacht und schaut die Herrlichkeit des Herrn.« Sie öffnen ihre Augen, sehen seine Herrlichkeit und sehen mehr. Es ist des Himmels Schönheit. Zwei erhabene Gestalten stehen neben Christus. Petrus fragt den Meister, der ihn weckte: »Wer sind diese beiden Männer neben unserm Herrn?« Der Meister sagt zu Petrus: »Moses und Elias sind es. Sie sind hier, damit ihr sehen möget, daß der Himmel und die Erde eins sind, wie auch alle Meister eins sind, dort wie hier. Der Schleier, der die Welten voneinander trennt, ist nur der Schwingungsunterschied. Wer durch den Glauben seine Seele läutert, der durchdringt den Schleier und wird sehen und erkennen, daß der Tod nur eine Illusion ist.«
20 Petrus sagt: »Gelobt sei Gott«, und sich zu Jesus wendend, ruft er aus: »Mein Herr und Meister, dieses ist die Himmelspforte! Gut ist hier zu weilen.

Anmerkung: Hier wird deutlich, wie nahe die Jenseitige und diesseitige Welt ist! Manche sagen dazu inhärent verschränkt. Ineinander eingebettet! Andere Dimensionen, die uns sehen, aber wir normalerweise sie nicht! Aber für erleuchtete Menschen ist das möglich, diese Schranke zu durchdringen. Auch ich kenne welche, die das können. So steht dies jedem offen. Aber man sollte nicht damit spielen! Es tut nicht jedem gut!
Die tiefe Verbundenheit der Meister-Seelen über die Dimensionen und physischen Grenzen hinweg wird hier angesprochen.

Kapitel 129

21 Petrus fragt, „Können wir hinuntergehen und drei Zelte bringen, eines für Elias, eins für dich und eins für Moses?“ Jesus aber gibt ihm keine Antwort.

22 Moses und Elias reden auf dem Berg mit Jesus über kommende Ereignisse. Sie sprechen über seinen Tod am Kreuz, die Grabesruhe, seine Auferstehung, die Verwandlung seines Leibes und die Himmelfahrt auf lichten Wolken. Alles dieses sei, so sagen sie, symbolisch für den Pfad, den alle Menschen gehen müssen, und ein Beispiel, wie der Menschensohn zum Gottessohn heranwächst.

25 Die drei Jünger sind im höchsten Maß erstaunt, und plötzlich sind die Lüfte mit Gesang erfüllt. Gestalten leicht wie Luft bewegen sich rings um des Berges Spitze. Aus der Herrlichkeit des Himmels tönt nun eine Stimme: »Dieser ist der Menschensohn, Mein Auserwählter, der den Christus-Geist den Menschen nahebringen wird. Laßt alle Welt ihn hören.«

Anmerkung: Die Mission Jesus war, den Christus-Geist, den Geist des Christus den Menschen zu bringen. Das war neu und dies hat uns Jesus gebracht! Eine Revolution der Liebe! Und dafür bin ich ihm zutiefst dankbar. Und unsere Mission ist es, diese Liebe und diesen Geist Christ in die Welt zu bringen, durch Kommunikation und bedingungslosen Dienst am anderen. Wobei das zweite viel mehr Veränderung auch im Inneren bewirkt.

28 Wie die Jünger diese Stimme hören, fürchten sie sich sehr, und betend stürzen sie zu Boden. Da kommt Jesus, rührt sie an und sagt: »Steht auf, habt keine Angst, denn ich bin bei euch.« Nun erheben sich Jakobus, Petrus und Johannes, schauen rings umher, doch niemand ist zu sehen. Moses und Elias sind verschwunden. Nur der Meister steht bei ihnen.

Anmerkung: War es nur ein Traum? Nein, denn es waren 3 Menschen, die das gleiche wahrgenommen haben.

Kapitel 130

21 Jesus sagt: »Der Glaube ist die Kraft der Gottheit. Alles ist erreichbar für den Menschen, der in seinem Herzen wahrhaft glaubt.«

Anmerkung: Danke Jesus, der Du uns diese Botschaft und Hoffnung hinterlassen hast. Der Du uns Mut schenkst zu Vertrauen und Großes zu bewirken.

Bei den Jüngern funktioniert das heilen nicht!
16 »Warum nur konnten wir nichts, tun? Wir sprachen doch das Wort. Sogar das heilige Wort schien machtlos.« Jesus sagt zu ihnen: »Euer immer währender Erfolg hat euch ein wenig sorglos werden lassen. Habt ihr nicht die Machtbefugnis Gottes übersehen? Ohne seine geistige Substanz ist dieses Wort nur eitle Rede.
Und das Beten habt ihr auch vergessen. Ohne dass ihr um den Glauben bittet, könnt ihr keinen wahren Glauben haben. Das Gebet ist wie die Flügel eures Glaubens. Flügel aber fliegen nicht allein. Durch Glauben und Gebet könnt ihr die Gipfel hoher Berge niederreißen und ins Meer versenken.

Anmerkung: Der Mensch neigt dazu zu vergessen, sich immer wieder auf die Quelle zu berufen, aus der heraus er lebt und wirkt. Leben wir daraus, so ist großes möglich! Ist das nicht ermutigend?

22 Für euch war dieser Fehler des Versagens heilsam. In des Menschen Leben wird der größte Fortschritt durch die Fehler, die er macht, erzielt.

Anmerkung: Die Größe Jesus zeigt sich, wenn Er mit wenigen Worten Großartiges sagt! Das können nur wenige!
Fehler dienen der Entwicklung! Also können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen, und den gleichen Fehler vermeiden!

Wie dann die Jünger in gedankenvoller Stille meditieren, sagt der Herr: »Lasst diese meine Worte tief in eure Herzen sinken.

Anmerkung: Meditation ist offenbar ein guter Weg zur Glaubensvertiefung.

23 Nahe ist die Zeit gekommen, da ihr eure Last allein zu tragen habt, denn dann kann ich im Erden-Kleid nicht mehr bei euch sein.

Anmerkung: Erden-Kleid ist ein schönes Bild für das Wandern zwischen den Welten und Dimensionen. Man spricht ja von bis zu 12 Dimensionen, laut den neusten Erkenntnissen. Die Seele zieht ein Kleid an, um sich hier zu realisieren, zu manifestieren und zu artikulieren. Dann wird dies Kleid abgelegt und in einer anderen Dimension oder anderen fein stofflichen Welt ein anderes Kleid angelegt. Können wir uns das vorstellen?

  1. Träume 


Wir schalten jeden Tag zwischen Traum und Realität um und leben beständig in verschiedenen Welten. Im Traum, der fein stofflichen Welt, erleben wir auch ein reales Leben, obwohl es in er Realität nicht vorhanden ist. Sehr interessant! Und wir können aus dem Traum sehr viel wichtige Botschaften wahrnehmen, wenn wir die Symbole deuten können. Manche können das und helfen gerne! Gott lässt dieses Potential sicher nicht ungenutzt. Und in der Tat haben die Träume oft etwas mit unserer Lebensrealität zu tun. Traumbilder können wertvolle Hinweise auf reale Probleme und Ängste geben. Suchen wir im Internet nach dem Begriff „Traumdeutung“ so erfahren wir viel Neues, was uns vielleicht auch helfen kann, die Symbole zu deuten.  

Kapitel 131

8 Etwas später hört der Meister wie die Jünger miteinander disputieren, wer der Größte unter ihnen sei im Angesicht Gottes und der Menschen. Selbstsucht war in ihre Herzen eingedrungen. Jesus sagt zu ihnen: »Schämt euch, Männer, denn der Größte ist doch jener, welcher allen dient!« Dann ruft er aus der Nachbarschaft ein kleines Kind herbei. Er nimmt es in den Arm und sagt:  »Der Größte ist wie dieses kleine Kind. Wer wahrhaft groß sein möchte, der muss schuldlos, rein und wahr sein. Große Männer haben nie die Kleinigkeiten dieser Welt missachtet. Wer ein kleines Kind wie dieses ehrt, ehrt mich. Und wer ein solches Kind missachtet, der missachtet mich. Wer durch des Himmels Pforte schreiten will, muss so bescheiden sein wie dieses kleine Kind. So hört ihr Männer, dieses Kind, wie jedes andere, hat einen Engel, der sein Anwalt ist vor Gottes Thron. Gerichtet seid ihr, wenn ihr es geringschätzt, denn sein wahres Selbst schaut Gott zu jeder Stunde und an jedem Tag.

Anmerkung: Werdet wie die Kinder! Kinder kommen aus dem Reich der Liebe und haben deswegen noch ganz viel dabei. Sie sind Gott und der Weisheit Gottes noch sehr nah. Die Kinder wie auch wir werden von Engeln begleitet.

15 Wer eines dieser Kleinen straucheln lässt und es zu Fall bringt, ist gezeichnet und verflucht, und besser wäre es, er würde sich ertränken.

Anmerkung: Sich an Kindern zu vergehen ist das größte Verbrechen! Dies sollten wir nie vergessen. Deswegen sollten auch medizinische Eingriffe (z.B. Impfungen) sehr kritisch überprüft werden, ob sie nicht wesentlich Profit-Interessen dienen.

16 Wahrlich, Fallen lauern überall. Nur allzu leicht versündigt sich der Mensch und fällt. Doch er erstarkt nach jedem Fall, wenn er sich neu erhebt.

Anmerkung: Sind das nicht hoffnungsvolle Worte? Wir können schon mal sündigen. Entscheidend ist die Erkenntnis, Reue und der geänderte Lebenswandel danach.

17 Wehe dem, der andere verführt! So seid auf eurer Hut, ihr Söhne Gottes, dass ihr nicht des Bruders Fall verschuldet, und gebt acht, dass ihr nicht selbst auf Sündenwegen wandelt. Wollen eure Hände euch verführen, haut sie ab. Denn besser ist es, ohne Hände schuldlos dazustehen vor den Menschen und vor Gott, als einen makellosen Leib zu haben und die Seele zu verlieren. Wenn euch eure Füße Ärgernis bereiten, haut sie ab. Denn besser ist es, in das Große Leben ohne Füße einzugehen, als dem Fluch anheim zu fallen. Wenn euch eure Augen oder Ohren in die Sünde locken wollen, ist es besser, diese als die Seele zu verlieren.  
22 Merkt euch, alle eure Taten, Worte und Gedanken werden in der Feuersglut geprüft.

Anmerkung: Das sind harte Worte und natürlich sollen wir nicht die Hände abschlagen! Es soll bildlich die Ernsthaftigkeit und Bedeutung eines lauteren Lebens zeigen.



  1. Seit das Salz der Erde!
     


23 Erinnert euch, dass ihr das Salz der Erde seid. Wenn ihr des Salzes Würze nicht mehr habt, seid ihr im Auge Gottes nichts als Spreu. Behaltet stets des Salzes Würze und verbleibt in Frieden miteinander. Diese Welt ist voller Menschen, die das Salz des Lebens nicht besitzen und verloren sind. Ich bin gekommen, die Verlorenen zu suchen und zu retten.

Anmerkung: Wir sollen das Salz der Erde sein, doch sind es wir auch? Wenn das Essen kein Salz enthält, wird es fade schmecken. Soll unser Leben fade schmecken? Gelangweilt und gleichgültig? Nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit ist das Gegenteil von Liebe! Ohne Liebe fehlt etwas sehr Wertvolles. Das Leben wird kalt und sachlich. Jeder hat Tugenden, die für uns wie Brücken zu den Mitmenschen sind. Diese sind das Salz, dass den Geschmack ins Leben bringt.

25 Ich bin gekommen, die Verlorenen zu suchen und zu retten.  Was haltet ihr von jenem Hirten, welcher hundert Schafe hütet, eines aber geht im Wüstensand verloren? Wird er nicht die 99 übrigen verlassen, um das eine, das verlorenging, zu suchen? Findet er es, ist er glücklich, denn er freut sich über jenes eine mehr als über alle 99, welche nicht verlorengingen. So freut man sich in den Himmels-weiten über jeden Menschen, welcher sich im Sündenlabyrinth verlor, gefunden wurde und zurückgebracht wird in die Arme Gottes.

36 Gott Vater ist doch nicht ein Mensch, der seine Gunst und seine Gaben nur an wenige verteilt. Verbietet keinem, Gottes Werke auszuführen.

Anmerkung: Das Wesen Gottes erscheint hier sehr menschlich!

39 Wer immer Korn in Gottes Scheune sammelt, der gehört zu uns. Und wer im Namen Christi einem anderen den Becher Wasser reicht, ist eins mit uns.
Doch Gott allein ist Richter.

Anmerkung: richtet nicht über andere Menschen!

  1. Jesus und die Richter 

Kapitel 132

Eine armer Man wird von einer reichen Dame vor Gericht gebracht, weil sie gestohlen hat.

4 Eine reiche Dame ist die Klägerin. Sie sagt: »Ich habe diesen Mann auf frischer Tat ertappt. Erst gestern kam er an die Tür und bettelte um Brot. Und da ich ihn von meiner Schwelle jagte, hätte er doch wissen müssen, dass ich keine Bettler dulde. Heute schlich er sich herein und nahm das Brot. Er ist ein Dieb, und ich verlange, dass er ins Gefängnis kommt.«

8 Doch da steht Jesus auf und sagt: »Seid mit dem Verurteilen nicht so eilig, Richter. Wo bleibt die Gerechtigkeit? Ist dies ein Rechtsstaat? Könnt ihr einen Angeklagten strafen, ohne ihn gehört zu haben?

13 Heute Morgen, als ich unser trübes Heim verließ, um Arbeit und Verdienst zu suchen, schrien meine Kinder um ein Stückchen Brot. Da war ich fest entschlossen, ihnen Brot zu bringen oder umzukommen. Ja, ich nahm das Brot, und flehend frag' ich Gott, ob dies ein Unrecht war. Aus meinen Händen riss mir diese Frau das Brot und warf es vor die Hunde. Dann rief sie die Wache, und so bin ich hier.
16 Nun, gute Leute, tut mit mir, was ihr für richtig haltet, aber rettet Frau und Kinder vor dem Hungertod.
Da erhebt sich Jesus wieder. Jedes Wort betonend fragt er: »Wer sind hier die wahrhaft Schuldigen?« Und weiter sagt er:
»Ich erhebe Klage gegen diese Frau, denn nur ein Unmensch handelt so wie sie.
Und ich erhebe Klage gegen diesen Richter, denn er hat die Menschenrechte außer acht gelassen.
Ferner klage ich die Diener und die Wache an, weil sie an dieser Untat mitbeteiligt sind.
Ich klage auch die Bürger von Kapernaum der Grausamkeit und Selbstsucht an, weil sie den Ruf von Not und Armut unbeachtet ließen und dem Hilfesuchenden sein gutes Anrecht vorenthielten.
22 Und an alle, die mich hören, appelliere ich und frage: Sind die Klagen, welche ich erhob, auf Wahrheit und Gerechtigkeit gegründet? Alle rufen: »Ja« !
Da wird die reiche Dame rot vor Scham. Der Richter schreckt vor Furcht zurück. Die Wache löst die Fesseln des Gefangenen und rennt davon.
Da sagt der Meister: »Gebt dem Manne, was er braucht, und lasst ihn laufen, dass er Frau und Kindern Nahrung bringen kann.«
Die Menschen geben reichlich, und der Mann geht seines Weges.
27 Jesus sagt: »Ein Norm-Gesetz, mit dem man die verschiedensten Verbrechen richten könnte, gibt es nicht. Die Tat und die Begleitumstände müssen allesamt bekannt sein, eh ein Urteil ausgesprochen werden darf.
30 Einer, welcher einen anderen zu hart bestraft, hat selber ein verbrecherisches Herz.
32 Ich sage euch, ihr
Menschen, bis ihr selber frei von Sünde seid, soll keiner einen andern richten, und der Sinn des Wortes >angeklagt< wäre bald vergessen in der Welt.«

Anmerkung: Sind das nicht großartige Worte? Auch im Alten Testament heißt es "Mein ist die Rache"! Denn die Menschen erkennen oft ihre schlechten Taten selber und bereuen es und versuchen sich zu ändern.

Kapitel 133

1 Es naht das Erntefest. Die zwölf Apostel gehen nach Jerusalem, doch Jesus bleibt zurück.Von allen jenen, welche seiner Lehre folgen, bleiben viele, weil sie keine Juden sind, dem Feste fern, und Jesus wählt aus ihrer Mitte siebzig aus und sagt zu ihnen:
3 »Das Königreich des Christus ist nicht nur für Juden, sondern ist für alle Menschen da.

4 Ich habe aus der Schar der Juden zwölf erkoren, die das Evangelium zuerst den Juden bringen sollen. Zwölf ist die Zahl der Juden, Sieben ist die Zahl des Alls, denn sie umfasst die ganze Menschheit. Gott ist „Zehn“, dass allerheiligste. Durch Multiplikation von zehn mit sieben, Gott mit Mensch erhält man >Siebzig<. Diese Zahl bedeutet >Bruderschaft der Menschen<.

8 Nunmehr sende ich euch aus, je zwei und zwei, zu den Völkern aller Welt. 9 Doch ihr braucht nicht weit zu gehen.
10 So gürtet euch und geht im Glauben. Weder Gold noch Silber sollt ihr bei euch tragen, weder einen zweiten Rock noch ein Paar extra Schuhe. Geht im heiligen Namen und vertraut auf Gott, und niemals sollt ihr Mangel leiden. Dies soll euer Gruß sein: >Friede sei mit euch und guter Wille allen Menschen<. Wohnt in einem Haus der Friede, öffnet sich die Türe weit. Ihr tretet ein, ihr seid willkommen, und der Friede wird in jenem Hause bleiben.
15 Bereut und wendet euch von euren Sünden ab. Bringt euer Haus in Ordnung, denn der Sohn des Menschen, Christus, will sich offenbaren, und ihr
Ihn schauen.

Anmerkung: Die Sünde trennt uns von Gott. Wenn wir sie bereuen und unser Leben ändern und pro-aktiv Gutes tun und uns positiv einbringen, steht dem Licht des Christus in uns nichts mehr im Weg. Es ist jedem geschenkt. Ist das nicht eine frohe Botschaft?

  1. Dankbarkeit ist bedeutungsvoll 

18 »Meister Jesus, sprich das Wort und heile uns vom Aussatz.« Jesus sagt: »Geht hin und zeigt den Priestern, daß ihr rein seid.« Auf dem Weg zum Tempel fällt der Aussatz von den Kranken ab, und sie sind rein. Ein Samariter, einer von den zehn Geheilten, kehrt zurück zu Christus, dankt ihm für die Hilfe und lobt Gott. Und Jesus sagt: »Ich heilte zehn von euch, wo sind die andern neun? So gehe deines Weges, denn dein Glaube hat dich rein und heil gemacht. Du hast dein Herz erfüllt und hast gezeigt, dass du der Heilkraft würdig bist. Die andern werden ihren Aussatz wiederfinden.«

  1. Die Weisheit Gottes gehört dem, der den Willen Gottes tut 

26 Jesus sagt: »Ich lernte nicht die Weisheit Gottes in den Schulen dieser Welt. Sie stammt auch nicht von mir. Ich sprech' die Worte dessen, der mich sandte, Seinen Willen kundzutun.
27 Wer wissen will, wovon ich rede, muß den Willen Gottes tun. Und keiner kennt die Wahrheit, außer daß er in das Leben trete und den Willen Gottes tue. Moses gab euch das Gesetz, doch keiner hat es eingehalten. Wie denn könnt ihr eines Menschen wahren Wert beurteilen?

29 Einst heilte ich in diesem Hof am Sabbath einen Mann. Da wurdet ihr erzürnt und wolltet mir das Leben nehmen. Heute trachtet ihr mir wieder nach dem Leben, weil ich mich nicht scheue, euch die Wahrheit ins Gesicht zu sagen.«

Anmerkung: Jesus hat sehr viel mitgemacht mit den Menschen und gelitten unter seiner Klarheit und Menschenliebe.

36 »Nur noch eine kurze Weile bin ich hier«, sagt Jesus. »Nachher gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, Seinen Willen auszuführen.

Anmerkung: Er ahnt seinen baldigen Tod! Jesus lebte ganz dem Willen Gottes.

Kapitel 134

2 Jesus sagte, »Wer auch immer durstig ist, mag zu mir kommen, und ich gebe ihm zu trinken. Wer an mich und Christus, welchen Gott gesandt hat, glaubt, mag aus der Lebensquelle trinken, und aus seinem Innern werden Ströme voller Leben fließen. Der Heilige Geist wirkt in ihm, er spricht das Wort und lebt das wahre Leben.«

Anmerkung: Jesus brachte das Christus-Bewusstsein in die Welt und unsere Sehnsucht wird gestillt.

21 »Rabboni«, sagen die Soldaten, »diese Kurtisane haben wir beim Akt der Unzucht festgenommen. Moses hat verordnet, dass ein Weib wie sie gesteinigt werden soll. Was sagst nun du, wie man sie strafen müsse?« Jesus beugt sich nieder, malt ein Zeichen auf den Boden und schreibt eine Zahl hinein, die Nummer einer Seele. Dann verharrt er schweigend in Gedanken. Als die Priester eine Antwort von ihm wollen, sagt er: » Wer sich ohne Sünde wähnt, der trete vor, den ersten Stein auf sie zu werfen.« Dann schließt er die Augen. Niemand sagt ein Wort.
25 Wie Jesus sich erhebt und keiner mehr zugegen ist als nur die Frau, fragt er: »Wo sind die Männer, welche dich hierher gebracht und dich beschuldigt haben? „
Die Frau gibt ihm zur Antwort: »Alle sind gegangen, keiner fühlte sich im Recht, mich zu verdammen.“ Jesus sagt: „Auch ich verurteile dich nicht. So gehe hin in Frieden, und versündige dich nicht mehr.“

Anmerkung: Jesus weiß wie schwer die Schuldfrage zu beantworten ist, wer hier wen nötigt etc. Niemand frage nach dem Mann, der auch beteiligt war. Entscheidend sind nicht die Fehler, sondern die aufrichtige Reue und das Verändern des Verhaltens. Ohne das gibt es keine Vergebung.

3 Die Menge drängt sich in des Tempels Wandelgängen. Jesus sagt:
4 „Ich bin die Lampe, Christus ist das Öl des Lebens, und der Heilige
Geist ist das Feuer. Seht das Licht! Wer mir folgt, der geht nicht im Dunkel, sondern lebt im Licht.“

Anmerkung: Wunderbare Worte die so vieles veranschaulichen. Hier wird deutlich, dass Jesus und Christus verschieden voneinander ist. Jesus wurde zum Christus und auch wir können alle das Christus-Bewusstsein in uns wecken.

14 Ihr kennt den Christus nicht, und wenn der Christus nicht im Herzen wohnt, dann scheint kein Licht. Ich bin gekommen, um den Christus aller Welt zu offenbaren.

Anmerkung: Hier wird es noch mal deutlicher, dass es darum geht, dass Christus bei uns im Herzen wohnt. Dies hat uns Jesus geschenkt und dafür bin ich unendlich dankbar. Nun können wir die Fülle und das Licht in uns spüren, die innere Leere kann verschwinden und wir können dieses Licht nach außen abstrahlen. Aber ab und zu zieht sich dieses Licht auch zurück, um bei uns weitere Entwicklung und Selbstständigkeit zu ermöglichen.  

Ein Rechtsgelehrter sagt: „Du zeugst für dich, und deshalb ist dein Zeugnis nichtig.“ Jesus erwidert, „meine Werke legen Zeugnis für die Wahrheit meiner Worte ab. Ich könnte nimmer sagen, was ich sage, wäre ich nur Mensch. Die Worte, die ich spreche, sind vom Heiligen Geist eingegeben, und mein Vater ist mein Zeuge.“
Und der Rechtsgelehrte fragt: „Wo lebt dein Vater?“ Jesus sagt: „Ihr kennt mich nicht, sonst würdet ihr den Vater kennen. Würdet ihr den Vater kennen, wäre euch der Sohn kein Unbekannter, denn der Vater und der Sohn sind eins. Ich gehe meines Weges, und ihr werdet mich nicht finden, denn wo-hin ich gehe, könnt ihr mir nicht folgen. Ihr findet nicht den Weg, denn eure Herzen sind verhärtet, eure Ohren sind verstopft und eure Augen sind verschlossen. Das Licht des Lebens dringt nicht durch den trüben Schleier, welcher euer Herz verhüllt.

Anmerkung: Nur wer mit den Herzen sieht und hört, versteht die Essenz und die Tiefe der göttlichen Botschaft. Der Weg zu Gott führt nur über das Herz und nicht über den Verstand. Deswegen ist manche Menschen der Weg noch versperrt. Ein Versuch sie überzeugen wird nicht viel bringen. Die Herzen der Kritiker sind noch nicht fähig dies alles zu erkennen und zu erfassen.

19 Nun spricht der Meister zu den Menschen, welche an ihn glauben: „Wenn ihr in Christus weilt und Christus weilt in euch und wenn ihr meine Worte tief in eurem Herzen tragt, seid ihr der Weg. Ihr seid die Jünger auf dem Weg. So wisst ihr um die Wahrheit, und die Wahrheit macht euch frei.“

Anmerkung: dann werdet ihr zum Christus und ihr seid der leuchtende Stern, der Leuchtturm für andere. So wie Jesus der Weg für die Jünger war, so ist der, der zum Christus wurde, der Weg für die anderen und so weiter. So ist das Wachstum des Lichtes gewährleistet.

21 Das Volk jedoch versteht den Sinn noch immer nicht und sagt: »Wir sind der Same Abrahams. Wir waren nie ein Sklavenvolk und wir sind frei. Warum sagst du: die Wahrheit macht uns frei?«
Und Jesus sagt zu ihnen: „Wi
sst ihr nicht, dass, wer in Sünde lebt, zum Sklaven dieser Sünde wird?Wer nicht mehr sündigt, der ist frei. Wer aber sündhaft ist in Worten, Taten und Gedanken, ist versklavt, und nur die Wahrheit macht ihn frei. Wer frei wird durch den Christus, der ist wahrhaft frei.“

Anmerkung: Wenn Unrecht geschieht oder Menschen Leiden und ich kann reagieren, tue es aber nicht, was würde Jesus darüber sagen? Die Sünde macht uns unfrei und trennt uns von Gott.

36 Jesus sagt: „Schon vor den Tagen Abrahams BIN ICH.“ Und wieder sind die Schriftgelehrten und die Pharisäer zornig. Sie nehmen Steine, um nach ihm zu werfen. Wie ein Nachtphantom jedoch verschwindet er. Das Volk weiß nicht, wohin er ging.

Anmerkung: Die Menschen bei denen die Botschaft nicht im Herzen angekommen ist versuchen es mit dem Verstand zu begreifen, aber können es nicht. Ihnen ist nicht bewusst dass die Seele schon lange vor dem Tod existierte. Und das nicht nur bei Jesus! Das verstört die vermeintlich Gebildeten.    Jesus, wie auch andere, hatte scheinbar die Fähigkeit plötzlich zu verschwinden, unsichtbar zu werden. Dies zeigt seine hohe Bewusstseinsebene und Entwicklungsstufe.  

Kapitel 136

3 Der Gelehrte fragt ihn: »Herr, was muss ich tun, damit ich Leben in der Ewigkeit erlange?« Jesus sagt: »Ihr kennt doch das Gesetz. Was steht darin?« Der Rechtsgelehrte sagt: »Du sollst den Herrn der Himmel, deinen Gott, mit ganzem Herzen, ganzer Kraft und ganzer Seele lieben und den Nächsten wie dich selbst.«

Anmerkung: Hier ist alles drin! Es geht darum, sich selbst zu lieben und seinen Geist und Körper wert zu schätzen und gut zu behandeln. Und dies ebenso bei anderen. Aber das größte ist die Liebe zu Gott oder stellvertretend für uns Jesus.


  1. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter
     


6 »Fürwahr, ihr gabt mir eine gute Antwort«, sagt der Meister. »Tut danach und ihr sollt leben.«
Nunmehr fragt der Rechtsgelehrte: »Und wer ist mein Nächster?« Jesus spricht ein Gleichnis. Er er-zählt: »Ein Mann geht von Jerusalem nach Jericho. Doch unterwegs wird er von Räubern überfallen. Diese schlagen und berauben ihn und lassen ihn am Rand des Weges blutend liegen. Ein Pharisäer kommt desselben Weges, sieht den Mann, hat aber keine Zeit für den Verwundeten und geht vorüber auf der andern Seite.
Ein Levit kommt nun daher, sieht auch den Mann, doch möchte er seine priesterliche Robe nicht beschmutzen und geht ebenfalls vorüber.
Dann erblickt ein Rechtsgelehrter den fast Sterbenden und sagt zu sich: Wenn ich ein wenig Geld verdienen könnte, würde sich die Mühe lohnen, ihm zu helfen. Er jedoch hat nichts mehr, das er geben könnte, und für Wohlfahrt hab ich keine Zeit. So geht auch er vorbei.
Nun kommt ein Fremder aus Samaria und sieht den Mann. Er ist voll Mitgefühl, steigt ab von seinem Pferd, belebt den Ausgeraubten, hebt ihn auf und bringt ihn zu der nächsten Schenke. Dort verpflichtet er den Wirt, dass man ihn pflege, bis er wieder ganz bei Kräften sei. Der Samariter gibt dem Gastwirt alles Geld, das er gerade bei sich hat, und sagt: „Die Rechnung mag noch höher sein, doch pflege diesen armen Mann. Den Rest bezahle ich beim nächsten Mal.“ Dann geht er seines Weges. Nun, Meister des Gesetzes, welcher von den vier Vorübergehenden erwies sich als der Nächste?« Und der Rechtsgelehrte gibt zur Antwort: »Der natürlich, der dem Ausgeraubten Mitleid zeigte und sich seiner annahm.«
Jesus sagt: »So geht denn eures Weges, tut wie jener Samariter und ihr werdet leben.«

  1. Was ist wichtig? 

29 Während Martha sich um ihre Gäste kümmert, sitzt Maria lauschend zu des Meisters Füßen. Martha ruft nach ihr. Maria aber, die des Meisters Worte nicht versäumen möchte, hilft der Schwester nicht. Und Martha sagt zu Jesus: »Duldest du, dass meine Schwester mir die Arbeit des Bedienens ganz alleine überlässt? Ich bitte dich, ermahne sie.« Doch Jesus sagt zu ihr: »Du sorgst dich allzu sehr um deine Gäste, Martha, und du kümmerst dich zu viel um Alltagsdinge. Du vergeudest deine Zeit mit Kleinigkeiten und versäumst das Wichtigste.

Anmerkung: Achte zuerst auf das Herz, dann geht alle Arbeit leichter von der Hand. Zu viel Perfektionismus in den Dingen raubt die Zeit für die Menschen und für wesentlicheres. Diese Geschichte kann uns von gewisser Zwanghaftigkeit befreien.

Kapitel 137

  1. Das Gebet, das Jesus uns hinterließ 

2 Wenn du beten möchtest, sprich: Unser Vater Gott, der Du im Himmel bist. Geheiligt sei Dein Name. Kommen wird Dein Reich. Dein Wille soll geschehen auf Erden wie im Himmel. Gib uns heute unser täglich Brot. Und hilf uns zu vergessen, was die anderen uns schuldig sind, so dass auch unsre Schuld vergeben werde. Schütze uns vor der Versuchung, wenn wir ihr nicht widerstehen können. Ist sie allzu groß, dann gib uns Kraft zu überwinden.
Jesus sagt: »Mag sein, dass dein Gebet in seinem ganzen Umfang nicht sogleich erhört wird. Doch sei nicht entmutigt, sondern bitte immer wieder, unentwegt, und Gott wird dich erhören.«

Anmerkung: Unser Vater zeigt, das wir alle Kinder Gottes sind, und Jesus kein Exklusiv-Anspruch hat, Sohn Gottes zu sein. Gottes Wille soll geschehen, indem ich meine Egoismen zurückstelle und höre, was Gott von mir will.
Die Vergebung anderer führt auch dazu, dass sich unsere Schuld reduziert.

24 Fürwahr, ich sage dir, mein Bruder: Bitte standhaft und du wirst empfangen. Such vertrauensvoll und du wirst finden. Klopfe ernsthaft an und dir wird aufgetan.

Es ist doch alles dein, und wenn du nicht als Bettler bittest, sondern voll Vertrauen wie ein Kind, dann wirst du es bekommen. Bittet einer seinen Vater, weil er hungrig ist, um Brot, dann gibt der Vater ihm doch keinen Stein.
28 Wahrlich, wenn der Mensch dem Bruder reichlich gibt, wird Gott dann nicht auch seinen Kindern reichlich geben, wenn sie darum bitten?«

Anmerkung: Sind das nicht wunderbare Zusagen? Wir bekommen das, was wir brauchen, wenn wir auch anderen das geben, worum sie uns bitten oder was sie brauchen. Wenn ich um etwas bitte, was für meine Entwicklung negativ ist, wie kann dann Gott, der uns liebt, es sicherstellen? Auch Krankheit kann manchmal notwendig sein, um Entwicklungen zu gewährleisten oder um Karma abzutragen. Aber vieles entzieht sich auch unserer Weisheit und ist nicht verständlich.

  1. Das Gesetz von Schuld und Sühne, Heilung des Blinden 

Kapitel 138

1 Am Sabbath wandert Jesus mit Johannes, Petrus und Jakobus durch die Straßen von Jerusalem. Sie sehen einen Mann, der von Geburt an blind ist. Petrus fragt den Meister: »Herr, wenn Krankheit und Gebrechen Folgen einer Sünde sind, wer war der Sünder? War es jener Blinde oder waren es die Eltern?«

Anmerkung: Hier wird vom Karma-Gesetz als Grundgesetz des Kosmos ausgegangen. Was ich tue, fällt auch mich zurück. In diesem oder einem anderen Leben. Damit wird hier auch von der Reinkarnation wie selbstverständlich ausgegangen.

Wasserman-Evangelium das wichtigste Zusammengefaßt üä

4 Jesus gibt zur Antwort: „Krankheit und Gebrechen jeder Art sind stufenweise Tilgung einer Schuld, vielleicht auch vieler Schulden, die begangen worden sind. Es ist das ewige Gesetz von Schuld und Sühne, welches nie versagt. Man hat es in den Worten ausgedrückt: Was einer einem andern tut, das wird auch ihm geschehen. Hierin finden wir den Sinn des jüdischen Gesetzes: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Anmerkung: Schön, dass Jesus dies erwähnt, denn es beschreibt das Karma-Gesetz und heißt nicht, dass wir uns rächen sollen! Mein ist die Rache, ich werde Vergeltung üben, spricht der Herr heißt es in 5Mo 32,35.

8 Wer einem anderen in Taten, Worten und Gedanken unrecht tut, wird schuldig in den Augen des Gesetzes, und ein anderer wird ihm in gleicher Weise in Gedanken, Worten oder Taten unrecht tun.

Anmerkung: Das macht ein anderer aber unbewusst! Es ist keine Aufforderung, andere zu ärgern! Aber wenn ich Leiden in Beziehungen erlebe, dann kann dies notwendig sein, um Schuld abzutragen. Und es wäre nicht sehr weiße, davonzulaufen. Dies gibt mir eine andere Perspektive auf das Geschehen.  

Wer fremdes Blut vergießt, wird eines Tages selber bluten müssen. Krankheit und Gebrechen sind wie ein Verlies, in welchem man gefangen liegt, bis alle Schuld beglichen ist. Es sei denn, dass ein Meister die Gefängnistüre öffnet, um dem Schuldner eine bessere Gelegenheit zu geben, seine Schuld zu sühnen.

Anmerkung: Einer dieser Meister ist Jesus! Er spricht von der Vergebung, wenn wir glauben und das Gegenteil der Schuld leben. Also nicht bedingungslos! Der bedingungslose Liebes-Dienst am Nächsten ist durchaus in diesem Sinne.

11 Alles Leiden ist ein Zeichen, dass die Schuld noch nicht beglichen ist. Ein Beispiel hierfür ist der Blinde. Früher einst, in einem andern Leben, war er grausam, und in übler Weise blendete er einen seiner Kameraden. Und die Eltern dieses Mannes trieben einen blinden Hilfesuchenden von ihrer Schwelle.«

Anmerkung: Das heißt nicht unbedingt, dass er die Schuld der Eltern tragen muss, aber er kann es vielleicht, wenn er will! Hat nicht auch Jesus ein Teil der Schuld der Menschen freiwillig auf sich genommen? Siehe dazu 2. Mose 20, 5: "Der Sohn soll nicht tragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld des Sohnes, sondern die Gerechtigkeit des Gerechten soll ihm allein zugute kommen, und die Ungerechtigkeit des Ungerechten soll auf ihm allein liegen."

14 Petrus fragt: »Begleichen wir denn nicht die Schulden eines Menschen, wenn wir seine Krankheit heilen, ihn von seinem üblen Zustand retten oder böse Geister aus ihm treiben?«
15 Jesus sagte,
wir können nicht die Schuld des Bruders tilgen. Doch wir können mit dem Wort den Leidenden von seinen Qualen, seiner Pein befreien. Ist er frei von seinen Qualen, kann er seine Schuld im selbstgewählten Dienst am Nächsten sühnen.
17 Wenn ich diesen Blinden heile, kann er seiner Rasse dienen und auf diese Weise besser seine Schuld begleichen.
18 Nun ruft er den Blinden: »Willst du frei sein? Willst du sehen können?« fragt er ihn. Der Blinde gibt zur Antwort: »Alles, was ich habe, gäb' ich gerne für mein Augenlicht.« Da mischt der Meister Lehm mit seinem Speichel und bestreicht damit des Blinden Augen. Dann spricht er das Wort und sagt: „Nun geh zur Quelle Siloam und wasche deine Augen. Dazu sage >Jahve<. Tu dies siebenmal, und du wirst sehen können.“ Freunde führen ihn zur Quelle Siloam. Dort wäscht er sich, wie ihm geheißen ward und augenblicklich kann er sehen. Alle, die ihn kennen und seit vielen Jahren bettelnd auf der Straße sahen, sind sehr erstaunt.

  1. Die Heilung des Blinden
    Vergleich mit dem Johannes-Evangelium, offensichtliche Widersprüche
     

Johannes 9,2, Gute Nachricht
1 Im Vorbeigehen sah Jesus einen Mann, der von Geburt blind war. 2 Die Jünger fragten Jesus: »Rabbi, wer ist schuld, dass er blind geboren wurde? Wer hat hier gesündigt, er selbst oder seine Eltern?« Jesus antwortete: »Weder er ist schuld noch seine Eltern. Er ist blind, damit Gottes Macht an ihm sichtbar wird.  Solange es Tag ist, müssen wir die Taten Gottes vollbringen, der mich gesandt hat.  Es kommt eine Nacht, in der niemand mehr wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.

Anmerkung: Man stelle sich einen blinden Menschen vor, der das ganze Leben lang darunter leidet. Und er bekommt zu hören, "weder er ist schuld noch seine Eltern. Er ist blind, damit Gottes Macht an ihm sichtbar wird".
Es ist zwar eine Beruhigung, dass man sich keine Vorwürfe macht, dass man selber Schuld daran ist. Und natürlich auch nicht die Eltern! Aber was kann er damit anfangen, "damit Gottes Macht an ihm sichtbar
wird"? Das ist doch ein Widerspruch! Denn Gott will doch dass alle Menschen die Schönheit seiner Schöpfung sehen!

Wenn ich mir bewusst bin dass ich in meinem Leben vorher große Schuld auf mich geladen habe, dann kann mich mit dem Leiden auch große Freude erfüllen, denn mit dem abtragen der Schuld komme ich Gott immer näher. Und Jesus erklärt sogar, wie man diesen Prozess beschleunigen kann! Ist das nicht eine frohe Botschaft? Das Leiden ist nicht sinnlos, sondern kann mich näher  zu Gott bringen. Einst werde ich seine Herrlichkeit schauen! Mir ist bewusst was unbedachtes Leben, nicht Gott gemäßes Leben für folgen haben kann. Deswegen werde ich sehr bedacht leben und jetzt vielleicht die Vollkommenheit anstreben?
Zumindest erlebte ich, dass viele behinderte Menschen oft sehr fröhliche Menschen sind, im Gegensatz zu so manch privilegierten Mitmenschen.

Und
weiter im Text: „Solange es Tag ist, müssen wir die Taten Gottes vollbringen, der mich gesandt hat.“
Hier folgt ein
sofortiger Themenwechsel bei dem sehr wichtigen Thema. So etwas würde ich Jesus niemals zutrauen, dass er so schnell darüber hinweg geht. Auch ihm sind diese Menschen besonders ans Herz gewachsen, und sagt er nicht tröstende und hoffnungsvolle Worte? Man kann das Leiden reduzieren, wenn der Mensch glaubt und die Beziehung zum Schöpfer, zu Gott, zur Quelle pflegt. Dass heißt sich Zeit nimmt und sein Herz öffnet. Und wie an einer Tankstelle aufgetankt dann aktiv den Willen Gottes tut.

Dennoch ist das Thema Leiden auch Komplex und ein Mysterium. Man kann niemals sagen, dass eine Schuld die Ursache ist. Wäre es so, dann hätte Jesus niemals gelitten! Aber er war vollkommen und hat trotzdem sehr viel gelitten. Deswegen dürfen wir auch niemals auf andere herabschauen und denken, dass sie nur ihre Schuld abtragen. Im Gegenteil! Diejenigen die Gott in seine Dienste nehmen möchte, werden besonders geprüft und herausgefordert! Dies bestätigen fast alle die spirituell aufsteigen! Auch Hiob hat unglaublich viel erleiden müssen, und war dennoch ein aufrichtiger Mensch. Das Leiden ist nicht schön! Aber mit dieser Perspektive kann ich es dankbarer annehmen und auch als Prüfung und Herausforderung sehen. Eine weitere Stufe auf dem Weg zum Licht, zur Quelle, zur Heiterkeit. Ist das nicht eine frohe Botschaft?

Kapitel 139

Vers 6 »Dem Geburtsrecht nach sind alle Menschen Gottes Kinder, und Jehovah ist der Vater der Nation. Dem Glauben nach jedoch sind nur die wenigen, die ihre niedere Natur bezwungen haben, Söhne Gottes. Der, der zu dir spricht, hat überwunden. Deshalb nennen viele ihn den Gottessohn, denn er ist Vorbild für die Menschensöhne.

  1. Gleichnis vom guten Hirten 

13 »Ihr Männer Israels, ich sage euch, gewaltig groß ist Gottes Stall. Sein Mauerwerk ist stark. Der gute Hirte steht am Tor und gibt dem Hüter das geheime Zeichen. Er klopft an, der Hüter öffnet. Nunmehr ruft der Hirte jedes Schaf bei seinem Namen, und sie folgen seiner Stimme. So gelangt die Herde durch das Tor in ihre Stallung. Einer fremden Stimme folgt die Herde nicht. Sie flieht.
17 Das Volk jedoch versteht das Gleichnis nicht und Jesus sagt: »Der Christus ist das Eingangstor im Osten. Ich bin der gute Hirte. Wer mir folgt, den führe ich zu grünen Auen und zu frischen Wassern.
29 Falsche Seher und Propheten kommen und verschwinden. Sie erheben Anspruch auf das Amt des guten Hirten, kennen aber nicht das Wort der Macht. Die Schafe hören ihre Stimme nicht, und auch der Hüter öffnet nicht das Tor. Der wahre Hirte setzt sein Leben ein für seine Herde. Der falsche Hirte flieht, wenn Wölfe ins Gehege brechen, sich die zarten Lämmer holen und die Schafe auseinandertreiben.
22 Ich bin der gute Hirte, und ich kenne meine Schafe, wie Gott mich kennt und ich ihn kenne. Der Vater liebt mich mit unendlich großer Liebe, denn das Leben gebe ich für meine Schafe hin.
Ich gebe es aus freiem Willen, kann es aber neu erlangen. Jeder Gottessohn hat durch den Glauben Macht, sein Leben hinzugeben und es wieder aufzunehmen. Diese Worte habe ich von Gott erhalten.

Anmerkung: Wird hier die Wiedergeburt angesprochen oder Wieder-Auferstehung?

  1. Jesus motiviert andere zu gleichen Wundern 

Kapitel 140

1 Es naht die Zeit der Rückkehr jener siebzig Männer, welche Jesus in die Fremde schickte, um zu wirken. In Kapernaum erwarten ihn die siebzig Männer voller Freude. Sie berichten, dass der Geist des Höchsten sie erfüllte und die ganze Zeit mit ihnen war. »Die Macht des Wortes«, sagen sie, »war in uns wirksam. Kranke sind gesund geworden, Lahme können wieder gehen, Taube wieder hören, Blinde wieder sehen. Böse Geister bebten vor dem Wort und unterwarfen sich.
8 Der Meister sagt zu ihnen: Fürwahr, ihr habt die Macht, auf Schlange und Skorpion zu treten. Diese sind Symbole für des Menschen Feinde, und ihr seid beschützt, solange ihr auf rechten Wegen geht.

Anmerkung: Dies zeigt, dass Menschen die sich ganz Gott hingeben und seinen Willen tun, irgendwann großartiges machen können. Und tiefes Vertrauen dürfen sie haben, beschützt zu sein.

22 Frohlockt hingegen nicht, dass ihr die Macht des Heilens habt und euch die bösen Geister untertänig sind, denn solches wäre Ausdruck eures Erden-Selbst. Ihr mögt euch freuen, dass die Völker dieser Erde Ohren haben, um das Wort zu hören, Augen, um die Herrlichkeit des Herrn zu sehen, Herzen, die den Heiligen Geist fühlen. Freuen dürft ihr euch, denn eure Namen sind im Buch des Lebens eingetragen.
24 Jesus schaute zum Himmel auf und sagt: „Ich danke Dir, mein Vater, Herr des Himmels und der Erde, denn Du hast Dich Kindern offenbart, hast sie gelehrt, wie man den Pfad erhellt, und führst die Weisen hin zu Dir. „Was ich von Dir erhielt, das gab ich ihnen. Durch das Wort verlieh ich ihnen ein verständnisvolles Herz, damit sie Dich erkennen und verehren durch den Christus, welcher war und ist und ewig sein wird“.

Anmerkung: Man soll nicht stolz auf diese Taten sein, und sie laut verbreiten. Eine innere Freude wird sich breit machen.

Dann wendet er sich an die siebzig und an seine Jünger. »Segen«, sagt er, »liegt auf euren Augen, sie erkennen, was sie sehen. Segen liegt auf euren Ohren, sie begreifen was sie hören. Segen liegt auf euren Herzen, denn sie fühlen und verstehen.
22 Nun, da ihr stark geworden seid und euch der Weg bekannt ist, gebe ich den Körper auf und gehe heim zu Ihm, dem All-im-All.

Anmerkung: Man sieht nur mit dem Herzen richtig, der Verstand blockiert so manches. Diese Gabe haben die Nachfolger Jesus und auch wir, wenn wir es konditionieren. Sehen und erkennen, hören und begreifen, fühlen und verstehen sind etwas anderes. Erkennen, begreifen und verstehen stellt sich ein, wenn ich das Herz öffne, und nicht zu viele Informationen meinen Kopf belasten.

38 Später spricht Jesus dieses Gleichnis: »Das Königreich des Christus gleicht dem Samen, den man in die Erde legt. Er wächst und wird nach vielen Jahren ein gewaltig großer Baum mit vielen Blättern. Menschen ruhen sich in seinem Schatten aus. Die Vögel bauen ihre Nester im Geäst und ziehen ihre Jungen auf.«

Kapitel 141

  1. Der Weg ins wahre Licht 

2 Jemand fragt ihn: »Herr, gelangen denn nur wenige ins wahre Licht?« Jesus sagt: »Der Weg, der in das wahre Leben führt, ist steil, das Tor ist eng und gut bewacht. Und wer den Weg im Glauben sucht, der findet ihn. Und wer das Wort kennt, der tritt ein. Viele sind es, die den Weg aus egoistischen Motiven suchen. Und das Tor des Lebens bleibt verschlossen, selbst wenn sie mit Fäusten daran hämmern. Der Wächter auf dem Turm erklärt, ich kenne dich nicht, du redest würdelos und dein Gewand ist das der Sünde. Gehe deines Weges. Heulend und mit Zähnen knirschend, gehen sie davon.
9 Fürwahr, ich sage euch: „Die Letzten werden dann die Ersten, und die Ersten werden dann die Letzten sein. Alle sind ins Königreich berufen, doch nur wenige sind auserwählt. Nur die, die reinen Herzens sind, erblicken ihren König“.

Anmerkung: Ich lese hier nicht, nur die die Jesus als ihren Herrn angenommen haben sind auserwählt. Sondern es geht um die, die reinen Herzens sind. Ist das nicht etwas anderes? Gibt es auch spirituellen Egoismus?  

29 Hier erkennt man ein Prinzip: Wer sich erhöht, der wird erniedrigt. Wer sich demutsvoll erniedrigt, wird erhöht. Wer ein Fest gibt, tu es nicht für Freunde, für Verwandte und die Reichen. Diese fühlen sich gedrängt, ein größeres zu geben, weil sie keinem etwas schuldig bleiben wollen. Wer ein Fest gibt, hole sich die Blinden und die Lahmen und die Armen. Hierin liegt der Segen. Solches wird dereinst belohnt.

Kapitel 142

2 Viele sind es, welche ständig um den Meister sind, und Jesus sagt: »Aus egoistischen Motiven folgt ihr mir. 3 Wer mir in Liebe folgen will, des Heiligen Geistes Jünger werden möchte, um zuletzt des Lebens Krone zu erringen, muss auf alles, was die Sinnenlust zu bieten hat, verzichten.

8 Deshalb überlegt euch gut, ob ihr mir wirklich folgen möchtet. Heißt es doch, auf euer Leben und auf alles, was ihr habt, verzichten. Wenn ihr Vater, Mutter, Weib und Kinder mehr liebt als den Christus, könnt ihr mir nicht folgen. Wenn ihr Gold und Ehre mehr liebt als den Christus, könnt ihr mir nicht folgen.

Anmerkung: Jesus verlangt große Entschiedenheit!


11 Auf den Pfaden
der Sinnenlust lässt sich des Berges Gipfel nicht erstürmen. Sie führen um den Berg herum. Wer steil zum Gipfel, zum Bewusstsein Gottes, kommen möchte, kreuzt die Pfade der Sinneslust. Hütet euch, sie zu betreten.
12 Jeder trägt sein Kreuz, und keiner kann das Kreuz des Bruders tragen.
13 Nimm dein Kreuz und folge mir, dem Christus, auf dem Pfad der wahren Jüngerschaft. Es ist ein Weg, der in das Leben führt. Wer ihn betreten will, muß alles, was er hat, zu seinen Füßen niederlegen.
15 Einstmals fand ein Mann in einem Acker eine Mine Gold. Da ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und erwarb den Acker. Dann erfreute er sich seines Reichtums.

Anmerkung: Die Mine Gold ist das Reich Gottes, das mehr wert ist als alles andere!

18 Ihr gelehrten Männer solltet wissen, dass die Dinge, die von Menschen hoch gepriesen sind, ein Ärgernis in Gottes Sicht bedeuten.

Anmerkung: Bei Gott gibt es andere Prioritäten, die mehr auf der Herzens-Ebene und in den Herzens-Beziehungen zu finden sind.

19 Wie der Meister geht, läuft ihm ein Jüngling nach, kniet vor ihm nieder und beginnt zu reden: »Guter Meister, sagt mir, was ich tun muss, um das wahre Leben zu gewinnen?« Jesus fragt: »Warum nennst du mich gut? Nur Gott ist gut.

Anmerkung: Jesus ist bescheiden und schätzt sich selber fehlbar ein!

21 Gott sagt, wer wahrhaft leben möchte, halte die Gebote. Weiter fragt der Jüngling: »Welche von den jüdischen Gesetzen meint der Herr?« 23 Der Meister sagt: »Du sollst nicht stehlen, sollst nicht töten, sollst nicht ehebrechen und kein falsches Zeugnis geben. Ferner sollst du Gott, den Herrn, von ganzem Herzen lieben und den Nächsten wie dich selbst.«

Anmerkung: In wenigen Worten ist das wichtigste Zusammengefasst! Genial!

25 »Ich habe alles dies von Jugend an gehalten«, sagt der junge Mann, »was fehlt mir noch?« Und Jesus sagt: »Dir fehlt noch etwas, denn dein Herz gehört den Dingen dieser Welt. Du bist nicht frei. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen. Dann erst komm und folge mir, und du wirst wahrhaft leben.«
28 Über diese Worte ist der Jüngling tief betrübt, denn er ist sehr
reich. Beschämt geht er seines Weges. Jesus schaut ihm nach und sagt: »Wie ist es doch so schwierig für die Reichen, in das Königreich der Seele zu gelangen.« »Ich sage euch, ihr Menschen, wer auf Geld und Gut vertraut, vertraut nicht Gott und wird auch nicht ins Königreich der Seele kommen. Wahrlich, ein Kamel schlüpft eher durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.«

Anmerkung: das Nadelöhr war ein sehr enger Durchgang, wo die Kamele auf die Knie gehen mussten. Dies kann symbolisch verstanden werden, wir sollten vor Gott demütig werden.

33 Die Jünger fragen: »Wer kann dann den Weg noch finden und gerettet werden?« Jesus sagt: »Der Reiche gebe seinen Reichtum, und der Stolze neige sich zur Erde, um den Staub zu küssen. So kann Gott sie beide retten.«

35 Dann spricht Jesus dieses Gleichnis: »Ein Reicher lebte herrlich und in Freuden. Seine Tafel war gedeckt mit allen Köstlichkeiten, die das Land zu bieten hatte, und er trug die feinsten Kleider, die es gab. Ein lahmer blinder Bettler namens Lazarus saß alle Tage dort im Hinterhof und teilte mit den Hunden, was vom Tisch des Reichen fiel. Eines Tages starb der Bettler. Engel trugen ihn hinan und legten ihn behutsam in die Arme Vater Abrahams. Der reiche Mann starb ebenfalls und ward in einem Gold geschmückten Sarg begraben. Wie er in der reinigenden Glut des Feuers seine Augen öffnet, ist er tief enttäuscht. Er erblickt den Bettler friedlich in den Armen Abrahams. Da ruft er laut in seelischer Verbitterung: „Mein Vater Abraham, sei gnädig deinem Sohn. Ich leide fürchterliche Qualen und flehe dich an, mir Lazarus zu schicken, dass er mir mit einem kühlen Trunk die ausgedörrte Zunge benetze. Abraham jedoch entgegnet ihm: „Mein Sohn, in deinem Erdenleben hattest du das Beste, und der Bettler Lazarus das Schlechteste. Und damals warst du nicht bereit, ihm einen Trunk zu reichen, sondern triebst ihn von der Schwelle deines Hauses. Jetzt erfüllt sich das Gesetz. Der Bettler ist bei mir, und du musst deine Schuld begleichen. Außerdem befindet sich ein tiefer Abgrund zwischen dir und mir. Ich könnte Lazarus nicht zu dir schicken, selbst wenn ich es wollte, und auch du kannst nicht zu uns gelangen, bis du deine Schuldenlast bezahlt hast.

45 Wieder ruft der reiche Mann verzweifelt: „Abraham, ich bitte dich, so sende Lazarus zurück zur Erde und in meines Vaters Haus. Er möge meine Brüder, welche noch im Leben weilen, vor den Qualen dieses Ortes warnen, so dass sie zu dir und nicht zu mir gelangen. Abraham jedoch entgegnet: „Deine Brüder haben Moses und die Seher. Daran sollen sie sich halten.“ Von den Schriften wollen sie nichts wissen“, sagt der reiche Mann. „Sie würden eher glauben, käme einer aus dem Grab zurück.“ Doch Abraham entgegnet: „Wenn sie nichts von Moses und den Sehern halten, werden sie auch nicht auf einen Toten hören, selbst wenn dieser mitten unter ihnen stünde.“

Anmerkung: Die Botschaft ist sehr wichtig! Es geht darum, den Willen Gottes zu tun, Liebe und Barmherzigkeit zu leben. Wenn wir dies nicht tun, so sind wir Gott fern und ein Graben ist dazwischen. Aber dieser Graben kann überwunden werden, durch ein geändertes Leben.

49 Petrus sagt: »Wir haben alles aufgegeben, Herr, um dir zu folgen. Was ist unsere Belohnung?« Jesus sagt: »Fürwahr, ich sage euch, ihr werdet, da ihr alles aufgegeben habt, um mir zu folgen, in ein neues Leben kommen, das mit Christus tief in Gott geborgen ist. Ihr werdet mit mir sitzen auf dem Thron der Macht und mit mir richten über alle Stämme Israels. Wer überwindet, wer dem Christus folgt, wird hundertmal so viel gewinnen, als das Erdenleben bieten kann, und ewig leben wird er in der Welt der Wahrheit.«

Anmerkung: Der Lohn ist groß und er bekommt verantwortungsvolle Aufgaben. Wenn es dann die Welt der Wahrheit gibt, kann man davon ausgehen, dass hier mehr die Welt der Lüge ist.

Kapitel 143

Da tritt ein Mann hervor und fragt: 2 „Teilt Gott Belohnung aus für eine gute Tat, wie das die Menschen tun?“ Und Jesus sagt: „Ein Mensch kann kaum ermessen, was ein anderer geleistet hat. Er lebt in einer Scheinwelt. Einer tut ein großes Werk, und in den Augen der Gesellschaft ist er einer Anerkennung und Belohnung würdig. 5 Ein anderer ist auf des Lebens Bühne ein Versager und wird nicht beachtet von der Welt. Der Mensch kennt nicht des Menschen Herz. Nur Gott schaut tief in seine Seele. Ist der Tag zu Ende, mag es sein, dass Gott den einen, der dem Räderwerk der Arbeit unterlag, belohnt und jenen anderen bestraft, der das Idol der Menschen war.“

Anmerkung: Gott hat andere Maßstäbe, die in den Schriften gut beschrieben werden.

Gleichnis vom  Gutsherr

Ein Gutsherr bezahlt jeden das gleiche, obwohl sie unterschiedlich lange gearbeitet haben. Die Arbeiter sagen,
17 „Jeder dieser zwölf hat doch nur eine Stunde lang gedient und wir den ganzen Tag, dazu noch in der Mittagshitze. Sollten wir nicht mindestens das Doppelte erhalten ?“ Doch der Gutsherr sagt zu ihnen: „Meine Freunde, es geschieht euch ja kein Unrecht. Haben wir nicht einen festen Preis von einem Heller für den Tag vereinbart, als ihr Arbeit suchtet? Ihr habt euren vollen Lohn erhalten.“ Was bekümmert es euch, ob andere mehr oder weniger verdienen ? Nehmt, was euer ist, und seid zufrieden. Ihr Bestes haben sie gegeben, und so könnt auch ihr nur euer Bestes leisten.
21 Die Berufung eines Menschen hängt von der Gesinnung seines Herzens ab.

Anmerkung: Will Jesus damit sagen, schau nicht auf die anderen! Lass den Neid! Freue dich über das was du bekommst. Denn wir können immer neidisch auf andere schauen, denen es besser geht. Aber es bringt uns nicht weiter! Wir können nicht verstehen, wieso es dem einen gut geht und dem anderen nicht. Jesus spricht von der Gesinnung des Herzens, die wir von außen nicht sehen. Dementsprechend hat der Mensch eine höhere Berufung und Verantwortung oder nicht. So ist es ja im normalen Leben auch.

  1. Über die Scheidung 

22 Ein Pharisäer kommt und fragt den Meister: »Herr, ist es gestattet, dass ein Mann von seinem Weib sich scheidet?« 23 Und Jesus gibt zur Antwort: »Ich denke mir, dass ihr das wisst. Was sagt das jüdische Gesetz?«
»Dem jüdisdien Gesetz entsprechend«, meint der Pharisäer, »ist die Scheidung möglich.«
25 Jesus sagt: „Ja, weil des Menschen Herz verhärtet ist, hat der Gesetzesgeber eine Möglichkeit zur Scheidung vorgesehen. Doch am Anfang war das nicht so. Gott schuf für den Mann die Frau und beide waren eins. Fortan gibt es keine Trennung mehr, denn Mann und Frau sind eins. Was Gott geeint, das soll der Mensch nicht trennen.“

28 Später fragt man Jesus, wie es sich im einzelnen verhalte mit der Angelegenheit der Scheidung.

29 Jesus erklärt das höhere Gesetz des Ehelebens so: »Wer seine Frau verlässt, um eine andere zu nehmen, der hat Ehebruch verübt, es sei denn, seine erste Frau war eine Dirne. Eine Frau, die ihren Mann verläßt, um eines andern Mannes Weib zu sein, hat Ehebruch verübt, es sei denn, dass ihr erster Mann ein Ehebrecher und ein Wüstling war.«
32 Thomas fragt nun: »Meister, was ist Ehebruch?« »Ein Mann«, sagt Jesus, »welcher lüsterne Gedanken hegt und eine Frau begehrt, die nicht die seine ist, der ist ein Ehebrecher. Eine Frau, die sinnliche Gedanken hegt und einen Mann begehrt, der nicht der ihre ist, ist eine Dirne. Ein Gesetz, das Mann und Frau im Ehebund vereint, ist Menschenwerk und nichtig. Sind sich zwei in Liebe zugetan, besteht kein Wunsch zur Sinnenlust. Die Frau will ihren Mann nicht lassen, und der Mann hat keinen Wunsch, sie fortzuschicken. Mann und Frau, die lüsterne Gedanken hegen und begehrlich sind nach einem fremden Leib, sind nicht von Gott geeint sind niemals eins.

42 »Gar manches lernt der Mensch durch Menschenmund. Doch vieles bleibt ihm unbekannt, bis sich die Tore seines höheren Bewusstseins öffnen.  Ein Geheimnis, dessen Sinn ihr jetzt noch nicht versteht, werdet ihr später vielleicht erfassen und verstehen.

Anmerkung: Vieles erschließt sich einem erst, wenn man eine gewisse Bewusstseinsstufe erreicht hat. Man muss nicht das, was man hört, von anderen aber noch nicht versteht, oder was einem etwas verrückt vorkommt, als falsch deklarieren. Es wird vielleicht eine Zeit kommen, wo man erfassen kann was der andere gemeint hat. Das, was mein Bewusstsein übersteigt, kann ich nicht verstehen. Aber mein Bewusstsein kann und soll sich erweitern. Offenheit und Respekt vor der Sichtweise anderer helfen mir zur Entwicklung.

Kapitel 144

12 Wie es vor der Flut zu Noahs Zeiten war, so wird es wieder sein. Sie aßen, tranken, waren heiter und vergnügt und sangen Lieder voller Lust und Fröhlichkeit. Sie ahnten nichts von ihrem Unheil, bis die Arche fertig war und Noah sie betrat. Dann kam die Flut und schwemmte sie hinweg.
17 Also wird es sein, wenn einst der Sohn des Menschen wiederkommt in seiner ganzen Macht. Wenn euch euer Leben lieb ist, lasset Hab und Gut zurück und flieht.
19 Wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer sein Leben lässt im Dienst am Leben, wird es retten.

Anmerkung: Hier könnte es sich um den versunkenen Kontinent Atlantis handeln. Es gibt mehrere Quellen die besagen, dass es diesen Kontinent geben hat und die Menschen dort schon sehr weit entwickelt waren. Sogar schon genetische Veränderungen am Menschen vorgenommen haben was strengstens verboten ist, und sehr dekadent geworden sind. Dies hatte fatale Folgen!

  1. Die Wichtigkeit des unentwegten Betens   

 26 Um die Wichtigkeit des unentwegten Betens zu erläutern, spricht der Meister dieses Gleichnis:

33 »Zwei Männer«, sagt er, »gehen in die Synagoge, um zu beten. Einer ist ein Pharisäer und der andere ein Sünder. Der Pharisäer stellt sich hin und sagt: 0 Gott, ich danke Dir, dass ich nicht bin wie jener Sünder, dass ich keinen Wucher treibe, keinen Ehebruch begehe und kein Unrecht tue. Zweimal faste ich die Woche und den Zehnten gebe ich von allem, was ich habe.
36 Der Sünder blickt nicht zum Himmel auf. Er schlägt sich an die Brust und sagt: >Oh sei mir gnädig Herr, ich bin ein Sünder und vor Dir entehrt.<
38 Ich sage euch, ihr Männer Israels, der Sünder wusste, wie man beten soll, und Gott hat ihm verziehen. Wer sich rühmt, der wird erniedrigt, und wer sich erniedrigt, wird im Angesicht des Herrn erhöht.

Kapitel 145

4 Miriam singt, und dies ist ihr Gesang: »Heil dem Tagesstern des Höchsten! Heil dem Christus, der da war und ist und ewig sein wird! Heil den Menschen guten Willens! Heil dir, triumphaler König, der du mit dem Tode ringst, ihn siegreich überwindest und Unsterblichkeit den Menschen bringst. Heil dem überwundenen Kreuz, der Lanze, die zersplittert! Heil der triumphalen Seele! Heil dem leeren Felsengrab! Heil dir, den die Menschen schmähen, den die Menge von sich stößt, erhoben wirst du auf den Thron der Macht. Heil! Du hast die Menschen, welche reinen Herzens sind, zu dir auf deinen Thron berufen. Heil dem Schleier, der zerreißt, damit der Weg zur höchsten Himmelspforte allen Menschen offensteht. So freut euch denn, ihr Menschen, und singt. Bringt herbei die Harfe, schlagt die Saiten an und bringt herbei die Flöte mit den höchsten Tönen. Der Mensch, der in der Tiefe liegt, wird nunmehr hoch erhoben. Jener, der im Dunkel und im Tal des Todes geht, wird auferstehen. Gott und Mensch sind eins geworden. Halleluja! Lobt den Herrn in Ewigkeit. «

17 Jesus blickt zum Himmel auf und sagt: »Mein Vater-Gott, der Segen Deiner Liebe, Deiner Weisheit, Deiner Gnade möge immerfort auf diesen Männern ruhen.

Anmerkung: Miriam singt auch von zukünftigen Ereignissen!

Kapitel 146

15 Der Mensch, der in der Tiefe liegt, wird nunmehr hoch erhoben. Jener, der im Dunkel und im Tal des Todes geht, wird auferstehen. Gott und Mensch sind eins geworden. Halleluja! Lobt den Herrn in Ewigkeit.
Jesus blickt zum Himmel auf und sagt: „Mein Vater-Gott, der Segen Deiner Liebe, Deiner Weisheit, Deiner Gnade möge immerfort auf diesen Männern ruhen“.
3o Nur solche, die den Glauben haben und das Leben Gottes wahrhaft leben, sitzen auf dem Thron der Macht.

3 Jesus sagt: »Wie schwierig ist es für das Kind der Welt, den Wesenskern des Reiches der Seele zu begreifen. Diese beiden Jünger scheinen nicht zu wissen, dass Macht in den Himmeln nichts zu tun hat mit Macht auf der Erde. Die Herrscher dieser Erde, die sich selbst zur Macht erhoben haben, zeigen gerne ihre Stärke und regieren mit Gewalt. Doch ihr sollt wissen, dass die Wesen, die im Licht regieren, jene sind, die keine Macht erstreben, sondern in des Menschen Dienst ihr Leben opfern. Der wirklich Große ist der Diener aller. Und der höchste Sitz im Himmel steht zu Füßen dessen, der auf Erden der Geringste war. Ich stand in Gottes Herrlichkeit, noch eh die Welt erschaffen ward. Und dennoch komme ich, um aller Welt zu dienen, um mein Leben für die Menschen hinzugeben und die Erde zu erlösen.

Anmerkung:  das Kind der Welt beschreibt vielleicht das zu sehr dem materiellen und der Macht verhaftete Mensch.

Kapitel 147

3 Ein Schriftgelehrter fragt: »Rabboni, sagt, warum lasst ihr das Volk im ungewissen? Wenn ihr wirklich der Messias seid, von welchem die Propheten kündeten, dann sagt es uns.«
5 Jesus sagte, „niemand kann die Werke tun, wie ich sie tue. Niemand kann die Wahrheit bringen, so wie ich sie bringe außer Gott hat ihn gesandt. Die Werke, die ich tat, die Worte, die ich sprach, sind meine Zeugen. Gott hat mich gerufen, und wer Ohren hat, des Himmels Stimme zu vernehmen, hat den Ruf gehört und glaubt an mich.

Anmerkung: Dies ist nicht jedem geschenkt und es ist vielleicht eine Gnade. Deswegen sollte man gnädig mit anderen sein, und sich nicht über ihre freie Glaubens-Entscheidung hinwegsetzen. Wir müssen niemand überreden, denn es ist ein Thema des Herzens, so wie die Liebe!

7 Gott selber ist mein Zeuge. Ihr jedoch hört nicht die Stimme Gottes. Eure Ohren sind verschlossen, seine Werke könnt ihr nicht begreifen, denn vom Ich ist euer Herz erfüllt.
9 Ihr versucht sie spitzfindig mit Lügen zu vergiften, um sie Gottes Armen zu entreißen.
21 Meinen Worten glaubt ihr nicht, doch meines Vaters Wirken solltet ihr in meinen Werken sehen. Wissen müsstet ihr daher, dass ich im Vater bin und Er in mir.«

Anmerkung: Jesus sagte immer, an den Taten werdet ihr sie erkennen!

Kapitel 148

9 Wenn die Stunde meines Todes kommt, dann werde ich mein Leben selber niederlegen. Nahe ist die Zeit, und alles liegt in Gottes Hand. So sei es denn, der Menschensohn muss gehen.«

Anmerkung: Jesus wusste was kommt, und er flüchtete dennoch nicht!

17 »Ich bin die Auferstehung und das Leben,« sagt der Herr. »Wer an mich glaubt, sogar im Tod, wird ewig leben. Wer am Leben ist und an mich glaubt, wird nimmer sterben. Glaubst du auch, was ich dir sage?« Martha sagt zu ihm: »Ich glaube Herr, dass du gekommen bist, den Geist Christus zu offenbaren.«

Anmerkung: Jesus ist ein Weg zum Licht. Er macht uns lebendig und froh, denn er zeigte uns, dass der Geist Christus in uns selber ist! Jeder kann ihn finden! Ist das nicht eine gute Botschaft. Dass heißt aber nicht, dass andere Menschen in anderen Religionen nicht auch das Licht finden können.

22 Maria sagt: »Warum bist du nicht gleich gekommen, Meister, unser Bruder Lazarus wäre nicht gestorben. «Hiernach geht der Meister mit der kleinen Schar zum Haus, und wie er sieht, dass alle weinen, ist er selbst von Schmerz bewegt und fragt: »Wo ist das Grab, in dem er liegt?« Man sagt: »Komm, Herr, und sieh.« Da weint auch Jesus.

  1. Gleichnis von den ungenutzten Talenten 

12 Jesus spricht dies Gleichnis: »Ein Vasall des Kaisers ruft er zehn getreue Diener und gibt jedem ein Talent. Geht hin, sagt er, und nützt das Geld, wie sich Gelegenheiten bieten, dass es sich zu meinen Gunsten mehre und ich Nutzen davon habe. Dann erst geht er seines Weges. Nach geraumer Zeit kehrt er zurück und fordert Rechenschaft von ihnen.
Der erste kommt und sagt: Ihr gabt mir ein Talent, ich habe neun hinzugewonnen, Herr, und hier sind zehn. Der König sagt: Sehr gut, mein braver Knecht. Da du erfolgreich und getreu gehandelt hast in kleinen Dingen, wirst du auch im Großen ein getreuer Diener sein. Fürwahr, ich mache dich zum Herrscher über neun bedeutungsvolle Städte meines Reiches.
18 Der zweite kommt und sagt, ihr gabt mir ein Talent. Ich habe vier hinzugewonnen, Herr, und hier sind fünf. Der König sagt zu ihm, auch du hast treu gehandelt ich mache dich zum Herrscher über vier bedeutungsvolle Städte meines Reiches.
2o Und der dritte kommt und sagt, ihr gabt mir ein Talent. Ich habe es verdoppelt, Herr, und hier sind zwei. Der König sagt: Auch du bist treu. Ich mache dich zum Herrscher über eine meiner großen Städte.
22. Nun kommt einer, der zum König sagt: Ich gebe euch zurück, was ihr mir gabt, wohl wissend, daß ihr ein gestrenger König seid. Angstvoll war ich und versteckte das Talent in einem sicheren Gewahrsam. Hier ist es zurück. Der König ruft: Du fauler Knecht, du wusstest, was von dir erwartet wurde, und dass ein jeder Mann sein Bestes herzugeben hätte. Du warst ängstlich, dein Talent im Handel zu erproben. Dann wendet sich der König seinem Schatzverwalter zu und sagt, gib das Talent des faulen Knechtes dem, der neun durch seinen Fleiß hinzugewonnen hat. Fürwahr, ich sage, wer seine Talente einsetzt, dem wird hinzugegeben. Doch wer sein Talent zurückhält, der verwirkt, was er besitzt.

Anmerkung: Dieses wichtige Gleichnis zeigt, wie wichtig es Jesus ist, dass der Mensch seine Talente nutzt und sich von den Ängsten befreit. Das heißt nicht unvorsichtig sein! Aber das Wichtigste ist unsere Talente, unser Wesen und unsere Essenz zu erkennen und sie einzusetzen. Auch wenn man dabei den einen oder anderen Fehler macht. Aber zu dem werden, der man ist. Und dabei auch die Grenzen zu akzeptieren, ist eine der wichtigsten Botschaften von Jesus. Und diese kommen von Gott!
Also lasst uns mutig das leben was in uns steckt. Und es mehrt sich dabei! Man wächst mit den Aufgaben! Wenn die Zeit reif ist, dann kommen auch die Lösungen! Dieses Bewusstsein schenkt mir Mut die Dinge auch anzugehen und zu vertrauen, dass es schon wird!

18 Als Jesus näher an die Stadt kommt, hält er an und weint. »Jerusalem«, sagt er, »Jerusalem, du heilige Stätte Israels. Du warst die Herrlichkeit des Herrn, doch hast den Herrn vergessen. Deine Augen sind geschlossen, und den König siehst du nicht. Der Herrn der Himmel und der Erde ist gekommen, du jedoch begreifst es nicht.
23 Wie Jesus und das viele Volk die Stadt betreten, herrscht Begeisterung und Freude. Viele fragen: »Wer ist dieser Mann?« und andere entgegnen: »Dieser ist der Mann aus Galiläa, er ist der Prophet und Priester Gottes.«
3o Jesus sagte, aus dem Munde kleiner Kinder spricht die Wahrheit.

Anmerkung: Oh, welch eine Weisheit in diesem einen Satz! Jesus sagte auch, werdet wie die Kinder! Sie sind das Original!


48 Wie Jesus in den Tempel tritt, ruft er empört: »Ihr Männer Israels, o welche Schande, unser Heiligtum des Betens ist zum Räuber-Nest entweiht. Hinweg mit eurem Plunder!«

Kapitel 153

3 »Oh, schaut den Baum«, ruft Petrus, »seine Blätter sind verwelkt, es scheint, als sei er tot.« Und Jesus sagt: »So wird es sein mit allen jenen, welche keine Früchte tragen. Wenn der Herr sie ruft und Rechenschaft von ihnen fordert, bläst er über sie mit Seinem Hauch, und ihre Blätter, ihre leeren Worte werden schrumpfen und verdorren. Gott gestattet nicht, daß unfruchtbare Lebensbäume gutes Erdreich überwuchern. Er entfernt sie alle aus dem Feld und wirft sie weg.

Anmerkung: Das sind harte Worte und sie zeigen wie wichtig es ist, Früchte zu bringen, jeder auf seine Art und Weise.

6 Glaubt an Gott und ihr könnt mit Wind und Wellen reden sie verstehen euch und werden tun, was ihr befehlt. Gott erhört das gläubige Gebet, denn wer im Glauben bittet, der erhält. Erbittet nicht, was übel und was unrecht ist, denn das Gebet des Übeltäters hört Gott nicht. Wer neidische Gedanken hegt und keine Liebe für den Bruder fühlt, kann ewig beten, Gott erhört ihn nicht.

Anmerkung: Auch meine sehr gläubige Mutter berichtete, dass sie um Regen gebetet haben, und dann hat es wirklich geregnet. Aber es kann natürlich auch Zufall sein. Aber wir erhalten nur, was für uns gut ist! Und es setzt ein Leben in einer gewissen Vollkommenheit voraus, wie es Jesus hatte. Ist es die Belohnung für ein redliches, engagiertes Leben?

11 Nur so viel gibt euch Gott, wie ihr dem Nächsten gebt.

Anmerkung: Damit ist mit wenigen Worten sehr viel gesagt! Jesus will keinen spirituellen Egoismus. Wo ich nur um meine Beziehung zu Jesus und Gott besorgt bin, aber nicht um den Nächsten.

  1. Gleichnis vom Fest und den Auserwählten 

22 Nun erzählt er ihnen dieses Gleichnis: Einst gab ein Mann ein Fest und lud die Reichen und die Angesehenen des Landes ein. Als diese kamen, fanden sie die Türe in den Festsaal derart niedrig, dass sie ihre Häupter beugen und auf ihre Knie niedergehen mussten, um hindurch zu kommen. Doch sie wollten das nicht und gingen hinweg und waren nicht beim Fest. Der Hausherr sandte nunmehr Boten aus und bat die Menschen aus dem Volk, zu seinem Fest zu kommen. Diese kamen gerne, beugten ihre Häupter, gingen auf die Knie nieder und gelangten in den Saal, der bis zum letzten Platz gefüllt war. Große Freude herrschte überall.
3o Ich sage euch, ihr Menschen, Diebe, Dirnen und Verbrecher gehen durch das Tor ins Königreich des Himmels, ihr jedoch bleibt ausgesperrt. Johannes kam zu euch und brachte euch die Wahrheit, doch ihr wolltet ihm nicht glauben. Diebe, Dirnen und Verbrecher glaubten ihm, er taufte sie, und sie sind eingegangen in den Saal des Festes.
33 Ich sage euch, wie ich es oftmals sagte: Viele sind berufen, doch wenige sind auserwählt.

Kapitel 154

15 Der Baustein, den die Bauleute verwarfen, ward zum Eckstein auserwählt. Ihr Männer, die ihr euch als Priester Gottes ausgebt, habt die Boten Gottes, Seher und Propheten stets gesteinigt und getötet. Jetzt versucht ihr Hand an Seinen Sohn zu legen. Wesen, deren Sprache ihr nicht redet, stehen zwischen Toten und Lebendigen und weisen euch den Weg zum wahren Leben.

Anmerkung: Immer wieder werden auch heute noch erleuchtete Menschen diffamiert und ausgeschlossen. So z.B. Williges Jäger und viele andere.

35 Viele sind berufen, aber keiner wird erwählt, der nicht sein Festkleid trägt.

Kapitel 155

8 Jesus sagt: „So gib dem Kaiser, was dem Kaisers gehört und Gott, was Gott gehört“.

Anmerkung: Wohlgemerkt was dem Kaiser gehört! Aber der Kaiser nimmt oft mehr als ihm gehört! Dies ist eine sehr weise Antwort von Jesus.

14 In der Welt, die uns erwartet nach der Auferstehung, gibt es keine Ehen mehr. Den Engeln und auch anderen Geschöpfen Gottes gleich, vereinigt man sich nicht mehr zum Vergnügen oder um sich zu vermehren.
16 Der Tod ist nicht des Lebens Ende, und das Grab ist nicht des Menschen Ziel, sowenig wie der Same in der Erde stirbt. Das Leben ist die Folge auf den Tod. Der Same scheint zu sterben, doch aus seinem Grab erwächst ein neuer Baum zum Leben. Gleichermaßen scheint der Mensch zu sterben, doch in Wirklichkeit erhebt er sich aus seinem Grab zu neuem Leben.

26 Jesus wird gefragt, welches das erste und das wichtigste der jüdischen Gebote ist. Jesus sagt: »Das erste der Gebote ist, unser Gott, der Herr ist eins. Und du sollst Gott den Herrn mit deinem ganzen Verstand und deinem ganzen Herzen lieben, wie mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
28 Den Nächsten sollst du lieben, wie dich selbst.

Anmerkung: Sich selbst zu lieben und wert zu schätzen, ohne Egoistisch oder Arrogant zu sein, ist ein Haupt-Gebot Gottes.  

3o »Meine Seele fühlt, dass ihr die Wahrheit redet«, sagt der Schriftgelehrte, »denn es ist die Liebe, welche das Gesetz erfüllt und welche über jede Opferung und jedes Opfer triumphiert.« Und Jesus sagt zu ihm: »Fürwahr, du hast das größte der Geheimnisse gelöst. Du bist im Königreich, und Gottes Königreich befindet sich in dir.«

Anmerkung: Hier sieht man das auch bei den Schriftgelehrten es solche gab, die Botschaft Jesu durchaus verstanden. Denn über allem steht die Liebe! Dies wird hier nochmals betont.
Das Königreich Gottes ist bei uns im Herzen zu finden! Jeder kann es in sich finden! Es braucht dafür nur Offenheit und Interesse.

32 Dann spricht der Meister »Hütet euch vor Pharisäern und vor Schriftgelehrten, die in langen, reich verzierten Kleidern stolz einhergehen, die den Ehrenplatz bei Festen suchen, die den hart verdienten Lohn der Armen schmälern, um die Selbstsucht zu befriedigen, und die in Synagogen laut und lange beten.

Wölfe sind es, die im Schafspelz gehen. Moses hat die Schriftgelehrten und die Pharisäer eingesetzt, und diese dürfen das Gesetz erläutern.
Deshalb tut, was sie euch sagen, aber handelt nicht wie sie.

Anmerkung: Wie oben angeführt gibt es auch bei den Schriftgelehrten unterschiedliche Charaktere. Jesus beschreibt hier die Charaktere, die nicht mit der Botschaft überein stimmt. Das heißt das, was die geistlichen sagen, auf das sollen wir schon hören. Aber nicht wie sie handeln.

44 Wer erhöht sein will, der setze sich zu seines Meisters Füßen, um zu dienen. Wer am besten dient, der ist der Größte.

Kapitel 156

2 »Wehe euch, ihr Pharisäer und ihr Schriftgelehrten, Heuchler seid ihr! Ihr versperrt den Weg, und ihr blockiert das Tor. Ihr selber wollt nicht in das Königreich gelangen und verwehrt den Eintritt jenen, welche reinen Herzens sind.

Anmerkung: Diejenigen die in der Nachfolge Gottes stehen dienen den anderen und sind bescheiden. Daran erkennt ihr sie, sagte Jesus.
Hier kritisiert Jesus noch mal ganz scharf die Pharisäer welche oft die falsche Botschaft verbreiten. Sie stellen sich zwischen Gott und den Menschen und versperren damit den Weg.

16 Gott hat euch erneut Propheten, Heilige und Seher zugeführt. Ihr aber steinigt sie in euren Straßen, foltert sie in euren Synagogen, und ihr nagelt sie ans Kreuz. Wehe euch! Auf eure Häupter kommt das Blut der vielen Heiligen, die hier auf Erden gequält wurden.

25 Reiche kommen und spendieren aus dem Überfluss, den sie besitzen. Dann kommt eine arme, brave Witwe und wirft einen Pfennig in die Truhe. Da sagt Jesus zu den Jüngern, welche um ihn stehen: »Wahrlich, diese arme Frau hat ihren letzten Pfennig hergegeben. Damit tat sie mehr als all die anderen. Die Reichen aber gaben wenig im Vergleich zu ihrem Reichtum.«

31 Ein Weizenkorn, das nicht im Ackerboden keimt, bleibt Weizenkorn. Doch wenn es keimt, dann trägt es hundertfache Frucht.

Anmerkung: Auch wir sollen etwas aus unsere Talenten machen und blühen, Gott zur Ehre! Dann müssen wir nicht auf die Anerkennung der Menschen warten.

32 Meine Seele ist betrübt«, sagt er und blickt zum Himmel auf. Mein Vater-Gott, ich bitte nicht, von Bürden, die ich tragen muss, befreit zu werden. Doch ich bitte Dich um Kraft und Gnade, sie zu meistern, gleich, wie schwer sie sind. Für diese Stunde bin ich in die Welt gekommen. Vater-Gott, verherrlicht werde nun Dein Name! Nach diesen Worten Jesu ist der Ort in Licht getaucht, ein Licht, das heller als die Mittagssonne strahlt. Und furchtsam weicht das Volk zurück.

42 Aus der Menge werden Stimmen laut: »Es steht doch im Gesetz, dass Christus ewig bei uns bleibt. Wie kannst du sagen, dass der Menschensohn erhoben wird? Wer ist der Menschensohn?« Und Jesus sagt: »Das Licht scheint jetzt. So geht im Licht, derweil es scheint. Das Dunkel kommt, und wer im Dunkeln wandelt, findet nicht den Weg. Ich sage euch erneut, so geht im Licht, derweil das Licht noch bei euch ist, damit die Menschen wissen, dass ihr Söhne dieses Lichtes seid.

Anmerkung: Die Menschen haben nicht verstanden, dass sie das Christus-Bewusstsein auch weiterhin im
Herzen spüren können.
46 Jesus geht nun zum Portal und richtet seine letzten Worte an die Menge:
»Wer an mich glaubt«, sagt er, glaubt auch an Gott, der mich gesandt hat, seinen Willen auszuführen, und wer mich sieht, sieht den Vater. Fürwahr, ich kam als Licht der Welt, und wer an mich glaubt, wird im Licht des Lebens wandeln.
49 Wer mich hört, doch meinen Worten keinen Glauben schenkt, wird nicht von mir gerichtet. Ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten.
51 Gott allein ist Richter. Meine Worte aber sind bedeutungsvoll am Tage des Gerichtes. Die Worte, die ich spreche, kommen nicht aus mir. Es sind die Worte, welche Gott mir eingibt. Jerusalem, mit deiner Herrlichkeit und deiner Schande, Lebewohl!«

Kapitel 157


10 Seid nicht ängstlich, was ihr sagen sollt, wenn ihr vor euren Richtern steht. Der Heilige Geist wird euch führen, und ihr werdet Seine Worte sprechen.

21 Doch wenn die Menschensöhne für ihr böses Tun bestraft sind, enden ihre Schmerzenstage. Eine Zeit wird kommen, da sich alle Welt erheben wird.

22 Unvernünftig ist der Menschen Handeln. Teilnahmslos begehen sie Verwüstung, Schlächterei und Raub und kämpfen grundlos gegen Freund und Feind.

27 Während die Konflikte auf dem Land und auf den Meeren toben, wird der Prinz des Friedens über Himmelswolken stehen und erneut verkünden: Friede, Friede auf der Erde. Guter Wille allen Menschen! Jeder wirft die Waffe weg, und die Nationen lernen ohne Krieg zu leben.  Das Zeichen des Menschensohnes wird im Osten stehen. Noch ehe diese Tage kommen, stehen falsche Christus-Kandidaten auf in aller Welt. Sie weisen sich durch Zeichen aus und können große Wunder tun. Die vielen, die nicht weise sind, werden sich irreleiten lassen; und viele Weise werden arg getäuscht.

Anmerkung: Jesus spricht hier von einer neuen Zeit. Auch wenn manche Wunder beherrschen, heißt das nicht, dass sie von Gott gesandt sind.

37 Seid wachsam, oh, seid wachsam, denn ihr kennt den Tag nicht noch die Stunde, da der Menschensohn er-scheinen wird. Belastet nicht das Herz mit Sinnes-Freuden noch mit der Mühe des Alltags, dass jene Stunde euch nicht überrasche.

Anmerkung: Man sollte immer Zeit haben, sich auf Gott zu besinnen und die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Kapitel 158

7 Dann lehrt Jesus seine Jünger, wie sie andere belehren sollen. Oftmals redet er in Gleicheisform.  »Erinnert ihr euch an die Worte von der Wiederkunft des Menschensohnes, die ich gestern sagte? Teilt der Menge mit, was ich berichtet habe und berichten werde. Lehrt sie beten, so dass keiner strauchelt. Lehrt sie jederzeit bereit sein. Wenn sie es am wenigsten erwarten, kommt der Herr.
34 Und wenn er kommt mit allen seinen Engeln, wird das Buch des Lebens und die Chronik der Erinnerungen aufgeschlagen, wo der Menschen Taten, Worte und Gedanken aufgezeichnet sind. Ein jeder kann die Worte lesen, die er selber niederschrieb. Und jeder kennt sein Schicksal, ehe noch der Richter spricht. Das ist die Zeit des Sichtens. Je nachdem, was in der Chronik steht, erhält der Einzelne, was ihm gebührt.

Anmerkung: Manche bezeichnen dieses Buch als Akasha-Chronik. Wir sehen unser Leben und erkennen selbst was gut und schlecht war. Jeder bekommt das, was er selbst geschaffen hat. Unser jetziges Leben bestimmt das zukünftige, das möglicherweise viel länger dauert. Es ist durchaus weise, aufrichtig für sich und andere zu leben. Das Leben kann vielleicht mit einer Schule verglichen werden. Beständig lernen um dann irgendwann den Abschluss gut zu erreichen! Und den Lohn für das Bemühen und das Leiden zu ernten. Ist das nicht eine frohe Botschaft? Wir selbst können bestimmen, wohin die Reise geht!

39 Tretet euer Erbe an, ihr Segensreichen, denn bereitet ist es für euch. Ihr wart die Dienenden der Menschheit. Als ich hungrig war, gabt ihr mir Brot, und als ich durstig war, gabt ihr mir Wasser. Als ich fror, gabt ihr mir Kleidung. Als ich krank war, habt ihr mich gepflegt. Als ich gefangen war, kamt ihr zu mir und gabt mir Worte der Ermunterung. Als ich ein Fremder war, fand ich bei euch ein Heim.  
42 Dann werden die Gerechten fragen: >Herr, wann warst du hungrig, durstig, krank, gefangen und ein Fremder, den wir pflegten?< Und der Richter sagt: >Ihr dientet doch dem Nächsten, und was ihr für diesen tatet, habt ihr mir getan.<
47  >Aber ihr dientet eurem Selbst, und nicht dem Nächsten. Euer Leben war erfüllt vom Ich. Und als ihr euren Bruder Mensch missachtet habt, da habt ihr mich missachtet<
48 Die Gerechten werden dann das Königreich und alle Macht erhalten, und die Ungerechten gehen hin, um ihre Schulden zu begleichen. Was sie anderen getan, das müssen sie nun selbst erdulden.
49 Wer Ohren hat zu hören und ein Herz, das fühlt, wird diese meine Worte auch verstehen können.

Anmerkung: Dies ist eines genialsten Abschnitte der Botschaft Jesus. Es definiert eindeutig unsere Aufgaben. Und erwähnt dabei auch das Grund-Gesetz des Kosmos von Schuld und Sühne. Auch das was wir nicht tun, fällt auf uns zurück. Nur das Herz kann uns diese Weisheit eröffnen.

Kapitel 159

3 Nach dem Essen, als die Gäste sich erheben, nimmt Maria Magdalena einen kleinen Krug mit duftender Essenz und gießt das es auf Jesu Haupt und Füße. Nunmehr kniet sie vor ihm nieder, trocknet mit den Haaren seine Füße, und der Wohlgeruch erfüllt den ganzen Raum.
5 Doch Judas, der in allen Dingen nur den Nutzen sieht, ruft aus, oh Schande, solch ein teures Öl auf diese Weise zu verschwenden! Für dreimal hundert Silberlinge hätten wir das Öl verkaufen können, für den eigenen Bedarf und um die Armen zu betreuen. Judas ist derjenige, der die Kasse der Jünger verwaltet.
Einige der Gäste rufen aus: »Maria, du Verschwenderin! Man wirft doch solche Kostbarkeiten nicht so einfach weg.«
9 Doch Jesus spricht: »Ihr Männer, schweigt. Lasst ab von ihr. Ihr wisst nicht, was ihr sagt. Die Armen werden immer bei euch sein, und für sie sorgen könnt ihr allezeit. Ich aber werde nicht mehr lange bei euch weilen. Doch Maria weiß darum und kennt die Trübsal jener Tage, die im Kommen sind. Sie hat mich jetzt schon für mein Grab gesalbt.

22 Wenn nun euer Herr und Meister vor euch kniet und euch die Füße wäscht, müsst ihr nicht dann auch gegenseitig euch die Füße waschen, um auf diese Weise die Bereitschaft zu bekunden, dass ihr dienen wollt?Ihr wisst um diese Dinge. Tut sie und ihr seid gesegnet über alle Maßen.

Anmerkung: Man merkt, dass viele Jünger die Bedeutung und Größe von Jesus gar nicht erkannt haben. Judas wird später Jesus noch verraten. Interessanterweise war es derjenige, der die Kasse der Jünger verwaltete, also sozusagen der Finanzminister. Hat die Magie des Geldes den Charakter verdorben?

28 Und sollte er bedroht sein, hätte er die Macht, aus der Gefahr sich unsichtbar zu lösen, wie es früher schon geschehen ist.

Anmerkung: Scheinbar beherrschte Jesus das, und er hätte sich damit wirklich retten können. Hat es aber nicht getan, und sich damit für die Menschen geopfert.

Kapitel 160

11 In den Himmeln gibt es keinen Ehrenplatz, es sei denn für den Demutsvollen, der auf Erden stets bescheiden auf dem niedersten der Plätze saß.
12 Nach diesen Worten nimmt der Meister einen Krug mit Wasser und ein Leinentuch, und kniend wäscht und trocknet er die Füße seiner Jünger. Über diese hauchend, sagt er: »Mögen eure Füße immer nur auf Wegen der Gerechtigkeit und Güte wandeln.« Nun kommt er zu Petrus. Dieser ruft bestürzt: »Meister, willst du wirklich mir die Füße waschen?« Jesus sagt: »Was ich mit dieser Handlung sagen will, begreifst du jetzt noch nicht. Du wirst es aber bald verstehen.«
19 Das Füße-waschen hat noch eine andere Bedeutung. Die Füße sind Symbol für menschliches Verstehen, und wer rein sein möchte, muss sein menschliches Verstehen jeden Tag erneut im Strom des Lebens waschen.«

Anmerkung: Viele machen dafür jeden Morgen eine Stille Zeit oder Meditation um dem Leben und der Zeit Tiefe, Wert und Bedeutung zu geben und zu reflektieren, wofür wir dankbar sein können, was gut und was nicht so gut war etc.

21 Dann sitzt Jesus mit der Schar der Zwölf beim Abendmahl und sagt: »So hört nun die Bedeutung dieser Handlung. Meister nennt ihr mich - und wahrlich bin ich euer Meister. Wenn nun euer Herr und Meister vor euch kniet und euch die Füße wäscht, müsst ihr nicht dann auch gegenseitig euch die Füße waschen, um auf diese Weise die Bereitschaft zu bekunden, dass ihr dienen wollt? Ihr wisst um diese Dinge. Tut sie und ihr seid gesegnet über alle Maßen.«

Anmerkung: Jesus lag viel daran, dass die Menschen auch ins Tun kommen und nicht nur reden oder das Wort meditieren. Wenngleich alles auch wichtig ist.

24 Weiter sagt er: »Dieses ist die Stunde, da ich wahrlich Gottes Namen preisen darf, denn sehnlichst habe ich gewünscht, das Abendmahl mit euch zu essen, ehe ich von euch gehe. Nimmer speisen werde ich mit euch, eh wir uns wiedersehen und das Mahl im Königreiche unseres Vaters miteinander teilen werden.«

  1. Das letzte Abendmahl 

36 Jesus und die Elf verharren eine Weile, in Gedanken tief versunken. Dann nimmt Jesus eines der noch unberührten Brote und erläutert: »Dieses Brot ist ein Symbol für meinen Leib, denn Brot symbolisiert das Brot des Lebens. Wie das Brot, das ich nun breche, wird mein Leib gebrochen werden. Dieses soll als Beispiel dienen, denn der Mensch muss seinen Leib aus freiem Willen für den Nächsten opfern«.

Anmerkung: Dieser wichtige Teil ist nicht in den Evangelien zu finden. Er zeigt wie wichtig es ist, dass der Mensch nicht nur für sich sondern auch für das Wohl der anderen lebt.

39 »Wenn ihr dieses Brot verzehrt, dann esst ihr das Brot des Lebens und werdet nimmer sterben«. Nunmehr bricht der Herr das Brot und gibt es seinen Jüngern.

Anmerkung: Wenn wir unser Leben immer wieder an der Quelle des Lebens ausrichten, wenn wir die Liebe und das Christus-Bewusstsein in uns manifestieren, dann haben wir das Leben in Fülle. Und jeder Tag kann zu einem Geschenk werden. Wir leben im lebendigen Geist. In diesem symbolischen Gesten können wir uns immer wieder neu mit der Quelle der Liebe verbinden.

4o Dann nimmt Jesus einen Becher Wein und sagt zu ihnen: »Blut ist Leben. Dieses ist das Lebensblut der Traube und Symbol des Lebens dessen, der sein Leben hingibt für die Menschen. Wer vom Wein aus diesem Becher trinkt und gläubig trinkt, der trinkt das Leben Christi.« Nunmehr trinkt er aus dem Kelch und reicht ihn seinen Jüngern. Jeder trinkt daraus, und Jesus sagt: »Es ist das große Fest des Lebens, Passahmahl des Menschensohnes, Abendmahl des Herrn. So esst das Brot und trinkt den Wein, sooft es euch danach verlangt. Von heute an soll dieses Brot und dieser Wein Erinnerung an mich, den Christus, sein. Und wenn ihr solches Brot und solchen Wein gemeinsam zu euch nehmt, dann denkt an mich«.

Anmerkung: Geht es auch um eine innere Beziehung zu Jesus die sich durch solche Rituale immer wieder erneuern?  Aber kann nicht jeder zum Christus werden, so wie Jesus auch zum Christus geworden ist?

Kapitel 161

4 Seht, ein neues, heiliges Gebot will ich euch geben: »So wie ich euch liebe und mein Leben für euch gebe, so sollt ihr die Menschen lieben und sollt euer Leben opfern, um die Welt zu retten. Liebt einander, so wie ihr euch selber liebt. Dann weiß die Welt, dass ihr des Menschensohnes Jünger wie auch Gottes Söhne seid.«

Anmerkung: Auch hier ist alles gesagt, liebt Gott, liebe und schätze dich selbst, Liebe die Mitmenschen und rette die Welt, werdet aktiv für die Welt mit eurem ganzen Einsatz!

6 Und Petrus sagt: »Mein Meister und mein Herr, ich folge dir, wohin du gehst. Mein Leben gebe ich hin für dich.« Doch Jesus sagt zu Petrus: »Prahle nicht mit Mut, mein Freund. Du bist nicht stark genug, mir heute Nacht zu folgen. Wahrlich Petrus, dreimal wirst du mich verleugnen, eh der Hahn des Morgens kräht.«
13 Und Jesus sagt: »Oh Simon Petrus, wahrlich, größer als die Kraft der Seele ist dein Eifer. Siehe, Satan kommt, um zu prüfen, wie man Weizen kontrolliert. Doch ich betete für dich, dass du nicht wanken mögest und dass du nach dieser Prüfung stark bist wie ein Turm.

Anmerkung: Ja, wir müssen stark werden, um die Worte Jesus auch im Leben umsetzen zu können. Wir werden geprüft werden ob unsere Seele stark genug ist. Hier deutet Jesus an dass man auch für andere Menschen beten kann um Ihnen zu helfen.

15 Jesus sagt zu ihnen: »Seid nicht traurig. Wie ihr alle an den Vater glaubt, so glaubt an mich. In meines Vaters Haus sind viele Räume. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe nun in meines Vaters Haus. Dort will ich einen Platz für euch bereiten. Denn wo ich bin, sollt auch ihr sein. Doch den Weg dahin kennt ihr noch nicht.«

Anmerkung: Sind das nicht schöne Worte? Jesus sagt auch dass wir alle verschieden sind und dass es für jeden einen Raum gibt. Und das wir, wenn wir seine Botschaft leben, dem hellen und göttlichen sehr nah sein werden.

  1. Gleichnis von Weinstock 

19 Jesus sagt: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin Christus, eingesetzt von Gott, und niemand kommt zum Vater denn durch mich. Oh, hättet ihr mich doch verstanden und erkannt, ihr würdet meinen Vater kennen.«
21 Und Philippus sagt: »So zeige uns den Vater, und wir sind zufrieden.« Jesus meint: »So lange bin ich schon bei euch, und immer habt ihr mich noch nicht erkannt. Wer mich sieht, der sieht den Vater, denn im Sohn hat sich der Vater offenbart. Wie viele Male habe ich gesagt, die Worte, die ich spreche und die Werke, die ich tue, seien nicht die Worte und die Werke eines Menschen. Es sind die Worte und die Werke Gottes, der in mir lebt, so wie ich in Ihm. So hört mich an, getreue Freunde: Wer an mich glaubt und an Gott, der spricht die Worte, welche ich gesprochen habe und vollbringt die Werke, welche ich vollbrachte. Mehr noch, Größeres, als ich tat, wird er tun. Ich gehe nun zu Ihm, dem Vater, dessen Werk wir tun. Dann kann ich euch in Hilfsbereitschaft meine Hand entgegenstrecken.
28 Und wenn ihr in meinem Namen, durch den Christus, Gott um etwas bittet, wird Er es gewähren.

3o Ich bin der Weinstock, ihr die Reben, und mein Vater ist der Winzer. Jene Reben, welche keine Früchte tragen, wird der Winzer in das Feuer werfen und verbrennen. Jene aber, welche Früchte tragen, wird der Winzer sachgemäß beschneiden, und sie werden reiche Ernte bringen. Wer von mir sich trennt, kann keine Früchte tragen, wie die Rebe keine Früchte trägt, wenn sie vom Weinstock abgeschnitten ist. So bleibt in mir und tut die Werke, welche Gott durch mich euch lehrte. Eure Ernte wird an Früchten reich sein. Gott wird euch erkennen, wie Er mich erkannt hat. Ich gehe nun und bitte meinen Vater, dass Er einen sende, welcher bei euch bleiben wird. Und jener eine ist der Heilige Geist, Teil der Gottheit, den die Menschheit nicht empfangen kann, weil sie ihn weder kennt noch sieht. Doch ihr, ihr kennt ihn, und ihr werdet ihn noch besser kennen, denn er wird in eurer Seele wohnen. Und ich lasse euch auch nicht verwaist zurück. In Christus, der die Liebe Gottes ist, verbleibe ich bei euch für alle Zeit.«

Anmerkung: Sind das nicht großartige Worte? Er hat uns den heiligen Geist gegeben, der uns immer durch das Leben begleiten kann. Zu dem wir uns immer wenden können. An unsere geistigen Führer können wir direkt und konkret unsere Anliegen formulieren. Tun wir es nicht, werden sie nicht unterstützen.

Kapitel 162

4 Dann wendet Jesus sich erneut zu seinen elf Getreuen: »Seid nicht traurig, dass ich von euch gehe, so ist es am besten. Ginge ich nicht, der Heilige Geist käme nicht zu euch. Diese Dinge sage ich, derweil ich noch bei euch bin. Doch wenn der Heilige Geist kommt mit voller Macht, fürwahr, dann wird er euch noch weitere Belehrung bringen und euch alle Worte ins Gedächtnis rufen, die ich sagte. Noch so vieles wäre zu berichten, Dinge, die verschwiegen bleiben müssen, weil der Mensch von heute sie noch nicht versteht.

Anmerkung: Das ist das größte Geschenk, dass uns Jesus den heiligen Geist hinterlassen hat.

7 Fürwahr, ich sage euch, bevor der große Tag des Herrn herannaht, wird der Heilige Geist die Mysterien enthüllen. Die Mysterien der Seele, der Unsterblichkeit, des Lebens und des Todes. Auch die Einheit aller Menschen und die Einheit zwischen Gott und Mensch wird er enthüllen. Dann wird die Welt zur Wahrheit , hingeführt, und Mensch und Wahrheit werden eins.

Anmerkung: Noch leben wir in vielen Lügen, aber immer mehr Menschen erwachen.

11 Und wenn der Heilige Geist bei euch ist, dann braucht ihr meine Hilfe nicht, denn ihr seid auserwählt, und Gott kennt euch so gut wie mich. Die Stunde eurer Leiden naht. Die bösen Mächte triumphieren, weil ich gehe. Doch ich komme wiederum zurück, und euer Schmerz verwandelt sich in Freude.

17 Einsam bin ich nicht, denn Gott ist allezeit mit mir. Böse Menschen schleppen mich vor arge Richter, und inmitten einer großen Menge gebe ich mein Leben hin als Vorbild für die Menschen.

25 Denn wie ich mein Leben für die Menschheit gebe, so muss jeder Mensch sein Leben für den Nächsten geben. Deinen Willen auszuführen, Gott, bin ich gekommen, und in Deinem heiligen Namen werde ich verherrlicht, um den Menschen zu beweisen, dass der Christus Leben, Liebe, Licht und Wahrheit ist, und da sie selbst zu Leben, Liebe, Licht und Wahrheit werden können durch den Christus.

Anmerkung: Den Christus, den wir in unser Herz einladen können. Dann haben wir und werden immer mehr das wahre Leben, die Herzens-Liebe, wir strahlen die Freude Gottes aus und stehen zur Wahrheit, die uns immer mehr offenbar wird.

35 Jesus betet: Sie gehörten einst der Welt, doch jetzt gehören sie nicht mehr zu ihr, wie ich nicht mehr zur Welt gehöre.

Anmerkung: Wer sich von den Leidenschaften und Süchten befreit, kann ein freier Mensch werden!

36 Vater-Gott, Dein Wort ist Wahrheit, und in dieser Wahrheit sollen sie geheiligt sein. Ich bete nicht allein für meine Jünger, sondern auch für alle, welche an mich glauben und in ihrem Tun und Reden Christus ehren. Diese alle mögen eine Einheit werden. Wie ich eine Einheit bin mit Dir und Du mit mir, so seien alle eins mit uns.

Anmerkung: Tun und Reden ist eine Einheit. Aber wir Menschen sollen auch alle eine Einheit sein, eine Brüder und Schwestern einer Menschheitsfamilie.Damit die ganze Welt es weiß, dass Du mich sandtest, Deinen Willen stets zu tun, und dass Du sie genauso liebst wie mich.«

Kapitel 163

9 Pontius Pilatus sagte zu Jesus, »Junger Mann, ich muss etwas mit dir besprechen, das zu deinem Wohl gereichen könnte. Auf dein Werk und deine Worte habe ich drei Jahre lang geachtet. Oftmals hab' ich dich verteidigt, wenn die Juden dich am liebsten als Verbrecher abgeurteilt und gesteinigt hätten. Doch die Priester, Pharisäer und Doktoren haben nun das Volk in einen Zustand toller Wut und kalter Grausamkeit hineingesteigert, ja man will sogar dein Blut.

Anmerkung: Hier erkennt man, dass das Volk durch falsche Informationen aufgehetzt wurde! So wie heute medial Völker gegeneinander gehetzt werden.

12 Du wolltest ihren Tempel niederreißen, meinen sie, du wolltest die Gesetze Moses ändern, ihre Priester in Verbannung schicken und dich selber auf den Thron des Königs setzen. Sie behaupten außerdem, du habest dich mit Rom verbündet.

Anmerkung: Hier erkennt man, wie Jesus vollkommen missverstanden wurde. Und wie die Priester um ihre Privilegien fürchteten.

14 Horden wilder Männer streifen durch die Straßen von Jerusalem, und alle trachten sie nach deinem Leben. Deine Sicherheit liegt nur noch in der Flucht. So warte länger nicht. Du kennst die Wege zu den Grenzen. Fliehe aus dem Land, dem fluchbeladenen. Ich will dir einen gut berittenen und gut bewehrten Trupp Soldaten geben, der dich schützen wird. So säume nicht, ergreife die Gelegenheit und fliehe.«

18 Jesus lächelt und entgegnet: »Einen edlen Prinzen hat der Kaiser in Pilatus, und vom irdischen Gesichtspunkt aus betrachtet, ist dein Ratschlag weise. Doch von hoher Warte aus gesehen, ist er falsch. Der Feigling flieht vor der Gefahr. Doch der, der kommt, um die Verlorenen zu retten, muss sein Leben opfern für die vielen, die er retten will. Bevor das Passahfest zu Ende geht, ist dieses Volk durch Blut, das unschuldig vergossen wird, verflucht. Schon stehen meine Mörder vor den Toren.«
21 Doch Pilatus sagt: »Das darf nicht sein. Das Schwert von Rom beschützt dein Leben.«
22 »Nein, Pilatus, nein«, ruft Jesus, »auf der ganzen Welt ist keine Kriegsmacht stark genug, mein Leben zu bewahren.« Und Pilatus seinen Gruß entbietend, geht der Meister. Dieser sendet eine Doppelwache, dass der Nazarener nicht in jene Hände falle, die nach seinem Leben trachten.

Anmerkung:  Pontius Pilatus war von Jesus begeistert und wollte ihm das Leben retten.

29 Mit Johannes, Petrus und Jakobus geht er in den Garten, um zu beten. Dort, zu Füßen eines Baumes, schildert er den drei Erwählten die Mysterien des Lebens.
31 Er erklärt: »Der Geist der Ewigkeit ist eins. Es ist die Gottheit Vater-Mutter-Sohn in einem. Im Bereich des Lebens aber treten diese drei Aspekte in Erscheinung. Vater-Gott ist Macht, Mutter-Gott ist Weisheit und Gott-Sohn ist Liebe. Vater ist die Macht im Himmel und auf Erden. Mutter ist der Heilige Geist, die Gedankenwelt im Himmel und auf Erden, und der Sohn, der Christus, ist die Liebe.
34 Ich kam, als Mensch den Menschen diese Liebe nahezubringen. Als Mensch, den Menschen gleich, war ich der Prüfung und Versuchung ausgesetzt, doch habe ich das Fleisch mit allen seinen Leidenschaften und Genüssen überwunden. Was ich getan, das können alle Menschen tun. 37 Ich will nun zeigen, wie des Menschen Macht den Tod bezwingen kann, denn göttlich ist der Mensch.

Anmerkung: Das sind ermutigende Worte, mehr zu versuchen, als bisher. Wichtig ist es dabei die Leidenschaften und Genüsse zu überwinden, die uns zu sehr an die Welt binden.

39 Den Körper will ich niederlegen und im Geiste machtvoll auferstehen, so dass ich für Menschenaugen wieder sichtbar werde. In drei Tagen will ich das Mysterium von Tod und Leben und den Sinn der Auferstehung demonstrieren. Und was ich vollbringen werde, können alle Menschen tun.

Anmerkung: Dies ist vielleicht im übertragenen Sinne zu verstehen?

42 Ihr drei, die ihr den engen Kreis der Kirche Christi bildet, sollt den Menschen die drei Attribute Gottes zeigen. Petrus soll die Macht, Jakobus soll die Weisheit und Johannes soll die Liebe Gottes offenbaren.
44 Fürchtet nicht die Menschen. Ihr seid ausgesandt, das große Gotteswerk zu tun. Und keine Macht der Erde kann euch gefährden bis das Werk vollendet ist.

Anmerkung: So hat vielleicht jeder eine Seelen-Auftrag, ein Werk für diese Welt zu verrichten und wir habne dabei den göttlichen Schutz?

46 »Ich lasse euch und gehe nun, um in der Dunkelheit allein mit Gott zu reden. Schmerz droht mich zu übermannen wacht mit mir!« 48 Dann geht er einen Steinwurf weit gegen Osten, fällt auf sein Gesicht und betet: »Vater, gibt es einen Weg, den Schrecknissen der nächsten Stunden zu entkommen? Stark ist meine Seele, doch mein Körper schreckt zurück. Allein Dein Wille soll geschehen, nicht der meine.«

52: Bleibe wachsam, harre und halte aus und bitte Gott, dass deine Prüfung nicht zu schwer sei. Wach und willig ist der Geist, doch schwächlich ist das Fleisch.

Anmerkung: Wir haben oft hohe Ideale und Ideen, aber in der Realisierung wird es oft schwierig. Jeder wird auch geprüft auf Seelenstärke und Ausdauer!

54 »Dein Wille soll geschehen, nicht der meine.«

Kapitel 164
3 »Laßt uns fliehen«, ruft die Schar der Jünger. Doch der Meister sagt: »Warum denn fliehen? Dies ist die Erfüllung der Prophetenworte.«
5 Und er geht den Männern ganz allein entgegen. Wie sie näher kommen, fragt er sie: »Warum seid ihr gekommen, und wer ist es, den ihr sucht?« Sie geben ihm zur Antwort: »Nach dem Nazarener sind wir ausgeschickt. Wir suchen Jesus, der sich Christus nennt.« Der Meister sagt zu ihnen: »Ich bin es, den ihr sucht.« Dann hebt er seine Hände, und mit mächtiger Gedankenkraft bringt er die Äther-Schwingung bis zum Punkt des Leuchtens, und der ganze Garten ist in Licht getaucht. Die Männer taumeln rückwärts. Einige von ihnen fliehen voller Furcht bis nach Jerusalem. Zu Boden stürzen andere und bleiben liegen.

3 Judas, der bei Hannas steht, geht schnell zur Seite und kommt dann von hinten auf den Meister zu. »Mein Meister«, redet er ihn an und gibt ihm den Erkennungs-Kuss. Und Jesus fragt: »Kommst du mit einem Kuss, Iskariot, den Meister zu verraten? Aber es muss sein. Doch wehe dem, der seinen Herrn verrät. Deine Gier nach irdischem Besitz hat dich verwirrt, du weißt nicht, was du tust. In Kürze wird sich dein Gewissen regen.«

2o Und Jesus sagt: »Warum kommt ihr bei Nacht mit Schwert und Spieß, mich hier an heiliger Stätte zu ergreifen? Habe ich denn nicht im Tempel zu Jerusalem gesprochen? Habe ich denn eure Kranken nicht geheilt? Die Augen eurer Blinden nicht geöffnet? Eure Lahmen können wieder gehen und die Tauben hören. Täglich hättet ihr mich finden können. Jetzt versucht ihr mich zu binden. Was sind Fesseln anderes als Illusion?« Dann hebt er seine Hände, und die Fesseln fallen.

25: Jesus zu Petrus: Dir obliegt es nicht, mit Schwert und Spieß zu kämpfen. Wer das Schwert ergreift, wird durch das Schwert getötet.

28 Sodann sagt Jesus: »Fürchtet nicht, dass ich entkomme. Flucht ist nicht mein Wunsch.

3o Doch die Jünger lassen ihren Herrn im Stich und fliehen. 31 Nur Johannes zögert noch, gerät ins Handgemenge, und die Kleider werden ihm vom Leib gerissen. Nackt entkommt er den Verfolgern.

Ein  Knecht des Oberpriesters, wendet sich Petrus zu und sagt: »Ich sah dich doch im Garten neben jenem Nazarener stehen. Ich bin sicher, du bist einer seiner Jünger.« Da erhebt sich Petrus voller Zorn und schwört bei allem, was ihm heilig ist, dass er den Mann nicht kennt.

24 Gehe hin und bitte unser Volk, das nicht mit Gold und vielerlei Versprechungen bestochen wurde, über mich und meine Werke auszusagen.«

Anmerkung: Scheinbar hat man viele Menschen bestochen!

26 »Wenn das, was ich hier sagte, nicht die Wahrheit ist, beweise es. Doch wenn es wahr ist, weshalb schlägst du mich?«

  1. Die Vorwürfe die zum Tode von Jesus führten 

36 Jesus lästert Gott, indem er sich als Gottes Sohn bezeichnet und behauptet, er sei eins mit Ihm. Er schändet unsre Feiertage, denn er heilt und wirkt am Sabbat.

Anmerkung: Selbst das heilen wird am Sabbat abgelehnt! Das zeigt, dass sie nicht Menschenfreundlich sind!

Er ruft sich aus zum König Israels als Nachfolger von König David und von Salomon. Er sagt, dass er den Tempel niederreißen will, und in drei Tagen werde er ihn neu erbauen, herrlicher und schöner als zuvor. Er will die Menschen aus Jerusalem vertreiben, so wie er die Händler aus dem Tempel trieb. Er will gestatten, dass sich fremde Völker, welche Gott nicht kennen, auf den Hügeln unsres Landes niederlassen. Und er droht, die Pharisäer, Sadduzäer, Schriftgelehrten und Doktoren ins Exil zu schicken ohne Möglichkeit der Rückkehr.«

Anmerkung: Dies war wahrscheinlich der Hauptgrund, dass sie Jesus weg haben wollten. Aber Jesus wollte sie eigentlich auf den richtigen Weg bringen und nicht verbannen.

14 Kaiphas wendet sich an Jesus: »Mann aus Galiläa, sage, bist du Christus, bist du Gottes Sohn?«
Und Jesus gibt zur Antwort: »Sage ich ja, du würdest mir nicht glauben. Sag' ich nein, dann stünde ich als Lügner da vor Gott und Mensch, wie eure Zeugen.

Üä neu!
Kapitel 167

16 Jesus fragt: Warum stehe ich vor einem weltlichen Gericht? Die Zeugen sind bestochen. Was vermag ich noch zu sagen? Ja, ich bin ein König. Doch der Mensch auf Erden kann weder diesen König noch sein Königreich begreifen, denn es ist das Königreich der Seele. Wäre ich ein König dieser Erde, meine Diener hätten mich verteidigt, und ich hätte mich dem hohen Rat der Juden nicht gebeugt.

22 »Die Wahrheit liegt bei Gott, dem ewig Wissenden. Der Heilige Odem ist die reine Wahrheit — unveränderlich und unvergänglich.«

40 Pontius Pilatus sagt, »Mangelhaft sind die Beweise für die Todesstrafe«, sagt er, »und ich finde keine Schuld an diesem Menschen. Deshalb werde ich ihn peitschen lassen, und dann mag er gehen.« Die Juden aber rufen aufgebracht: »Es geht nicht an, dass ein gefährlicher Verbrecher wie der Angeklagte weiterhin am Leben bleibt. Er muss gekreuzigt werden !«
42 »Wartet eine kleine Weile«, sagt Pilatus und begibt sich in ein inneres Gemach, um nachzudenken. Wie er so in tiefem Sinnen sitzt, tritt seine Gattin, eine gottesfürchtige und schöne Gallierin, herein und sagt zu ihm:
»Pilatus, bitte hör mich an. Was du in dieser Stunde tust, das überlege wohl. Vergreif dich nicht an diesem Mann. Wenn du ihn peitschen lässt, dann hast du Gottes Sohn gepeitscht. Ich hatte ein Traum die letzte Nacht, und alles war so deutlich, so lebendig, dass ich es nicht abtun kann als eitlen Traum. Ich sah den Nazarener auf des Meeres Wogen gehen, und ich hörte ihn mit Wind und Wetter reden. Ich war Zeuge, wie er einen Sturm beschwichtigte, und sah ihn fliegen auf des Lichtes Schwingen.
Dann sah ich Jerusalem in Blut und sah die Statuen Cäsars fallen, sah die Sonne sich verfinstern, und der Tag war dunkel wie die Nacht. Die Erde schwankte unter mir wie Schilf im Wind. Ich sage dir, Pilatus, wenn du deine Hände mit des Nazareners Blut besudelst, wirst du Cäsar fürchten lernen, und der Fluch der Senatoren Roms ergießt sich auf dein Haupt.« Mit diesen Worten eilt sie aus dem inneren Gemach. Pilatus senkt das Haupt und weint.
Pilatus letzter Versuch zur Rettung Jesu.
168 Die Juden haben einen Glauben von den Götzendienern eines fremden Volkes übernommen. Zufolge dieses Glaubens meinen sie, am Ende jeden Jahres könnten ihre Sünden auf die Schultern eines einzelnen geladen werden. Dieser Einzelne wird so zum Sündenbock für die Nation. Sie glauben außerdem, dass sie der Sünden ledig sind.… Deshalb wird vor jedem Passahfest aus den Gefängnissen des Landes ein Verbrecher ausgesucht, dem durch ein Ritual die Sündenlast des ganzen Volkes aufgebürdet wird.

Anmerkung: Jeder wird gemerkt haben, dass man diese Geschichte nun Jesus anhängt. Dass er für unsere Sünden und für die aller Menschen stirbt. Für mich ist das reichlich absurd. Aber man darf es glauben.

7 Pontius Pilatus tritt vor die Juden hin und sagt: »Ihr Männer Israels, wie es der Brauch ist vor dem Passah, will ich einen der Gefangenen entlassen, um ihn euch zu übergeben. Ihr habt mich um Barabbas gebeten, der des Mordes schuldig ist an einem Dutzend Menschen. Hört mich an, ihr Männer. Lasst den Nazarener frei und lasst dafür den Barabbas am Kreuz für seine Frevel büßen.«
Doch die Juden wollen von dem Tausch nichts wissen. Sie ereifern sich und drohen, den Palast zu stürmen und Pilatus samt dem Hofstaat und der Wache aus der Stadt zu jagen. Als Pilatus merkt, dass Krieg und Blutvergießen drohen, wenn er nicht der aufgebrachten Menge nachgibt, nimmt er eine Schale Wasser, und vor aller Augen wäscht er sich die Hände.
13 »Jener Nazarener, den ihr töten wollt«, sagt er, »ist Gottes Sohn. Ich will an seinem Tod nicht schuldig sein. 14 Wenn ihr sein Blut vergießen wollt, dann komme es auf euch, und nicht auf mich.«
Als Jesus vor der Menge steht, sagt Pontius Pilatus: »Das ist euer König. Wollt ihr wirklich euren König töten?« Doch die Juden rufen: »Nie und nimmer ist er unser König! Unser König ist allein Tiberius, der Kaiser Roms.«
Pilatus aber gibt sein Einverständnis nicht, dass römische Soldaten sich mit unschuldigem Blut besudeln. Kaiphas und die Ältesten beraten deshalb, was mit Jesus nun geschehen soll. »Wir dürfen ihn nicht kreuzigen«, sagt Kaiphas, »lassen wir ihn steinigen.« Da ruft das Volk: »Das soll sogleich geschehen.« Deshalb führt man ihn zur Stadt hinaus, auf jenen Hügel, wo von alters her Verbrecher hingerichtet werden. Doch die Menge kann es nicht erwarten, bis die Schädelstätte Golgatha erreicht ist. Kaum hat man die Stadt verlassen, stürzt die Meute sich auf Jesus, schlägt ihn, speit ihm ins Gesicht und steinigt ihn, bis er zusammenbricht. Da tritt ein Mann zu ihnen und zitiert Jesaias Wort: »Er ward verwundet wegen unsrer Missetat, und durch seine Striemen werden wir geheilt.«
3 Als Jesus blutend nah der Stadt am Boden liegt, erhebt ein Pharisäer seine Stimme: »Haltet ein, ihr Männer«, sagt er, »seht, Herodes' Wache kommt. Die wird den Nazarener kreuzigen.«
24 Am Stadttor lehnt das Kreuz des Barabbas. Es schreit die leidenschaftlich aufgebrachte Menge: »Kreuzigt Jesus! Kreuzigt ihn!« Da geben Kaiphas und die Pharisäer hierzu die Genehmigung.

Anmerkung: Interessant wer die Genehmigung erteilt!

26 Herodes Söldner drängen durch die Menge, zwingen Jesus aufzustehen. Mit den Spitzen ihrer Schwerter treiben sie ihn vorwärts. Simon von Cyrene, einer von des Meisters Freunden, ist zugegen. Da der wunde, Schmerz gequälte Jesus nicht imstande ist, die schwere Last zu tragen, legen sie das Kreuz des Barabbas auf Simons Schultern, der es bis hinauf zum Hügel trägt.

Judas Ende.

Kapitel 169

1 In der Menschenmenge ist auch Judas, welcher seinen Herrn verriet. ...Wie er aber seinen Herrn aus vielen Wunden blutend auf dem Boden liegen sieht, denkt er bei sich: »0 Gott, was habe ich getan. Ich habe meinen Herrn, den Gottessohn, verraten. Gottes Fluch wird nun auf meiner Seele lasten.« Jählings wendet er sich ab und rennt zurück zum Tempel, findet dort den Priester, welcher ihm die dreißig Silberlinge gab und ruft: »Das Geld der Schande nimm zurück. Es ist der Kaufpreis meiner Seele, denn ich habe Gottes Sohn verraten.« »Das ist deine Sache«, gibt der Priester ihm zur Antwort.
7 Schmerzerfüllt wirft Judas seine Silberlinge auf die Fliesen und verlässt den Ort mit vor Gram gebeugtem Haupt. An einem Felsen vor der Stadt hängt er sich auf und stirbt.

Üä ende

Jesus am Kreuz.

Kapitel 170
1 Die Menschenmenge drängt und stößt hinauf zur Schädelstätte. Eng um Jesus scharen sich die Frauen. Viele sind es. Auch Maria Magdalena, Miriam und Maria, Jesu Mutter sind dabei. Sie jammern laut und weinen. Jesus aber tröstet sie und sagt: »Weint nicht um mich. Obgleich ich euch verlasse und durchs Tor des Kreuzes schreite, werden eure Herzen jubeln, denn am Tag nach Sabbath sehen wir uns wieder bei der Felsengruft.«

14 Dann lagert sich die Menge auf dem Hügel, denn sie will verfolgen, wie der Meister stirbt. Und Jesu Stimme tönt vom Kreuz: »Vater-Gott verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was hier geschieht.«

Anmerkung: In einer anderen Quelle heiß es, dass Jesus sich über diese Schaulustigen sehr lautstark aufgeregt hat. Aber ihnen scheinbar verzeiht!

6 Pilatus hatte eine Tafel für das Kreuz des Nazareners richten lassen. In hebräisch, griechisch und lateinisch steht darauf geschrieben: »JESUS, der CHRISTUS KÖNIG der JUDEN.«

Anmerkung: Jesus und Christus ist nicht das Gleiche, sondern Jesus wurde zum Christus. Das heißt „der Gesalbte“, hebräisch „der Messias“. Quelle: Kleine Namenskonkordanz.
Und auch wir können das Christus-Bewusstsein entwickeln.

25 Einer der zwei Übeltäter spottet ebenfalls und sagt: »Wenn du der Christus bist, dann sprich das Wort und rette dich und mich.« Der andere hingegen schimpft den ersten: »Hast du keine Furcht vor Gott?“  »Der Mensch, der zwischen uns gekreuzigt hängt, ist ohne Fehler. Doch du und ich sind schuldig und bezahlen unsre Missetaten mit dem Leben.«
28 Sich zu Jesus wendend, sagt er: »Herr, ich weiß, dein Königreich wird kommen, jenes Königreich, das diese Menschheit nicht begreifen kann. Gedenke mein, wenn du im Himmel bist.«
30 Und Jesus sagt zu ihm: »Fürwahr, du wirst schon bald mit mir im Königreich der Seele sein.«

Anmerkung: Einer der zwei hingerichteten hat offensichtlich schon sehr tief verstanden wer Jesus ist und die großen Zusammenhänge. Dies zeugt von einer gewissen geistigen Reife! Dieser Mensch hat scheinbar durchaus Reue empfunden und ist auf dem Weg ins Licht. Jesus sagt hier nicht, dass er gleich im Paradies sein wird. Denn dazu muss wahrscheinlich sein Charakter noch etwas reifen, sonst würde er im Paradies alles kaputt machen. Aber er hat zumindest schon einmal den richtigen Weg eingeschlagen. Dafür ist es nie zu spät! Denn es geht ja nach dem Tod weiter, wie wir wissen.

Kapitel 171

3 Als die Sonne nicht mehr sichtbar ist, ruft Jesus: »Heloi! Heloi! Lama sabachthani!« Das bedeutet: »Sonne, Sonne, warum hast du mich verlassen.« Doch das Volk versteht den Sinn der Worte nicht und meint, er rufe nach Elias in der Stunde seiner Not.

Anmerkung: Eine sehr wichtige Stelle! Jesus hat nicht gesagt, mein Gott, warum hast du mich verlassen! Sondern vielleicht, wieso muss ich jetzt diese Dunkelheit erleben? Sonne steht aber auch für die göttlichen Energien.

7 Zur neunten Stunde fängt die Erde an zu beben. In der Finsternis des sonnenlosen Tages flutet plötzlich eine Fülle gold'nen Lichtes auf das Kreuz. Aus diesem Licht tönt eine Stimme: »Seht, es ist vollbracht!« Und Jesus spricht: »Mein Vater-Gott, in Deine Hände will ich meine Seele legen.« Einer der Soldaten ist von Mit-leid tief bewegt und sagt: »Er soll nicht länger leiden.« Und mit einer Lanze sticht er ihm ins Herz. Es ist getan der Menschensohn ist tot.

Kapitel 172

15 Der Körper ist die sichtbare Erscheinungsform der Seele. Seele lebt auch ohne Körper. In dem unsichtbaren Reich der Seele lehrt und wirkt der Meister. Er sprengt die Ketten der Gefesselten und führt die Seelen aus der Finsternis ins Licht.
20 Und im Großen Rat der Himmelswelt erzählt er die Geschichte seines Erdenlebens und des Todes, der ein Opfer für die Menschheit war.
Anmerkung: Hier ist von höheren uns nicht sichtbaren Welten die Rede. Man könnte sagen, es geht um andere uns nicht zugängliche Dimensionen.

21 Er erläutert sein Versprechen, sich in Menschenkleid zu hüllen, um den Jüngern zu erscheinen. Alles, um des Menschen große Möglichkeiten aufzuzeigen.

Anmerkung: Es geht nicht darum in Jesus verliebt zu sein und ihn anzubeten. Sondern darum, unsere eigenen großartigen Möglichkeiten in der Dienerschaft des Schöpfers zu erkennen und zu leben.

24 Der Heilige Geist wird dann alle Welt erfüllen und der Menschheit Wege zu Vollkommenheit und ewigem Leben öffnen.

Anmerkung: Auch hier, es geht um Vollkommenheit. Dies ermöglicht uns Leben in hohen geistigen Dimensionen.

Nach der Auferstehung
35 Jesus öffnet seine Augen, setzt sich auf und grüßt die Sonne, »Heil dir, Sonne«, ruft er, »heil dir, Morgen-röte der Gerechtigkeit !«

Anmerkung: Die Sonne und vor allem die Morgensonne ist besonders Träger der Göttlichkeit, und von ihr empfangen wir heilige und heilende Sonnenstrahlen.

39 Sie sehen, wie der Leib des Nazareners transmutiert. Sie sehen, wie sein Körper sich von sterblicher Substanz in die Unsterblichkeit der Seelenwelt verwandelt.

Anmerkung: Die Transmutation ist ein faszinierender Vorgang der Schöpfung, ein Körper verwandelt sich in einen anderen. Dies können wir zum Beispiel bei der Umwandlung von der Raupe zum Schmetterling beobachten. Aus einem Körper wird ein vollkommen anderer. Ist das nicht faszinierend?

Kapitel 173

1 Maria, Mutter Jesu, Miriam und Maria Magdalena waren bei der Grablegung dabei gewesen.

Anmerkung: Hier erkennt man, dass Maria Magdalena eine ganz besondere Beziehung zu Jesus hat. Es gibt ja auch ein Evangelien der Maria Magdalena.

29 Johannes, Petrus und Jakobus weilen noch im Garten Siloam und reden mit dem Gärtner über die Geschehnisse des Tages, als Johannes einen Fremden sieht, der auf sie zukommt. Dieser hebt die Hand und sagt: »ICH BIN!« Da wissen die Apostel, dass es Jesus ist.
31 Er sagt: »Fürwahr, des Menschen Leib kann transmutiert, kann umgewandelt werden in den Zustand höherer Frequenz. Dies Höhere ist Meister über alles Irdische und kann durch Anwendung des Willens jegliche Gestalt annehmen. Deshalb komme ich in der Gestalt, die euch bekannt ist.

Anmerkung: In einer hohen Entwicklungsstufe, die Jesus hatte, sind dann unglaubliche Dinge möglich, die wir fast nicht für möglich halten. Jedem Menschen ist dieser Weg offen! Vorstufen dazu sind das leben ohne Nahrung für eine bestimmte Zeit. Oder die Fähigkeit des geistigen Heilens.

Kapitel 174

17 Der Galiläer wurde doch gesandt, der Welt die Christus-kraft zu demonstrieren. Deshalb ist es richtig, wenn man diesen Jesus den Messias nennt.

Anmerkung: Jesus Wille wurde ganz eins mit dem Willen Gottes, damit wurde er zum Christus, das heißt auch Messias, der Gesalbte. Diesen Weg können auch wir gehen! Dazu ist Jesus gekommen, um diesen Weg aufzuzeigen, den es vorher nicht gab.

18 Nach alten Prophezeiungen war er dazu bestimmt, durch Menschenhand zu leiden und sein Leben hin-zugeben, denn der Menschheit sollte er als Beispiel dienen. Er ist auferstanden, dass der Mensch den Weg vom Tod zum Leben kennen lerne.

Anmerkung: Jesus sagte, dass größte ist es, wenn ein Mensch sein Leben für andere Menschen gibt. Dies hat er uns vorgemacht. Von der Vergebung aller Sünden dadurch ist hier nicht die Rede. Wozu auch? Dann würde der Mensch ja nicht lernen, dass man nicht sündigen sollte! Denn das hat Konsequenzen!
Auch die Auferstehung ist ein wichtiges Zeichen, dass die Seele weiterlebt, und nur der Körper stirbt. Die Seele kann sich wieder neu in einen anderen Körper inkarnieren. Dies war scheinbar der Fall, denn die Jünger erkannten den Auferstandenen Jesus erst mal nicht, obwohl er eine Zeitlang mit ihnen war!

19 Nunmehr sagt der Meister: »Fürchtet nichts, denn ich bin bei euch alle Tage.«
Dann entzieht sich Jesus ihren Blicken.

Anmerkung: Ist das nicht eine frohe Botschaft, denn wir müssen nichts mehr fürchten. Wir können uns an ihn wenden, oder an den Schöpfer oder die Engel oder das höhere Selbst. Und es geht nicht ins Leere.
Jesus beherrschte es nun irgendwo zu erscheinen und wieder zu verschwinden. Es gab auch andere, die das konnten z.B.
Sathya Sai Baba.

Kapitel 175

19 Jesus erscheint bei den Weisen in Indien und Persien.

Anmerkung: Jesus erschien nun an vielen Orten und vertiefte nochmal seine Botschaft.

Kapitel 176

Jesus erzählt:
2 Römische Soldaten nagelten mich an das Kreuz, und dann stach einer mir ins Herz. Ich wurde in ein
Felsengrab gelegt. Dann rang ich mit dem Tod, den ich besiegte. Ich zertrat ihn und erhob mich, demonstrierte die Unsterblichkeit und malte für die Menschen einen Regenbogen an die Wand der Zeit. Was ich tat, werden alle Menschen tun.
15 Die Botschaft von der Auferstehung ist nicht nur den Griechen und den Juden vorbehalten. Nein, sie ist das Erbe jedes Menschen, jeder Zeit und jeden Volkes. Ich bin hier, ein lebender Beweis, welch große Macht der Mensch besitzt.

Anmerkung: Es geht hier nicht um die Macht von Jesus, sondern die Macht die jeder haben kann, wenn er nach den Vorgaben des Schöpfers und Jesus lebt. Das ist ein Wort!

19 »Ich gehe meines Weges. Ihr jedoch sollt in der ganzen Welt die Botschaft von der Macht des Menschen, von der Kraft der Wahrheit und der Auferstehung predigen.

Anmerkung: Es geht nicht darum zu missionieren, Jesus als den Herrn anzunehmen. Sondern darum, das gesagte den Menschen klar zu machen.

20 Wer an das Evangelium des Menschensohnes glaubt, wird nimmer sterben, und die Toten werden wieder leben.

Anmerkung: Wir brauchen keine Angst vor dem Tod zu haben!

23 Ein Kranz aus Licht umspielt sein Haupt.

Anmerkung: So wurden auch immer Heilige dargestellt.

  1. Jesus spricht zu Weisen aus Persien, die ihn einst bei der Geburt besucht hatten 


26 Der Meister sagt: »Ihr Weisen von der Stillen Bruderschaft, der Friede sei mit euch und guter Wille allen Menschen! Das Problem, das seit Jahrtausenden besteht, ist jetzt gelöst. Ein Menschensohn ist von den Toten auferstanden und hat aller Welt bewiesen, dass des Menschen Körper umgewandelt werden kann in göttliche Substanz. Vor vielen Augen wurde dieser Leib, in welchem ich vor euch erscheine, mit der Schnelligkeit des Lichtes transmutiert und deshalb bin ich selbst die Botschaft, die ich bringe. Ich bin zu euch gekommen, als der erste aller Menschen, der zum Bildnis des ICH BIN, zum Ebenbild Gottes, umgewandelt wurde.
3o Was ich tat, das werden alle Menschen tun, und was ich bin, das werden alle Menschen sein.«

Anmerkung: Jesus sagt, dass auch wir zum Ebenbild Gottes, zur Vollkommenheit kommen können.

32 Die Magier sagen unter sich: »Vor langer Zeit entnahmen wir dem Zifferblatt der Sternen-Welt die Botschaft, welche jetzt verwirklicht worden ist. Und später sahen wir das Kind von Bethlehem, das jetzt als Mann die Macht des Menschen demonstriert und seinen Leib aus Fleisch und Blut in einen Gottesleib verwandelt hat. Nach vielen Jahren kam er, um in dieser Grotte Tage der Gemeinschaft mit uns zu verbringen. Er erzählte uns von seinem Leben, seinen Prüfungen und seiner Bitternis. Er ging den dornenreichen Pfad des Lebens, bis er auferstanden war und Gottes und des Menschen Feinde überwunden hatte. Jetzt ist er der große Meister aller Menschen, dessen Erden-Körper in göttliche Substanz verwandelt wurde.

Kapitel 177
5 »Gott spricht nicht durch ein Orakel, das aus Holz und Gold geschaffen wurde, sondern durch des Menschen Stimme.

Zu den Griechen spricht er
12 »Geht hin und predigt allen Völkern dieser Welt das Evangelium der Auferstehung. Lehrt sie wahrhaft leben durch den Christus und berichtet ihnen von der Liebe Gottes, die den Menschen sichtbar wurde.«
13 Dann reicht er Apollo seine Hand und sagt: »Mein Fleisch und Blut ist durch die Liebe Gottes
transmutiert, ist umgewandelt worden in Substanz von höherer Frequenz. Ich kann mich jederzeit nach meinem Willen im Gewand der Erde oder in dem lichten Kleid der Himmelswelten zeigen.
14 Was ich vermag, das werden alle Menschen tun. Geht hin und überbringt der Welt die Botschaft von des Menschen großer Macht.«

Anmerkung: Nach dem Tod am Kreuz konnte Jesus nun noch ganz andere wunderbare Dinge tun, an verschiedenen Orten auftauchen und wieder verschwinden.
Er ermutigt die Menschen, dies kund zu tun, dass alle aufsteigen können und wir immer neue Fähigkeiten und Kompetenz bekommen können. Wenn wir wahrhaft und Wahrhaftig leben! Er macht uns klar, was wir alles können. Er machte die Menschen groß und würdevoll und stellte sie nicht als arme Sünder hin.

22 Jesus sagt: »Ihr Menschen Roms, ich bin die Auferstehung und das Leben. Jene, welche tot sind, werden leben. Viele, welche leben werden, sterben nimmer.

Anmerkung: Im Leben Jesus sehen wir, was wahres Leben bedeutet, ganz in der Führung des Schöpfers die Tage gestalten. Das Gottes Wille und mein Wille eins werden. Dies ist auch ein Prozess! Aber dann haben wir das wahre Leben und sind nicht mehr Tot in geistlicher Hinsicht. Wir sind dann keine Schlafwandler mehr.  

23 Durch den Mund von Göttern und von Halbgöttern sprach Gott zu Menschen seit Jahrtausenden. Doch heute redet Er zu euch durch den Vollkommenen.

24 Er sandte Seinen Sohn, den Christus, in Gestalt des-Menschensohnes, um die Welt zu retten.

25 Der Christus wird alle Menschen, wahrlich jeden Einzelnen von ihnen, aus der Finsternis und aus dem Moder irdischer Genüsse, in das Licht und in das ewige Leben führen. Ich bin die Verwirklichung der Liebe auferstanden von den Toten. Schaut die Wunden an den Händen, an den Füßen und an meiner Seite, die mir Menschen schlugen.

Anmerkung: Jesus hat uns den Weg zum Licht gezeigt, weg von der Gier und dem Materialismus und der Genusssucht. Das heißt nicht, Asket zu werden, sondern beides zu leben, Glaube und sich an der Welt und den Sinnen erfreuen. Das ist ja das Geschenk unseres Schöpfers.

38 Im Tod vollzieht sich eine heilige Handlung. Physische Materie wird zersetzt. Aber der Tod verwandelt sich in Leben. Fleischsubstanz wird umgeformt in göttliche Substanz. Ist des Menschen Wille eins geworden mit dem Willen Gottes, ist die Auferstehung Wirklichkeit. Hier haben wir des Todes heilige Handlung, das Mysterium des Gotteslebens.
43 »Mein ganzes Erdenleben gab ich hin, um Einklang zwischen meinem Willen und dem Willen Gottes zu erlangen. Als ich dieses Ziel erreichte, war mein Werk vollbracht. Und ihr, geliebte Brüder, kennt die Feinde, die ich überwinden musste….Ihr wisst auch, dass mein ganzes Leben ein dramatisches Geschehen und ein Vorbild für die Menschen war. Ich lebte, um die Möglichkeiten des Menschen aufzuzeigen. Das, was ich tat, können alle Menschen tun, und das, was ich bin, werden alle Menschen sein. «

Anmerkung: Hier nochmal die Hauptbotschaft von Jesus, das mein Wille und der Wille Gottes identisch ist, durch Gebet und andere Wege. Aber der Weg Jesus war nicht leicht und voller Herausforderungen. So wie wir bei einer Prüfung sehr gefordert werden, um zu zeigen, wer wir sind, so könnte es in spiritueller Hinsicht ebenso sein. Dann können wir einiges, was Jesus auch konnte, ohne dass wir uns etwas darauf einbilden sollen.

Kapitel 179

12 Jesus wendet sich an Petrus: »Liebst du Gott den Herrn von ganzem Herzen? Liebst du deinen Nächsten wie dich selbst?« Und Petrus gibt zur Antwort: »Ja, ich liebe Gott den Herrn von ganzem Herzen und den Nächsten wie mich selbst.« Der Meister sagt: »Dann weide meine Schafe.«
15 Nunmehr wendet er sich an Jakobus: »Liebst du ihn, den Heiligen Geist, mit dem ganzen Herzen? Liebst du deinen Nächsten wie dich selbst?« Der Meister sagt: »Beschütze meine Schafe.«
18 Dann wendet er sich an Johannes: »Liebst du Christus, Gottes Liebe in Gestalt, von ganzem Herzen? Liebst du deinen Nächsten wie dich selbst?« Johannes gibt zur Antwort: »Ja, ich liebe Christus mit dem ganzen Herzen und den Nächsten wie mich selbst.« »Dann weide meine Schafe«, sagt der Meister.

Anmerkung: Scheinbar sind Petrus, Jakobus und Johannes seine würdigen Nachfolger. Leider hat Jakobus in der Bibel nur sehr wenig Raum bekommen!
Zusammengefasst es geht darum  Gott den Herrn von ganzem Herzen zu lieben, den Heiligen Geist,  Christus, Gottes Liebe in Gestalt und den Nächsten wie mich selbst. Sich selbst zu lieben ist vielleicht auch die Basis um andere lieben zu können.

Kapitel 180

4 Die Jünger fragen »Wirst du nun das Königreich erneuern?« Doch der Meister gibt zur Antwort: »Kümmert euch nicht allzu sehr um die Regierungen der Welt. Die Meister lenken das Geschick der Erde. Tut, was euch zu tun geboten wurde, wartet in Geduld und murrt nicht.


Anmerkung: Jesus war kein politischer Revolutionär, obwohl er in einem System der Unterdrückung und Ausbeutung lebte. Dennoch kann und sollte man eine Regierung mit wohlwollenden Worten und guten Ideen durchaus auf einem besseren Weg bringen.


7 Ich bitte euch, geht hin in alle Welt und lehrt das Evangelium des Christus, predigt über Gottes Einheit mit den Menschen, redet von der Auferstehung und vom ewigen Leben.

Anmerkung: Es ist auch ein Auftrag in die Welt zum gehen um durch gutes Beispiel zu lehren und zu lernen.  Es geht darum, dass die Menschen verstehen, dass der Tot nicht das Ende bedeutet. Und das das gute Leben des Menschen sehr bedeutungsvoll ist.

8 Wenn ihr lehrend durch die Lande wandert, tauft das Volk im Namen Christi. Wer getauft ist und den Glauben hat, erhebe sich zum neuen Ideal des Lebens aus Christus. Doch wer nicht glaubt, wird sich nicht erheben können.

Anmerkung: Die Taufe ist eine Glaubens-Entscheidung, die wichtig ist. In der Verbindlichkeit lebt der Mensch das Ideal eines Gott gemäßen Lebens. Ohne Glauben wird es keinen spirituellen Aufstieg geben.

10 Die Macht, die ich euch gab, sollt ihr den Menschen weitergeben. Wer getauft ist und den Glauben hat, wird Kranke, Blinde, Taube und Gelähmte heilen können. Böse Geister kann er aus Besessenen vertreiben, Schlangenbisse werden ihn nicht töten können, durch das Feuer wird er gehen, ohne sich zu brennen, und nicht sterben muss er, wenn er Gift getrunken hat.

Anmerkung: In einem dem Schöpfungsplan gemäßen Leben können die Menschen herausragende Fähigkeiten entwickeln, die unglaublich erscheinen, denn sie widersprechen den wissenschaftlichen Weltbild. Und dennoch gibt es viele unerklärliche Heilungen!
Mehr noch, der Mensch hat dann einen besonderen Schutz, und die bösen Mächte können ihn nichts anhaben.

16 Nun werde ich zu meinem Vater gehen, wie auch ihr und alle Welt zu Gott gelangen werdet. Seht, zu Pfingsten werdet ihr mit Macht aus höchster Höhe ausgestattet.

Anmerkung: Jesus unterscheidet  hier nicht zwischen guten und bösen Menschen. Denn jeden Bösen ist auch etwas Gutes und umgekehrt. Die bösen Menschen brauchen einfach etwas länger, um zur Quelle zurückzukehren. Deswegen bekämpfe sie nicht, sondern versuche sie zu wandeln. Denn wenn Sie das Vorzeichen umkehren, können Sie auch hervorragende positive Arbeit machen. Dafür gibt es viele Beispiele.

  1. Umwandlung des geistigen Körpers Jesu 

22 Der Segen des Allmächtigen, des Heiligen Geistes und der Heiligen sowie der Segen Christi, der die Liebe Gottes ist, sei mit euch alle Tage. Bis ihr euch erhebt und mit mir sitzen werdet auf dem Thron der Macht.« Nach diesen Worten sehen sie den Meister mit des Lichtes Flügeln aufwärts schweben. Licht umspielt sein Haupt. Dann ist er ihrem Blick entschwunden.

Anmerkung: Jeder, der ein Leben in Vollkommenheit führt, kann auch sehr viel Macht bekommen.

22 Jesus nennen ihn die Menschen, und zu Recht besteht sein Name, denn er war gesandt, Verlorene zu suchen und zu retten. Jesus wuchs zum Mann heran und wurde allen Prüfungen und Anfechtungen unterworfen, welche Menschensöhne zu erdulden haben. Spüren sollte er die Lasten, die der Mensch zu tragen hat, und kennen sollte er den Weg des Trostes. Ferne Länder sah er, heilte durch das Wort die Kranken, öffnete Gefängnisse und setzte die Gefangenen auf freien Fuß. Fürwahr, er ist Immanuel.

Anmerkung: Auch Jesus ist gereift durch viele Prüfungen, ebenso wie wir Menschen. Ist das nicht ein Trost?

25 Böse Menschen stießen ihn zurück, verachteten den Herrn und überführten ihn, mit Hilfe falscher Zeugen, mehrerer Verbrechen. Man nagelte man ihn ans Kreuz. Der Tod jedoch war viel zu schwach, um ihn Grab zu halten. Als die Meister aus den unsichtbaren Welten riefen brach er seine Todesbande und erhob sich, um erneut zu leben. Auferstanden zeigte er sich nicht nur in Jerusalem den Herrschern, sondern auch gar manchen Menschen in entfernten Ländern dieser Erde.

33 Durch Christus kann der Mensch ins Leben und ins Licht gelangen.

38 Petrus sagte, »Ändert euren Sinn und lasst euch taufen, wendet euch von Sünden ab und führt ein Leben, das mit Christus tief in Gott geborgen ist« .